Mikrokalk gefährlich???

  • Liebe Sumsi84 ,


    Erfahrungen habe ich damit nicht, aber es ist wohl so: mit der Nadel geht es genauer und 'besser', aber langsamer und damit teurer. Deswegen wird das heute nicht mehr so oft gemacht. Ich habe vorher noch überlegt, ob ich einen auf Psycho mache und darauf bestehe habe mich dann doch der Norm unterzogen.


    Es sollte jemand tun, der Erfahrungen hat, und genau, erstmal ist das nur eine Vorstufe.


    Ich drück dir alle Daumen!!!


    LG


    Sonnenglanz

  • Hallo Sumsi84,

    ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass für die Ärzte die Vorstufe von Krebs fast nichts ist. Kann man verstehen, denn sie sehen ja ständig Patientinnen mit deutlich schlechteren Prognosen. Selbst als mir der Arzt die Mastektomie "verkaufen" musste, hat er gemeint, ich sei damit "gut bedient". Sollte wohl ein Trost sein, denn die Vorstufe ist heilbar, empfand ich damals aber eher als zynisch. Die Narbe für die Brustvergrößerung hast Du in Kauf genommen und da ging es nicht um Dein Leben. Die Stanzbiopsie macht übrigens auch eine Narbe, wenn auch eine kleinere als 2 cm. Sie war bei mir monatelang ein harter Knubbel und hat mich mehr gestört als die OP-Narbe. Man sieht auch nach einem Jahr noch einen dunklen Fleck.

    Kopf hoch! Du schaffst das und die Narben legen Zeugnis ab für Deine Stärke!

  • Ich habe Angst das der kleine 5mm Knoten böse ist! Es geht mir seit letzten Dienstag schlecht! Ich kann nicht mehr schlafen, geschweige essen! Jedoch bin ich froh weil ich heute endlich meine Regel bekommen habe! Im Mai hatte ich eine Ausscharbung und seitdem habe ich immer auf meine Regel gewartet! Vielleicht war diese Struktur die im Ultraschall zu sehen war genau deshalb da? Weil meine Regel im Anmarsch war? Ich bin so verzweifelt!

  • Ach Liebes, das ist ja auch furchtbar und es ist ja auch nicht wirklich vorwärts gegangen.


    Trotzdem, die meisten Veränderungen in der Brust sind gutartig. Versuche dich abzulenken, so gut es geht. Bevor du nicht genau bescheid weißt, ist alles möglich. Auch das Gute.


    Ja, das kann auch hormonell bedingt sein.


    Nur wissen wir es nicht.


    Ich drück die Daumen.


    Alles Gute für dich.


    :hug:


    Sonnenglanz

  • Danke Sonnenglanz das ist sehr aufbauend! Irgendwie scheint 2018 so gar nicht mein Jahr zu sein! Alles etwas zu viel für mich 😅 aber ich will versuchen nicht weiter rumzujammern! Jede einzelne Frau hier durchleidet oder durchlitt die Hölle auf Erden! Niemand, wirklich niemand sollte sowas durchmachen müssen!

  • Liebe Sumsi84 ,


    nein, auf keinen Fall, aber auch andere Krankheiten sind ätzend, z. B. MS oder Parkinson. Oder Mukoviszidose.


    Und Brustkrebs ist gut behandelbar. Das ist inzwischen wirklich richtig gut. Das muss man sich, falls es einen erwischt hat, auch vor Augen führen.


    Trotzdrn: Lenk dich ab. Genaues weisst du erst, wenn der pathologische Bericht vorliegt.


    Die Daumen sind weiter gedrückt.


    LG


    Sonnenglanz

  • So nun war ich gestern zum Op Gespräch da! Der Plan ist jetzt das ca. 1,5cm operativ entfernt werden! In den 1,5 cm ist auch der Sicherheitsabstand und das gesunde Gewebe gemeint! Er meinte er würde von einem gutartigen Tumor hier sprechen! Aber 3-4 Tage müsste man dem Pathologen noch Zeit geben!

    Jetzt habe ich so häufig gelesen das die Gefahr besteht Krebszellen bei solch einem Eingriff zu verschleppen! Erst war ich gestern erleichtert weil ich dachte super, raus damit und ich bin und bleibe gesund... aber nun macht es mir doch Angst wenn es nicht gutartig ist wie er vermutet... 😢 weiß jemand evtl. mehr dazu?

  • Liebe Sumsi84 ,


    Das klingt erst einmal ziemlich gut. Mir hatten sie vor der OP schon gesagt, dass es keine andere Diagnose als bösartig geben würde. Obwohl mein Tumor nicht mehr ganz klein war, sieht es trotzdem für mich ganz gut aus. Also wirklich abwarten und das Beste hoffen. Lieber wäre es mir auch anders gewesen.


