Brustaufbau mit Implantaten: Auf oder unter dem Brustmuskel?

  • Implantate auf oder unter Brustmuskel?

    Hallo Zusammen,

    bei mir steht demnächst das Thema "subkutane Mastektomie mit Silikonsofortaufbau" an. Soweit bin ich nun schon mit meiner Entscheidung, das ist ja schon mal was. Eigenfett und gar kein Aufbau sind für mich nach gründlicher Recherche und Überlegung derzeit raus. Die Brustwarzen werde ich auch dran lassen. Das erhöht das Risiko nach übereinstimmender Aussage beider Kliniken, in denen ich war nicht wirklich. Und Pech haben kann man immer.


    Nun war ich in 2 Kliniken, die mir beide recht gut gefallen haben und ich könnte mir beide vorstellen. Der Hauptpunkt in dem sie sich unterscheiden, ist die Schnittführung und die Lage der Implantate. Für mich klingen beide sinnvoll und nachvollziehbar und genau deshalb sitze ich jetzt etwas in der Klemme und sammel noch weitere Infos.


    Klinik 1 will in der Brustfalte schneiden, evtl. noch senkrecht hoch bis zur Brustwarze und dann das Implantat unter den Muskel legen. Die Brustwarze wollen sie an der gesunden Brust rundum abtrennen und hochsetzen, damit sie zur bereits operierten Brust passt. Das klingt für mich nach dem derzeit "normalen" Weg. Zeitpunkt OP soll 3-4 Wochen nach der Chemo sein und Dauer des Aufenthalts wird ca. 1 Woche sein.


    Klinik 2 will meine vorhandene (leider mitten auf der Brust verlaufende) OP-Narbe nutzen, nur etwas zur Seite verlängern und an der gesunden Brust einen Schnitt quer an der Aussenseite in Höhe der Brustwarze setzen, die dann noch halb umrunden und dann entsprechend der anderen Seite anpassen und das Implantat auf den Brustmuskel setzen. Ich hätte eine ausreichend dicke Fettschicht zwischen Haut und Brustgewebe, die eh drin bleibt und die das Implantat gut abdecken würde. Der Muskel würde nicht verletzt werden und insgesamt würde es weniger belastend für den Körper sein. Das Risiko für eine Kapselfibrose sei minimal höher, aber durch "ordentliche Verpackung" durch ein Netz wäre es sehr unwahrscheinlich und wenn doch könnte man austauschen bzw. dann immer noch unter den Muskel gehen Das Implantat unter dem Muskel würde eh nur den oberen Teil des Implantats umhüllen. Das würde lediglich bei sehr schlanken Frauen verhindern, dass die Kanten zu sehen sind, aber dazu reicht auch mein Fett (der Typ war charmant, aber ehrlich). Der Chefarzt scheint ein echter Profi zu sein und kannte auch die meisten Ärzte von denen ich Befunde dabei hatte. "Die waren auch schon bei mir zur Schulung" und sich absolut sicher zu sein, dass er den richtigen Weg für mich hat (guckte kurz in seine Kiste mit vielen Implantate, zog ziemlich schnell eins raus, drückte es mir in die Hand und meinte "das wäre das passende". Das hat mich schon beeindruckt). Er meint, er sei in letzten Jahren "großzügiger" geworden bzgl. der Implantate auf dem Muskel und habe damit sehr gute Erfahrungen. Bei mir wäre definitiv über dem Muskel die passende Variante. Scheint auch eine Art "Vorrreiter" zu sein und ist ausschließlich auf BrustOPs spezialisiert. Hier will man 4-6 Wochen nach der Chemo operieren und ich werde voraussichtlich nur 4 Tage bleiben müssen.


    Klinik 2 hätte den Vorteil, dass die Schnitte insgesamt weniger sind und BHs nicht an der nicht vorhanden Narbe in der Brustfalte drücken können, ich glaube, die Chance, dass die Brustwarze gut anwächst größer ist, wenn sie nur halb abgetrennt wird, meine Brüste sich nicht mit dem Muskel mitbewegen und die Auswirkungen auf meine eh schon angeschlagene Schulter nicht so stark wären. Allerdings frage ich mich, ob über dem Muskel tatsächlich gut sein kann oder ob es nicht doch sicherer ist, Klinik 1 zu nehmen und den derzeit weiter verbreiteten Weg zu gehen. Auch glaube ich, dass wenn ich dann doch wegen Problemen auf "unter" Muskel wechseln muss, die Schnitte eher nicht wieder genommen werden könnten und dann doch nochmal in der Brustfalte geschnitten werden muss. Ich bin also noch sehr intensiv mit meiner Plus/Minus-Liste beschäftigt und arbeite mich langsam der finalen Entscheidung für OP und Klinik entgegen.


