Behandlung Lebermetastasen

  • @all Ich hab mal eine Frage. Meine Leberwerte sind alle etwas erhöht. Laut aktuellen Bildern ist die Leber im Stillstand- nichts weg, nichts dazu und Größe gleich. Die Leberwerte sind schon mal während der Therapie oder bei der Misteltherapie gestiegen.

    Ich möchte die Leber etwas unterstützen und möchte Mariendistel einnehmen. Hat damit jemand Erfahrung?

    Soll gut helfen ( auf die Frage bei meiner Onkologin, was ich für meine Leber tun kann: ausreichend trinken, viel Bewegung und Mariendistel)

    Jetzt hab ich gelesen, dass es die Leber schützt -vor Giftstoffe - ich hoffe, es schützt sie nicht vor der Wirkung von Abemaciclib und Letrozol. Dann soll eine Mariendisteleinnahme unterstützend bei Brustkrebs-Metastasen sein, aber wohl auch ein Phytohormon sein. In Verbindung mit Tamoxifen gibt es keine Probleme bei der Einnahme, bei Anastrozol oder Letrozol hab ich nichts gefunden. Über CDK Hemmer und Mariendistel finde ich garnichts.

    Vielleicht weiß einer von euch was darüber, würde mir helfen…..danke

  • Liebe Baybsie , meine Leberwerte sind seit einigen Wochen auch erhöht. (Hab gestern dazu was im Kadcyla-Strang geschrieben.)

    Auf meine Nachfrage, was ich unterstützend für meine Leber tun kann meinte er, Artischokenpräparate. Mariendistel verneinte er. Hab leider noch gefragt, warum.

    Bin auf weitere Antworten gespannt (vielleicht ja auch drüben im Kadcyla-Thread).

    Dir alles Gute.

  • Guten Morgen liebe Baybsie ,


    meine Onkologin ist auch Komplementärärztin und hatte mir Mariendistel verschrieben, allerdings hab ich da schon keine CDK4/6 Hemmer mehr genommen. Geholfen hat Mariendistel, die leicht erhöhten Leberwerte sind wieder im Normbereich.

  • Liebe Baybsie ,

    die bio…Klinik schwört auf Mariendistel. Ich nehme sie schon eine ganze Weile zur Unterstützung. Meine Onkologin ist auch dafür.

    Die erhöhten Leberwerte können einfach auch Therapiebedingt sein. Meine schiessen nach dem Carboplatin+Gemcitabin immer nach oben. Nach der Pause oder nur Gemcitabin sinken sie wieder extrem.

  • Es beruhigt mich schon mal, dass auch ihr Mariendistel einnehmt. Schön, dass auch ihr damit gute Erfahrungen gemacht habt, dann werde ich mich mit einreihen und es auch probieren. Über PN hab ich noch Anlaufstellen erhalten, dort werde ich mich auch nochmal erkundigen, eben wegen möglicher Wechselwirkungen

  • Baybsie

    Ich nehme auch Mariendistel und es hat bei mir die leicht erhöhten Leberwerte (ich nehme neben Letrozol noch einen Schilddrüsenhemmer, der leider auch meine Leber objektiv belastet) super in die Norm gebracht. Allerdings esse ich auch fast nur Vegetarisch, da ich viele Unverträglichkeiten habe und da fallen diverse deftige Mahlzeiten und auch Alkohol definitiv weg. Trinken tue ich vor allem heißes Wasser (ein Tipp aus Tibet, dort trinken es die Mönche und meine Bekannte ist aus dem Ayurveda Bereich und meinte, es kurbelt die Entschlackung an). Gerne morgens vor dem Frühstück, direkt nach dem Aufstehen eine große Tasse heißes Wasser, mit etwas Zitrone oder Orange, und dann merkste schon wie es innerlich "kurbelt".

    Fett, Zucker, Alkohol belastet die Leber stark. Der Kaffee in Maßen ist allerdings auch gut für die Leber. Überhaupt alle Bitterstoffe: Chicoree, Radicchio, Löwenzahn, Tausendgüldenkraut etc.

    Und der gute alte Leberwickel, schau mal im Internet, den hat mir mein Arzt empfohlen, die Wirkung ist auch bewiesen.

    Zu dem Mariendistelpräparat: Es sollte aus der Apotheke sein und einen standardisierten Gehalt an Silymarin haben, mindestens 120 mg/Tablette. Eingenommen wird es vor dem Essen, aber ich nehme es zum Essen. Laut Studie stärkt es die Zellwände der Leber und regt den Gallenfluß an. Ein Tee aus Mariendistel wirkt nicht, dort werden die Inhaltstoffe nicht vollständig gelöst-

    Ich muß die Studie ggf rauskramen, ich hab sie im Internet unter Leber/Mariendistel/Studie etc gefunden.

    Leider habe ich nichts zum Bereich Phytohormon gefunden, aber es ist schon so, dass recht viele Stoffe in Pflanzen in gewissen Maßen hormonell wirken (weiß ich auch meinem Studium).

  • safsafr Danke für deine Antwort - ich hab mir in der Apotheke einen Saft von Sa.us geholt. Ist Bio und hochkonzentriert, da reicht einmal am Tag ein kleines Stamperl. Schmeckt auch- weil eine Acerolakirsche mit drin ist.

    Wenn du noch was zur Studie findest, dann würde ich mich über Infos freuen.

