Meine Mutter. 26 Jahre nach der Brustentfernung jetzt Metastasen in der Lunge und dem Rippenfell.

  • Hallo zusammen,
    ich bin neu hier und möchte mich und "unsere" Situation kurz vorstellen.
    Ich bin 46 Jahre und komme aus dem "Ländle" nach der Schwäbischen-Alb.
    Vor 26 Jahren, damals war meine Mutter 46, erhielt sie die Diagnose Bruskrebs.
    Die Brust wurde damals komplett entfernt.
    Lymphknoten waren keine befallen.
    Damals keine Empfehlung für Chemo oder Bestrahlung.
    Aufgrund Lutnot bei leichten Antstiegen ließ meine Mutter vor einigen Wochen
    einige Untersuchungen machen, daraufhin hieß es Lungenkrebs mit Rippenfellbefall,
    weshalb auch nicht operiert werden könne.
    Bei der Feingeweblichen Untersuchung stelle sich jetzt heraus, dass es kein
    Lungenkrebs ist sondern es sich um Metastasen ihrer lange zurück liegenden
    Brustkrebserkrankung handeln würde.
    Wir sind im Moment noch völlig überfordert...
    Meine Mutter ist psychisch im Moment so down, dass sie die Wohnung nicht
    mehr verlassen möchte...
    Ich habe jetzt einfach Angst vor dem was auf meine Mutter zukommt und auch
    was wir (mein Bruder und ich) als Angehörige tun können.
    Auch die Frage ist das jetzt positiv oder gleich bescheiden, dass es kein Lungenkrebs ist
    aber es sich dafür um Metastasen handelt?
    Bin im Moment total durch den Wind...
    Erstmal viele Grüße
    von Bienelein

  • Liebes Bienelein


    Herzlich Willkommen hier im Forum .Schön , das du dich angemeldet hast aus einem sicherlich traurigen Grund .Es tut mir sehr leid , das der Mistkerl sich bei Eurer Mutter wieder Platz gesucht hat , nachdem sie so lange Ruhe hatte .
    Ich bin bei deinen Fragen leider keine Hilfe , da ich mich in der Thematik nicht auskenne , aber du kannst auch jederzeit den Krebsinfodienst anrufen .
    Es tut mir echt leid , das deine Mutter so Down ist , wenn ich richtig rechne sind unsere Mütter im gleichen Alter .Meine wäre natürlich auch sehr Down , die frisst sowas auch gerne in sich hinein .Ich denke , das wichtigste ist wirklich zu signalisieren , das sie nicht alleine ist und immer jemand da ist für sie.Ich weiss , das Mütter ihre Kinder nicht gern belasten wollen ( und umgekehrt ist es auch so ) , habe aber im Laufe des letzten Jahres festgestellt , es wird vieles einfacher , wenn man sich traut auch über Ängste , Sorgen und Nöte zu sprechen .


    Ich drücke euch die Daumen , das eine gute Therapie für Eure Mutter gefunden wird mit möglichst wenig Nebenwirkungen .
    Liebe Grüße von Mosicha

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • Hallo Bienelein,


    herzlich willkommen hier im Forum der Frauenselbsthilfe. Deine Überforderung kann ich gut verstehen. Wir sind hier alles Betroffene und wissen was es heißt die Diagnose Krebs zu bekommen. Vielleicht braucht Deine Mutter ein wenig Zeit, um aus diesem Loch wieder raus zu kommen.


    Ich bin selber eine betroffene Mutter und meine Tochter war am Anfang auch überfordert und hatte große Angst.


    Ich wünsche Dir einen guten Austausch und alles Gute für Deine Mutter

  • Liebe Bienelein :hug: ,
    ein liebes Hallo auch von mir auch wenn der Grund nicht schön ist.
    Leider kann ich dir auch keine Hilfe sein, aber wollte auch nicht so wortlos vorbei huschen. Ich wūnsche deiner Mama Kraft und Zuversicht für die anstehende Therapie. Mit einer so tollen Tochter an ihrer Seite schafft sie das. Ganz bestimmt. Jetzt muss erstmal alles sacken, also gib ihr ruhig ein bissel Zeit.
    LG Sylvi

  • Liebe Bienelein,


    von mir auch ein herzliches Willkommen. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass ihr in der Familie miteinander sprecht, über Ängste und Sorgen, denn wenn jeder die Sachen in sich hineinfrisst, ist niemandem geholfen. Zeig deiner Mutter, dass du für sie da bist, begleite sie zu Arztterminen, wenn sie das möchte. Manchmal hilft es auch, zusammen zu weinen, wenn man gerade "down" ist, aber das kommt natürlich sehr auf eure Beziehung an.