    Wäre dankbar, wenn einige Foris, insbesondere mit Implantaten über dem Muskel mir berichten würden, wie sie damit zurecht kommen. Einige Erfahrungsberichte unter dem Muskel habe ich schon, aber auch da dürft ihr gern noch schreiben.


    Auch bin ich noch etwas unsicher, ob es reicht, wenn ich 6 Wochen nach Chemoende operiert werde. Ich würde schon gern so spät wie möglich operiert werden, aber ich will auch keiner evtl. die Chemo überstanden einzelnen Zelle die Chance geben sich zu erholen und die Brust zu verlassen um sich woanders breit zu machen. Hat irgendjemand auch so lange Zeit zwischen Chemo und weiterer Therapie gehabt (wenn ich nicht operieren lasse, müsste ich eigentlich noch Bestrahlungen machen)


    Danke und Gruß

    Heideblüte

  • Liebe Heideblüte,

    zu Implantaten kann ich dir nichts sagen, bin 'flach' geblieben. Aber ein Op - Termin 3 Wochen nach Chemoende finde ich definitiv sehr früh. Würde ich bei mir nicht akzeptieren, wenn nicht eine akut lebenswichtige Op anstünde. Die Gefahr von Wundinfektionen und vor allem Wundheilungsstörungen wäre mir zu groß. Das sind meine Überlegungen, vielleicht hast du aber auch eine besonders schnelle Regenerationszeit und Wunden heilen bei dir generell sehr gut?!

    Ich wünsche dir eine gute Entscheidung, hinter der du mit ganzem Herzen stehen kannst. Dann ist sie für dich auch richtig!

    Lg Katzi64

    P.S.: Deinem Schreiben nach glaube ich im Übrigen, deine Entscheidung ist schon so gut wie gefallen.

  • Ach mensch liebe Heideblüte, du machst es dir wirklich nicht einfach :S. Klar ist so eine pro und kontra Liste vielleicht hilfreich, ich denke aber, dort wo du dich am meisten aufgehoben fūhlst und Vertrauen in das Kõnnen des Arztes hast, bist du am besten aufgehoben. Da liest sich für mich bei dir eher die 2. Klinik raus. Wo wie und was der Narbenverlauf und was könnte wenn es wåre.......und und und, 100% kann dir das niemand vorher zusichern, manche Sachen åndern sich auch mal wåhrend der OP.

    Meine Implantate liegen auf dem Muskel, geplant war drunter, Netze lagen parat und sollten eingesetzt werden, wurden dann doch weggelassen. Und ich habe ūberhaupt keine Fettschicht. Weißt du was ich meine, man kann vorher planen aber es muss nicht immer dann genau so passen und passieren. Meine Narben sind verschieden. Eine Seite unter der Brust plus kleiner Achselschnitt für Wåchter, andere Seite nur eine Narbe, dafür ein bissel grõßer von der Brustseite Richtung Achsel, aber nicht bis zur Achsel, da wurde alles von dieser einen Narbe aus gemacht. Die verschiedene Schnittfūhrung war wegen der unterschiedlichen Lage vom Krebs. Der Seitenschnitt war nötig, weil da auch der Knoten seitlich lag und dem entsprechend gleich mit genug Abstand geschnitten wurde. Narbenprobleme hatte ich ūberhaupt keine und auch keine Anzeichen für Verkapselung. Der Heilungsprozess war eigentlich recht gut . 2 Wochen Klinik war bei mir nötig, einfach weil ich zu schwach war, keine Reserven hatte und die Drainagen so lange brauchte. Dann war die 1. Woche daheim noch ein bissel kritisch, eine Brustwarze sah auch nicht so gut aus doch zum Glūck ist das alles geworden, die Ungeduld hat viel Angst geschūhrt aber von da an ging es stetig und viel schneller bergauf. Bisher habe ich keine Probleme, Einschränkungen oder Schmerzen damit. Nicht im Rūcken, Armen oder sonstige.

    Was man sieht bei mir sind die Dellen vom Silikon meist seitlich, weil ich wie gesagt null Fettschicht habe, obwohl ich mir Mūhe gebe, jeden Tag Schoki, Kuchen, Kekse, aber da wo es ansetzten soll,machts das natürlich nicht. Die Dellen sind aber auch nicht so extrem, im Bikini oder BH sieht man nichts, keine Dellen und keine Narben.