  • Hallo Ihr Lieben,

    zur Mariendistel kann ich leider nix sagen, aber für meinen Hinterkopf werd ich das mal behalten. Je nachdem wie meine Therapie jetzt wirkt.

    Ich gebe mal hier ein kurzes Update:

    Cyberknife war wohl die beste Therapieentscheidung, für meine Obligometa in der Leber, die ich mit euren wertvollen Tipps machen konnte. War schmerzlos und in !einer Situung! erledigt .

    Kann mir wer von euch sagen wann man Erfolge sieht? 3 Monate? 6 Monate? Ich hab was von 1 Jahr gelesen, das wäre schon lage...

    Danke auch an all die Daumendrücker!!!!

    LG und einen wunderschönen Tag.

  • Liebe Baybsie,


    zu Anfang meiner Tamoxifen Therapie hatte ich auch erhöhte Leberwerte.

    Habe dann angefangen, Mariendistel mit Artischocke und Löwenzahn zu nehmen.

    Unter der Einnahme konnte man zusehen, wie die Leberwerte gefallen sind.

    Innerhalb von ein paar Wochen haben sie sich normalisiert.

    Ich drücke Dir die Daumen!

  • Liebe Baybsie , was auch gut für die Leber ist, ist Salbeitee aus getrockneten Blättern. Also richtig aufgegossener Tee. Ich trinke davon je 1 Tasse am Tag. Meine Leberwerte sind im Normbereich, trotzdem möchte ich unterstützend etwas machen und Tee geht immer. Lieben Gruß Waldmaus

  • Hier sind ein paar links.

    Falls die gelöscht werden, unter "Silymarin Leberwerte senken" g..glen und da bekommst du aus dem Är..tebl.tt und vom T.ieme-Ve..ag zwei Studien bzw Artikel wie der Wirkstoff in der Medizin eingesetzt wird.

    Zum Thema Phytohormone kann ich leider nix beisteuern. Anscheinend ist da noch nichts offiziell oder wird geblockt. So genau weiß man das nicht!


    Liebe Grüße!

    2 Mal editiert, zuletzt von Lieselotte () aus folgendem Grund: Links entfrernt, weil in den Artikeln freiverkäufliche Präparate genannt sind.

  • @all,

    meine Onkologen in der UK raten bei Lebermetastasen ausdrücklich von Leberwickeln ab.

    Es interessiert mich schon, ob ihr Leberwickel von euren Onkologen empfohlen bekommen habt.


    Mariendistelpräparat habe ich schon vorsorglich im Schank liegen, werde diese ab 1. November nehmen (vorher noch Blutabnahmetermin). Meine Leberwerte sind alle - bis auf LDH (450 U/l)- im Normalbereich.

  • Also bei Phytohormonen teilen sich wohl die Geister. Richtig aussagekräftige Studien gibt es nicht. Ergebnisse gehen in beide Richtungen und die meisten Studien gibt es zu Soja.

    Alle Pflanzen haben Phytohormone, manche mehr, manche weniger.


    Sojaprodukte sind lt KID (bzw DKfZ) sind auch für BK Patientinnen gelegentlich bzw bis 1 - 2 Portionen maximal pro Tag unbedenklich; von Phytohormonen bzw Phytoöstrogenen in konzentrierter Form als Nahrungsergänzungsmittel wird abgeraten, andererseits könnten man hochdosierte Isoflavonen (Soja, Rotklee) oder Cimicifuga (Traubensilberkerze) im Einzelfall versuchen, das würde nach Expertenmeinung keinen Schaden anrichten …


    Artischockenblätterextrakt wirkt wohl hauptsächlich durch die Bitterstoffe. Als Gemüse gegessen hier wirkungslos, die Wirkung steckt in den Blättern unter dem essbaren Teil. (Übrigens ist die Artischocke auch eine Distelpflanze.)


    Bei Mariendistel scheiden sich die Geister erneut, Extrakte von Samen der Mariendistel scheinen bei HR+ Krebs keine Östrogene Wirkung zu haben, aber als Tee wohl wirkungslos, weil das Silymarin bei Temperaturen über 40 Grad wohl zerstört wird.

    Kann eine Wechselwirkung haben mit Medikamenten die auch über CYP2C9 in der Leber abgebaut werden.


    In einem österreichischen Artikel von 2008 (Wirkung von Isoflavonen auf den Menschen) wird behauptet dass Isoflavone als schwache Aromatasehemmer wirken, und dass die Kombination von Tamoxifen und Isoflavonen eher wünschenswert ist …


    Lignane (ein Phytoöstrogen, in Leinöl und anderen Saaten, Soja usw) besetzen die Östrogenrezeptoren (aber mit einer viel schwächeren Wirkung) und diese Rezeptoren sind dann für Östrogene nicht mehr verfügbar.


    Das ganze ist ein schwieriges Feld … am besten einen Komplementär-Mediziner fragen.

  • Annett , ich mache bereits die dritte Chemo fast in Folge und nehme Mariendistel. Meine Onkologin ist damit einverstanden.

    Zu den Leberwickeln, die Komplementärärzte sind dafür. Zur Unterstützung des Immunsystems wird außerdem die Misteltherapie oder Christrose empfohlen.

  • Danke euch für die Informationen.

    Bis auf GGT liegen die Werte meines Mannes in der Norm. GGT schwankt zwischen 70 und 85. Normwert liegt bei maximal 60.