Bereits genehmigte Reha ablehnen

  • Hallo Ihr Lieben,

    ich wollte eigentlich mit einer Freundin (ebenfalls an Brustkrebs erkrankt) eine weitere Reha antreten. Alles bereits genehmigt und kein Problem.

    Jetzt hat sie mir erzählt, sie hätte es sich anders überlegt und will die Reha nicht antreten, da ihr das ihrer Meinung nach nichts bringt. Nun gut, das kann ich nicht ändern.

    Nun meine Frage dazu:

    Wenn sie zukünftig eine Reha benötigt (aus welchen Gründen auch immer!) könnte sie dann Probleme bekommen, weil sie diese hier trotz Genehmigung ablehnt?

    Vielen Dank für eure Rückmeldung und LG

    Mäusel

  • Ich würde ehrlich gesagt versuchen sie zu überreden doch zu gehen. Gerade weil auch mit Dir zusammen, wäre das doch auch eine schöne Zeit. Und wenn sie tatsächlich nicht will, wäre doch auch die Konsequenzen ihr Problem und nicht deines?


    Ansonsten die beste Antwort würdest du bzw sie wohl von der Rentenversicherung bzw Krankenversicherung bekommen, also einfach dort anrufen und fragen.

  • Liebe Mäusel,

    zum einen schließe ich mich Vael an: es ist nicht DEIN Problem. (wir sollten doch alle lernen, mehr an uns zu denken). Klar ist es blöd, wenn sie Dich nun "hängen" lässt.

    Ich würde eine genehmigte Reha nicht einfach so ablehnen, sondern wenn ich denn so gar nicht will mit meinem Arzt sprechen um aus der Nummer rauszukommen. Ich kann mir schon vorstellen, dass man einen "Vermerk" in der Akte bekommt und bei zukünftigen Anträgen nur schwer den vollen Ermessensspielraum ausgeschöpft bekommt.

    LG

    Heideblüte

  • ehrlich gesagt, verstehe ich solche Menschen nicht :/. Ich weiß doch vor dem Antrag ob ich zur Reha will oder ob nicht, schließlich steckt da für die jeweiligen Bearbeiter auch Arbeit drinn und wer arbeitet schon gern für den Papierkorb!!!!!!

  • Liebe Mäusel

    Ich glaube kaum dass Du Deine Freundin überreden kannst . Ich kann das zwar nicht ganz nachvollziehen,:/ wie man eine genehmigte Reha ablehnen kann.

    Und mit Dir zusammen wäre sie auch nicht allein . Wer weiss wie lange es das noch gibt , dass wir Reha machen können. In vielen Länderngibt es das nicht. Viele Menschen kämpfen um eine Reha zu bekommen und bei denen wird es abgelehnt . Die Reha bringt schon was . Man erfähr da vieles über die Krankheit , bekommt viele Anregungen für den Alltag . Man

    kann neue Sportarten und Entspannungstechniken kennenlernen und ausprobieren uvm. Sie wird möglicherweise ihre Gründe haben. Du kennst sie ja besser .

    LG und alles Liebe für Dich :love:

    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank für eure Antworten.

    Da habt ihr Recht, es ist nicht mein Problem. Aber ich denke nicht, dass sie sich so viele Gedanken über die Konsequenzen ihrer Handlung gemacht hat.

    Ja, ich werde mal bei der AOK und Rentenversicherung anrufen. Kann bestimmt nicht schaden.

    Sie meinte nur, dass sie nicht ständig an das Thema Krebs erinnert werden will. Ich kann es einerseits nachvollziehen, andererseits (ich kann da nur für mich sprechen) tun einem die 3 Wochen Auszeit vom Arbeitsalltag bestimmt gut. Ich habe noch einen 40 Stunden Job und mich laugt das momentan richtig aus. Ich merke einfach das mein Hirn eine Pause braucht. Problem an der ganzen Sache: die Reha-Einrichtung die ich bekommen habe hat den frühesten Termin über Weihnachten :rolleyes::rolleyes::rolleyes::rolleyes:

    Und da fahr ich sicher nicht weg! Dann kann ich gleich wieder im Mai 2018 gehen. Da kann ich dann wenigstens raus gehen...

    LG Mäusel

  • aber...... die Reha bringt nur etwas, wenn man sie auch will, wenn man für sich wirklich etwas tun will und vielleicht auch mal eigene Grenzen überwindet.

    Ich war vor 5 Jahres bei einer psychosomatischen Reha und war entsetzt, wieviele da waren, die sich nur genervt fühlten, an allem herummeckerten und nichts wirklich mitgemacht haben, weder die Sportangebote noch die Gesprächsgruppen oder auch die sozialen Kontakte in der Freizeit gesucht haben. Andere kämpfen um die Plätze, müssen sich mit Ablehnungen herumärgern, wollen was machen und dürfen nicht fahren. Vielleicht bin ich unfair mit dieser Einstellung, aber ich denke, Erfolg bringt eine Reha nur, wenn der der fährt auch voll dahinter steht. Es ist kein Urlaub oder Wellness, es ist eine Maßnahme zur Verbesserung/Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit und das muss man auch wollen. Anfangs hatte ich auch das Gefühl, mehr Stress als zuhause zuhaben mit den ganzen Anwendungen, aber nach einigen Tagen habe ich den Erfolg für Leib und Seele gespürt und bin nach 3 Wochen sehr gestärkt nach Hause. Und der Vorteil war, man braucht sich nur um sich selbst zu kümmern und hat keine anderweitigen Verpflichtungen - nichtmal Bettenmachen


    Ute

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Laotse)

  • Liebe Ute,

    ich sehe das genauso wie Du. Und wie du auch sagst, wenn sie nicht dahinter steht, braucht sie es ja nicht machen. Nur komm ich mir halt ehrlich gesagt verar***** vor, wenn sie erst sagt wir gehen zusammen und dann einen Monat später sagt sie mir, sie will garnicht mitkommen :/?(

    Dann hätte ich mir den ganzen Stress sparen können. Ich habe so viele Leute wahnsinnig gemacht, weil wir ja alles zusammen machen wollten... komme mir richtig dämlich vor gerade.

    Ich werde mir die Möglichkeit auf jeden Fall nicht entgehen lassen, mich körperlich und mental wieder mehr auf mich zu fokussieren.

    LG Mäusel

  • Liebe Mäusel,

    ich kann gut verstehen, dass du dich darüber ärgerst. So möchte man nicht behandelt werden. Versuche einfach, das Beste draus zu machen ;)


    Ich denke auch, dass es ganz wichtig ist, dass man dahintersteht, wenn man zur Reha fährt. Und das sollte man sich doch bitte vorher überlegen, nicht erst wenn die Genehmigung schon da ist!

    Ich habe lange hin und her überlegt und mich dann entschieden, keine Reha zu machen, und ich habe ein gutes Gefühl dabei. Man sollte dann aber halt konsequent sein und sie gar nicht erst beantragen. Ich konnte mich aber auch zu Hause sehr mit mir beschäftigen, meinen Interessen nachgehen und meinen Hobbys. Meine Söhne sind da auch ganz pflegeleicht, die sind ja auch schon groß. Die müssen halt damit leben, dass meine Zeiteinteilung ein bisschen anders ist als vorher, aber solange sie jeden Tag irgendwann etwas Warmes zu essen bekommen, ist alles gut.

    Aber das ist sicher nicht bei jedem so, und ich gönne es euch allen, eine gute und hilfreiche Reha zu machen.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Liebes Nordlicht,

    ja das werde ich auch. Ich freue mich jetzt schon. Am 15.11. geht's los :)

    Für mich ist in den drei Wochen das wichtigste wieder fitter zu werden und den Kopf frei bekommen, damit ich hinterher wieder meine Arbeit machen kann. Außerdem hoffe ich etwas Zeit zum lesen zu finden, da das im Alltag manchmal etwas schwierig ist ^^

    Aber da man da ja das "Rundum-Sorglos-Paket" bekommt, sollte das kein Problem sein.

    LG Mäusel

  • Ihr Lieben,


    ich möchte meine REHA auch nicht missen, vor allem war es nicht so, dass ich ständig an Krebs erinenrt wurde. Eigentlich war das vorher mehr, durch die besorgten Blicke der anderen usw. In der REHA-Klinik habe ich endlich mal wieder "normal" gefühlt. Da war ich nichts besonderes, da war ich eine unter vielen.

    Aber man hat immer ordentlich zu tun, um körperlich wieder fit zu werden, ich weiß nicht, ob ich zuhause so viel gemacht hätte. ;-)


    Liebe Grüße

    Milli