wie lange hilfsbedürftig nach op?

  • danke ihr seid sehr starke Frauen. Konnte mich nicht melden, da viel um die Ohren. Bei uns ist das halt so..ist Mama krank, muß jeder alles sein lassen und zu ihr ziehen. Und diejenige zuerst, die eh keine kinder und im Moment keinen job hat. Wenn nicht ist man dann eine undankbare Göre und wird mit Schuldzuweisungen und weiß der Geier belastet. ich fühle mich sehr in der Zwickmühle, sie nimmt mir die Luft zum Atmen. Z.b.. bin ich jetzt sehr undankbar, wenn ich sage es war so heiß und ich wollte zum ersten Mal heuer schwimmen gehen, durfte aber nicht. Weil es gibt ja zuhause viel zu tun(ihr Putzfimmel). By the way ich bin 40

  • Liebe Francesca,


    du bist nicht undankbar, wenn du auch mal an dich denkt, sonst hälst du nicht mehr lange durch. Da musst du auch mal stark sein, wenn du schon zu deiner Mutter gezogen bist, sag ihr Klipp und klar, dass du auch Zeit für dich brauchst.

  • liebe Francesca

    Bei mir ist es zwar nicht so wie bei dir

    aber meine Eltern haben sich auch immer bei mir eingemischt

    da war ich schon 43

    habe einen Sohn und bin in einer Beziehung

    die sie noch nie richtig akzeptiert haben

    ich habe da einen Schlussstrich gezogen und sie aus meinem Haus geschmissen

    das ist jetzt schon 2,5 Jahre her

    mit meiner Schwester hab ich auch keinen richtigen Kontakt mehr

    sie hält mehr zu unseren Eltern

    es war zwar hart aber seitdem geht es mir und meinem Partner viel viel besser

    hab ihnen meine zweite Erkrankung am Telefon mitgeteilt

    sie haben nur gemeint wenn ich sie brauchen würde muss ich mich melden

    weil sie von sich aus nicht kommen

    auch gut so

    ich hab meine Helfer und einen sehr toleranten Partner

    mein Sohn (jetzt 20) geht in seine Arbeit

    er lebt zwar noch bei uns ist aber immer unterwegs

    aber wenn ich ihn brauche hilft er auch

  • Liebe Franceska,

    ich kann Dir so nachfühlen. Meine Mutter scharrt auch gern ihre gesamte Familie um sich, wenn es ihr nicht gut geht, und wehe jemand fehlt oder kommt in ihren Augen zu spät. Im Gegenzug kann sie nicht begreifen, dass ich lieber allein bin, wenn es mir nicht gut geht. Als es mir am Anfang meiner Chemo nicht gut ging, war es noch o.k., dass sich meine Eltern so intensiv gekümmert haben (obwohl ich es nicht mag, wenn ständig jemand neben mir sitzt, wenn ich schlafe), aber jetzt geht es mir besser und ich möchte Dinge selbst machen, wenn ich es kann und nicht ständig hören "Du bist doch krank", "das kannst Du doch nicht", "Du sollst nicht so schwer tragen", ...

    Klammernde Eltern (egal in welche Richtung) sind nicht einfach. Ich glaube, ich kann den Satz "Mama ich bin kein Kleinkind, sondern eine erwachsene Frau kurz vor den Wechseljahren" mittlerweile runterbeten, wenn man mich nachts aus dem Tiefschlaf reisst. Klare Ansagen, liebe Kalinchen, werden entweder überhört oder führen zu Streitereien. Ein normales Gespräch ist nicht möglich "Du bist und bleibst unser Kind, egal wie alt Du bist. Punkt!". Vermutlich bleibt wirklich nur der Weg, den Manuela gegangen ist, doch den scheue ich, denn irgendwie sind sie doch Familie.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, Stärke und Mut, die Zeit durchzustehen. Da es ohnehin Stress gibt, egal, was Du machst, geh Schwimmen. Deine Mutter ist - wie Du den Rückmeldungen auf Deine Frage entnehmen kannst - nicht pflegebedürftig und braucht keine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Wenn Du nicht zu weit entfernt wohnst, schlafe in Deiner eigenen Wohnung und fahre stundenweise zu ihr. Dann ist vermutlich das Donnerwetter wenn Ihr Euch seht etwas größer, aber kürzer, als wenn sie rund um die Uhr an Dir rummäkelt.

    LG

    Heideblüte

  • Ihr Lieben,

    diesen Satz "Du bleibst immer unser Kind, egal wie alt du bist." kenne ich auch zur Genüge. Glücklicherweise leben meine Eltern so weit weg, dass man sich nur ab und zu besuchen kann. Nach einer Woche Rundumprogramm habe ich dann auch immer genug, aber auf diese Weise ist es erträglich. Es war eine meiner besten Entscheidungen, im Studium nach Norddeutschland zu ziehen, meine Eltern denken aber nach wie vor, sie hätten das verhindern sollen. Gut dass das nicht geklappt hat. ;)


    Liebe Heideblüte,

    ich kann dich gut verstehen, man möchte ja nicht den Kontakt mit der eigenen Familie abbrechen. Aber es stimmt, klare Ansagen und eigene Wünsche zählen nicht, normale Gespräche sind nicht möglich, und da ich Einzelkind bin, bin ich auch immer in der 2-gegen-1-Situation, die habe ich als Kind schon gehasst. Gegen zwei Elternteile konnte ich mich nicht wirklich durchsetzen.


    Liebe Franceska,

    ich denke so wie die anderen: du kannst dem Donnerwetter ohnehin nicht entgehen, du wirst es deiner Mutter sowieso nicht recht machen können. Also handle so, dass du damit zufrieden bist. Es ist dein Leben, und wenn deine Mutter das nicht akzeptieren kann, ist das in erster Linie ihr Problem und nicht deins. Natürlich kann man versuchen, darüber zu reden, aber wenn das nicht geht, musst du eine Lösung finden, die für dich akzeptabel ist.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Wie kann man als Mutter so egoistisch sein:/||

    Liebe Francesca,

    ich bin der gleichen Meinung , wie meine Vorschreiberinnen. Hilf deiner Mutter soweit, wie es für dich in Ordnung ist und sonst mach dein Ding. Ich wünsche dir viel Kraft.

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)

  • hallo, wollte mich nochmals bedanken. War sehr schön zum lesen. Mutti ist schon längst zuhause und war vom ersten Tag an schon mobil. Hätte ich so nicht gedacht. Eigentlich finde ich es süß, wenn Eltern einen so behüten und man sich wieder wohl behütet und als Kind fühlen darf. Sie machen sich halt Sorgen. Aber das will man sicher auch nicht lang mitmachen. Sie sind ja schon alt und bedürfen selber wohl Pflege und Liebe. Ach ist alles schwierig. Ich bewundere Kinder die sich abnabeln konnten und Eltern die nicht allzu sehr klammern. Aber das ganze wird Off Topic nun..