Hallo miteinander...

  • zunächst möchte ich Euch allen dafür danken, das es Euch hier gibt.


    Am 05. Mai wurde ich an meiner li. Brust operiert


    BET. mit Entfernung der Mamille + Sentinel-LK im Rahmen der INSEMA


    Ich lese hier schon seit vor der OP mit, und erkenne mich in so manchen Beiträgen wieder.


    Mein Problem ist nur, das ich niemanden habe mit dem ich offen reden kann. Bin alleinstehend, bisher voll Berufstätig als
    Fahrlehrerin. Mein linker Arm ist nun aber taub und in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt. Außerdem plagen mich
    Schmerzen.
    Mein AG ist ein ganz lieber, trotzdem versuche ich meine Erkrankung herunterzuspielen. "...bin bald wieder da..."


    Meine Tochter( 26J.) möchte ich nicht unnötig beunruhigen, ihr Mann ist z. Zt. in Afganistan.... beide sind Soldaten...


    Aber gerade heute fühle ich mich wie betäubt. Mein nächstes Gespräch im KH ist erst am Do.
    Ich weiß nun nicht was auf mich zu kommt...
    Was muss ich tun, woran muss ich denken....
    Werde ich finanzielle Probleme bekommen.....
    Also 1000 Fragen.....


    Ich fühle mich gerade etwas überfordert und danke dafür , dass ich hier einfach einmal offen mein Herz ausschütten durfte.


    Ansonsten wünsche ich Euch allen viel Kraft und Freude für die neue Woche.... LG

  • Liebe Manu,
    herzlich willkommen in unserem schönen Forum!
    Lass Dich mal vorsichtig drücken...Wartezeiten sind immer blöd.
    Dein Arm wird wieder - braucht nur etwas Zeit (und Du Geduld).
    Ich nehme an, dass Deine weitere Behandlung erst noch im Tumorboard besprochen wird?
    Lenk Dich bis dahin mit möglichst schönen Dingen und Unternehmungen ab. Ist nicht leicht, das wissen wir alle. Versuch es trotzdem!
    Zum Reden empfehle ich eine Psychonkologin. Wenn sich Dir bisher noch keine vorgestellt hat, frag im KH nach.
    Selbstverständlich sind wir alle für Dich da - kannst auch gern eine PN schreiben, wenn Dir ein Thema zu privat ist für den allgemeinen Austausch.
    LG Kirsche

  • Hallo Manu,
    erstmal möchte ich dich ganz herzlich in diesem Forum begrüßen und willkommen heißen und wünsche dir einen guten Austausch mit anderen Betroffenen!
    Ich glaube, das ist häufig so, die Angehörigen haben ihr eigenes Päckchen zu tragen und sollen deswegen möglichst geschont werden. Aber auch dafür ist das Forum da, hier kannst du dich jederzeit mal ausheulen und schwach sein. Hier hört dir jemand zu und du bekommst meist schnell eine Antwort.
    Und deine Ängste sind ja auch berechtigt. Aber mit den Beschwerden und Einschränkungen des linken Armes solltest du vielleicht ein bisschen mehr Geduld haben. Die Op ist gerade 10 Tage her. Die Heilung braucht schon ein paar Monate. Besonders die Taubheit des Armes ist langwierig, aber zumindest bei mir war sie irgendwann auch fast weg.
    Die Wartezeiten sind meistens das Schlimmste, aber versuche, dich bis Donnerstag mit angenehmen Dingen abzulenken. Wenn der Therapieplan steht, wirst du dich bestimmt schon besser fühlen.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen für die kommende Zeit!
    Lg Katzi64

