Erfahrungen mit Metastasen in der Lunge und dem Rippenfell? (Betrifft meine Mutter)

  • Ich begrüße Dich hier und heisse Dich herzlich willkommen hier in unserem Forum. Fühle Dich wohl und verstanden bei uns . Gut dass Du Dir das von der Seele schreibst, das ist schon mal hilfreich.
    Ich bin vor 10 Jahren das erste mal an doppelseitigem Brustkrebs mit Lymphknotenbefall erkrankt. Hatte alle üblichen Behandlungen Chemo OP Bestrahlung und Antihormontherapie.ana Die Tumore waren zu der Zeit noch rezeptorpositiv. Danach hatte ich lange Zeit Ruhe bis Ende 2015. Da holte der Krebs mich nochmal ein in Form von Lymphknoten Metastasen, die aber komplett hormonrezeptor negativ waren . Ende 2016 hatte ich auch oft Atemnot und man stellte Pleuraergüsse auf beiden Seiten fest , die mehrmals punktiert werden musste. Dabei wurden auch Tumorzellen in der Punktionsflüssigkeit gefunden , und man sagte mir die Pleuren wären befallen.Es war für mich zum Glück nicht sehr schmerzhaft , denn unsere Ärzte hatten die Umgebung immer gut betäubt. Mir ging es danach besser, aber es hielt bei mir nur kurze Zeit.
    Seit Januar bekomme ich eine Tabletten Chemo, die ich gut vertrage und die gut wirkt. Seitdem brauchte ich keine Punktionen mehr und ich habe
    auch keine Atemnot mehr , höchstens bei schwerster Belastung. Aber unter Normalbedingungen nicht mehr . Kann auch eine bis zwei Etagen problemlos Treppen steigen. Sicher gut , bin etwas jünger als Deine Mutter aber das muss sie nicht.
    Aber ich will damit sagen dass es gute Behandlungsmöglichkeiten heutzutage auch bei Metastasen jeglicher Art gibt.So kann man oft trotzdem ein gutes Leben über längere Zeit führen.Was ihr selber dazutun könnt ist , für Eure Mutter da zu sein , was Schönes mit ihr Unternehmen wenn möglich. Ja für Angehörige ist es immer schwer und man kommt sich hilflos vor , aber mehr als da zu sein kann man als Angehöriger nicht tun. Dass Eure Mutter völlig down ist , kann ich gut verstehen. Soo lange nach der Erstdiagnose . Da rechnet man ja gar nicht mit .
    Ich selbst kenne auch Frauen, bei denen der Krebs nach 15 oder 17 Jahren wieder auftrat. Sie leben heute nach einigen Behandlungen noch und es geht ihnen gut.
    Also gebt die Hoffnung nicht auf .
    Wünsche Euch allen viel Kraft , Mut und Zuversicht.
    Ein Begrüssungsknuddler noch für Dich :hug:
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hallo Bienelein,


    ich bin ähnlich wie allesigmai52 10Jahre lang verschont geblieben, nach BK Diagnose 2006 (G3, HR + HER- 8/18, Chemo. Bestrahlung) und erfolgreicher Therapie war mein Leben eigentlich sogar besser und ich fühlte mich geheilt. Aber nun hat sich der Krebs in Form von einem Pleuraerguss wieder gemeldet. Es wurden keine Metastasen in Lunge, Leber, Knochen gesehen, nur die Wasseransammlung im Rippenfell, verursacht durch Krebszellen mit den Eigenschaften der Ersterkrankung. Das hatte ich so noch nicht gehört, ich habe nun Angst, daß Metastasen in der Lunge oder Leber übersehen wurden und doch da sind, denn nur Rippenfell ist doch selten - oder?

    Ich habe keine Beschwerden, vertrage auch das Tamoxifen gut; im Moment macht mir das nur mental Probleme. Ich hab Angst und bin traurig und weine viel. Hab aber schon verschiedene Termine gemacht und lese viel, das hilft. Wissen gegen Angst. Vor 10 Jahren war ich alleinlebend, nun bin ich glücklich verheiratet und dankbar dafür.