    Aber ich habe mittlerweile auch Brüste unter Muskel gesehen und gebe zu, die sind eine Nummer besser,fester , praller, runder oder so. Keine Ahnung wie man als Frau richtig Brüste beschreibt.

    Das wäre aber jetzt von mir jammern auf hohem Niveau und das will ich gar nicht, bin zufrieden so wie es ist und hoffe es bleibt so.

    Ob ich dir eine Hilfe war, keine Ahnung, eine Kurzfassung zu "auf dem Muskel".

    Bei allem für und wider, verlass dich auf dein Gefühl und dein Vertrauen in den Operateur, letzten Endes musst du ihm die Option einräumen bei der OP eventuell etwas umzuentscheiden.

    Ein bissel Zeit hast du ja noch.

  • Hi, ich habe mein Implantat auf dem Muskel. Ich war nur in einem Krankenhaus und mir wurde gar keine Option gelassen. Es hiess nur, dass macht man heutzutage auf dem Muskel. Hatte mich sehr verwirrt, da ich im Internet immer von unter dem Muskel gelesen hatte. Da das KH aber für gute OPs empfohlen wurde, hatte ich es dann so hingenommen, wie sie gesagt hatten. Du hast die Vor u Nachteile denke ich ganz gut beschrieben.

    Ich fand es im Nachhinein gut, dass es einer weniger eingreifende OP war, unter dem Muskel stelle ich mir irgendwie umfangreicher vor. Besonders nach den ganzen Behandlungen war ich um jede Erleichterung bei der OP froh.

    Bei mir ist der große Nachteil, dass ich wirklich kein Gramm Fett habe und man daher die Kanten spürt (könnte aber angeblich auch bei unter dem Muskel der Fall sein). Auch fühlt sich das Implantat relativ fest an. Das sollte bei dir ja aber alles kein Problem sein.

    Soweit ich weiß, ist bei halbem Schnitt um die Brustwarze die Chance, Gefühl in der Brustwarze zu behalten, größer, als wenn sie sie ganz versetzen. Da könntest du evlt nochmal nachfragen.

    Viel Glück bei der Entscheidung.

  • Liebe Heideblüte,

    eine komplett versetzte Brustwarze habe ich an meiner "gesunden" Brust auch (nach Reduktionsplastik, letztlich war diese Seite dann doch tumorfrei). Ein bisschen Gefühl kommt im Laufe der Jahre zurück, aber stimulieren lässt sich da nichts mehr.

    Lg Katzi64

  • noch kurz zur Zeit zwischen Chemo und OP. Habe gerade nachgeschaut, bei mir waren das tatsächlich nur 2,5 Wochen. Evtl hängt das aber auch vom Fall ab, bei mir gab es befallene Lymphknoten, die noch drin waren (in der Chemo geschrumpft, aber nicht ganz weg).

    Evtl hängt es auch von der Chemo Art ab, ich hatte am Ende Pacli, das hatte ich gut vertragen u war somit fit für die OP.

    Die Wartezeiten können einen in den Wahnsinn treiben, machen aber am Ende denke ich nicht so viel aus, wie wir meinen.

  • Ich habe das Implantat unter dem Muskel

    der Muskel hat bei mir die erste zeit weh getan da das Implantat von unten druckte

    jetzt hab ich keine schmerzen mehr

    aber ich habe das Gefühl das der Muskel immer leicht angespannt ist

    bei mir sieht man keine kanten

    und seitlich hab ich ein netz mit drin

    hab meins seit Oktober 2014

    wie du dich entscheidest kann dir keiner Abnehmen

  • Noch kann ich ja auch mitreden:
    Mein Implantat ist unterm Muskel (Gut so, da ich ansonsten in meinem Loch wohl direkt auf mein Implantat schauen könnte).

    Ich habe und hatte damit überhaupt gar keine Probleme. Keine Schmerzen, Muskel funktioniert ganz normal.

    Kanten sind bei mir auch keine zu spüren.

    Würde am liebsten alles so lassen (wenn das blöde Loch nicht wäre)
    LG Kirsche

  • Hallo liebe Heideblüte

    Hast Du noch die Bestrahlung vor die . Dann ist es evtl die OP danach machen zu lassen, denn dann ist die Gefahr einer Kapselfibrose geringer . Ich habe sowas mehrmals in meiner beruflichen Praxis gesehen. Ist ein sehr langwieriger Prozess. Ich will Dir nicht Angst machen aber vielleicht ist es eine Übelegung wert.

    Liebe Grüße und eine für Dich gute Entscheidung von

    alesigmai52

  • Ich habe beidseitig unter dem Brustmuskel liegende Implis seit 12/ 2013 und keine Probleme damit.

    Wer mehr wissen möchte, fragt gern per Konversation an.

  • Meine beiden Implantate liegen unter dem Muskel, seit 2014. Bis jetzt kaum / keine Probleme. Ich kämpfe mit Verklebungen auf den Rippen ,

    das kommt vom Brustmuskel der wie bei Manuela immer unter Spannung steht. Alle 6 Monate mache ich mal 10 Behandlungen bei meiner

    Physiotherapeutin und alles ist wieder gut.;)

    Anfangs wollt ich fast verzagen,

    und ich glaubt, ich trüg es nie,

    und ich hab es doch getragen -

    aber fragt mich nur nicht wie?

    Heinrich Heine

  • Vielen lieben Dank an Alle.

    Katzi und Silvy liegen schon ganz richtig: meine Präferenz für Klinik 2 wächst kontinuierlich an. Gestern habe ich pünktlichst das versprochene Gutachten für die Kasse bekommen, sie hatten extra vorher nochmal angerufen, ob es gemailt werden soll/darf (die eigentliche Sekretärin hatte frei und ihre Vertretung war unsicher). Der Doc hat alles was er mir erzählt hat da reingeschrieben und so schriftlich vor mir, fand ich es sehr schlüssig. Habe aber noch so 3-4 Fragen, die ich vorher klären möchte, auch hatte ich total vergessen nach Fotos zu fragen. Habe das gestern am Telefon gesagt und werde nächste Woche sehen, was wir telefonisch klären können, oder ob ich doch nochmal hinfahre. Es ist bei mir eben schon so viel schief gegangen, ich habe einfach total Probleme, Ärzten zu vertrauen, da hake ich lieber einmal mehr als Zuwenig nach.

    Werde nächste Woche noch den Termin beim Chefarzt meines Brustzentrums wahrnehmen (will den jetzt auch nicht absagen, habe ich vielleicht Gelegenheit, ihm zu sagen, dass ich das nicht in Ordnung finde, erst 2 Wochen vor Chemoende einen Termin für so eine wichtige Enscheidung zu bekommen) und schauen, inwieweit die dann die weitere Betreuung/ Nachsorge und auch die Eierstock-OP überhaupt noch übernehmen, wenn ich wg. der Brüste woanders hingehe. Wobei ich mich auch jetzt nicht wirklich "betreut" fühle. Dann werde ich zur Kasse gehen. Finde ich auch seltsam, dass die eine Klinik sagt, das läuft alles automatisch und die andere mir sagt, dass ich eine Kostenübernahmeerklärung der Kasse brauche. Aber besser ich kläre das vorher, als dass ich im Nachhinein eine Rechnung bekomme. Bin also noch gut ausgelastet. Da habe ich 3 Wochen nach der Chemo noch gar keine Zeit für eine OP.:)


    Liebe Alesi: ich bekomme keine Bestrahlungen sofern ich die OP mache. Ich bin im Januar zunächst brusterhaltend operiert worden, da das Ergebnis meines Gentestes noch nicht schriftlich vorlag, die hatten nur 2 Tage vor der OP angerufen, da wollten die Ärzte die OP nicht ändern und ich wollte das Biest los werden. Bei der OP sind auch die Wächterlymphknoten entfernt worden. Da beide o.B. waren und auch sonst nichts gefunden wurde, mein Tumor noch recht klein war, wird es bei der OP mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Überraschungen geben, die dann evtl. doch noch zu einer Bestrahlung führen könnten. Mein Therapieplan sieht vor: entweder nach der Chemo Bestrahlung und dann Tamoxifen oder beidseitige subkutane Mastektomie, Eierstock-/leiterentfernung und dann Aromatasehemmer. Das ist ja der Punkt, warum ich eben bzgl. des OP-Termins unsicher bin. Einerseits bin ich froh über einen möglichst späten Termin wg. der Erholung und Wundheilung, andererseits will ich nichts riskieren, denn "eigentlich" würde ja nach 3-4 Wochen die Bestrahlung losgehen. Hatte diese Woche wenig Zeit mich zu kümmern, nächste Woche legen ich dann voll los.


