Behandlung Lebermetastasen

  • Liebe Libelle,


    das sagen sie nicht weil es noch viele Möglichkeiten gibt. Hier im Forum gibt es Frauen, die momentan nicht weiter kommen mit Chemo. Da kann aber durchaus eine Bestrahlung helfen und vielleicht wirkt danach eine Chemo auch wieder auf die geschwächten Krebszellen. Ich bin kein Mediziner, sonst könnte ich Dir sagen, dass es noch viel mehr Möglichkeiten gibt. Das haben hier ein Stück weiter obenauch andere Mädels schon geschrieben.


    Bitte hab Vertrauen und gib Dich nicht auf. Lg Blume

  • Liebe Libelle :hug:


    ich schreibe hier eigentlich nur noch ganz selten, aber da ich gerade auf eine PN geantwortet habe und mich Dein Therad sehr berührt, nehme ich Dich erstmal vorsichtig in den Arm :hug:


    Ich kann Dir nicht sagen, ob das stimmt, aber eins weiß ich aus Erfahrung! :hot: DR. GOOGLE ist das Schlimmste, was Dir passieren kann! :hug: Wir alle kennen die ANGST und Schockstarre. Mir ging es am Anfang genauso und habe gegoogelt! Resultat, NOCH MEHR ANGST und SCHLAFLOSE NÄCHTE!!! :hot:
    Ich kann mich meinen Vorschreierinnen nur anschließen! Hier gibt es einige Frauen, die schon über Jahre mit Lebermetas leben und mit denen Du Dich austauschen kannst! Auch der KID wurde hier schon genannt.
    Die Wartezeit ist für uns alle schlimm! Deshalb lies ein schönes Buch, statt Horrorgeschichten im Internet! :hot: :hug: Ich habe es mir wirklich abgewöhnt zu googeln! Das hilft uns einfach nicht!!! Im Gegenteil! Vertraue Deinen Ärzten und versuche Dich abzulenken! Ich weiß, dass ist nicht leicht :hot: Aber mit Dr. Google findest Du überhaupt keine Ruhe mehr!


    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und ALLES LIEBE :hug:

  • Liebe Libelle,


    da muss ich Miami recht geben. Das Schlimmste ist, Mr. Google zu befragen. Das machen zwar alle, mich eingeschlossen, aber Du merkst schnell, dass es Dich runter zieht und nicht sehr hilfreich ist. Du schreibst ja schon länger im Forum, dann weißt Du sicherlich, Erfahrungen mit Betroffenen auszutauschen, hilft.


    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft für Deine Therapien sowie weniger Kopfkino.


    Lass Dich umarmen. :hug:
    Liebe Grüße Kylie

  • Ja Google ist schlimm. Ich habe aber solche Angst und versuche dadurch Ruhe zu finden. Aber im Grunde lese ich nur schlimmes Zeug, auch das bei fortgeschrittenen Lebermetastasen nur noch drei bis sechs Monaten zu leben sind. Was heißt fortgeschritten? Ich werde wahnsinnig. Suche Halt. Erklärungen und das Leben zieht an mir vorbei. Ich will mein Begräbnis noch nicht planen.

  • Wenn der Primärtumor weg ist, also behandelt wurde, kann er trotzdem Metastasen streuen? Ich tue mich etwas schwer damit, dass zu verstehen. Ich hatte Chemotherapie, Op und Bestrahlung. Wie können sich da so schnell wieder Metastasen in der Leber bilden?

  • Liebe Libelle,


    Die Fragen die dich beschäftigen wird dir niemand beantworten können...leider.
    Die anderen Foris haben dir schon gute Tipps gegeben....versuche dich abzulenken unternimm was Schönes mit deinem Sohn.
    Du kannst momentan nur warten und das kann sehr zermürbend sein.
    Ich wünsche Dir alles Gute.


