Was sagst du? Ich habe/ich hatte Krebs?

  • Es kommt manchmal vielleicht ein wenig drauf an.:/


    Bin ich in der Situation das ich mir etwas erkämpfen will/muss, dann spreche ich von ich habe;)

    Wenn ich aber mir oder anderen "beweisen" will oder muss das ich gesund bin dann gilt die Vergangenheitsform8o

    Ich habe mir auch schon oft die Frage gestellt ob habe oder hatte. Da ich aber seit der OP als "tumorfrei" gelte, hat das hatte für mich so einen komischen Beigeschmack. (darf ja noch ne T-Chemo nachlegen).

    Aber deine Variante wäre ein Mittelweg😉

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das scheiß Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)

  • Hallo,

    Ich mach’s eigentlich auch wie Der Lotte ....

    Tendenziell bin ich gedanklich aber auch eher bei „habe“, da ich um meine nicht ganz so günstige Prognose weiß und auch noch nicht von Heilung bei mir sprechen kann, so lange ich nicht die nächsten Jahre ereignisfrei überstehe...

    LG

    Tanja

  • Interessante Frage, habe hier schon mal ganz am Anfang darauf geantwortet, meine 2017. Inzwischen bin ich mehr als 6,5 bzw gut 6 Jahre von den Diagnosen entfernt, bisher kein Rezidiv, keine Metas .... daher klar "hatte" . Und tatsächlich rede ich so, auch wenn ich derzeit Menschen/Kollegen erklären muss, warum ich wochenlang beruflich ausfalle. Ist halt Spätfolge, bei der ich mal wieder "hier" gerufen habe, nicht ungewöhnlich für mich - und dann im 1. Versuch auch noch.... nicht zufriedenstellend. ...Also noch mal... aber anderes Thema. ...

    Ja, ich rede tatsächlich ganz klar und bewusst im Präterium.... und bin mir dennoch absolut bewusst, es könnte jederzeit.... Dieses Gespenst werde ich oder werden wir/viele von uns nie mehr los....

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    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Gespenst ...interessant . Ich vergleiche es lieber mit einem Damokles Schwert, aber du hast recht, man wird es nicht los. Ich bin nun 5,5 Jahre ohne Krebs.

    Mein Arzt feierte ein bisschen und beglückwünschte mich. Ich bin aber irgendwie nicht in Feierlaune, eher sehr wachsam.Das hat sich auch nach der langen Zeit nicht gebessert. Ich traue dem Frieden nicht. Wen mich jemand fragt, sage ich aber ich hatte Krebs.

    Anfangs wollt ich fast verzagen,

    und ich glaubt, ich trüg es nie,

    und ich hab es doch getragen -

    aber fragt mich nur nicht wie?

    Heinrich Heine

  • Hallo Mädels!


    Ja, das ist wirklich ein interessantes Thema - bei mir sind es jetzt auch schon 6 Jahre nach der Erstdiagnose und bis jetzt ist alles gut.


    In Englisch gibt es den Begriff "cancer survivor", den benutze ich wirklich gerne. Das hat so einen kämpferischen, aber auch demütigen Aspekt und wenn ich mich in Englisch zum Beispiel mit Kollegen im Ausland unterhalte, bezeichne ich mich als "cancer survivor".


    Leider habe ich im Deutschen nichts gefunden, dass mir gefällt - Krebsüberlebende trifft es auf keinen Fall, das hört sich nach Opfer an. Ich sage jetzt meistens: ich hatte eine Krebsdiagnose.

  • ich hatte - eigentlich fühlte ich mich nach der OP schon so, aber nach dem pathologischen Befund ist es so. Der ist ja weg. Blöde nur, dass die mich nicht aus ihren Fängen lassen wollen sondern weiterbehandeln. Ich denke, das ist auch der Grund wieso mir das jetzt so schwer fällt

  • Mamimagnolia Was heißt bei dir nicht aus den Fängen lassen? Bekommst du noch Capecitabin?

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das scheiß Teil auch zu bleibt.8o


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