  • Liebe Manu,
    schön das du dich nun doch angemeldet hast, nachdem du ja schon ein Weilchen "stiller Teilhaber" warst :) .
    Erst einmal Glückwunsch, die OP hast du schon gemeistert, ein großer Schritt. Geduld musst du aber auf jeden Fall noch aufbringen, was die Heilung betrifft.
    Ein bissel musste ich schmunzeln, am Anfang ging es mir ähnlich, was den AG betrifft. Voruntersuchungen, Biopsien usw. alles halb so schlimm habe ich ihn immer vertröstet, wenn er guckte weil ich schon wieder Mittags los musste zu Untersuchungen. Bis zum endgültigen Befund. Da wusste ich jetzt muss ich. Aber auch dort habe ich noch heruntergespielt, ach OP und dann 4 Wochen bin ich wieder da. :cursing: Ich wollte es einfach nicht begreifen, aber ich wusste ja ehrlich gesagt auch nicht, was auf mich zukommen wird. Ok um die Sache abzukürzen, es sind 8 Monate geworden und auch nur, weil ich dann von mir aus gesagt habe, schon in die Wiedereingliederung zu gehen. Jetzt sage ich es war immer noch zu früh, aber da ist natürlich jeder Mensch anders. Aber ganz so schnell wie du vielleicht gerade noch denkst wird es sicher nicht gehen. Nimm dir die Zeit. Auch denke ich als Fahrlehrer ist die Beanspruchung der Arme nicht gerade wenig, das solltest du berücksichtigen und auf deinen Körper hören. Mit entsprechendem Sport wirst du es auf jeden Fall beschleunigen können. Dies alles hängt natürlich an deiner weiteren Behandlung, was nötig und möglich ist. Da musst du erst mal abwarten, auch wie es dann mit AHB oder Reha aussieht. Am Donnerstag weißt du jedenfalls mehr. Falls möglich nimm jemanden mit zum Gespräch, den Tipp hast du hier sicher schon oft gelesen, aber es ist echt so, in der Aufregung weiß man hinterher nur noch die Hälfte vom gesagten. Wenn niemand Zeit hat dich zu begleiten dann schreib alles auf, das geht auch.
    Das du deine Tochter nicht beunruhigen willst, verstehe ich. Trotzdem muss ich sagen hat meine mich leichter da durch gebracht. Sie war im letzten Jahr auch 25 Jahre und meine größte Hilfe und Stütze. Sie hat es gefasster getragen als alle anderen in meinem Umfeld und vom ersten Tag an gab es für sie nur klar ich muss da durch aber wir schaffen das, eine andere Option gibt es nicht und stand auch nie zur Debatte. Vielleicht sind die stärker als wir denken, nein nicht vielleicht, sie sind es und ich glaube sie kann dir eine große Hilfe sein, auch beim reden und verarbeiten. Für dich fällt vielleicht eine Last von den Schultern wenn du sie an deine Gedanken und Gefühle teilhaben lässt und ihr hilft es vielleicht wenn sie dich durch die Therapie begleiten darf ?. Vielleicht, ich kenne euch ja nicht. Glaub mir die sind stark und können Berge versetzen ;)
    Bis Donnerstag musst du dich noch ablenken, irgendwie und finanziell musst du dich doch erst mal nicht sorgen. erst gibt's Krankengeld vom AG und dann ja ganz lange von der KK.
    Als lies ein schönes Buch bis zum Termin, geh raus, genieße die Sonne, Eis essen oder im Cafe sitzen und denke positiv. Das wird....
    Liebe Grüße Sylvi

  • Liebe Manu,


    von mir auch ein herzliches Willkommen hier im Forum.


    Ich bin zu vielen Terminen auch alleine gegangen. Ich habe mir im Vorfeld alle Fragen, die ich hatte, aufgeschrieben (in ein DIN A5 Ringbuch) und während des Gesprächs auch die Antworten. Das hilft enorm, nichts zu vergessen. Und ich kann auch später wieder genau nachlesen, was ist wann und von wem gesagt worden.


    Ich bin im April an der linken Brust operiert worden. Mein Arm ist zwar voll bewegungsfähig, aber manche Bewegungen sind doch sehr unangenehm, das zieht an der Narbe, und tragen möchte ich mit dem Arm am liebsten gar nichts. Aber es wird besser, das kann ich schon beobachten. Man braucht da viel Geduld. Das wird bei dir auch besser werden. Bei mir ist ein Teil der Brust noch taub (über einen Monat nach der OP), aber auch da spüre ich Verbesserungen, allerdings im Schneckentempo. Es daaaaauert, aber es wird wieder. Viele hier haben bestimmt ähnliche Erfahrungen gemacht.


    Ich habe auch erst gedacht, ich gehe schnell wieder arbeiten. Ich bin in der Woche vor den Osterferien operiert worden, nach den Ferien war ich zwei Wochen in der Schule, in der Zeit habe ich mit der Antihormontherapie angefangen. Und dann habe ich mich krankschreiben lassen, weil es einfach nicht mehr ging. Und das war genau die richtige Entscheidung. Also nimm dir Zeit, überlege ganz genau, ob du arbeiten kannst oder nicht, und wenn du nicht sicher bist, bleib lieber zu Hause. Du brauchst deine Kraft für die anstehenden Therapien.