    Das Risiko, bei so einem Eingriff Zellen zu verschleppen, ist ganz ganz ganz extrem gering. Auch beim Stanzen. Das hat mir auch Sorge gemacht und ein kleines Minirisiko gibt es, wie so oft. Ich habe mich natürlich gefragt, warum es so mini mini mini ist. Das liegt daran dass während des Eingriffs gleich die Gefäße mit verödet werden. Noch bevor irgendeine Zelle irgendwohin rutschen kann, ist das Gewebe für sie schon abgeriegelt und bleibt im Teil des Gewebes Gewebe, das entfernt wird. No exit but out of yourself. Deswegen verliert man auch so wenig Blut.


    Und weil die Ärzte es genau wissen wollen, testen sie schon während des Eingriffs, ob es überhaupt bösartig ist und falls ja, wie gut der Schnittrand ist. Du verlässt den OP Saal mit bestmöglichem Ergebnis. Das wird, falls bösartig, dann nochmal ganz genau überprüft.


    Die Warterei ist ätzend und wird dir leider nicht erspart bleiben. Ablenkung ist wirklich das Beste.


    Ich habe viel mit Gedankenreisen nach Simonton gearbeitet und mir z. B. Auch vorgestellt, wie mein Körper gegen den Krebs vorgeht, so dass ich wieder gesund werden kann. Im Moment brauche ich das nicht so, aber in meiner Phantasie war ich immer auch an fast allen Urlaubsorten, an denen ich in meinem Leben war, und habe mir vorgestellt, wie schön die Welt ist. Ich setze jetzt keinen link, wegen Werbung, aber Google führt dich zu seinen Büchern. Die Autorin von 'ich bin dann mal blond' schreibt, dass ihr das auch gut getan hat. Übrigens ein Buch, das ich absolut lesenswert finde, wahrscheinlich auch, wenn man einen gutartigen Tumor hat.


    Es geht aber auch alles andere, was dir Spaß macht, falls so etwas nicht dein Ding ist, vergiss es getrost.


    LG


    Und nur das Beste


    Sonnenglanz

  • Liebe Anne79 , da ist es wegen der Hochgeschwindigkeit (jet-Biopsie) ziemlich ausgeschlossen. Der blaue Fleck kommt wahrscheinlich durch das Legen der Führungskanüle oder wie das Ding heißt.


    Man schiebt ja erst ein dickeres 'Ding' nah an den Tumor und daraus schnellt dann das Messerchen, das so blitzschnell und scharf schneidet, dass keine Blutung entstehen sollte.


    Das bedeut, der blaue Fleck entsteht da, wo gar kein Tumor ist.


    Das Ergebnis ist natürlich abhängig von der Erfahrung und Präzision des Radiologen, der das macht. Bei mir hat der Radiologe das jedenfalls durchgeführt und ich glaube, ich hatte ein Riesen Glück, der ist sehr erfahren gewesen und menschlich ein Schatz, der hat mir Vertrauen gegeben und mir von Anfang an Hoffnung statt Verzweiflung gegeben. Aber lieber n'en Stinkstiefel, der es gut ausführt... Deswegen geht man ja in diese Spezialkliniken, damit das statistisch gut läuft.


    Es gab Untersuchungen dazu, ob Zellen dabei verschleppt wurden und es konnte keine Verschleppung nachgewiesen werden. Trotzdem wird es ganz ganz selten mal passieren, es gibt nix ohne Ausnahmen.


    LG


    Sonnenglanz

  • Liebe Sonnenglanz ,


    ich danke dir für deine immer wieder aufbauenden Worte! Wenn ich dich lese, fühle ich mich gut! Du bist so optimistisch und strahlst durch dein Schreiben Ruhe aus! Es ist toll wie du einem Dinge erklärst und näher erläuterst! Danke für deine Mühe und bitte bitte noch mehr Buchtipps! Ich werde mir das Buch gleich über Google ausspucken lassen! Herzlichen Dank 💕

  • Sumsi84 , Puenktchen ,


    meine Diagnose ist relativ gut für den Mist, da fällt es relativ leicht, optimistisch zu sein. Ausserdem erkenne ich den wahnsinnigen Fortschritt in der Behandlung. Natürlich wäre gesund schöner... Und ganz klar, ich habe auch meine Koller und Tiefs.


    Aber irgendwie kann es auch gut gehen, hoffentlich. Und darauf vertraue ich irgendwie. Meistens. Und hoffe, dass das so bleibt.


    Ich wünsche euch ganz viel Optimismus. Jeder halbwegs gute Tag ist eine Bereicherung.


