Wahrscheinlich Lebermetastasen

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich habe mich eine Weile nicht mehr gemeldet. War viel los und ich musste aufgrund eines DCIS ll Resiuden im Narbengewebe erneut operiert werden.


    Das war vor ein paar Tagen. Man hat dann gleich noch den Unterbauch und die Lunge untersucht. Alles okay bis auf die Leber. Dort hatte ich dann gestern ein MRT mit speziellem Kontrastmittel für die Leber. Da hat man dann etwas gefunden, was da nicht hingehört. Im der Tumorkonferenz am kommenden Mittwoch wird dann entschieden, was weiter gemacht werden soll. Wahrscheinlich Biopsie etc.


    Wie einige von euch wissen hatte ich einen Triple Negativ mit einer Wachstumsrate von 90%. Hatte Chemotherapie unter der der Krebs nicht weiter wuchs, aber auch nicht wirklich kleiner wurde.


    Und nun habe ich wahrscheinlich Lebermetastasen... Ich hab das Gefühl, dass ganze letzte Jahr war umsonst. Was passiert denn nun?

  • Lass Dich erstmal virtuell in den Arm nehmen :hug:
    Bei Lebermetastasen gibt es etliche Behandlungsmöglichkeiten. Das werden Dir Deine Ärzte noch genau erläutern, wenn genau feststeht was das an der Leberda ist .Dazu müssen sie eine Biopsie machen um das histologisch zu sichern. Je nach Lage und Anzahl , Rezeptorstatus der evtl. Metastasen
    richtet sich die Behandlung, die sich nach der Diagnostik anschliessen wird. Entweder OP , SIRT ( eine Art Bestrahlung wo die Metas so gut wie verkocht werden)oder / und Chemo oder Antikörpertherapie. Es gibt Situationen wo die Metastasen andere Rezeptoren haben , als der Ursprungstor . Deshalb sollte der Rezzeptorstatus wenn möglich im Falle dass es sich um Metastasen handelt, mitbestimmt werden .
    Gib nicht auf , auch mit Lebermetastasen kann man heutzutage lange überleben , dank der guten Behandlungsmöglichkeiten, die sich im Laufe der Zeit aufgetan haben. Lies mal den Mutmachthread von Hannah . Der ist wirklich ermutigend. Leider kann ich keine Links einstellen, geht mit dem Handy nicht aber ich glaube er ist in der Startseite offen oder unter der Rubrik Beiträge in den letzten 24 Stunden zu finden .
    LG und Daumendrück für Dich :thumbsup: :hug: von alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Danke für deine Antwort und deine virtuelle Umarmung, alesigmai.


    Ich hoffe sehr, dass es einige Möglichkeiten gibt, die Metastasen zu bekämpfen. Meine Angst ist es, dass dieser miese Triple Negativ nicht aufzuhalten ist.


    Habe das Gefühl, es war alles umsonst letztes Jahr. So schnell wieder hat er sich wahrscheinlich wieder breit gemacht und das irritiert mich. Habe ich etwas falsch gemacht?

  • Du hast bestimmt nicht falsch gemacht. Diese Frage stellt sich jeder der erkrankt oder wie Du jetzt einen Verdacht auf Wiedererkrankung hat.
    Ich habe mir das Anfang vorigen Jahres wo ich wieder erkrankt bin ,und auch Anfang diesen Jahres als es mir so schlecht ging ,auch diese Frage mehmals gestellt , auch meine Ärzte dazu befragt und sonstige Leute,aber darauf keine Antwort bekommen . Die Ursache weiß man einfach nicht ,weil da zu viele Faktoren eine Rolle spielen , aber man weiß nicht genau welche. Die Metas die ich von dem Brustkrebs jetzt habe sind auch alle triple negativ. Aber es ist zu stoppen, vielleicht mit einer anderen Chemo als zu Beginn. Bei sich schnell teilenden Zellen
    wirken normalerweise Chemos recht gut . Ich bekomme derzeit eine Chemo in Tablettenform , die ich recht gut vertrage und die gut wirkt. Bestimmt finden Deine Ärzte für Dich auch etwas . Alles Liebe und Gute nochmal für Dich und noch ein Mutdrückerlie :hug: von
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
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    Rainer Maria Rilke

  • Liebe Libelle,


    es gibt verschiedene Chemos, mit deren Hilfe Tumoren verkleinert werden können, sie können auch ganz verschwinden. Es klingt erst mal unwahrscheinlich, aber es geht! Gib die Hoffnung nicht auf, deine Ärzte werden die am besten passende Therapie für dich auswählen.
    Lass dich mal in den Arm nehmen.  :hug: 


    LG Nordlicht

    Am Ende bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei - aber die Liebe ist die stärkste von allen.

  • das ist schon ein Mist, aber es gibt IMMER Hoffnung! Denke daran, die Krebstherapien entwickeln sich rasant weiter, gerade auch bei Brustkrebs und auch hier im Forum gibt es etliche, die auch mit Leber-Metas schon lange leben! Und es gibt auch immer wieder Menschen, deren Metastasierung komplett rückläufig ist und die als geheilt gelten! Jetzt lass deine Ärzte einen guten Schlachtplan aufstellen, ggf. vorher noch weitere Untersuchungen und vertraue auf ein positives Ergebnis! Jetzt geht es erstmal den Feind an die Gurgel und das mit Zuversicht! Ich drücke dich fest :hug: und sende dir ein dickes Kraft- und Mutpaket :thumbup: !


    Liebe Grüße
    Wölfin :)


    P.S. Und du hast nichts falsch gemacht, der Feind ist leider ziemlich unberechenbar, aber nicht unbesiegbar!!!

