• Hallo Foris,

    es geht um Fatigue - damit habe ich nun seit meiner Erstdiagnose nach Chemo und Bestrahlung im Jahr 2005 zu kämpfen und es wird einfach nicht besser.


    Bei jedem Besuch bei Hausarzt oder Gyn spreche ich dieses Thema immer wieder an - und jeder zuckt nur die Schultern und meint "Damit müssen Sie leben!".


    Oder mir wird Sport empfohlen. Alles recht und gut - nur mir tut das einfach nicht gut! Denn der Erfolg war nicht mal gleich null, sondern im Negativbereich: Eine Stunde Nordic-Walking - danach für mindestens drei Stunden außer Gefecht vor lauter Müdigkeit. Und bitte nicht falsch verstehen: ich hab das nicht nur einen Tag lang gemacht, sondern durchaus mal drei Monate durchgehalten, aber ohne jeden Fortschritt zu machen.


    Habt Ihr vielleicht einen Tipp, was man tun könnte, um diese doofe Erschöpfung loszuwerden?


    Grüssles Saphira

    Mitglied des Moderatoren-Teams

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  • Hallo Saphira,
    das kenne ich von mir auch. Im Laufe der Zeit wurde es bei mir besser, aber ganz langsam. Meine Behandlung war 2006 und ich bin noch nicht so fit wie früher. Aber im Vergleich zu vor 2-3 Jahren hat sich doch einiges getan. Ein Rehaarzt erklärte uns, das eine Chemo sei wie ein Wirbelsturm in einem Wald: auch wenn er vorbei ist, bis die Schäden beseitigt sind, dauert es Jahre und Jahrzehnte. Aber es geht vorbei. Alles was wir brauen ist Geduld und nochmals Geduld - auch wenns oft schwer fällt.

  • Hallo zusammen,
    vielleicht ist es nicht nur die Auswirkung der Chemotherapie. Selbst das sog. Chemobrain ist wohl nach dieser Studie Krebs und Chemobrain oft gar nicht nur die Folge der Chemotherapie. Man fand kaum Unterschiede in den Beeinträchtigungen bei Krebspatienten mit oder ohne Chemotherapie. Die Forscher vermuten jetzt, dass der durch die Krankheit ausgelöste Stress eine wesentliche Rolle spielt. Vielleicht ist das bei der Fatique ähnlich? Und dann ist der Druck "Du musst Sport machen, andere besiegen ihre Krankheitsfolgen doch auch damit" vielleicht nicht unbedingt zielführend.
    Das kennen wir Krebspatienten ja alle, dass man den Gedanken an der Krankheit und die damit verbundenen Ängste einfach nicht aus den Kopf bekommt. Vielleicht ist hier ein Ansatzpunkt in dem wir versuchen möglichst viel in Richtung Stressabbau, Angstbewältigung, positives Denken trotz bedrohlicher Krankheit etc. etwas zu tun? Aber wie dem auch sei: Muschel hat bestimmt Recht - es ist ein langer Weg, der viel Geduld braucht.


    Liebe Grüße und alles Gute
    Paul

  • Hallo Muschel und Paul,


    Ihr habt sicher Recht mit Euren Gedanken zum Thema Fatigue ... aber ich mag halt nun mal gerne die Sofort-Lösung 8) .


    Das Wort Geduld erkläre ich nämlich jährlich (seit 2005, als alles begann), zu meinem persönlichen Unwort des Jahres - mit dieser Eigenschaft war ich schon vor meiner Erkrankung nicht gesegnet und so sehr man sich auch verändern mag, ungeduldig bin ich noch immer.


    Aber vielen Dank für Eure aufmunternden Worte, auch das tut schon mal gut.