    LG


    Sonnenglanz

  • Ich bin auch unheimlich dankbar, dass mein Radiologe das rechtzeitig gesehen hat und ich um Chemo und Bestrahlung drumherm gekommen bin. Bei der großen erblichen Vorbelastung ohne genetisch nachweisbarer Mutation, habe ich mich entschlossen eine beidseitige Mastektomie mit Silikonaufbau machen zu lassen. Es war ein schwerer Kampf mit der Krankenkasse, aber penetrante Hartnäckigkeit hat sich gelohnt und ich musste nichts dazu bezahlen. 😉

    Nach den Komplikationen und Implantatwechsel bin ich jetzt froh über das schöne Ergebnis und die Hoffnung sagen zu können "ich hatte mal Krebs"

    Endlich Regen und Frischluftgrüße Pünktchen 🐞

  • Liebe Sonnenglanz ,

    leider läuft das nicht überall so, dass im op Saal bereits geprüft wird, ob im gesunden entfernt. Meist erfährt man das erst zur Befund Besprechung ca. 2 Wochen nach Op und wenn nicht im gesunden, dann wird halt nochmal geschnitten. Ich hatte an einer Stelle nur 0.4 mm im gesunden, aber es wurde entschieden, dass ich noch Bestrahlung bekomme und deshalb haben sie nich mehr nachgeschnitten. Das macht mir schon etwas Bauchschmerzen, aber man sollte ja den Ärzten vertrauen. Das mit dem veröden während der op ist auch so ne sache:/. Ich lag 5 Std. Nach der Op wieder auf dem Tisch, wegen starker Nachblutungen. ...da wurde nochmal verödet. Also könnten sich da, wenn noch was vorhanden gewesen sein sollte, eventuell böse Zellen auf den weg gemacht haben? <X Ich hoffe ja das alles rausgeschnitten wurde.

    L.g. Amy48:hug:

  • Liebe Amy48


    ja, es hätte bei mir auch sein können, dass es nochmal hätte aufgeschnitten werden können / müssen, weil diese 'Schnellschnitte' im OP gut aber nicht ganz präzise sind. Deswegen wird es nochmal genau in der Pathologie angesehen.


    Irgendeinen Grund müssen die Ärzte ja haben, dass sie für dich so entschieden haben. Es kommt ganz darauf an, wo es geblutet hat. Sie schneiden ja mit verschiedenen 'Messern', die ganz unterschiedlich funktionieren. Zunächst geht es mit einem Skalpell, dann mit einem elektrischen Messer, das beim Schneiden die Gefäße verödet. Wahrscheinlich hat es bei dir im Skalpellschnitt geblutet. Wenn man versehentlich ein größeres Gefäß erwischt und nicht ganz gut genäht hat, kann das passieren. Auch bei kleineren Gefäßen... Eigentlich müsste das im OP Bericht stehen und wenn du den sehen möchtest, müssen sie ihn dir zeigen. Schön ist das nicht. Aber leider auch nicht ganz zu verhindern. Es bleibt nicht ganz ausgeschlossen, dass es im Tumor Bereich geblutet hat. Das müsstest du nachfragen. Ich halte das für unwahrscheinlich. Übrigens hat man mir von der Uniklinik abgeraten, weil man relativ häufiger von 'Anfängern' operiert wird. Es ist natürlich auch Erfahrungssache. Sicher ist :ohne OP sieht es viel schlechter aus .


    Bei mir wurde noch im OP nachgeschnitten, also wurde auch durch Krebszellen geschnitten. Da kann immer etwas passieren. Aber glücklicherweise eben extrem seltenst. Meine Ärzte hätten nochmal geschnitten, wäre es nötig gewesen. Mit der Gefahr, es nicht mehr brusterhaltend durchführen zu können. Der Tumor lag nah an der Haut. Hat er Kontakt zur Haut oder zur Brustwarze , muss die Brust ab. Ging grad nochmal gut.


    Chemo und Strahlentherapie und AHT müssen es richten, und abtöten, was so in uns herum schwirren kann. Es kann ja immer etwas schwirren, zumindest bei einem Lymphknoten Befall. Also sowieso, wer weiß schon, was nicht sowie so schon ohne OP auf dem Weg ist. Bei mir sagten die Ärzte nein, da ist wahrscheinlich noch nix unterwegs, der Gentest sagte, Obacht, mit dem Vieh ist nicht zu spaßen.


    Man hat den Tumor trotzdem ziemlich früh erwischt.


    Ich hoffe, ich konnte deine Sorgen etwas zerstreuen. Die Ärzte wollen schon das Beste für uns. Allermeistens jedenfalls.


    LG


    Sonnenglanz

  • Liebe Sonnenglanz ,

    das hast Du schön erklärt, man kann immer wieder dazu lernen. Ich hoffe und denke auch, dass ich noch gut davon gekommen bin, zumal ich ja auch keine Chemo brauchte. Zu einem Gentest konnte ich mich noch nicht durchringen, ich bin mir noch nicht im klaren ob ich das wissen will. Sollte ich Genträgerin sein müssten die Brüste irgendwann weg, das ist wieder ein massiver Eingriff. Diese Gentests müssten bei jedem schon vor op durchgeführt werden, es wird viel zu viel zu oft operiert. Das ist meine Meinung.

    L.g.Amy48