    LG Keinohrhase :hug:

  • Liebe Libelle,


    ich habe das so verstanden, dass die Chemo alle sich gerade teilenden Krebszellen vernichtet. Wenn nach Chemoende nicht alle Krebszellen erwischt wurden, kann es zu einer Streuung bzw. Metastasierung kommen. Lass Dir das aber lieber von deinen Ärzten erklären, die können das besser.
    Ich habe von vielen Frauen mit Lebermetastasen gelesen, die schon lange mit diesen Metastasen leben. Die Medizin ist heute so weit fortgeschritten, dass auch mit Metastasen ein längeres Überleben möglich ist.


    Es bringt auch nichts, darüber zu grübeln, wieso und warum. Das kostet Dich nur Kraft und die brauchst Du für die anstehende Behandlung.


    Ganz liebe Grüße Kylie :hug:

  • Liebe Libelle,
    wir beide hatten das Thema der Streuung mal im letzten Jahr, ich hatte damals nach Mikrozellen gefragt und habe seitdem viel gelernt.
    Brustkrebs, besonders der triple negativ, den ich auch habe, streut sehr früh in Lymphknoten und ins Blut. D.h. dein Primärtumor hatte bei Diagnose schon Lymphknoten befallen und schon Zellen über die Blutbahn auf die Reise geschickt. Da die Chemo deinem Tumor leider nicht viel anhaben konnte, wurden auch die Zellen, die der Tumor bereits abgesondert hatte (also die Mikrozellen), nicht zerstört und haben sich in der Leber angesiedelt und sind gewachsen.
    Ich empfehle Dir für dein weiteres Vorgehen die triple negativ Experten zu kontaktieren, vielleicht bringen sie dich in einer Studie unter! Das sind Prof. U..., Berlin und Prof. Sch... in Heidelberg (bitte googel die Namen in Verbindung zu triple negativ, ich darf sie nicht ausschreiben glaub ich). Das lege ich dir sehr sehr ans Herz.
    :hug: :hug: :hug: :hug:

    Life's journey is not to arrive at the grave safely in a well preserved
    body, but rather to skid in sideways,
    totally worn out shouting "holy
    crap....what a ride".

  • Liebe Libelle,


    ich habe Deine Beiträge gelesen, und auch ich kann Dich soooo gut verstehen und versuche Dir ein wenig Deiner Ängste und Sorgen zu nehmen. :hug:
    Im Januar 2015 bekam ich meine 1. Diagnose triple negativ. Habe das gesamte Programm absolviert. Chemo, Mastektomie re. und 28 Bestrahlungen. :hot: :hot:


    Alles sah gut aus und meine Nachsorge war immer o.B. So langsam fand ich mich wieder in den Alltag ein.
    Bis dann im Januar diesen Jahres während einer MRT Kontrolle in der Leber eine "Unklarheit" gesehen wurde. Diese stellte sich als eine Metastase dar, aber die Rezeptoren waren eine andere. Diese Zellen waren nun hormonpositiv. Die Metastase wurde mit einer Mikrowellenablation entfernt und nun nehme ich seit einigen Wochen Letrozol und das neue Medikament Ibrance. Ende Mai habe ich ein Kontroll CT der Leber. Das 1. nach der Ablation. Bis auf arge Gelenkschmerzen vertrage ich diese Therapie ganz gut. Ich möchte Dir damit sagen, das es doch einige echt gute und wirksame Behandlungsmethoden gibt und das Du trotz Deiner Angst nicht verzagen sollst. :love:


    Gehe einfach Schritt für Schritt und versuche Dich abzulenken mit schönen Dingen. Erstmal mußt Du wissen, was genau das da in der Leber ist und dann wird weite rgesehen. Ich sage mir immer, es nutzt mir gaaar nichts mich jetzt verrückt zu machen über die Dinge die noch so weit entfernt sind und wo ich grade keinen Einfluss nehmen kann. Das ist verschwendete Energie. Das wesentliche ist wichtig. Das Heute und morgen vielleicht noch :rolleyes:


    Informationen sind gut und wichtig aber jede von uns ist so individuell und auch die Erkrankung einer jeden.