    Ich wünsche dir einen guten Therapieplan. Mach bis Donnerstag viele schöne Dinge, besonders wenn die Sonne so schön scheint wie hier.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Liebe Manu,
    auch ich möchte Dich herzlich in unserem Kreis willkommen heißen. Du hast ja schon einige Tipps bekommen. Nahelegen möchte ich Dir Silvys Anmerkungen zu Deiner Tochter. Vielleicht
    überlegst Du doch noch einmal, mit ihr zu sprechen. Sie wird Dir bestimmt eine große Stütze sein können und vielleicht froh sein, wenn Sie etwas für Dich tun kann. Keiner sollte ganz
    allein mit dieser Krankheit kämpfen müssen. Ein Stück weit, können wir Dich natürlich begleiten, aber eine echte Umarmung fühlt sich doch besser an als eine virtuelle. Gerade bei dem
    Gespräch am Donnerstag wäre es sicher gut, wenn Du jemanden mitnehmen kannst. Ich selbst habe auch viele Termine allein gemacht, aber irgendwann war der Punkt erreicht, an dem
    es nicht mehr ging und ich froh über Begleitung war. Wenn Du den Termin hinter Dir hast und weißt, was alles auf Dich zukommt und was Du selbst tun kannst, wird es Dir besser gehen.


    Bis dahin wünsche ich Dir Durchhaltevermögen, Kraft und Stärke.


    Viele Grüße
    Heideblüte

  • Hallo liebe Manu,


    auch von mir ein herzliches Willkommen hier in unserem Forum.


    Ich bin auch alleinstehend, habe keine Kinder, aber ich habe Eltern und Freunde. Auch ich wollte und will niemanden belasten, aber es tut wirklich gut, wenn man sich jemandem anvertraut. Meinem Arbeitgeber, auch ein ganz lieber, habe ich am Freitag die ganze Wahrheit gesagt und es hat so unglaublich gut getan, als es endlich raus war.


    Meine meisten Termine beschreite ich auch alleine, einfach aus dem Grund, weil nicht immer jemand Zeit hat, aber es tut schon gut, wenn man Begleitung hat. Irgendwie fühlt man sich dann nicht ganz so verloren und 4 Ohren hören mehr als 2.


    Gib dir Zeit, um gesund zu werden. Deine OP ist ja noch ganz frisch, sei geduldig.


    Hier im Forum findest du immer jemanden, der dir zuhört und versucht, dir virtuell zu helfen. Wir sind gerne für dich da und unterstützen dich.


    Mach dir ein paar schöne Tage bis zu deinem Termin am Donnerstag, Ablenkung tut gut.


    LG
    Pschureika

  • Liebe Manu,


    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.
    Die OP ist schon mal geschafft.
    Hier hast Du ja schon ein paar Tips bekommen.
    Ich wünsche Dir einen guten Austausch ( hier und auch real ),
    die nötige Geduld für Deinen Heilungsprozeß, ein unterstützendes Umfeld und alles Gute für Deinen Weg durch die Therapie.

  • Vielen Dank Ihr Lieben, für Eure Willkommensgrüsse.


    Hat ein wenig gedauert, aber ich bin leider nicht so geschickt mit dem PC/Tablet


    Ich habe gestern meinen Behandlungsplan bekommen..... Chemotherapie....!


    Am Mittwoch erhalte ich einen festen Port. in die Schhulter..... und das alles muss ich heute meiner Tochter beibringen.


    Hat mir vielleicht jemand einen Tip, wie das am schonendsten gehen soll? Ich möchte sie natürlich auch nicht unnötig
    beunruhigen....


    Nochmals , vielen Dank das es Euch gibt

  • Liebe Manu,


    ich habe meinen Kindern (21, 17 und 15 Jahre alt) ganz sachlich erklärt, was bei mir gemacht wird und mit welchem Ziel es gemacht wird. Kein Drumherum-Eiern, nix Beschönigen, aber auch keine Panik verbreiten. Ich habe immer die Zuversicht vermittelt, dass der Krebs durch die Behandlungen verschwindet. Damit kommen sie gut zurecht.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Liebe Manu,
    och man da gibts nichts schonendes, wie Nordlicht sagt, sachlich erklärt und raus damit. Du wirst sehen wie gut sie damit umgehen kann. Klar muss sie das erst einmal sacken lassen aber sie ist doch alt genug und versteht, das es heute so gute Behandlungen gibt und keiner von euch daran verzweifeln muss.
    Meine Tochter ist im gleichen Alter und was meinst du wieviel Zuversicht sie mir vermittelt hat, sich informiert hat und damit stand für sie fest das alles gut wird. Du machst dir da zu viele Gedanken glaube ich, die sind viel stärker, als wir denken :love: . Also nur Mut und raus damit, es hilft euch beiden. :hug: