Brustaufbau mit Eigengewebe: DIEP-Flap (Bauch)

  • Liebe Angel12 ,

    Ich drücke dir die Daumen für eine gute Wundheilung, auch und besonders rechts.

    Schicke dir ein großes Paket mit Kraft, Geduld und Zuversicht.

    LG Katzi64

  • Liebe Angel12, ich drück dir alle Daumen und denk an dich! Ganz liebe Grüße, ika-ulm hat sicher auch den Reflex Hammer gewetzt! Toi toi toi für ein super Ergebnis meine Liebe! Meld dich mal wenn du wieder fit bist!

  • Hallo ihr Lieben. Mit viel Glück darf ich morgen aufstehen. Der rechte Lappen soll es wahrscheinlich doch packen. Bericht folgt. Hab schon angefangen und muss noch von Montag bis jetzt schreiben.

    Wenn die Angst anklopft, schick die Hoffnung an die Tür. 🌻

  • Freut mich sehr, von Dir zu lesen, liebe Angel12 :hug:

    Ich drück die Daumen für den rechten Lappen :thumbup::thumbup:

    Und auch für eine schnelle und erfolgreiche Wundheilung.

    LG Kirsche

  • Plastische Chirurgie kompletter Bericht


    Am Dienstag den 30.07. kam ich zur Aufnahme. Dort saß ich bereits 1 Stunde, bis ich auf die plastische Chirurgie kam. Dorst saß ich ebenfalls nochmal 2 Stunden, bis mir gesagt wurde, dass ich auf die Urologie komme. Auf der Urologie kam ich in ein Dreibettzimmer ohne Bad. Nachmittags gab ich noch meine Vorsorgevollmacht ab. Vegetarisches Essen gab es, wie immer, keins. Abends sollte ich 2 Flaschen zum Abführen trinken, habe mich jedoch vor Ende der Ersten geweigert. Abführen durfte ich die ganze Nacht auf einem gemischten Gemeinschafts-WC.


    Mittwochmorgen den 31.07. wurde ich gegen 8 in den OP gebracht. Vorher ging der OP kaputt und ich wurde gefragt, ob ich im Flügelhemd laufen könnte. Zum Glück ging der Aufzug dann doch wieder. Ich wurde direkt in den OP-Saal geschoben und dort schlafen gelegt. Den Rest des Tages lag ich im OP.


    Am Donnerstag den 01.8. wurde ich nachts nach 16 Stunden OP auf Intensivstation wach. Mein Freund hatte wohl ab abends versucht mich zu erreichen, aber angeblich gab es eine Auskunftssperre. Mit viel Glück hat er mich dann ab 4 Uhr erreicht. Ich bekam eine Wärmedecke über die Brüste und mir wurde gesagt, dass es es unklar sei, ob es die rechte Seite schaffen würde. Neben dennSchmerzen war die Wärmedecke kaum auszuhalten. Die wurde zwischen 39,5 und 42 Grad eingeschaltet. Mittags kam ich auf Normalstation in ein Zweibettzimmer. Mir wurde von den Ärzten gesagt, dass ich regelmäßig nach Schmerzmitteln fragen sollte, aber das sahen hier die Schwestern entspannter. Die erste Nacht habe ich viel geschlafen.


    Auch am Freitag den 02.8. bin ich immer wieder weg gedöst. Die Decke und Schmerzen waren unerträglich. Auf Wunsch des Chefs wurde ich in ein Einzelzimmer verlegt. Bis auf die Decke und die Schmerzen war es auszuhalten. Abends wurden dann die Verbände gewechselt und später wurde ich in ein Bett mit Wechseldruckmatratze gelegt. Anschließend bekam ich immer stärker werdende Schmerzen in der rechten Seite und im rechten Arm. Über drei Stunden musste ich mich immer wieder melden, bis die Ärztin kam. Die Schwestern meinten immer wieder, dass ich genug Schmerzmittel erhalten würde. Die Ärztin hat sofort Blut abgenommen, beide Seiten geschallt und dem Chef geschickt. Mein HB lag bei 4,5 und es wurde Blut bestellt und ich wurde in den OP gebracht.


    Samstag den 03.08. kam ich dann nachts noch auf Intensiv. Ich hatte eine starke Blutung und deshalb wurden Nerven abgeklemmt und daher die Schmerzen. Ich hab dann überwiegend geschlafen.


    Ebenfalls am Sonntag den 04.08. Sonntag bekam ich nochmal eine Blutkonserve. Des Weiteren berichtete mir mein Arzt, dass es knapp war und ich bei Nichtbehandlung gestorben wäre. Auch vorher hatte ich seit dem Notfall Panikattacken, die sich dadurch verstärkten.


    Am Montag den 05.08. wurde ich erneut operiert. Die linke Brustlappen wurde modelliert und der Brustlappen gegen den Bauchlappen ausgetauscht. Rechts wurden nochmal Teile entfernt. Beim Bauch bestand die Sorge, dass der Bauchnabel abstirbt, dieser konnte bisher bleiben. Nach der OP wurde gesagt, dass ich wieder auf die Normalstation könnte, aber ich wollte wieder auf Intensiv.


    Am Dienstag den 06.08. wurde ich auf die plastische Chirurgie in ein Einzelzimmer verlegt. Die Zeit habe ich mit viel Schlaf verbracht.


    Am Mittwoch den 07.08. hab ich immer wieder mal stundenweise geschlafen und Schmerzmittel gebraucht. Morgens wurde ich gewaschen. Ich finde meinen Geruch fies, liegt aber an den Wunden.Über meine Haare will ich garnicht reden. Der Chef hat sich alles angeguckt und gemeint, dass ich zum Ende der Woche mal auf die Bettkante dürfe. Ansonsten kämpfe der Lappen noch. Adere Ärzte hätten schon aufgegeben. Den Test des Tages habe ich mit massiven Bauchkrämpfen, Übelkeit und Abführmitteln gekämpft. bis zum Abend bestand ich nur noch aus Schmerzen und war völlig übermüdet. Bis Mitternacht habe ich unter Schmerzmitteln halbwegs durchgeschlafen.


    Donnerstag den 08.08. Morgens wurde ich wie üblich versorgt, Schmerzmittel brauch ich immer weniger. Vorhin wurden die Verbände erneuert und ich durfte tatsächlich zum ersten Mal auf die Bettkante und kurz stehen. Da stand ich dann nur in meinen Verband gekleidet, 4 Ärzte und 2 Schwestern um mich rum und hab gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd. Anschließend war ich ziemlich alle und hoffe, dass ich nachher gut schlafen kann. Blutegel kamen auch noch auf die geschwollene rechte Seite. Einen mussten die Suchen, der was auf Wanderschaft.


    Ansonsten kann ich nur sagen, egal wie gut das Ergebnis wird und ob der rechte Lappen sich erholt, mir war es das Ganze nicht wert und das Risiko zu hoch. Ich würde mich mit dem Wissen immer dagegen entscheiden, allerdings bin ich auch hier die absolute Ausnahme.

    Sorry. Lang geworden.

    Wenn die Angst anklopft, schick die Hoffnung an die Tür. 🌻

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