    Ich drücke Dir gaaaanz fest die Daumen und wünsche Dir alles alles Gute. Kopf hoch und ganz viel Mut für das was kommt!!


    Liebe Grüße
    Shirley :hug:

    Wenn Dein Plan nicht klappt,
    dann ändere Dein Plan aber
    nie Dein Ziel!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: "Size"-Zeichen entnommen.

  • Liebe Libelle!


    Wenn es auch im Moment vielleicht schwer fällt, aber versuche doch auch die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass es keine Metastase ist. Denn das wäre das Wahrscheinlichste. Ich denke, alle hier werden mir Recht geben, wenn ich sage, dass es genügend Geschichten gibt, wo es bei einem Metastasenverdacht dann doch eine Entwarnung gab. Habe schon gaaaanz viele gelesen. Nicht nur hier im Forum, sondern auch anderswo.
    Also versuche erstmal das naheliegende anzunehmen...dass es nämlich gar nicht das ist, was du glaubst. Wenn das immer so klar wäre, würde man keine Biopsie mehr brauchen , nicht wahr?


    Grüße Meggie

  • Liebe Libelle,


    wie Du siehst, erhältst Du sehr viel Zuspruch von uns Forumsteilnehmern. Wir alle verstehen gut, wie groß Deine Angst momentan ist.


    Einige Tipps hinsichtlich möglicher Ablenkung können wir Dir geben und Dir auch empfehlen, nicht ständig "Dr. Google" zu befragen. Die vielen medizinischen Fragen, die Du stellst, können wir Dir als Laien aber nicht beantworten. Diese solltest Du bitte entweder an den Krebsinformationsdienst richten oder aber Deinen Ärzten stellen.


    Und noch etwas: wende Dich am Montag unbedingt nochmals an Deine Ärzte, informiere sie, wie schlecht es Dir zurzeit psychisch geht und fordere Unterstützung für Dich ein. Denn ich glaube, dass Dir professionelle Unterstützung in der momentanen Situation gut tun würde. Oder wende Dich am Montag an eine Krebsberatungsstelle, wo Dir geschulte Mitarbeiter im persönlichen Gespräch Tipps geben können, wie Du mit Deiner Verzweiflung umgehen bzw. Druck abbauen kannst.


    Wir hier im Forum versuchen für Dich zu tun, was virtuell irgendwie möglich ist. Doch wir können Dir nur "Laientipps" geben, Dir sagen, was uns selbst geholfen hat. Eine professionelle Begleitung können wir nicht ersetzen - und ich glaube, dass es für Dich wichtig ist, persönlich betreut zu werden.


    Ich wünsche Dir sehr, dass Du vielleicht den einen oder anderen unserer Tipps umsetzen kannst und damit den morgigen Tag überbrückst, bevor Du am Montag aktiv werden kannst.


    Herzliche Grüssles



    Saphira

  • Ich habe ja leider nicht nur eine Metastasen sondern viele kleine und eine große bzw eine große Ansammlung an einer Stelle. Hätte ich nur eine Metastasen würde ich mich bestimmt nicht so verrückt machen. Da es aber mehrere sind und ich stark vermute, dass sie alle triple negativ sind, denke ich die meiste Zeit negativ. Natürlich kann es auch ganz anders sein, dass sie einen anderen Rezeptor haben und diese dann besser behandelt sind.


    Ich bin sehr dankbar für all eure Tipps. Ich kann sie nur teilweise umsetzen und die Unruhe und Angst im Körper bleibt. Heute kommt meine Heilpraktikerin, vielleicht kann ich durch sie etwas ruhiger werden.


    Wisst ihr, diese Todesangst ist einfach schlimm. Ihr kennt das ja alle! Ich habe dann auch immer keinen Appetit und nehme schnell ab. Das ist genauso schlecht wie immer schlecht denken.

