Was kann ich während der Chemo tun?

  • Liebe Foris!


    Ab morgen beginnt meine Chemo. Ich würde gerne wissen, was ihr macht, um euch zu stärken? Ich weiss, dass ich mit viel Bewegung und ausgewogener Ernährung viel erreichen kann. Mir ist aber von einer Freundin ein Enzympräparat empfohlen worden, hat da jemand Erfahrungen mit?

    Ebenso habe ich eine Flasche Saftkonzentrag geschenkt bekommen. Kennt sich hier jemand aus oder habt ihr Erfahrungen oder Tipps?

    Ich bin ja gerne vorbereitet:)


    Vielen Dank für eure Antworten!

    lieben Gruß,

    Petra

  • Liebe Petra,

    frag einfach morgen in der Chemoambulanz nach ob du dieses Mittel nehmen darfst. Ich persönlich habe jeden Tag Aloe Vera Saft (Schutz für die Schleimhäute) getrunken, 2 bis 3 Bananen gegessen (natürlicher Schutz gegen Sodbrennen). Vitamin B Komplex als Nervenschutz und Magnesium genommen. War alles mit dem Arzt abgesprochen. Viel Sport , jeden Tag walken und leichte Sachen gegessen. Viel gekremt mit Feuchtigkeitscreme und Aloe Vera Lippenpflege. Gelaugentropfen wenn die Augen trocken werden. Vieles ergibt sich im laufe der Chemo.


    Ich drücke die Daumen für nette Gesellschaft und gute Verträglichkeit morgen:thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:


    Liebe Grüße

    Luzine

  • Liebe Petra,

    ich kenne das Mittel nicht, würde aber auf jeden Fall mit dem Onkologen darüber sprechen. Ich sollte sämtliche Nahrungsergänzungsmittel für die Zeit der Chemo absetzen und habe nur (weil es im Winter war) Vitamin D bekommen.
    Das Saftkonzentrat kann sicherlich nicht schaden. Schon weil die Geschmacksnerven sich verändern. Ich z.B. kann fast 5 Monate nach Chemoende immer noch kein Mineralwasser trinken, wenn ich es nicht mit Saft aufpeppe.

    Während der Chemozeit habe ich mich basisch ernährt, um möglichst wenig Magensäure zu bilden, da ich schon immer Probleme mit dem Magen habe. Das war meine zuckerfreie Zeit (hat mir und meiner Figur nicht geschadet :-))
    Schau doch bei Interesse einfach mal in mein Profil, ich habe dort alle Medikamente, Vorbeugungen und Nebenwirkungen aufgeschrieben.

    Für morgen alles Gute und für die nächsten Tage erträgliche Nebenwirkungen!

    LG Kirsche

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Liebe Petra,

    mir hat die Onkologin gesagt: alles essen was schmeckt und gerade geht. Wenn es geht gern gesund essen, in Richtung mediterran. Was sie mir ausdrücklich verboten hat war Grapefruit und sämtliche Nahrungsergänzungsmittel, die nicht mit ihr abgestimmt sind. Auch sollte ich keine mit Vitaminen angereicherten Säfte trinken sondern einfach ganz normale.

    Wenn Du dieses Mittel nehmen möchtest, frag vorher nach, ob es o.k. ist.

    Alles andere wird sich - wie oben schon erwähnt - während der Chemo ergeben. Jeder reagiert anders und hat andere Nebenwirkungen. Ich konnte z.B. während der EC keinen Sport machen. Wenn ich spazieren gehen konnte, war das schon viel. Nun während der Paclis gehe ich ins Fitnessstudio und hoffe, meinen Fitnessstatus zumindest halbwegs zu halten.

    Wenn Du Nebenwirkungen verspürst, scheue nicht, Dich in der Onkologiepraxis zu melden und zu fragen, was Du tun kannst und sollst. Insbesondere das Thema Übelkeit kann sehr gut behandelt werden, falls es Dich erwischen sollte. Ansonsten sind wir auch noch da und können dann konkrete Tipps geben.

    Wünsche Dir für morgen alles Gute! Du schaffst das!

