Ich bin hier und hoffe einer kann mich beruhigen..

  • Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin 25 Jahre alt und habe eine älter Schwester 28.

    Gestern erhielten wir das Ergebnis G3 2cm Tumor bei meiner Mutter 57 Jahre alt in der rechten Brust. Für uns war/ist das alles noch ein Schock.

    Ich habe natürlich große Angst um meiner Mama aber sie ist so stark und möchte das alles für uns schaffen. Ich möchte einfach wissen was alles noch auf uns zukommen wird und was ich machen kann.

    Beim Radilogen wurden die Organe mit Ultraschall untersucht und die Lunge wurde geröntgt. Es wurde angeblich bisher nichts weiteres festgestellt. Ist das denn ein gutes Zeichen?


    Schonmal vielen Dank im Voraus für die Hilfe.

  • Erst mal Hallo hier im Forum

    Das bis jetzt alles andere o.B. ist ist ja schon gut

    Was noch alles auf euch zu kommt kann man nicht so genau sagen

    Kommt darauf an wes für eine Therapie sie bekommt

    und dann ist da auch bei jedem unterschiedlich

  • Liebe Corinna,


    schön, dass Du Dich hier angemeldet hast. Du hast da richtige Forum gefunden, hier findest Du immer offene Ohren für Deine Fragen.

    Gut ist auf jeden Fall schon mal, dass die inneren Organe frei von Metastasen sind. Wahrscheinlich wird jetzt noch ein Knochensintiogramm gemacht, das war jedenfals bei mir so.

    Ich bin ungefähr im Alter Deiner Mutter und Du schreibst, dass sie stark ist und es schaffen will. Das wird sie auch. Ich bin gerade nach Chemo und OP bei den Bestrahlungen angekommen und habe mir fest vorgenommen, das auch noch gut zu überstehen.


    Wenn Du konkrete Fragen hast, stelle sie in dem jeweiligen Themenbereich, da bekommst du bestimmt auch gute Antworten.


    LG

    Christina


    Wenn es ein Löwenzahl durch den Asphalt schafft, dann wirst du doch sicher auch einen Weg finden.

  • Liebe Corinna,

    herzlich willkommen hier in unserem Forum.


    Bei dem Ultraschall der Organe und beim Röntgen der Lunge wird auf Metastasen untersucht, wenn da nichts gefunden wird, ist das also ein gutes Zeichen.

    Die weitere Therapie umfasst in der Regel eine Operation, bei der der Tumor entfernt wird. Ob dabei brusterhaltend operiert wird oder die Brust abgenommen wird, kann man natürlich aus der Ferne nicht sagen, das erfahrt ihr aber bei den Ärzten vor Ort. Dann kann eine Chemotherapie dazu kommen und eine Bestrahlung; die wird eigentlich immer gemacht, wenn brusterhaltend operiert worden ist. Je nach dem, ob der Tumor hormonpositiv ist, kann sich dann noch eine mehrjährige Antihormontherapie anschließen, sprich man muss jeden Tag seine Tablette einnehmen.


    Diese Therapien sind mehr oder weniger anstrengend, je nach dem wie gut man sie verträgt, aber auf jeden Fall machbar, wie die vielen Frauen hier im Forum immer wieder aufs Neue beweisen.

    Ihr als Angehörige könnt eure Mutter möglichst gut unterstützen. Dazu gehört z.B., sie bei Arztgesprächen zu begleiten. Vier Ohren hören immer mehr als zwei, und man kann auch direkt nach dem Gespräch das Gehörte noch mal miteinander durchgehen und fühlt sich dann viel sicherer. Wichtig ist auch, dass ihr alle miteinander redet, auch über eure Ängste. Während der einzelnen Therapiephasen müsst ihr dann schauen, wie es eurer Mutter geht, und welche Hilfe sie gebrauchen kann.


    Meine Mutter ist übrigens auch mit 57 Jahren an Brustkrebs erkrankt, und diesen Monat ist sie 70 geworden - krebsfrei. Das schicke ich dir als Mutmacher, zusammen mit einem großen Kraftpaket. Und wenn du weitere Fragen hast, dann kannst du sie hier stellen. Es findet sich immer jemand, der antwortet.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Vielen Dank für die aufmunternden Worte.


    Es ist leider so, dass meine Mama wohl einen hormonnegativen Tumor hat und dieser aber andockstellen hat. Was auch immer das zu bedeuten hat. Am Montag hat meine Mama wohl schon einen Termin im Brustzentrum zur Besprechung der Therapie. Meine Angst ist, dass es so aggressiv ist und man ihr nicht sehr gut helfen kann.