    Viele Grüße



    Saphira

  • Hallo, ich bin zwar noch ziemlich neu im Kreis der Krebserkrankten (Diagnose und OP eines neuroendokrinen Tumors in der Leber im Januar 2013). Obwohl ich keine Chemo-Therapie, Bestrahlung o.ä. bekommen habe, ist meine Leistungsfähigkeit auch 6 Monate nach der OP immer noch stark eingeschränkt. In der Reha-Klinik konnte nicht wirklich geklärt werden, ob ich ein Fatigue-Syndrom habe, oder ob meine Erschöpfung noch andere Ursachen hat. Jedenfalls habe ich mir das (kostenlose) Heft mit der DVD "Fitness trotz Fatigue" bei der Deutschen Fatigue Gesellschaft bestellt, und dies gefällt mir ziemlich gut. Für mich ist ne ganze Stunde Nordic Walking auch viel zu viel. Ich bin froh, wenn ich ne halbe Stunde schaffe. Ich packe dazu meine Stöcke ins Auto und fahre zu einem Sportplatz, wo abends nichts mehr los ist. Dort drehe ich dann meine Nordic-Walking-Runden. Und wenn ich schon nach 20 Minuten völlig k.o. bin, kann ich schnell wieder ins Auto steigen, nach Hause fahren und mich ins Bett legen. Bei Regenwetter - oder wenn ich aus anderen Gründen nicht die Kurve kriege, rauszugehen- mache ich vor meinem PC ein paar Übungen von der DVD "Fitness trotz Fatigue". In dem Begleitheft gibt es einen Plan, wo man jeden Tag ankreuzen kann, was man gemacht hat. Und das muss gar nicht viel und auch gar nicht lange sein.


    Ob dieses Fitness-Programm hilft, kann ich allerdings noch nicht sagen. Ich bin erst seit zwei Wochen von der Reha wieder zu Hause. In der Reha-Klinik hatte ich drei Wochen lang täglich ein bis zwei Sport-Veranstaltungen auf dem Programm - jeweils nur 25 Minuten. Und das habe ich tatsächlich durchgehalten, auch wenn's super anstrengend war. Die erste Woche zu Hause hab' ich dann erstmal versucht, mich von der Reha zu erholen und außer meiner Wasser-Gymnastik-Gruppe für Krebspatienten ein paar Tage "Sport-Pause" eingelegt. Doch jetzt bin ich mit der DVD-Gymnastik und den Nordic-Walking-Stöcken fast täglich in Bewegung. Die Ärzte in der Reha-Klinik haben mir erklärt, dass dies die einzige Möglichkeit ist, um die Erschöpfung zu bessern. Ich hoffe sehr, dass ich dann zum Beginn des neuen Schuljahres im September 2013 wieder arbeitsfähig bin.

  • Hallo Gabi_S,
    ich habe vor einem Jahr meine OP gehabt und hatte sehr lange mit der Müdigkeit zu kämpfen gehabt, teilweise heute noch, aber ich halte schon etwas länger durch und schlafe nicht mehr überall ein.


    Ich habe zwar Sport gemacht, mache ich auch noch heute, ( Schwimmen und Walken) aber davon wurde/werde ich nur noch müder, ich lege mich dann für ein paar Minuten hin und dann geht es ,einigermaßen.
    Ich mußte erst lernen das der Körper auch Ruhepausen braucht .
    Es braucht seine Zeit um wieder im Gleichgewicht zu sein und ich wünsche dir alles gute und
    das es alles so klappt wie du dir es vorstellst.


