Brustaufbau mit Eigengewebe: DIEP-Flap (Bauch)

  • Alphabet: Danke für Deine Antwort. Nein, nicht wirklich (bzgl. einer anderen Stadt). Wir wohnen im Dreiländereck Deutschland/Schweiz/Frankreich. Es würden nur noch Tübingen oder Heidelberg in Frage kommen. Die beiden Städte liegen aber mindestens 3-4 h mit dem Zug weg. Für eine Kontrolle o.ä. keine Alternative. Zumal man ja in den ersten 2-3 Wochen nicht Autofahren darf. Und mit dem Zug nach TÜ oder HD ist viel zu aufwendig.

    Das einzige was noch in Frage kommen würde, wäre die grenznahe Schweiz. Dort ist der ehemalige Chefarzt der (inzwischen geschlossenen) Frauenklinik im deutschen Rheinfelden. Nur übernehmen die deutschen gesetzlichen Kassen nicht die ( vollen) Kosten. Da kämen bestimmt noch mindestens 5.000€ auf mich zu. Das ist leider etwas viel…:-((

    Am Telefon sagten sie mir von der Uniklinik FR, dass sie für den DIEP-Flap auch erst einen Antrag bei der KK stellen müssen. Na prima, vielleicht zahlen die das dann gar nicht und ich muss weiter mit Implantat rumlaufen;(

    Bin echt fix &fertig …

    Liebe Grüße Andrea

  • Hallo!

    Habe nochmal eine andere, aber ganz entscheidende Frage: Hattet Ihr Probleme, die OP bei der KK ( gesetzlich) zu beantragen und genehmigt zu bekommen?

    Meine KK ( pronova BKK ) meinte, dass es nicht generell eine Kassenleistung ist und es erst geprüft werden muss. Na super. Wollen die einen dann ggf. mit einem weiteren Implantat oder gar Prothesen abspeisen.

    Könnte echt wieder heulen 😭

    Als wenn man nicht schon genug durchgemacht hat.

    Wünsche Euch noch einen schönen Tag! Liebe Grüße


    Andrea

  • Hallo Drea1968


    bei mir kam das Thema Krankenkasse nie auf, weder im Beratungsgespräch zur OP noch irgendwann danach. Das hat das Krankenhaus allein mit der Krankenkasse geregelt. Dementsprechend musste ich auch keinen Genehmigungsantrag stellen. Bin allerdings nicht bei deiner KK.

  • Liebe Drea1968


    bei den Krankenkassen gibt es einen Leistungskatalog, nach diesem richten sich alle Krankenkassen. Ist die jeweilige OP nicht 100% im Leistungskatalog enthalten, kann es eine Individualentscheidung der Kasse sein. In den meisten Fällen wirst du dann von der Kasse zum Gutachter geschickt. Bei mir wurden Vorab Anfragen bisher abgelehnt, ist aber wie gesagt individuell.

    Du tust dir einen Gefallen, ein Brustzentrum zu finden, die keine Vorab Kostenübernahme benötigen und der Arzt direkt mit der Kasse abrechnet, dann klappt das! Manche Ärze möchten eine Vorab Kostenübernahme, weil sie Angst haben, auf den Kosten sitzen zu bleiben, andere brauchen keine. Das entscheidet jeder Arzt selbst.


    Viele Erfolg!

  • Liebe Drea1968, bei meiner Diep-Rekonstruktion musste ich keinen Antrag bei der Krankenkasse stellen. Die Rekonstruktion war aber auch in direktem Zusammenhang mit der Brustkrebs-OP. Du schreibst, dass du schon mehr als 11 Jahre mit dem Implantat "versorgt" bist - und wohl auch keine klare medizinische Indikation für einen Wechsel vorliegt. Vielleicht ist das der Grund, dass die Krankenkasse sich erstmal sperrt. Wenn du den Wechsel unbedingt möchtest, lohnt es sich bestimmt, hartnäckig zu bleiben.


    Liebe Grüße und viel Erfolg!

  • @Handeperle:

    Man kann ja auch den Aufbau sekundär, also Jahre später durchführen lassen. Außerdem habe ich das Implantat schon über 10 Jahre drin, so hat sich eine ausgeprägte Kapselfibrose entwickelt; mit Schmerzen . Das Silikon sah immUltraschall auch nicht mehr so gut aus. Abgesehen davon leide ich immer stärker unter dem Aussehen. Mag mich nicht mehr mit freiem Oberkörper im Spiegel ansehen. Mir kommen dann die Tränen.