  • Liebe Libelle,


    bitte höre auf Saphira und wende dich gleich morgen früh an deine behandelnden Ärzte! Notfälle müssen immer drangenommen werden, und dein psychischer Zustand ist ein Notfall!


    Bis dahin wünsche ich dir sehr, dass der Besuch deiner Heilpraktikerin dir Linderung verschafft.


    Versuch bitte, etwas zu essen. Du schreibst selbst, du nimmst schnell ab, doch du brauchst deine Kraft und Energie für deine bevorstehende Therapie. Bitte schwäche deinen Körper nicht, das wäre kontraproduktiv.


    Ich verstehe deine Ängste, ich glaube, jede hier tut das. Aber es wird wirklich nicht besser, wenn du nicht aktiv dagegen vorgehst. Versuch dich abzulenken, geh raus, geh spazieren, triff dich mit Freunden. Ja, ich weiß, du hast vielleicht keine Lust dazu, aber ich bin mir sicher, dass es dir zumindest für ein paar Minuten oder gar ein paar Stunden etwas, zumindest ein klein wenig, Ablenkung verschafft. Und hör auf Dr. Google zu befragen, bitte!! Jeder Mensch ist anders, jede Krankheit ist anders! Dr. Google weiß nicht, was du genau hast und du weißt nicht, wovon Dr. Google genau spricht. Also lass es bleiben und nutze deine Zeit für schöne Dinge.


    LG
    Pschureika

  • Liebe Libelle,


    Pschureika hat Recht. Hier haben Dir soviele Foris geantwortet, darunter viele alte Hasen. Lies Dir die vielen aufmunternden Worte noch einmal durch und lass sie an Dich ran.
    Ich denke ganz sehr an Dich. Draußen ist wunderschönes Wetter, es riecht nach Blüten, nach Flieder und Maiglöckchen. Gehe spazieren, nimm eine Freundin mit oder setze Dich auf einen Spielplatz, egal was. Lenke Dich irgndwie ab und lass das Internet aus. Bitte melde Dich morgen bei Deiner Hauärztin wenn Du niemenden anders erreichst.


    Mein Sohn ist 37 lebt mit seinen beiden Kindern in der Schweiz. Meine Tochter ist 34, also fast so alt wie Du. Als ich die Diagnose bekam hab ich sie angerufen und geheult, Sie war am nächsten Tag bei mir und brachte auch noch ihre Freundin mit. Wir haben geredet, geheult und uns immer wieder versichert, wir schaffen das.
    Du hast doch bestimmt auch Familie, Geschwister, Freunde.... ich bin sicher, die helfen Dir dann alle. Du bist nicht allein. Vielleicht denkst Du jetzt, dass Dir diese Worte nichts nützen -
    aber die Geschichte geht weiter.
    Nach meinem Geburtstag, nur wenige Tage nach meinber Diagnose, bekam meine Tochter die Nachricht, sie müsse mit ihren Baby sofort in die Uniklinik fahren (es war gerade 2 Monate alt!) es besteht Verdacht auf Hirntumor. Warum das, warum dieses kleine Wesen? Warum jetzt - es ist doch meine Erkrankung schon dramatisch genug? viele Fragen keine Antwort. Unser Motto: Wir müssen das schaffen, wir schaffen das, ich helfe euch und Ihr steht mir bei..... und dann feiern wir alle zusammen den Schulanfang.


    Ich weiß nicht, ob das hier passend ist und ob es Dir hilft oder schadet. Mir fiel das heute Nacht ein als ich wieder einmal nicht schlafen konnte und mir Deine Geschichte durch den Kopf geht.


    Meiner Tochter würde ich jetzt (an deiner Stelle) sagen: Mensch Mädel, wir haben eine Abmachung. Du hast versprochen, wir schaffen das und so schaffen wir das auch. Schau nach vorne und höre auf all die guten positiven Worte.