    Liebe Grüße

    Heideblüte

  • Liebe Petra,

    mir hat meine Onko-Praxis gar nicht so viel geraten. Alles woran ich mich erinnere ist, dass ich einfach ganz normal weiterleben soll. Einfach gucken was geht und Spass macht, viel raus aber keine Sonne. Ich habe vor allem am Infusionstag und an den beiden folgenden Tagen besonders viel (2,5 - 3 l) getrunken (den ersten Liter schon in der Praxis) und zuhause eine Suppe fertig gehabt. Nimm die Medis wie der Arzt empfiehlt und du wirst sehen , es ist alles auszuhalten. Ablenkung mit schönen Dingen ist der beste Weg, alles gut zu überstehen. Ich war übrigens 1 Woche nach der ersten EC mit meiner Familie über ein verlängertes WE in Prag, bin allen davon gerannt und habe mich pudelwohl gefühlt.

    LG und alles Gute für morgen

    Ute

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Laotse)

  • Liebe Petra,

    ich habe jeden Tag ein Glas Aroniasaft in meine 3 Liter Teekanne, entweder mit Tee oder Wasser gegeben und auch die 3 l geschafft.

    Besonders am Chemotag viel trinken ( ich wurde immer in der Chemo Ambulanz mit reichlich Getränken und geschnittenem Obst versorgt), evtl. Nierenspültee. Bin viel spazieren gegangen, 2x die Woche zum Sport und habe sogar die Sauna bis zur Pacli gut vertragen. Dann kamen aber Wassereinlagerungen und damit war die Sauna tabu und ist sie leider immernoch wegen der Bestrahlungen.

    Außerdem habe ich gänzlich auf Alkohol und Zucker so gut es ging, verzichtet. Damit der Magen nicht soviel zu tun hat, wurde mir empfohlen, auf Rohkost zuverzichten und sämtliches Gemüse mindestens zu blanchieren. Hat auch mit Salat gut geklappt.

    Und immer schön dran denken, kranken Menschen aus dem Weg zugehen!!!!

    Ich wünsche dir einen guten Einstieg und drücke die Daumen :thumbup:

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)

  • Vielen Dank für eure Tipps!

    Bin ja mal gespannt, wie es morgen mittag aussieht!

    Und an die Moderation: Sorry, wollte keine Schleichwerbung machen, war unüberlegt, dass ich Namen von Firmen nachgefragt habe. Gut, dass ihr aufpasst!

    Ich passe beim nächsten mal besser auf!


    allen einen schönen Abend

    Lieben Gruß von Petra:)

  • Liebe Leuchtturm,


    alles gut, was Deine Beiträge angeht. Mach Dir bitte keinen Kopf!


    Für heute wünsche ich Dir alles Gute, dass die Chemo supergut wirkt und dass Du so gut wie keine Nebenwirkungen hast!


    Herzliche Grüssles



    Saphira

  • Hallo !

    Heute ist Tag drei nach der Chemo!

    Am ersten Nachmittag bis in die Nacht hinein, ging es mir so schlecht, ich musste ständig brechen und nachts war mir die Speiseröhre von der aufsteigenden Magensaft wie verätzt. Man hatte mich auch nicht so gut informiert wegen der Medikamente. Es ist mir gesagt worden, es sei alles im Tropf für den ersten Tag und ich könnte nur noch Vomex nehmen.

    Nachdem wir dann nachts nochmals mit der Klinik telefoniert haben, bekam ich die Info, dass ich ein Medikament nehmen soll, das half dann.

    Bin aber immer noch total platt und zittrig und schlapp und hab total schiss wie es weitergeht. Wo und wie soll man da zu Kräften und positiven Gedanken kommen?

    Lg Petra

  • Liebe Petra,

    die Zeit geht vorbei uns es werden bessere Tage kommen. Ich war ein ziemlich krasser Fall, bei mir hielt sich die Übelkeit ganze 10 Tage. Das klingt hart, wenn man erst bei Tag 3 ist. Aber 1. muss es bei Dir nicht so lange dauern und 2. war ich -nachdem es bei der 2. EC genauso lange gedauert hat, darauf gefasst. 10 Tage Übelkeit heißt bei 3 wöchigem Rhythmus immer noch 10 Tage ohne Übelkeit.