  • Liebe Libelle,


    deine Angst und Verzweiflung kann ich gut verstehen.
    Aber es gibt wirklich viele Möglichkeiten, Lebermetastasen zu behandeln. Gib nicht auf. Deine Ärzte werden einen Plan für dich entwickeln.
    Ich lebe seit drei Jahren mit Knochen- und Lebermetastasen. Auch wenn dieser Zustand in der Regel nicht heilbar ist, kann man die Metastasen in Schach halten oder sogar zurückdrängen.
    Fühl dich umarmt!


    Ganz viele liebe Grüße
    Hannah

  • Aber viele Metastasen heißt doch auch, dass es schon so weit fortgeschritten ist. Ich will nicht sterben.


    Die Assistenzärztin meinte, dass man nicht so schnell wieder eine Chemotherapie machen könnte, da meine erst ein Jahr her ist. Ist das richtig?

  • Das kann möglicherweise sein dass man so schnell keine Chemo machen darf , aber bei triple negativen Mamma Ca., haben die die Rezeptoren der Metas schon bestimmt? Was schlägt die Ärztin denn vor ? Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen, aber alles weiß ich ja auch nicht. Trotzdem gibt es sicher noch Möglichkeiten.
    LG :hug: alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
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  • Erst am Donnerstag weiß ich Bescheid, wie die weitere Vorgehensweise ist. Es sieht erstmal nach einer Biopsie aus und dann sieht man weiter. Wenn es Metastasen von dem Brustkrebs sind, dann sind sie wahrscheinlich Triple Negativ.


    Mich verunsichert halt die Menge an.

  • Liebe Hanna, liebe Libelle und alle anderen Foris,


    Mich haben diese Beiträge sehr betroffen gemacht.
    Zum einen weil ich auch ein Kandidat mit vielen Knochenmetastasen bin und die Lympgknoten sehr stark befallen waren. Die Prognose war im Februar nicht besonders gut. Ich wurde schon darauf hingewiesen, dass ich noch großes Glück hatte keine Metastase im Gehirn, der Leber oder der Lunge zu haben. Auch wenn die Chemo bei mir gut angeschlagen hat, ist mir mein großes Risiko bewusst.
    Deshalb kann ich mit Dir, liebe Libelle, sehr mitfühlen. Es tut mir so leid. Ich weiß auch mich kann das erwischen und dann bekomme ich Angst.
    Ich wünsche Dir jetzt ganz viel Kraft und natürlich alles Gute, sei ganz lieb gedrückt.
    :hug:


    Zum anderen freue ich mich über Deinen Beitrag liebe Hannah. Er macht mir natürlich Mut und vermittelt viel Hoffnung. Deshalb danke für die Nachricht und auch Dir alles Gute! :hug:


    LG Blume

  • Mensch. Libelle,


    Du wirst nicht sterben - später vielleicht ( das müssen wir aber alle), Vertrau Deinen Ärzten, die Medizin und die Forschung sind soweit. Es kann viel getan werden. Auch für Dich wird es eine Therapie geben, ganz sicher.


    Die vielen Foris hier werden Dir bestätigen dass wir alle Angst (auch Todesangst) hatten - das ist anfangs völlig normal bei den Diagnosen. Es gibt soviele wundervolle Geschichten hier.
    Stell Deine Fragen, lass Dich von uns trösten, lies die Mutmachgeschichten. Du kannst gern mir oder auch bestimmt anderen auch private Nachrichten senden und Dich mit einzelnen näher austauschen.
    Mir hilft das sehr.


    Sei ganz dolle gedrückt :hug: :hug:


    LG Blume

  • Danke Blume für deine Worte.


    Eine Ärztin meinte heute, je nachdem wie lange das Ihre Leber mit macht... Das hört sich an, als würde ich nicht länger als ein paar Monate noch zu leben haben. Wenn man im Internet liest, liest man eigentlich wie gering die Chancen sind. Ich will nicht an Krebs sterben. Ich will nicht. Ich habe Angst.


    Und vor einem Jahr habe ich bereits meine erste Chemo beendet gegen den Triple Negativ Tumor in der Brust. Warum ist jetzt was in der Leber? Ich versteh das alles nicht.

  • Liebe Libelle,


    das ist ja das heimtückische an dieser Krankheit, dass er streut und niemand weiß so wirklich warum, weshalb, wieso. Nun wurde es ja aber festgestellt und die Ärzte werden einen Behandlungsweg für dich finden, damit du noch lange auf dieser schönen Welt bleiben wirst.


    LG
    Kalinchen

  • Mensch liebe Libelle :hug:
    wir verstehen deine Verzweiflung und riesen Angst und am liebsten würde ich dich jetzt ganz fest und dolle in den Arm nehmen, ich kann es leider nur virtuell tun. Aber so schnell wird hier nicht gestorben. Ganz bestimmt nicht ! Du musst dich nun leider gedulden bis der Schlachtplan von deinen Årzten steht, das ist mit die schlimmste Zeit in der man so gar nichts tun kann, aber dann: Schnallst du die Rüstung an und kåmpfst, das willst du doch, du willst ja nicht sterben! Und wir werden für dich da sein, egal wie es dir gerade geht.
    Und klar jetzt denkst du ihr, die keine Metas habt kõnnt gut reden aber die Angst ist auch in uns und genau darum verstehen wir dich ja so gut.
    Der Tipp von Blume ist genau richtig. Lies die Mutmachgeschichten hier, es gibt so viele davon.

  • Ich glaube, es gibt kein falsch oder richtig gemacht. Keiner - auch kein Arzt - weiß wie sich unsere Krankheit letztendlich entwickelt. Das macht einen auf der einen Seite total ohnmächtig auf der anderen Seite kann man scih ganz sicher nichts vorwerfen. Ich bin mir sicher, dass Du nichts falsch gemacht hast. :hug: