Brustkrebsdiagnose bei meiner Mutter

  • Hallo,

    ich bin auch neu hier und weiß aber nicht, ob ich wirklich richtig bin.


    War im Netzt auf der Such nach Brustkrebs Angehörigen und fand aber dieses Forum wirklich sehr herzlich und verständlich.


    Warum bin ich hier?

    Meine Mutter (68 Jahre) hat die Diagnose Brustkrebs seit dem 07.07.17 (tolles Datum für Heiratswillige, aber für uns war es ein Schockdatum). Da ich wirklich total verzweifelt bin und seit Wochen nicht mehr der Mensch bin, der ich mal war, versuche ich hier ein bißchen Halt zu finden. Das Problem ist auch, dass meine Eltern über 300km entfernt wohnen.


    Also wie schon geschrieben, Diagnose Brustkrebs, linke Brust wurde entfernt, auf Wunsch meiner Mutter.

    Wächterknoten entfernt - keine Lymphknoten befallen.


    Medizinisch siet es so aus: pT1c pN0 G3 Ki67 23% - ER positiv; PR negativ

    Behandlung im Brustzentrum


    Jetzt warten wir auf das Ergebnis des EndoPredict Tests und das ist sooo zermürbend....Hier soll festgestellt werden, ob Chemo ja oder nein. Angeblich soll das Ergebnis in 14 Tagen erst da sein. Am 4.08. wurde es verschickt.


    Ich bin wirklich am Ende und kann einfach nicht mehr und weiß einfach nicht mehr weiter, vielleicht mach ich mir auch mal wieder einfach zu viele Gedanken. Aber ich kann soviel im Netz lesen und es zieht mich einfach noch weiter runter. Ich wünsche mir einfach, dass meine Mutter keine Chemo bekommt ....


    Ich wünsche Euch allen viel Kraft (die Kraft, die ich vielleicht auch mal gebracuhen könnte) und macht weiter so...


    vielel herzlich Grüße :*

  • Hallo Zora,


    hier bei uns bist du schon richtig, es gibt auch extra eine Thread für Angehörige: Angehörige


    Ich kann dich gut verstehen, allein dass deine Mutter über 300 Km entfernt von dir wohnt mach die Situation nicht gerade einfacher.


    Deine Mutter hat die OP schon hinter sich und ich finde die Entscheidung die Brust komplett zu entfernen sehr gut. Freue mich, dass die Lymphe frei sind was eine sehr gute Voraussetzung ist.


    Jetzt müsst ihr ein bisschen Geduld haben (vielleicht hat deine Mutter mehr Geduld als du?) bis das Test-Ergebnis da ist.


    Jedenfalls kann ich dich wegen Chemo beruhigen, die Chemo ist heute recht gut machbar, es gibt viele Medis für die NW und deine Mutter wird in dieser Zeit unter guter Kontrolle sein….wenn….
    Ich freu mich natürlich, wenn deine Ma keine Chemo braucht!


    Liebe Zora, auch du, als Angehörige, kannst die Dienste der Krebsberatungsstellen in Anspruch nehmen. Lass dir mal einen Termin geben…..diese Termine sind kostenlos!


    Es gibt bei med. Fragen noch eine sehr gute Anlaufstelle im Netzt wie auch telefonisch und zwar der KID (Krebsinformationsdienst):

    http://www.krebsinformationsdienst.de


    Aber auch hier bei uns kannst du all deine Fragen stellen und deine Ängste und Sorgen ein stückweit hierlassen, es ist immer jemand da………


    Alles Gute für deine Mutter und auch für Dich!


    Grüßle :) ika :)

  • Liebe Zora,

    erst einmal herzlich willkommen hier.

    Du bist hier richtig, dieses Forum ist für Angehörige genauso wie für Betroffene. Hier kannst du deine Sorgen loswerden, Ratschläge bekommen, Fragen stellen ...


    Ich selbst kenne den Brustkrebs inzwischen aus beiden Perspektiven. Meine Mutter ist vor 13 Jahren erkrankt, ich wohne auch weit weg (650 km). Wir haben dann viel telefoniert, ich konnte ja nicht mal eben hinfahren. Meine Mutter hat damals eine Chemo bekommen. Klar, das ist kein Spaziergang, und man wünscht sich natürlich, dass es ohne geht, aber es ist auch keine absolute Katastrophe, sondern machbar. Meine Mutter hat nur wenig Folgeschäden behalten, sie hat ein paar Probleme mit Neuropathien, aber ansonsten geht es ihr gut.

    Nun bin ich dieses Jahr selbst erkrankt, und gehöre zu den Glücklichen, denen die Chemo erspart geblieben ist. Wieder habe ich viel mit meinen Eltern telefoniert, denn auch sie konnten ja nicht mal eben vorbeikommen.