    Liebe Grüße aus HH
    Michi

  • Saphira,
    ich kann deinen Frust verstehen! Auch ich gehöre nicht zu den geduldigsten Menschen und war vor dem blöden Krebs ein sehr aktiver Mensch.
    Wenn ich höre, das Sport vor Krebs schütz und leichter Sport bei Fatique hilft, kriege ich regelmäßig einen Schreikrampf (sorry). Unter diesen Umständen hätte ich nie Brustkrebs bekommen dürfen. Und nach der Anschlußreha, in der ich brav, trotz der Schmerzen, alles mitgemacht habe, nie in ein solches seelisches Loch samt Erschöpfung hätte fallen dürfen.
    Ich denke, diese Empfehlungen zeigen ein Stück weit die Hilflosigkeit der Ärzte. :read:
    Es mag vielleicht einigen Patienten helfen, davon gehört habe ich allerdings noch nichts. ?(
    Ich habe seid 2008 damit zu kämpfen. Tatsächlich geholfen hat mir eine phsychoonkologische Gesprächstherapie, in der ich meinen Zorn, Frust und meine Angst abbauen kann und in denen ich Meditationen lerne mit denen ich mir etwas Energie sowie Trost geben kann.
    Außerdem wurde ich zur Schmerzambulanz geschickt. Ich bekomme Schmerzmittel zur Nacht, damit ich ohne Beschwerden liegen und damit auch schlafen kann. Ich habe ein Schmerzmittel für den Kopf, denn die Kopfschmerzen zerlegen mich sonst völlig. Diese Schmerzen bekomme ich, wenn ich mehrere Tage hintereinander etwas tue, sei es Unkraut jäten, Hausputz oder auch nur 3 Termine in der Woche habe. In den Jahren der Krankheit habe ich mich viel draußen bewegt, ob im Garten (Garten ist mein Hobby) oder Spazieren gehen. Es hätte besser werden müssen, wird es aber nicht. Erst jetzt über die Gesprächstherapie und die Schmerzmittel fühle ich zeitweise eine Erleichterung.
    Aber nach wie vor brauche ich etwa 3x so viel Zeit zur Erholung als die Anstrengung gedauert hat.
    Liebe Saphira, gehe nach deinem Gefühl. Gönne dir schöne Sachen und Momente......und wechsel den Arzt, wenn er nicht auf deine Beschwerden eingeht. Du bist krank und nicht er.
    Liebe Grüße,
    Karin

  • Hallo Heidschnucke,


    willkommen hier im Forum.


    Du sprichst mir aus der Seele!


    "Sport schützt vor Krebs"; hier meldet sich das schlechte Gewissen: "Hätte ich doch nur (mehr?) Sport getrieben..... :evil: Mit der "gesunden" Ernährung verhält es sich ja ähnlich. "Gesund ernähren" ist immer relativ; demnach dürfte ich auch nicht erkrankt sein .


    Ja, man könnte fast schon Mitleid mit den Ärzten bekommen -woran liegt es, daß sie in manchen Dingen so hilfslos sind? Vielleicht ist das Thema "Fatigue" und andere Nebenwirkungen bzw. Spätfolgen der Erkrankung und dessen Therapien noch nicht so bekannt und es werden hierüber keine ausreichenden Informationen gesammelt - ich weiß es nicht.


    Manchmal habe ich das Gefühl, daß man nach diesen 5 Jahren (ich kann es schon nicht mehr hören) ja als "geheilt" gilt und es kann nicht sein, was nicht sein darf. Manche Ärzte sind der Auffassung, daß nach ein paar Jahren (6 oder 7) keine Spätfolgen mehr möglich sind; man kann es aber immer wieder nachlesen.


    "Damit müssen Sie leben" habe ich zwar nicht wörtlich gesagt bekommen, aber keine Antwort ist auch eine......


    Dir wünsche ich, daß die Schmerzen bald in den Griff zu bekommen sind und es Dir wieder gut geht...


    LG
    TochterT

  • Hi Tochter T,


    ich habe eben auf der Seite der Fatigue Gesellschaft herumgestöbert. Die sprechen von 80% der Krebskranken, die nach der Behandlung unter der Erschöpfung leiden.Die Hälfte von ihnen bleiben darin stecken und können auch nicht wieder ins Berufsleben zurück. Erschreckende Zahlen finde ich. Ein Bericht eines Betroffenen ist darin, der versucht mit Ritalin gegen die Fatigue vorzugehen.
    Und wenn ich an die Ernährungsempfehlungen der Krebsgesellschaft denke, werde ich rebellisch. Vielleicht werde ich ja wieder gesund, wenn ich das rauchen und das saufen anfange. Wenn es nach deren Empfehlungen geht, dürften ganz viele Frauen nicht krank sein. :D
    Was ich jetzt versuche ist, auf Nahrungsmittel ohne Plastikverpackung umzusteigen. Aus dem Plastik gehen ja sogenannte Weichmacher in die Nahrung über. Diese Weichmacher sollen wie Östrogen im Körper wirken (Berichte von Arte: Unser täglich Gift" oder NdR: "Markt im Dritten"). Wie können denn die Östrogenhemmer, ordentlich wirken, wenn ich mir die Östrogene über die Nahrungsverpackung zu mir nehme?! :thumbdown:


    Ganz liebe Grüße,
    Karin

  • Hallo Gabi:S!


