• Ich glaube, micht hat es auch mit Fatigue erwischt. Ich habe jetzt 4 EC, 6 Paclis und zwei Carboplatin intus.

    Ich leide schon die ganze Zeit an starkem Leistungsverlust. Zwischendurch gab es durchaus auch gute Zeiten. Aber es wird immer weniger, ich werde immer weniger. Wenn ich mich ruhig verhalte, habe ich meistens keine Schmerzen und keine Übelkeit und dann kommt meine Seele klar.


    Inzwischen schaffe ich kaum kleinste Dinge im Haushalt. Einmal Keller und Wäsche in die Maschine, nichts geht mehr. Es wird immer schlechter. Seit drei Wochen keine noch so kleine Gassirunde. Und das macht mir ziemliche Angst.


    Der Vertretungsonkologe, meiner ist grad in Urlaub, sprach von Fatigue. Das ist ja mal wieder so eine richtig "tolle" "Krankheit". Eine Sache mit Annehmen, damit leben etc. Ähnliches habe ich schon so oft wegen Migräne gehört. Wenn die Ärzte/Therapeuten nicht mehr weiter wussten.


    Gibt es Hoffnung? Wird es besser? Ich habe noch 6 Paclis und zwei Carbos vor mir. Mich gruselt.

  • Ja, es wird besser, mit regelmäßiger Bewegung. Man muss allerdings am Ball bleiben. Bei einigen bildet sich das Fatiguesyndrom komplett zurück, bei anderen wird es chronisch. Jedoch dauert es, bis es weggeht. Leider habe ich keine besseren Infos für dich.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Guten Morgen.Dieses Fatigutsyndom kann besser werden ,leider aber auch nicht .Die Medizin hat da auch noch kein richtiges Rezept dafür.Es gibt da Bücher und Broschüren .Sie liegen auch oft in Krankenhaus aus ,oder Chemopraxen .Bewegung hilft oft ,kommt aber auch darauf an wie stark es ausgeprägt ist .lg Lissy

  • Ich habe es noch nicht, kenne aber eine ähnliche Problematik unter PTBS. Ich bin zur schlimmsten Zeit selbst unterwegs beim Spazieren quasi im gehen eingepennt und lag 24h nur rum.


    Was mir geholfen hat, waren ausgerechnet die Tipps eines Knderpsychologen. Da sollte eigentlich meine Tochter hin, in Ermangelung von Therapeuten für mich, hatte er mir angeboten erstmal zu ihm zu kommen. Ich werde ihm glaube ich ewig dankbar sein.....


    a) die Müdigkeit und die Leistungstiefs nicht Annehmen, sondern als vorübergehende Erscheinung akzeptieren. Der Körper/Geist/Seele arbeitet gerade auf Hochtouren. Da ist sind dann keine Ressourcen für "unnötigen" Alltagskram.

    Was man tatsächlich akzeptieren sollte, ist das Körper gerade andere Bedürfnisse hat. Nämlich schlich " sich selber" und nicht "andere". Die meisten versuchen gegen die Müdigkeit anzukämpfen und ignorieren dabei ihren Körper. Das macht die Sache eher noch schlimmer.


    b) Plane dir feste Ruhezeiten. Anfangs durchaus mehrmals täglich im Bett. Die solltest du auch erstmal beibehalten, wenn du sie gefühlt nicht mehr brauchst. Dann kannst du sie bis auf eine kurzes Mittagsschläfchen ( das kann man jahrelang beibehalten) langsam reduzieren.


    c) Versuche langsam aufbauend mehrmals täglich Bewegung einzubauen. Am einfachsten ist das, wenn man gleich morgens nach dem aufstehen eine Runde einbaut.


    d) Yoga hilft auch hier


    e) Viel Geduld. Es kann tatsächlich Monate oder Jahre dauern, bis man wieder einigermaßen belastbar ist.

  • Danke Euch.


    Ich versuche wann immer es geht mich zu bewegen. Es wird immer mühsamer. Bettlägrig bin ich nicht. Ein Mittagsschläfchen gehört schon seit Jahren zu meinem Alltag.


    Nachmittags geht fast gar nichts mehr. Kürzlich hatte ich einen riesigen Apetit auf Flümmchen und die liegen im Keller. Ich habe solange gewartet, bis mein Mann von der Gassirunde wieder da war, um sie mir aus dem Keller zu holen.


    Ich fühle mich wie ne alte Omma.


    Zitat

    die Müdigkeit und die Leistungstiefs nicht Annehmen, sondern als vorübergehende Erscheinung akzeptieren. Der Körper/Geist/Seele arbeitet gerade auf Hochtouren. Da ist sind dann keine Ressourcen für "unnötigen" Alltagskram.

    Was man tatsächlich akzeptieren sollte, ist das Körper gerade andere Bedürfnisse hat. Nämlich schlich " sich selber" und nicht "andere". Die meisten versuchen gegen die Müdigkeit anzukämpfen und ignorieren dabei ihren Körper. Das macht die Sache eher noch schlimmer.


    Danke dafür.


    Hoffen wir mal, es wird nicht noch schlimmer.

  • Nachmittags geht fast gar nichts mehr.

    Dann plane doch nachmittags einfach noch ein Nachmittagsschläfchen ein.


    Mein Psychologe hat mir das so erklärt:

    Total fertig und zu nichts zu gebrauchen sind sie so oder so. Also können sie auch auch Stündchen schlafen.

    Wichtig ist nur, dass sie das quasi dem Körper anbieten (bzw. vorschreiben) und damit auch wieder ein Stück Selbstkontrolle bekommen.

    Es ändert einfach psychisch etwas und der Körper bekommt eher das Gefühl das man ihn wahrnimmt.


    Wenn es ganz arg schlimm ist, mach es umgekehrt. Bleib tatsächlich mal einige Wochen überwiegend im Bett und streue immer mal wieder 5 Minuten Bewegung ein. Das kann der Toilettengang oder auch der Weg zum Fernsehsessel sein. Die Bewegungszeiten dann alle zwei Tage um 5 Minuten erhöhen. Oder alle zwei Tage eine 5 Minuteneinheit mehr einlegen.


    Ich weiß das das in einer Gesellschaft die nur aus Hochleistungsmenschen zu bestehen scheint extrem schwierig ist. Zumal man ja selber dazu gehört hat und quasi sehr viel nebenbei gewuppt hat. Aber davon muss man sich tatsächlich erstmal abkopplen und tatsächlich nur sich selber sehen. Klingt einfach, ist aber extrem schwierig.