Verschiebung des Rezeptorstatus bei Mammakarzinom nach Chemotherapie normal?

  • Hallo, habt ihr Erfahrung, dass sich die Rezeptorwerte nach Chemo relativ stark verändern?


    Vor der Chemo bei der Stanze hatte ich

    95% ÖR

    90% PR und

    KI-67 50%


    Nach der OP warens

    50% ÖR

    25% PR und

    KI-67 5%.


    Das der KI-67 sinkt, ok weil ja besonders die schnellwachsenden Zellen angegriffen werden.


    Aber das die Hormonrezeptorwerte sich so stark verändern wundert mich schon. Vor allem dachte ich dass mit der Antihormontherapie noch eine starke Waffe im Köcher sei, und jetzt hab ich Angst, dass die bei den nierdrigeren Werten nur noch relativ stumpf ist?


    Hat jemand Erfahrung mit diesem Phänomen?

  • Hallo Mata,


    deine Frage kann ich nicht wirklich beantworten, aber vielleicht kann man es sich so vorstellen: Ein Tumor besteht nicht aus homogenen Zellen, sondern enthält verschiedene "Sorten" mit verschiedenen Eigenschaften. Duch die Chemo sind wohl die sich besonders schnell teilenden (mit dem hohen Ki Wert) erwischt worden, übrig geblieben sind die mit Ki-67 5%. Die haben nicht so gelitten, da sie sich ja nur selten teilen und daher mit Chemotherapie nicht so erwischt werden. Und diese Sorte hat halt auch die anderen Hormonrezeptoreigenschafrten. Was jetzt noch da ist/war zur OP , hatte die Chomo "überlebt". Aber frag doch mal deine Ärzte im BZ danach, die sollten das doch wissen...

    ich habe mal in einer Zeitschrift einen Artikel darüber gelesen, die verschiedenen Arten und Eigenschaften erklären vielleicht auch, warum ein Rezidiv dann ganz andere Eigenschaften als der ursprüngliche Tumor. Die sind vielleicht einfach übergeblieben nach der Behandlung, deren Eigenschaften wurde vielleicht überdeckt durch die Mehrzahl der ursprünglichen Tumorzellen und deren Eigenschaften.


    Gruß

    Tschetan

  • Hallo Mata,


    sehr ungewöhnlich....der KI-67 kann sich eigentlich nicht verändern!...oder hattest du verschiedene TU in einem?

    Jedenfalls würde ich Rücksprache mit meine Ärzten halten!


    Der KID http://www.krebsinformationsdienst.de ist dafür auch eine gute Anlaufstelle, dort kannst du auch telefonisch alles erfragen.

    Immer gut die eigenen Unterlagen zur Hand zu haben!


    Grüßle :) ika :)

  • Liebe ika,

    von der Biologie her gesehen denke ich, dass sich der KI-67 durchaus verändern kann. KI-67 ist ein Eiweiß, dass im Zellkern während der Zellteilung nachweisbar ist. Je höher die Zellteilungsrate ist, desto mehr KI-67 ist vorhanden. Wenn nun durch eine Chemo Zellen abgetötet werden, trifft dies besonders die Zellen, die sich stark teilen. Die anderen Zellen bleiben dann eher übrig, und da die nicht so teilungsfreudig sind, ist dann auch der KI-67 niedriger. Die Tumorzellen sind ja nicht alle absolut gleich.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Hallo Nordlicht Hallo Mata68


    ich muss meine vorherige Aussage revidieren, ich war mit meiner Aussage zu voreilig!

    Liebe Nordlicht, habe mich auf deine Antwort hin nochmal schlau gemacht…..


    Ja, der KI-67 Wert kann sich unter einer Chemotherapie verändern.


    Der KI-67 ist ein molekularer Marker, somit ein Maß für die Teilungsaktivität von Zellen.

    z.B. empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft AGO (Gynäkologische Onkologie) aktuell die Bestimmung von KI-67 in verschiedenen Situationen.


    Also kann anhand der Veränderung des KI-67, absinken unter Therapie, auch der Erfolg festgestellt werden, was natürlich unter einer Chemotherapie wünschenswert für uns ist.


    Liebe Mata, hervorragender KI-67 Wert :thumbup: hat sich deutlich gesenkt!!!


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,
    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h 
    :thumbsup:

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