    Für mich ein ausreichender Grund, die Brust mit Eigengewebe rekonstruieren zu lassen.

  • Liebe Drea1968 ,


    lass dich bitte nicht entmutigen von einer Aussage eines Kundenberaters deiner Krankenkasse. Aus eigener Erfahrung heraus lohnt es sich hartnäckig zu bleiben, wenn du für dich klar entschieden hast, eine Rekonstruktion mit Eigengewebe machen zu lassen. Deine geschilderten Probleme mit dem Implantat sprechen ja auch dafür, dass etwas getan werden sollte.


    Ich habe Anfang 2021 von meiner Gynäkologin einen Einweisungsschein für das Krankenhaus mit der geplanten Op Eigengeweberekonstruktion (DIEP) ausstellen lassen und bei meiner Krankenkasse (regionale gesetzliche KK) eingereicht und war davon ausgegangen, dass es problemlos genehmigt wird. Ich hörte erstmal nichts und weil mir die Zeit knapp wurde zur geplanten Aufnahme, hakte ich nach, da mir bekannt war, dass innerhalb von 3 Wochen eine Antwort da sein muss. Die KK hatte den Sachverhalt an den medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) weitergegeben, die sich allerdings 5 Wochen Zeit lassen dürfen. Damit wäre mein Aufnahmetermin in der Uniklinik zur Rekonstruktion vorbei gewesen. Ich habe mir sogar sagen lassen müssen von einer Bearbeiterin der KK, dass ein Implantat ja wohl ausreichend sei. Eine Beschwerde zu schreiben war damit die logische Konsequenz. Dem MDK habe ich zum Abkürzen alle Befunde direkt gesendet, damit nicht unnötige Zeit zum Anfordern bei Hausarzt / Gyn / Brustzentrum vergeht. Ich stand ja unter Zeitdruck.


    Letztlich hat nicht der MDK sondern die Krankenkasse die OP genehmigt, weil ich sie mit ihrem eigenen "DMP bei Brustkrebs" (so eine Art Programm bei chronischer Erkrankung - hier Brustkrebs - muß auch jede gesetzliche Krankenkasse mit denselben Leistungen anbieten) konfrontiert habe. Ich hatte mich Anfang 2021 über meine Gyn in das Programm einschreiben lassen und bekam später eine ausführliche Broschüre von der KK. Und genau da stand drin, dass jede Patientin nach Mastektomie die Brust wiederaufbauen lassen kann, mit der Methode, die der Patientin am meisten zusagt. Ein weiteres Telefonat und 15 Minuten später hatte ich die Genehmigung vorab telefonisch und ich konnte planmäßig die DIEP-OP machen lassen.


    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, geht dieses DMP Brustkrebs maximal 10 Jahre ab Diagnose, wenn man sich eingeschrieben hat.

    Da durch dieses DMP aber jede Krankenkasse die gleichen Leistungen bieten muss, bin ich davon überzeugt, dass du die Genehmigung für deinen DIEP bekommen wirst.


    Ich wünsche dir viel Kraft dafür und drücke die Daumen, dass es eine Möglichkeit gibt, nicht mehr 6-8 Monate warten zu müssen.


    LG Nachtstern

  • Hallöchen,

    ich habe im Oktober meinen Brustaufbau in Düsseldorf und hätte eine Frage an die, die sich über eine oder zwei neue Brüste freuen. Ich bekomme eine AHT mit Letrozol und habe in meinen Unterlagen gelesen, dass ich mein Medikament zur Operation absetzen soll.

    Mal abgesehen von der Angst vor der Operation und den Tage/ Wochen danach habe ich Bedenken die AHT zu unterbrechen. Meine Frage an Euch, wie habt ihr das gemacht ?


    LG. Silke

  • Liebe Silke48

    ich habe 14 Tage davor bis 14 Tage nach der Op die Einnahme von Tamoxifen unterbrochen.

    Klar habe ich auch bedenken gehabt, aber wenn die Ärzte das extra so erwähnen, wird das schon wichtig sein.

    LG

  • Liebe Silke48 , interessant wie unterschiedlich die Kliniken das handhaben. Ich nehme auch Letrozol und musste für die OPs nicht pausieren. Im Gegensatz zu Tamoxifen erhöht Letrozol ja auch nicht signifikant das Thromboserisiko. Vielleicht lohnt es also in der Klinik nachzufragen.

