Krankschreibung - Anrufe der Krankenkasse

  • Meine Kusine arbeitet bei einer Krankenkasse. Die Mitarbeiter sind dazu angehalten, Patienten, die lange arbeitsunfähig sind, anzurufen, um Druck auszuüben, auch wenn die Krankheit bekannt ist. Man will bewusst Druck ausüben, um z. B. Krankengeld möglichst kurz zahlen zu müssen. Ist nicht schön, und wenn man mitten in der Chemo oder Bestrahlung steckt, ist das eine zusätzliche Belastung und gar nicht schön.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Bonny und Frieda . Da fällt mir nur noch eins ein😤: uns Patienten bei so einer schwerwiegenden Druck machen, es aber selber langsam angehen!!! Unmöglich!


    Unter anderem habe ich einen Kostenübernahmeantrag für meine Kühlhandschuhe und Füßlinge gestellt. Dieser ist jetzt schon 6 Wochen in der Bearbeitung.

    Mein Freistellungsantrag für die Zuzahlung zu Arzneimitteln ebenfalls schon 6 Wochen.

    Die Fahrtkostenerstattung zu ambulanten Terminen ins BZ sogar schon 8 Wochen.

    Auf Anfrage bekam ich zur Antwort: "Ich muss mich gedulden!"🙄

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Hanka , bzgl. Deiner Anträge auf Kostenübernahme:

    Nach §13 Abs. 3a SGB V muss Dir die Krankenkasse 3 Wochen nach Antragstellung (bei Beteiligung des MDK 5 Wochen) mitteilen warum der Antrag noch nicht bewilligt oder abgelehnt wurde. Macht sie das nicht, gilt der Antrag als bewilligt. Voraussetzung ist, Du hast eine angemessenes Frist gesetzt.

    Eine Rückfrage also am besten schriftlich mit Frist stellen und auf den genannten Paragraphen hinweisen. Dann geht es i.d.R. plötzlich ganz fix mit der Antwort. ;)

  • mich hat die Kasse auch ziemlich schnell kontaktiert. Ich hatte da aber einen sehr empathischen Mitarbeiter, der für die gesamte Zeit mein Ansprechpartner war. Kein Callcenter oder so... Ich hab das damals als Unterstützung empfunden. Er hat mir eine Menge Tipps gegeben, wann ich welches Formular wohin schicken soll, was ich noch an unterstützenden Maßnahmen erhalten kann etc... ich wollte allerdings zur Reha und möglichst schnell wieder fit und arbeitsfähig werden. Brauchte auch keine Chemo oder Bestrahlung, von daher waren die Voraussetzungen wohl auch anders. Und jede Kasse geht wohl auch anders vor... mit meiner bin ich in der Hinsicht eher zufrieden.