    Danke ersteinmal für den Hinweis.


    Bei mir sind die Therapien noch nicht allzulange vorbei. Ich leide auch immernoch unter extremer Müdigkeit und vor allem Schwäche.
    Vor meiner Krebserkrankung habei sport getrieben, dreimal die Woche, schwimmen walken und Gymnastik, die es ins sich hatte.
    Auch mit der gesunden Ernährung hatte und habe ich es. Aber es hat mich auch nicht vor einem Krebsleiden bewahrt.


    Jetzt fällt es mir auch sehr schwer, zu gesunder Bewegung zu finden.
    ich gehe viel spazieren und schwimmen. Zur Gymnastik muss ich mich durchringen.
    ich bin dann immer so geschafft und der Tag ist gelaufen.
    Ein Lösung weiß ich auch nicht.


    Das mit den Verpackungen muss ich mir allerdings hinter die Ohren schreiben.


    Nachdenkliche Grüße


    Gabriele
    Also Schluss damit.

  • Hallo Saphira,


    Sport ist auch nicht mein Fall, höchstens noch Walking und Entspannungsübungen, Qi Gong, Jacobson und so. Einfach etwas, was nicht so anstrengend ist, sonst bin ich erst recht fertig. Ich denke, es hilft, etwas zu finden, was einem gut tut und sich da nicht noch Stress und Druck zu machen.


    Ich habe auch gehört, dass es noch dauert, bis das besser wird mit der Fatigue. Im Sommer geht es mir eh immer viel besser als im Winter. Leider braucht man viel Geduld, die Warterei ist anstrengend.


    Die Eierstöcke habe ich mir prophylaktisch entfernen lassen. Zusätzlich nehme ich noch Tamoxifen und damit fühle ich mich meistens ziemlich sicher. Ich bin echt froh, dass ich beides hab, die OP und die Medizin. Mein Tumor war hormonabhängig.


    LG
    Magnolia

  • Hallo :) meine Therapie war im Juni 2013 beendet. Und auch ich fühle mich schlapp und manchmal auch lustlos. Oft höre ich du siehst doch gut aus, das wird schon wieder. Und wenn ich das Thema beim Arzt anspreche, hat man mir gesagt das hätte andere Ursachen...? Da fühl ich mich dann schon unverstanden. Vor der Erkrankung war ich Freizeitreiter. Das geht jetzt nicht mehr ;( doch ich halte mich mit Nordic Walking beweglich. Da bin ich dann draußen und das tut mir gut. Mal eine halbe oder eine ganze Stunde, je nach Stimmung und in meinem Tempo. Jetzt habe ich Reha Sport beantragt, ich möchte einfach mehr für mich tun. LG Pferdefreundin

  • Wenn ich Eure Beiträge so lese, erkenne ich mich absolut wieder.


    Meine letzte Chemo hatte ich im Dezember 2011, danach kam die OP und dann die Bestrahlung. Danach war ich kaputt, aber ich merkte wie es langsam besser wurde. Mein größter Wunsch war es dann, wieder eine Arbeit zu finden. Ich habe dann in einem Schmuckgeschäft angefangen und war mit viel Freude dabei. Aufgrund einer Geschäftsvergrößerung mußte ich voll arbeiten und ahb dann langsam gemerkt, wie meine Kräfte kleiner wurden.