    Nach der Diep-OP habe ich sechs Wochen Cle… gegen Thrombose gespritzt.

    Wenn du schon mehrere Jahre Letrozol einnimmst, ist eine mehrwöchige Pause aber auch ok. Da musst du dir keine Sorgen machen.

    LG

  • Hallo!


    Nun sind einige Wochen ins Land gegangen. Meine Unterlagen samt Fotos, Sono-Bildern und Antrag meiner Gynäkologin sind schon mindestens seit zwei Wochen beim MDK. Nun kann ich nur noch hoffen, dass die medizinische Notwendigkeit vorliegt und ich die Zusage der Krankenkasse erhalte.

    Ich frage mich gerade, ob es Fälle gibt, wo der MDK „zugestimmt hat“ und die Kasse dann doch abgelehnt hat? Würde mich nicht wundern. Im Moment habe ich eher das Gefühl, dass der Antrag für den DIEP-Flap abgelehnt wird😒.

    Liebe Grüße


    Andrea

  • Hallo Drea1968

    Da der MDK sozusagen der "medizinische Sachverstand" der Krankenkassen ist, ist es eher unwahrscheinlich, dass sie obwohl befürwortet die OP ablehnen, allerdings nicht unmöglich, tatsächlich müssen die Kassen der Empfehlung nicht folgen. Wenn Du darüber Kenntnis hast lohnt sich auf alle Fälle ein Widerspruch.

    Ich drück dir die Daumen!

    Liebe Grüße Jodelschnecke

  • Hallo!


    Gestern habe ich die Nachricht meiner Krankenkasse erhalten: Die OP wurde genehmigt!!! Freue mich so wahnsinnig! ☺️ Jetzt heißt es noch Daumendrücken, dass ich nicht erst im nächsten Sommer oder Herbst. einen OP-Termin bekomme. Anfang August war die Uniklinik Freiburg schon bei März/April mit den OP-Terminen. Da konnte ich aber noch nichts vereinbaren, da sie die Zusage der Krankenkasse brauchen um eine OP zu terminieren.

    Mal sehen.


    Liebe Grüße aus dem fernen Vietnam,


    Andrea

  • Hallo! Nun sind wir wieder zurück aus dem Urlaub😉

    Leider konnte ich telefonisch keinen OP-Termin vorab vereinbaren. Muss bis zum 10.Oktober warten, wenn ich den Termin in der Klinik FR habe.

    Ich hoffe ja sehr, dass die Ärzte die OP so planen können. Es hängt ja auch von den Bauchgefäßen ab, die den „Speck“ samt Haut versorgen. Wäre wirklich blöd, wenn diese nicht ausreichen und evtl. eine andere Methode gewählt werden muss (z.B. Oberschenkel oder Po).

    Liebe Grüße Andrea

  • Hallo Andrea, gut, dass es bei dir vorangeht!

    Deine Bauchgefäße werden schon ausreichen. Der Speck wird ja auch am Bauch gut versorgt. ;)

    Ich kann mich nicht erinnern, dass das bei mir jemals fraglich war. In meiner Klinik wurde nur ein paar Tage vor der OP ein CT vom Abdomen gemacht, um die einzelnen Perforatoren räumlich genau darzustellen. Der Radiologe hat dann die seines Erachtens besten Perforatoren für die Diep-Versorgung aufgelistet. Da gab's beidseits mehrere, die geeignet waren.


    Vielleicht auch eine Idee für dich: Ich habe die plastische Chirurgin "freundlich überzeugt", nebenbei noch die Leber mitbefunden zu lassen. Wenn man eh schon ein CT mit Kontrastmittel bekommt, warum sollte man die Chance ungenutzt lassen? So hatte ich gleich einen Metastasen-Check dabei.

  • Hallo zusammen


    Ich war vor einigen Jahren auch schon hier aktiv:S


    jetzt steht in 2 Wochen meine Diep flap Op an und ich hab dazu noch eine Frage...


    Ich bin ziemlich moppelig und hab ordentlich Bauch. Laut dem operateur bin ich super für die Op geeignet^^


    ich bräuchte mal ein paar Erfahrungsberichte wie das hinterher so war, wie viel gewicht hinterher weg war, wie viele Kleidergrößen kleiner ihr dann anziehen konntet usw...


    ich bin schon ziemlich aufgeregt, und hoffe natürlich alles gut geht!


    Vlg Kiwibeere