    Es ist dennoch etwas beruhigend, dass es so viele Frauen gibt die es geschafft haben.

  • Liebe Corinna,


    ersteinmal ein herzliches Willkommen in unserem Forum, wenn der Grund auch nicht so schön ist. Am Anfang der Diagnose steht man etwas unter Schock, ob man nun Betroffene ist oder ein Angehöriger. Am Montag werdet ihr schon näheres erfahren. Am Besten ist aber deine Mutti geht am Montag nicht allein zum Termin, damit keine Information verloren geht. Wenn euch Fragen einfallen am Besten aufschreiben, damit sie am Montag nicht vergessen werden. Behandlungswege bei Brustkrebs sind so unterschiedlich, da kann man schlecht im voraus etwas sagen. Aber eine Diziplin ist immer gleich:

    Warten ; Warten auf Behandlungen, warten auf Ergebnisse u.s.w. u.s.f. Aber ihr schafft das alle zusammen.


    LG

    Kalinchen

  • Liebe Corinna506,


    ich begrüße Dich ganz herzlich in diesem Forum, schön, dass Du uns gefunden hast. Hier gibt es mehrere Angehörige, die um Rat fragen, manche sind sogar in einer Doppelrolle, Tochter einer Betroffenen und selber erkrankt. Es ist uns allen klar, dass es für die Angehörigen auch ein riesiger Schrecken ist, wenn diese Diagnose gestellt wird. Ich wünsche Dir hier einen guten Austausch, der Dir und Deiner Familie hilft, gut durch die Therapie zu kommen.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Liebe Corinna,


    auch von mir ein herzliches Willkommen, hier wirst Du Dich aufgehoben fühlen, so ging und geht es mir jedenfalls.

    Wie Dir hier auch schon gesagt wurde, ist am Anfang einfach der Schock, Krebs!!! Davon hört und liest man immer viel, und es klingt immer schrecklich.

    Aber es gibt so viele Frauen, die damit alt werden.


    Und Eure Mutter sollte wirklich nicht allein gehen, ich weiß, dass ich nach der ersten Besprechung alles wie durch Watte gesehen habe, mein Mann aber alles mitgeschrieben hatte.

    Und dann ist man erst einmal mit seinen Therapien beschäftigt, wie auch immer sie ausfallen. Man lernt Frauen kennen, die dasselbe durchmachen, da kann man sich gegenseitig Mut machen, so war das bei mir. Das tat gut.


    Ihr schafft das zusammen.


    LG

    Milli

  • Hallo liebe Corinna,

    ich kann Dir von den Erfahrungen berichten von mir und aus meiner Chemogruppe. Mein Tumor war auch Hormonnegativ. Was die Andockstellen zu bedeuten haben, kann ich Dir nicht sagen. Zwei Frauen, eine 36 und eine 50 mit jeweils Hormonabhänigen Tumoren haben die stärkste Chemo bekommen.

    Meine Chemo war etwas schwächer. Mach Dich nicht verrückt, ihr kann auf jeden Fall geholfen werden. Freut Euch, wenn der Krebs nicht im Körper gestreut hat, also sich anderweitig Metastasen gebildet haben. Meist werden noch Lymphknoten mit raus operiert, da Brustkrebs zuerst diese mitbefällt. Bei mir waren diese negativ, so wurden nur die Wächterlymphknoten (Hauptlymphknoten) vorsichtshalber raus operiert.


    Ob Brusterhaltend operiert werden kann, kann nur ein Arzt entscheidend und, ob vor der Chemo operiert wird oder nach der Chemo. Denn umso größer das befallene Gewebe umso mehr "Masse" muss auch entfernt werden.

    Welche Therapie Deine Mum bekommt, kann nur der Arzt sagen.

    Wenn es los geht mit der Chemo, geht es einem meistens in der ersten Zeit nach der Chemo nicht so gut.

    Es hilft, regelmässig zu essen, alle 3 Stunden. Manchmal hilft auch zwischendurch was zu knabbern. Nüsse, Kräcker, was man in der Zeit eben mag. Ihr könnt Ihr dann was kochen, wenn ihr die Zeit habt. Mir hat frisches gekochtes Essen sehr gut geholfen. Wenn ihr es schafft Lebensmittel einzukaufen und ihr mit beim Haushalt helft, unterstützt ihr Sie schon sehr. Ich hab das alleine gemacht und das war nicht immer einfach. Spazieren gehen und leichter Sport haben mir sehr geholfen.