    Lebt Deine Mutter allein? Wenn ja, dann hilft es sicher, wenn du zu den Arztgesprächen mitgehst. Zwei Ohren verstehen mehr als zwei und zwei Gehirne fragen mehr als eins.


    Liebe Grüße und ich wünsche Deiner Mutter Vertrauen in die Behandlung. Die Ärzte machen ungern Hoffnung, dabei erreichen sie doch so viel.

  • Hallo Bienlein,

    Ich bin auch neu hier und habe ebenfalls durch ein Rezidiv vom Mammakarzinom Lungenmetastasen und einen beidseitigen Pleurerguss. Auch im Rippenfell sind Matastasen. Mir wurden 2 temporäre Drainagen operativ eingesetzt, damit der Erguss alle 2 Tage abgelassen werden kann.

    Dazu Metastasen in der Leber und in den Knochen.

    Ich bekomme Ibrance und Letrozol, allerdings überlegt die Onkologin, ob ich evtl. Doch eine Chemo machen sollte- da die Atemnot noch nicht besser wird. Allerdings bin ich erst am Anfang des 2. Zyklus.

    Viel Kraft und einen herzlichen Gruß

    Engelchen

  • Hallo Englchen,

    herzlich Willkommen in diesem Forum!

    Es gibt auch die Möglichkeit, den Pleuraspalt mit Hilfe eines Medikaments zu verschliessen (Pleurodese). Dann kann sich kein Erguss mehr ansammeln.

    Vielleicht kommt diese Methode ja auch für dich irgendwann in Frage!?

    Erstmal wünsche ich dir ein gutes Ansprechen des Ibrance!

    LG Katzi64

  • Danke Katzi64,

    Eine Pleurodese war zuerst angefacht gewesen, aber die Ärzte waren der Meinung, ich käme mit den Drainagen besser zurecht und wenn kein Wasser mehr nachläuft, verkleben sie natürlich. Auch ist mein Allgemeinzustand für eine Pleurodese wohl nicht gut genug. Ja, ich hoffe sehr, dass Ibrance wirkt. Allerdings leide ich sehr unter Übelkeit ( trinke viel Ingwerwasser😏) und habe starken Reizhusten - die Schleimhäute sind stark ausgetrocknet. Da versuche ich Salbeitee. Nun warte ich den Zyklus ab und die darauf folgende Untersuchung.


    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft in dieser Zeit und uns allen viel Mut..


    Du hast am selben Tag Geburtstag wie meine Tochter🌻

    Herzlichen Gruß

    Engelchen

  • Liebe Engelchen,

    für eine schnelle Wirksamkeit von Ibrance drücke ich dir ganz feste die Daumen, 16 Katzenpfötchen sind auch noch dabei!

    Lass dich mal umarmen und ganz vorsichtig drücken, wenn du magst!

    LG Katzi64

  • "Hallo,

    Ich habe mich lange nicht gemeldet, da dieses Mal die Nebenwirkungen von Ibrance mich ins Bett gezwungen haben. Ich könnte nichts bei mir behalten und mir war durchgehend übel. Habe jetzt seit einer Woche "Pause" und muss Dienstag zu meiner Onkologin und bekomme die 2. Knocheninfusion. Der Pleuraerguss geht langsam zurück, aber die Atemnot bleibt. Meine Lunge ist stark durch Metastasen belastet und jetzt wollen die Ärzte erst im Mai ein CT machen. Das erscheint mir viel zu spät. Ich werde auch zunehmend depressiver - diese Angst macht einen doch fertig. Die Psycho-Onkologin hat nur über den Tod gesprochen... ich möchte aber leben und mich jetzt nicht mit HospizAuswahl und Abschied beschäftigen... . Wie haltet ihr das durch? Wie kann ich mich selbst aufbauen?

    Herzlichen Gruß

    Engelchen"

    Geschrieben von der Tochter

  • liebe engelchen,


    ich kann dir nur empfehlen beim arzt mal eine cannabinoid-behandlung anzusprechen. im rahmen der palliativversorgung wird dies von der kk meist problemlos finanziert. mir hilft es psychisch und physisch stabiler zu sein.


    ich wünsche dir von herzen alles gute!

    glg ani64 :*

    da es sehr förderlich für die gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. 8) voltaire