    Halte durch, es kommen definitiv bessere Tage und nächstes Mal lässt Du Dir gleich das entsprechende Medikament geben.

    Liebe Grüße

    Heideblüte

  • Liebe Petra,

    lass Dir bitte beim nächsten Mal gleich die Medis gegen Übelkeit mitgeben.
    Da ich durch nervösen Magen und saures Aufstoßen akute Atemnot hatte, habe ich ab der zweiten Chemo schon morgens Magentabletten und ein Übelkeitsmittel genommen. Dann hatte ich noch ein weiteres Übelkeitsmittel für Notfälle, das ich aber nie gebraucht habe.

    Mit diesen Medis ging es mir richtig gut!
    LG Kirsche

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Liebe Petra,


    lese erst jetzt, möchte dir aber noch was zu dem "Enzym" sagen : In meiner Chemoambulanz wird empfohlen als Beimedikation ein Extrakt aus Linsen, Papaya nd Bromelain, in Tablettenform im Handel, einzunehmen. Namen darf man hier nicht schreiben, aber wenn du in der Apotheke danach fragst oder googelst, findest du das bestimmt. Es muss natürlich mit deinen Ärzten abegesprochen sein. Das Medikament muss selbst bezahlt werden, es ist verordnungsfrei. Es soll die Schleimhäute schützen. Ich nehme es seit der ersten - EC Chemotherapie, da ich schon vorher immer Probleme mit der Magenschleimhaut hatte und denke dass es mir hilft. Ich muss nur selten auf Omeprazol o.ä. zurückgreifen.


    Außerdem bekommen wir immer einen "Vorrat" für 2 - 3 Tage an sehr guten Tabletten gegen die Übelkeit und ein Medikament zur Schonung der Blase mit nach Hause. Ich hatte erst 2 EC Chemos - aber bisher war diese Vorsorge o.k. Vielleicht geht das in deinem Brustzentrum auch - und wenn nicht würde ich mir vor der nächsten Chemo vom Hausarzt eine Medi-Verordnung holen.

    Ernährungstechnisch esse ich möglichst säurearm und verzichte z.Zt auf Kaffee :( und Alkohol. Bei Zucker fällt mir das was schwerer - aber ich sehe zu, dass es nicht zuviel wird.

    Am besten probierst du für dich aus , was du gut veträgst - ist bei jedem ja ein bisschen anders.

    Bei mir legt sich das maue Gefühl im Magen meistens nach einer Woche wieder, dann läßt auch die Mundtrockenheit nach, langsam kehrt der Appetit dann zurück - und dann fühlt man sich gleich wieder was besser.....dafür drücke ich dir die Daumen !


    Liebe Grüße

    Mirabelle

  • Liebe Leuchtturm 007,

    lass dir beim nächsten mal gleich das stärkere Medikament verordnen!

    Sorry, aber Vomex ist wirklich nicht geeignet, eine starke Chemo - Übelkeit zu behandeln! Das ist wie mit Peanuts auf Elefanten schiessen. Meine Onkologin hat mir seinerzeit zusätzlich noch Beruhigungstropfen in minimaler Dosis verordnet. Um mich "mal etwas runterzuholen", das dämpft je nach Mittel die Übelkeit auch nochmals. ( Ich hatte allerdings zeitgleich zur Erstdiagnose auch noch eine Trennung vom Ehepartner zu verdauen).

    Mache konsequent beim nächsten Mal Druck und bleibe hartnäckig, bis dir das wirksamere Mittel (z.B. Granisetron) verordnet wird. Übelkeit oder zumindest Erbrechen ist fast immer vermeidbar.

    Ich wünsche dir eine gute Erholung und viel Kraft für eine hoffntlich wesentlich besser verträgliche 2. Therapie!