    Wichtig ist vor allem, seit stark für Eure Mama. Versucht es positiv zu sehen, denn die Heilungchancen bei Brustkrebs, heutzutage, sind sehr gut. Und wenn ihr merkt, dass fällt Euch alles nicht leicht gibt es auch unterstützend Krebsberatungstellen in Eurer Stadt.

    Alles Liebe für Euch und Eure Mum. Denk daran, alles wird gut! 🙏🏻

  • Tausend Dank für die vielen lieben Worte! Ich bin jetzt schon etwas beruhigt. Meine Mama ist total optimistisch sie weiß zwar, dass es nicht einfach sein wird aber sie ist bereit zu kämpfen. Sie ist auch bei allem nicht alleine. Mein Papa ist immer an ihrer Seite genauso wie wir Kinder.

    Wenn man Krebs hört dann malt man sich einfach immer das schlimmste aus und ich weiß auch, dass das nicht so sein muss, dennoch ist es einfach ein Schock.

    Ich bin froh, dass ich meine Bedenken und Ängste hier teilen kann. Meine Mama lese ich auch die Antworten vor, sie freut sich sehr über die lieben Worte und weiß auch sie ist nicht alleine.

    Wenn ich am Montag mehr über die Diagnose und Behandlung erfahre werde ich vielleicht noch einmal schreiben.


    Vielen Dank und ich wünsche allen einen schönen, gesunden Feiertag Morgen.


    Liebe Grüße,

    Corinna

  • Liebe Corinna,

    schön, dass Du uns gefunden hast. Seid herzlich Willkommen. Ich bin immer hin- und hergerissen, welche Rolle die "schwierigere" ist, diejenige als Erkrankte, die zwar die Therapien durchstehen muss aber eben konkret was tun kann im Kampf gegen diesen Scheißkerl, oder diejenige als Angehöriger, der "nur" daneben steht und unterstützen kann, aber sich sonst oft hilflos fühlt. Was Du für Deine Mama gerade tun kannst, ist ihr beistehen, sie abzulenken und sie zu Arztgesprächen zu begleiten, aber Du musst auch an Dich denken und wenn es Dir irgendwann mal zuviel wird, scheue nicht, Dir ggfs. auch psychologische Hilfe zu holen.

    Ich schicke Euch eine Dicke Umarmung, ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen. Wir sind am Montag virtuell an Eurer Seite!

    Liebe Grüße

    Heideblüte

  • Liebe Corinna,


    super wenn Deine Mum so positiv ist. Das war ich auch, weil ich finde es gibt auch schlimmere Schicksale. Und ihr werdet sehen, wenn man erst mal dabei ist, ist alles halb so schlimm. Am Anfang dachte ich auch immer, oh Gott man sieht, dass ich eine Perücke trage. Aber immer wurde mir bestätigt, das dem nicht so ist. Es gibt wirklich tolle Modelle und so kann man auch mal einen neuen Look ausprobieren...

    Und man lernt nette Frauen kennen bei der Chemo. Und wenn ihr Eurer Mum immer zwischendurch Mut macht und an Ihrer Seite seit, tut das unheimlich gut!!!

    Ihr schafft das und Deine Mum sowieso!

    Liebe Grüße an Deine Mama! :)

  • Liebe Corinna,

    ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der meine Mutter ihre Perücke trug. Man hat das überhaupt nicht gesehen, es sah wie ihre echten Haare aus, die Perücke war auch genau so wie ihre alte Frisur. Obwohl ich wusste, dass es eine Perücke ist, und deshalb genau hingeschaut habe, habe ich nichts davon gesehen.

    Über das lange Wochenende habe ich meine Eltern besucht und wieder festgestellt, wie positiv meine Mutter dem Leben gegenüber steht. Klar hat der Krebs Spuren hinterlassen, aber sie lebt damit und macht so viele Sachen.

    Deine Mutter schafft das auch!!


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Liebe Foris,


    Vielen Dank für die vielen netten Worte..


    Gestern waren wir das erste mal im Brustzentrum. Ein sehr netter Arzt hat meine Mama noch einmal untersucht und hat einen auffälligen Lympfknoten entdeckt den er gleich noch einmal gestanzt hat. Morgen wird ein Knochensintiogramm und EKG gemacht und Donnerstag ist wohl die Besprechung wann mit der Behandlung begonnen wird. Wir hoffen sehr bald aber der Arzt sagte es passiert schnell etwas. Und mit einer chemo wird wohl angefangen und erst später operiert. Könnt ihr mir denn sagen wie lange eine chemo dauern wird?