    Lg Blume 8)

  • Ich habe keine Eltern mehr, jedenfalls wollen sie nichts mehr mit mir zu tun haben. Bin halt eine große Enttäuschung. Mein Kontaktversuch wurde leider nicht wirklich angenommen.


    Ich werde morgen telefonieren und mir Hilfe suchen. Heute geht's mir ein bisschen besser, auch weil ich versuche, eure positiven Worte anzunehmen, meine Angst zu akzeptieren, mich mit einem Buch etwas abzulenken und ein paar Atemübungen. Ich lebe ja noch und werde versuchen, soweit es mir möglich ist, mich gut zu behandeln auch wenn ich schreiend davon laufen könnte.


    Als ihr eure Diagnosen bekommen habt, habt ihr angefangen, eure Leben zu verändern? Also mehr Sport oder gesünder ernährt oder schwere psychische Themen bearbeitet?

  • Liebe Libelle,


    zwischen der Diagnose und der OP (Brustkrebs) habe ich eigentlich im Wesentlichen existiert und organisiert. Im Krankenhaus habe ich viel nachgedacht und -gelesen und mir überlegt, ob ich was in meinem Leben ändern möchte, und wenn ja dann was.


    Sobald ich nach der OP wieder konnte, habe ich angefangen, jeden Tag mindestens 30 Minuten Fahrrad zu fahren. Das mache ich jetzt konsequent seit etwa 3 Wochen und merke, dass es mir gut tut, meinen Körper mehr zu bewegen und ins Schwitzen zu bringen als vorher.
    An meiner Ernährung habe ich nicht viel verändert, ich habe auch vorher schon relativ gesund gegessen. Ich esse jetzt noch mehr Obst als vorher und kaufe mir für abends oft Fisch. Und zur Zeit mag ich kein Schweinefleisch sehen, also verzichte ich darauf.


    Ich mache mir aber viel mehr Gedanken darüber, was eigentlich wichtig ist in meinem Leben und was ich machen möchte und was nicht. Gerade jetzt am Wochenende habe ich darüber nachgedacht, ob ich vorübergehend meine Arbeitszeit reduzieren möchte, um mehr Zeit und weniger Stress zu haben.
    Ich hinterfrage viel mehr als vorher, was ich wann machen möchte und was liegenbleiben kann.
    Und ich bin mir noch gar nicht sicher, in welche Richtung das noch weiter geht, schließlich bin ich noch mitten in der Therapie (Bestrahlung steht mir noch bevor), und wer weiß, welche Erkenntnisse sich da noch ergeben. Das kommt alles erst so nach und nach, zuerst dachte ich: "Wenn die Behandlungen vorbei sind, geht es einfach weiter wie vorher. Das war dann bloß eine etwas längere Pause." Aber da glaube ich jetzt schon nicht mehr dran.


    Wie war es bei dir? Hast du etwas in deinem Leben verändert?