    Im Januar hat mir mein Körper dann einen Zusammenbruch geschickt und ich habe gemerkt, wie es um meine Kraft wirklich bestellt war. Seitdem versuche ich, wieder etwas zu Kräften zu kommen. Ein kleiner Spaziergang macht mich momentan fertig, in meinem Garten kann ich nur ein bischen buddeln und muß mich immer wieder ausruhen. Könnte manchmal den ganzen Tag nur schlafen. Nun habe ich die Hoffnung, das es mit viel Geduld besser wird. Eine Konsequenz habe ich jedoch gezogen, ich habe meine Arbeit quittiert, es ging einfach nicht mehr.

  • So fühle ich mich auch noch nach 4 Jahren Jahren nach Beendigung der ganzen Therapien! X(


    Mein Gedächtnis ist insoweit im Eimer, dass ich mir vieles nicht mehr merken kann - quasi ein Gulli gleich hinter dem Ohr, in den das gesprochene Wort reinfällt und auf Nimmerwiedersehen verschwindet... Oder die liebe Mühe, mehrere Dinge auf einmal (z. B. ein Gespräch in der Gruppe) folgen zu können.


    Körperlich? Naja, es dauert - gefühlt eine Ewigkeit - bis ich meine Reserven wieder aufgefüllt habe. Nach einem arbeitsreichen Gartentag legte man sich vor der Erkrankung einfach beizeiten nieder und wachte am andern Tag fit wieder auf. Jetzt hängt mir der Spaten noch zwei, drei Tage im Gebälk... Es ist nicht wirklich prikelnd, wenn man nach dem Staubsaugen oder Fensterputzen schnauft wie ein Rudel Igel und merkt, wie die Energie schwindet. Wobei dies ja nicht das so große Problem wäre, wenn ich denn nur wüßte, wie ich meinen körperlichen und geistigen Akku wieder effektiv aufladen kann.


    Hier bin ich für alle möglichen Tipps dankbar! Ich lebe ja nun wirklich nicht auf der Überholspur und gönne mir viele Pausen.


    LG!


    Christine

  • Auch bei mir hat sich vieles verändert. Das Gedächtnis ist nicht mehr das, was es einmal war. Es hat stark nach gelassen - was das merken an geht. Auch Training hilft da nicht weiter. Multitasking.....das ist für mich ein Fremdwort geworden :( Stress resistent bin ich überhaupt nicht mehr.


    Auch die Nebenwirkungen der PNP wollen nach mittlerweile 2 Jahren nicht verschwinden. Am schlimmsten ist es an den Füßen....und ich habe Tage dabei wo ich mich kaum fort bewegen kann. Denn es ist nicht nur das Kribbeln der Zehen....das eingeschlafene Gefühl....sondern ich habe auch Schmerzen in der Fußmitte...als würde ich mich auf der Kante eines Holzscheites fort bewegen. Von meinen Gelenksschmerzen usw will ich jetzt mal gar nicht anfangen.


    Körperlich, bin ich sehr schnell erschöpft....oder mir ist alles gleich zu viel. Bei Anstrengungen brauche ich Stunden bis Tage bis alles wieder einigermaßen normal ist - für mich normal! Kugel hat das sehr schön formuliert ....da kann ich mich nur anschliessen.


    Und was ich noch fest gestellt habe, dass ich Sprachschwierigkeiten habe. Die Wörter wollen einfach nicht so raus wie ich will, manchmal habe ich das Gefühl....dass meine Zunge irgendwie im Wege steht. Seltsamerweise ist es extremer, wenn ich telefoniere....oder liege. X(


    Seltsamerweise, haben sich die Nebenwirkungen auch nicht während der Chemo ergeben...sondern sind erst so nach und nach gekommen. 2012 hatte ich 9x Chemo, Brusterhaltende OP mit Entfernung der rechten Lymphknoten, 33 Bestrahlungen beidseitig, Antikörpertherapie (1 1/4 Jahre) und jetzt noch die Antihormontherapie. Seit einem Jahr trage ich auch ein Kompressionsstrumpfhose sowie Armstrümpfe, die Lymphe hat einfach einen Knacks weg bekommen.