    Ich wünsche deiner Mutter viel Kraft für die anstehenden Therapien und schicke euch mal ein Familien-Kraft-und-Durchhalte-Paket. :hug:


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Liebe Bienelein,


    Ich bin auch neu hier und Tochter einer betroffenen Mutter. Deine Fragen kann ich leider nicht beantworten, doch kenne ich auch diese Hilflosigkeit und Traurigkeit, wenn die Mutter krank ist. Hier im Forum fängt man dich toll auf und ist für dich da, das war für mich eine wunderbare Erfahrung. Ich wünsche euch, dass ihr bald -hoffentlich positive - Antworten auf eure Fragen bekommt, und ihr dann mit mehr Zuversicht in die Zukunft blicken könnt. Ich drücke euch auf jeden Fall fest die Daumen und wünsche euch viel Kraft und alles Liebe


    Skagen

  • Hallo Bienelein,

    ich habe auch eine Tochter (17) und es war schrecklich, sie über meine Diagnose aufzuklären. Es war das blanke P in ihren Augen und ganz viele Tränen. Mich zieht es runter, wenn ich keine Zuversicht spüre, daher rede ich auch nur mit einem kleinen Kreis von Menschen, den ich für belastbar halte. Ich brauche Mitgefühl und dass jemand mit mir zusammen nach Wegen sucht...... und es gibt eine Menge Wege und Therapien und hervorragende Ärzte! Du wirst hier sehr viele Foris hören, die sehr zuversichtlich sind und an den Erfolg ihrer Therapien glauben. Versuche dahin zu schauen und und teile das möglichst mit deiner Mum.

    Alles alles Gute für Euch!

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Laotse)

  • Liebe Bienelein,


    Es tut mir leid, dass deine Mutter sich nach vielen Jahren wieder vor einer solchen Diagnose steht. Und ich finde es schön, dass du dir hier über das Forum versuchst weitere Hilfe zu holen. Leider muss ich mich meinen Vorrednern anschließen - ich weiß zu wenig in diesem Bereich, als dass ich die deine Frage beantworten könnte und kann daher nur auf den Krebsinformationsdiwnst verweisen. Ich wünsche euch als Familie einen großen Zusammenhalt, in denen ihr offen über Sorgen sprechen könnt, viel Kraft, Optimismis, kompetente Ärzte und erfolgreiche Behandlungsmöglichleiten!

    LG

    Ameise

  • Liebe Bienelein

    Sei herzlich willkommen hier in unserem familiären positivem Forum . Hier kannst Du alles fragen und Dir alles von der Seele schreiben.

    iIch denke , sieh es positiv, denn die Lungenmetastasen eines Brustkrebses sind glaube ich besser zu behandeln als ein Lungenkrebs.

    Es gibt mehrere Möglichkeiten.

    Chemo , Antikörpertherapie ( je nach Rezeptorstatus )

    Wenn da zu viel Wasser zwischen den Lungenflügeln ist muss evtl punktiert werden. Die richtige Behandlung werden die Ärzte schon einleiten in Absprache mit Eurer Mutter und evtl Euch wenn ihr Eure Mutter zu den Arztgesprächen begleitet. Ihr könnt im Moment nichts weiter tun als für Eure Mutter da zu sein und gegebenenfalls Euch rechtzeitig Hilfe zu organisieren z. B Pflegedienst , Haushaltshilfe, Pflegegradeinstufung . Ihr könnt Euch vorsichtig über sowas informieren . Man muss es nicht sofort einleiten , so lange Eure Mutter sich selbst behelfen kann , und auch mit Eurer Unterstützung, je nach Zeit die ihr selber dafür habt. Ich selber habe die Punktionen auch schon bekommen. Jetzt bekomme ich eine Chemo in Tablettenform . Ich vertrage sie gut und es geht mir auch wieder gut . Wenn es gut gemacht wird ist es wenig schmerzhaft. Hatte Metastasen am Lungenfell. Das ist das was den Raum zwischen Lunge , Lungenoberfläche auskleidet eine Art dünne Haut .

    Liebe Grüße und alles Gute für Euch alle und noch ein Begrüssungsknuddler :hug::hug::hug:für Euch alle.

    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Liebe Bienelein,

    Ich kann auch nicht einfach dran vorbei lesen, ohne dich ganz lieb zu drücken

    :hug:

    Es ist sicher gut, wenn ihr eure Mutter zu den ersten Gesprächen begleitet und alle Fragen vorher aufschreiben.

    Bloß nicht zu viel im Internet lesen;(

    Der Krebsinformationsdienst ist da die beste Adresse, um eine umfassende Übersicht zu bekommen.

    Ich drücke dich ganz doll die Daumen für eine gute Behandlung.

    Liebe Grüße von Tanne