    Liebe Grüße

    Heideblüte

  • Hallo ihr Lieben,


    bei mir steht bald eine beidseitige Masektomie an. Das Implantat soll über den Brustmuskel gelegt werden. Bisher ging ich davon aus, dass man immer unter den Brustmuskel verlegt. War das bei euch auch so? Wie kommt ihr damit zurecht?

    Danke für eure Erfahrungen.

    Einmal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt

  • ich bin Happy mit meinen auf dem Muskel. Kann meine Arme bewegen ohne dass die beiden rumhüpfen. Und ich war nach der op recht schnell wieder fit und die Schmerzen hielten sich wirklich in Grenzen.

    Allerdings bin ich auch nicht so superschlank und verfüge über eine ausreichende fettschicht, die die implantatkante ganz gut "versteckt".

    Haken ist natürlich, wenn sich auf dem Muskel ein rezidiv bilden sollte, wäre es nicht so einfach zu finden. Aber da ich mittlerweile das "katastrophen-abo" gekündigt habe, gibt es kein rezidiv, basta!

    Der Trend scheint immer mehr zu "auf dem Muskel " zu gehen. Ein Arzt meinte im letzten Jahr zu mir, dass sich gezeigt hat, dass sie rezidivrate in solchen Fällen so gering sei, dass man dazu übergegangen ist, auf dem Muskel zu operieren, da der Muskel dabei intakt bleibt und der Körper weniger belastet wird

  • Hallo DerKnuppimussweg ,

    Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass ich mit meinen 50 kg relativ schlank bin. Habe dir Sillis auch auf dem Muskel. Nein Gyn erklärte mir, dass durch die Mastektomie ja genug Wunden entstehen und man im Moment der Ansicht ist, dass man den Brustmuskel nicht auch noch traumatisieren muss. Er meinte es gibt in der Medizin ja immer Schwankungen und im Moment wäre das wohl die Tendenz. Ich habe die Mastektomie recht gut hinter mich gebracht. Besser als jetzt vor 2 Wochen die Entfernung der Eierstöcke, da häng ich noch bissl rum. Die Implantate sieht man und tastet man auch. Trotzdem bin ich kosmetisch schon recht zufrieden. Meine alten BHs passen sogar noch, obwohl durch die Entfernung der Brustwarzen ja doch ein bisschen Hautfläche fehlt. Einen Tick kleiner sind sie, wobei meine Brust ca ein Jahr vor Diagnose begonnen hat größer zu werden. Warum auch immer🤔 naja, raus ist raus und da bin ich echt froh drüber. Würde ich immer wieder so machen. Also OP und diese Entscheidung zur Mastektomie. Mir geht es seither kopfmäßig besser. Liebe Grüße

  • Ich kann dir sagen, was im Pathobericht stand. Denke das ist vergleichbar. Das entnommene Gewicht pro Seite war 180 gr schwer. Rechts habe ich 180 gr nun auch wieder drin und links nur 160 gr da der Tumor recht nah an der Haut war hat er ein bisschen mehr Sicherheitsabstand gehalten. Fällt aber wirklich nur mir auf, wenn ich genau schaue. Die 20 gr weniger sind zu vernächlässigen. Daher denke ich nicht, dass die Brust schwerer wird. Oder kann es mit zumindest nicht vorstellen. Spreche jetzt aber nur von A/B Körbchen.

  • Liebe Anne79,


    danke Dir vielmals. Merkst Du vom "Gewicht" einen Unterschied zu vorher? Ich frage mich, ob das Silikon vom Gewicht her mit dem normalen Brustgewebe vergleichbar ist. Du merkst schon, ich bin ziemlich nervös wegen der Sache. Bei mir soll auch über dem Brustmuskel verlegt werden. Das finde ich prinzipiell gut, habe aber etwas Angst, dass es zu schwer wird.

  • Hallo, frag nur alles was du Wissen möchtest. Also ich merke keinen Unterschied vom Gewicht her. Durch 2 Schwangerschaften mit Stillen war meine Brust sehr, sehr weich. Die jetzige ist auch weich aber sie erinnert mich von der Festigkeit her so, als ich 20 war.😅

  • Liebe Anne79,


    meine natürliche Brust ist recht dicht und leider auch zystisch. Daher konnte sich der Krebs auch gut verstecken. Warst Du nach der OP sehr angeschlagen? Ich habe gehört, die Brust senkt sich nach der OP ab und das täte weh. Wie war das bei Dir?