    Was mir noch so große Sorgen bereit ist, dass der ki67 wert bei 90% liegt und das bei einem g3 Tumor außerdem nur schwach positive progesteronrezeptoren aufweisen.. ich hoffe es ist trotzdem heilbar..


    Liebe Grüße 😌

  • Liebe Corinna,

    schön, dass Ihr Euch dort gut aufgehoben fühlt. Die erste zeit bis, alle Untersuchungen abgeschlossen sind ist zwar extrem nervenaufreibend, aber es ist auch gut, dass die Ärzte gründlich schauen und sich überlegen, was die richtige Behandlung ist. Wenn alle Ergebnisse vorliegen, gibt es eine sog. Tumorkonferenz, dort treffen sich Fachärzte aller möglichen Bereiche und legen den Behandlungsplan individuell fest. Danach gibt es ein Gespräch (das scheint bei Euch am Donnerstag der Fall zu sein). Ich bekam dort für eine Woche später einen Termin bei der Onkologin zum Chemobesprechung und wieder eine Woche später hatte ich die erste Chemo. u.U. liegt dazwischen aber noch die Entnahme von Wächterlymphknoten und der Einbau des Ports.

    Die Chemodauern sind durchaus etwas unterschiedlich. Ich bekomme die 4x EC (alle 3 Wochen)/12 x Pacli (wöchentlich) die ist recht weit verbreitet und dauert alles in allem 24 Wochen. Das hört sich anfangs irre lang an, aber wenn man die erste Hälfte rum hat und bei den Paclis angekommen ist, wundert man sich, wie die Zeit vergeht.

    Die Chemo vor der OP (neoadjuvante Therapie) wird gemacht um beobachten zu können, ob und wie der Tumor auf die Chemo anspricht. Dazu werden zwischendurch regelmäßige Ultraschallkontrollen gemacht. Sollte der Fall eintreten, dass er nicht wie gewünscht reagiert, kann die Chemo dann angepasst werden.

    Ich selbst hatte auf meinen ausdrücklichen Wunsch erst OP und nun die Chemo (adjuvant), ich hätte es psychisch nicht ausgehalten, den Tumor drin zu lassen, aber das hatte nicht wirklich rationale sondern rein emotionale Gründe. Und in meinem Fall gab es keinen Hinweis auf einen signifikanten Vorteil der einen oder der anderen Methode.

    Liebe Grüße

    Heideblüte

  • Hallo Corinna 506,

    Meine Chemo, die gleichzeitig auch Standardtherpie für Brustkrebs ist, dauerte ca. 24 Wochen. Und der hohe KI - Wert gibt ja die Häufigkeit der Zellteilungen an, sich teilende Zellen reagieren aber besonders empfindlich auf Chemo, also sollte dieser Wert nicht nur negativ gesehen werden.

    Ich hatte auch die Chemo vor der Op und konnte mitverfolgen, wie der Tumor unter der Chemo schrumpfte.

    Lg Katzi64

  • Hallo Jonna,


    ich habe am Donnerstag meine erste EC und muss am 12.07. zur Ultraschallkontrolle ins Brustzentrum, um zu überprüfen, ob der Tumor schrumpft. Mir wurde gesagt, das macht man 6 Wochen nach Beginn der Chemo, kurz vor der dritten Chemo.

    Ob das generell zutrifft, kann ich dir nicht beantworten, aber in meinem Fall wird es so gemacht.


    LG

    Pschureika

  • Da kann ich mich Pschureika anschließen. Bei mir wurde das auch alle 6 Wochen gemacht, immer kurz vor der nächst folgenden Chemo.


    LG

    Christina


    Wenn es ein Löwenzahl durch den Asphalt schafft, dann wirst du doch sicher auch einen Weg finden.

  • Danke für die prompte Antwort. Dann wird das bei mir wohl auch so sein. Bin gespannt. Da ich ein inflammatorisches Mammakarzinom habe, also einen entzündlichen Krebs, der sich auch über die Lymphe der Haut ausbreitet, kann man schon von außen sehen, ob sich etwas tut. Da ist aber nach 2 Chemos noch immer eine Rötung der Brust vorhanden (nur so habe ich den Tumor auch selber festgestellt). Abwarten. Dir, Pschureika, wünsche ich einen für dich nicht so anstrengenden Verlauf der 1. Chemo.