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Liebe Libelle,
    ich hatte bereits vor meiner Krebsdiagnose ein paar einschneidende Erlebnisse, die mir klar gemacht haben, wie kurz mein Leben sein kann und habe bereits da angefangen
    Leben bewußter zu leben. Direkt nach der Diagnose habe ich mein Sportprogramm etwas gestrafft, da mir klar war, dass mir eine OP bevorsteht, eine gewisse Fitness
    dabei von Vorteil sein kann und ich den Sport etwas vernachlässigt hatte. Ansonsten habe ich meinen Schreibtisch aufgeräumt und für eine geregelte Übergabe meines
    Arbeitsplatzes gesorgt, da ich so etwas beruhigter in die längere Abwesenheit gehen konnte. Anfangs dachte ich, o.k., ich mach ne Pause und dann geht es weiter. Mittlerweile
    mache ich mir aber schon Gedanken, welche Teile ich meines früheren Lebens ich tatsächlich zurück nehmen will und welche nicht. Es wird definitiv nicht mehr so sein wie
    vorher, aber wie es sein wird, das weiß ich derzeit noch nicht. Ich genieße aktuell den Augenblick, wenn es mir gut geht (war unter der EC leider nicht so oft der Fall), freue
    mich über jedes Haar, das ich auf meinem Kopf finde und schaue mal, was auf mich zukommt. Ernährung ist so eine Sache, wenn ich Stress hatte, habe ich auch ungesund
    gegessen. Meine Onkologin meinte aber gleich zu Beginn, ich soll während der Chemo essen was gerade schmeckt und runtergeht. Ich esse derzeit ziemlich "seltsam". Aber
    wenn ich die Chemo hinter mir habe, werde ich das auf jeden Fall ändern.
    Die psychischen Themen waren direkt nach der Diagnose eher kein Thema. Ich war so in Action, alles mögliche zu organisieren, dass ich kaum zum Nachdenken gekommen
    bin. Und das nächtliche Gedankenkarussell würde ich jetzt mal nicht als "bearbeiten" bezeichnen.
    Liebe Grüße
    Heideblüte

  • Ich muss gestehen, und das ist mir gestern aufgefallen, dass ich bei der Erstdiagnose Anfang letzten Jahres nur funktioniert habe und bis vor ein paar Tagen vieles ändern wollte aber nicht tat. Ich habe von allen gewollten Veränderungen in meinem Leben nur wenige bis zum Ende getan. Bis auf das ich ein wenig mehr nein sagen kann und einige Momente ganz anders wahr nehme, habe ich nicht so viel verändert. Das hört sich für mich, wenn ich das sage oder lese, total schlimm an, denn ich habe nicht gelernt, meinen Körper gut zu behandeln. Jetzt bin ich wieder krank und mag nicht mehr so weiter machen wie zuvor.

  • Liebe Libelle :hug:
    ich freue mich das sich deine Zeilen heute schon viel besser und positiver anhören, so ists richtig :) ..
    Was das åndern des eiģenen Lebens angeht ist glaube nicht immer einfach. Am Anfang hat man ja ganz andere Dinge im Kopf, wenn da überhaupt Platz zum nachdenken ist, funktioniert das eh nicht richtig. Später dann, ich habe mir Sport vorgenommen und bin noch in der Anfangsphäse das auch umzusetzen. Gesūndere Ernährung achtet jeder glaube mehr drauf, ich esse mehr Salat und Gemüse, Nuss und Fisch, aber gõnne mir weiter auch mal Pommes Pizza Fleisch Eis Kuchen Schoki. Das tut einem ja auch gut und macht das Leben lebenswert :rolleyes:
    Wie Nordlicht schreibt achtet man mehr was wirklich wichtig ist, regt sich weniger ūber Belangloses, auf, freut sich mehr an alltäglichen Dingen und sieht mehr positive Dinge, die vorher unsichtbar waren oder so selbstverständlich, das man sie nicht mehr wahrgenommen hat. Man lernt Freunde kennen und verabschiedet sich vielleicht von Leuten, die sich Freunde nannten aber keine waren.
    Ich habe meine Arbeitszeit auch auf 6h runtergeschraubt. Klar das Geld fehlt aber ich habe Zeit gewonnen, ist mir momentan wichtiger. All diese Dinge kommen so nach und nach und ich denke und hoffe diese Entwicklung geht noch eine Weile so weiter. Ich zumindest bin nicht einfach so wieder in mein "altes" Leben geschlūpft.


    Dir wūnsche ich jetzt erstmal das du morgen Hilfe bekommst, nach vorne schaust und mit uns zusammen sagst : " Ja Mådels, ich schaffe das !" Und das wirst du auch, schließlich hast du den besten und schõnsten Grund auf der Welt, dein Kind ♥.
    Liebe Grüße und Umarmung, Sylvi.