    Lg Katzi64

  • auch von mir ein Hinweis,


    ich habe für den 2. und 3. Tag jeweils zweimal täglich 4mg Dexa (cortison) gnommen und das o.g. Grani.... außerdem noch Emend.

    das musste ich schon am chemotag bis eine Stunde vorher einnehmen und an den beiden Folgetagen. Und wenn das nicht reicht, noch MCP solange bis alles weg ist. Der Arzt meinte "nicht sparen", kommt jetzt auch nicht mehr soo drauf an.

    Hab mich gefühlt wie im Altersheim mit so einem Tablettenriegel für den Tag. Aber es hat geholfen, kein Erbrechen und nur leicht flaues Gefühl.

    @Leuchtturm: dräng darauf, dass sie dich entsprechend mit Medis eindecken. Das muss alles nicht sein, was du durchmachst. Selbst mein Onko sagt "ständig brechen war früher"

    LG

    Ut

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Laotse)

  • Liebe Leuchtturm,


    ich kann mich den Vorschreiberinnen nur anschließen: Es gibt wirklich gut wirksame Medikamente gegen die Übelkeit! Das bereits erwähnte Grani... wirkt bei mir sehr gut (habe es nur bei der ersten EC gebraucht) ; und außerdem nehme ich 1 Stunde vor der Therapie Akyn... Das ist nur 1 Tablette; sie wirkt über 5 Tage hinweg. Seit ich dieses Medikament, das mir hier im Forum empfohlen wurde, bei meiner Onkologin angefragt und auch erhalten habe, brauche ich keinerlei weitere Übelkeits-Medis. Ein leicht flauer Magen bleibt, aber richtige Übelkeit bleibt aus; bei mir ist es zumindest so.

    Schildere deinem Arzt deine Beschwerden, es ist wie Katzi sagt: Übelkeit und Erbrechen sind heutzutage sehr gut in den Griff zu kriegen und meistens vermeidbar!


    Lass dich nicht unterkriegen!


    Liebe Grüße und viel Kraft

    Pschureika:hug:

  • also ich hatte auch gute Medikamente gegen Übelkeit. Dexamethason zusammen mit Ondans.....gleich mal als Vorlauf und dann das Granis.....am morgen nach der Chemo zusammen mit einer Dexa.....und die MCP's bei Bedarf. Das Ondans....auch noch lingual als Tablette falls das MCP nicht schnell genug wirkt (hab ich aber nie gebraucht). Unter Paclitaxel nehm ich mittlerweile gar nichts mehr ein, bekomme nur noch die Vorlaufinfusion.....


    GLG Chippendale

  • Liebe Leuchtturm,

    meine Vorschreiberinnen haben Recht, etwas Kortison ( z.B. Dexamethason) in den ersten 2 Tagen nach Chemo dämpft die Übelkeit noch zusätzlich. Am Chemotag sollte das schon als Spritze gegeben worden sein, vielleicht kann man da auch noch die Dosis erhöhen?

    Da du nun durch den ersten Chemo - Zyklus bzgl. Übelkeit schon negativ geprägt bist, wäre ein Antiübelkeitsmedikament schon vor Beginn der Chemo bei dir sicher gut!

    Lg Katzi64

  • Hallo ihr lieben, ich melde mich mal wieder.

    Liebe Petra, da wir ungefähr gleichzeitig Diagnose bekommen haben, bist du mir mit dem Start gut zwei Wochen voraus. Am 03.07 habe ich erstmal den Port bekommen. Meine erste Chemotherapie fängt voraussichtlich am 20.07 an, weil ich noch für eine Studie (Pe ... Antikörper ) untersucht werde. Nächsten Donnerstag bekomme ich eine extra MRT der Brust.

    Ich weiß, dass es vielleicht nicht direkt hilft, nur da ich im Herbst 2012 sehr viele Kinder habe leiden sehen, während mein Sohn seine Chemotherapie stationär (eigentlich alle Kinder ) und das bis fünf Tage am Stück, ununterbrochen, kann ich nur sagen, wir schaffen das! Wir können uns besser als die kleinen äußern und auch besser nachvollziehen was vor sich geht.

    Kopf hoch und nicht zögern bei den Onkologen auch über die psychische Belastung reden!

    Liebe Grüße an alle. Nati