    Aber, man hofft ja weiter - sieht positiv in die Zukunft!


    In diesem Sinne,wünsche ich euch allen alles Gute - mit möglichst wenig Nebenwirkungen


    lg. zuckerbuemmel :thumbsup:

  • Ja mit den Nebenwirkungen habe ich nach einem Jahr auch ganz schön zu kämpfen.
    Erst eben wieder, als ich in der Wohnung etwas umgeräumt habe und gesaugt, bin ich wie geduscht.


    Die kleinsten Anstrengungen lässen mich sofort in massigen Schweiß ausbrechen, was soll das werden wenn ich wieder arbeiten
    gehe. Bis jetzt habe ich noch keinen neuen Job, aber wenn ich mir vorstelle, ich sitze vielleicht an der Kasse und mir rinnt de
    Schweiß vom Gesicht und es tropft vielleicht auch noch auf die Ware von den Kunden. :hot:


    Die Vorstellung bringt mich schon zum Schwitzen oder ich berate eine Kundin und mein Sachen sind dann klatsch nass.
    Lange stehen bereite mir auch noch Schwierigkeiten, das Kreuz und die Füsse schmerzen dann so heftig, das dass auch wieder
    Schweißausbrüche auslöst.


    Vom Gedächtnis ganz zu schweigen wie Zuckerbümmel schon erwähnte, Mulitasting was war das nochmal, auch in Gesprächen merke
    ich das mir die Wörte teilweise fehlen und auch die grammatische Ausdrücksweise lässt manchmal zu wünschen übrig. :wacko:


    Das nächtliche Schlafen gestaltet sich auch schwierig, kennt ihr das wenn ihr net mehr wisst wie ihr liegen sollt, weil dieBeine und
    der Rücken net mehr weiss, wie er liegen soll, weil alles so unruhig ist. Und durchschlafen was ist das ;(


    Auch wenn die Nebenwirkungen teils sehr belastend sind, ich versuche mich zu arragieren,Hauptsache ich bleibe gesund.
    Wünsche Allen einen Nebenwirkungsarmen Dienstag.

  • @strandnixe.....das mit dem schlafen kenne ich auch....durchschlafen ist nicht mehr! und da helfen auch keine pillen - seltsamerweise. alles schon aus probiert! das Problem mit dem schwitzen habe ich auch, allerdings nur kopfschwitzen. nur, das hatte ich auch schon, bevor ich wusste...dass da ein krebslein in mir rum schwirrt. es halt nur noch heftiger geworden! im Moment in der versuchsphase mit Tabletten .....wieder mal X(



    -alles wird gut-



    lg zuckerbuemmel :thumbsup:

  • OH je warum erkenne ich mich wieder in eure Beschreibungen?
    Die Chemo ist erst seit den 19.06 vorbei aber die NW werden jeden Tag schlimmer oder fast jeden Tag. Morgens komme ich ganz schwer die Treppe runter,
    beim spazierengehen komme ich langsamer voran, und dann das Gedächtnis ?( ....... Das Kribbeln an den Füssen wird auch nicht besser.....
    Und ich möchte Ende des Jahres wieder arbeiten...!!! Na dann..... :sleeping:
    LG Mimi

    Zitat

    Amor vincit omnia (Liebe besiegt alles)

  • Hallo ihr Lieben,


    Geduld ist wohl gefragt ;(
    Ich arbeite seit Mai wieder 30%, aber es ist sehr anstrengend! mein Arzt meinte ich sollte langsam wieder erhöhen :hot:
    aber es geht leider nicht. Es strengt zu sehr an.
    Jetzt hat er noch August bewilligt.
    Heute überlege ich immer ob sich etwas lohnt für mich und ob ich die Kraft dazu habe oder ob ich lieber zuhause bleibe.
    Das kannte ich doch nicht von mir.....
    Früher konnte ich doch auch hin und her und hin und her .
    Das geht nicht mehr, aber die Hoffnung bleibt 8o
    liebe Grüsse
    Doris