    Im Netz kann man eine Menge lesen, und vieles davon, gerade viele Erfahrungsberichte, machen einfach nur Angst. Lies das lieber nicht, schlag höchstens gezielt Informationen nach. Gezielte sachliche Informationen fand ich oft hilfreich, den Rest habe ich nicht gelesen.

    Hat deine Mutter denn Unterstützung durch Personen in ihrer Nähe?

    Die Warterei auf Ergebnisse ist sehr zermürbend, das kennen wir alle hier. Und es sagt sich immer so leicht, "versuche dich abzulenken". Ist nicht einfach, aber tatsächlich das Einzige, was du tun kannst, bis das Ergebnis da ist.


    Ich wünsche dir, dass ihr möglichst bald erfahrt, wie es nun weitergeht. Ich drücke deiner Mutter die Daumen, dass sie keine Chemo braucht.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Hallo Zora,

    auch ich möchte dich ganz herzlich in diesem Forum begrüßen und willkommen heißen!

    Die Wartezeit auf das Ergebnis des Tests ist zermürbend, diese Warterei kennen wir alle.

    Aber, eine Chemotherapie ist kein Weltuntergang! Mit den Nebenwirkungen der Standard - Chemo ist ganz gut umzugehen, die Übelkeit ist auch medikamentös gut im Griff zu halten.

    Deine Mutter hat ja keine Metastasen und somit grosse Chancen, wieder ganz gesund zu werden.

    Und ob sie letztlich eine Chemo macht oder ablehnt, ist unabhängig vom Testergebnis letztlich ihre eigene Entscheidung. Wenn sie keine möchte, kann sie sich jederzeit dagegen entscheiden.

    LG Katzi64

  • Hallo Ihr Lieben,


    vielen lieben Dank für die lieben, tröstenden Worte.


    Ich kann jetzt leider nicht viel schreiben, da ich vor lauter Tränen den Text nicht richtig lesen kann. Weil ihr so lieb schreibt :hug:


    Kurz: Meine Mutter hat die gesamte Verwandschaft und Freunde in Ihrer Nähre. Begleiten tut sie ihre Schwester, die selbst an Brustkrebs vor 6 Jahren erkrankt ist und alles mitgenommen hat (inkl. Hirntumor)...


    Danke...Danke...Danke..


    Ich melde mich bestimmt morgen wieder, wenn die Tastatur wieder trocken von Tränen ist.

  • Liebe Zora,


    auch Du als Angehörige bist sehr herzlich in unserem familiären Forum willkommen und sicher können viele Deine Fragen beim Stöbern hier beantwortet werden. Und Deine Fragen, die noch offen sind, her damit. Wir sind hier alle Experten in eigener Sache und geben gerne unsere Sicht der Dinge und Erfahrungen weiter. Viele von uns haben kleine oder größere Kinder, die sich in ähnlicher Situation wie Du befinden. Wenig hilfreich für Dich ist es zu "googeln," Du bekommst im Netz nur Dich verwirrende Aussagen und noch mehr Angst.


    Für Deine Mutter wird sicher alles getan und wie die Foris bereits schreiben, die Daten der Erkrankung Deiner Mutter versprechen eine gute Behandelbarkeit. Wir verstehen natürlich Deine Situation und die Entfernung macht es auch nicht leichter. Ich spreche aus eigener Erfahrung, mein Tochter lebt in einem anderen Erdteil.


    Ich hoffe sehr, dass der Austausch hier Dir gut tut und wie gesagt, es ist eigentlich immer jemand online,

    wir sind gern auch für Dich da und ich darf Dich mal ganz sanft:hug:

    Liebe Grüße Monalisa


    Mitglied des Moderatoren-Teams


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  • Liebe Zorn,

    heiße Dich ebenfalls, bei uns hier, herzlich willkommen.

    2015 habe ich meiner Tochter aus der Ferne (500 km) bei ihrem Gebährmutterhalskrebs mit 37 befallenen Lymphknoten beigestanden und seit 10/2016 steht sie mir aus der Ferne bei. Wichtig ist, dass man sich verständigt. Wir haben uns oft über diese Wartezeiten gemeinsam geärgert und auch gegenseitig abgelenkt, auch wenn es nur durchs telefonieren war.

    Du schaffst das, sei stark für deine Mutter. Ich drücke deiner Mutter ganz doll die Daumen.

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)

  • Guten Morgen,


    da bin ich wieder.


    Also nochmals vielen Dank für Eure Worte und es hat mir wirklich gut getan. Denn ich bin leider in der Situation, dass ich nicht wirklich mit jemanden reden kann.


    Den Vorschlag eine Krebsberatungsstelle aufzusuchen, werde ich in Angriff nehmen. Und ja, wahrscheinlich habe ich die Ungeduld von meinem Vater geerbt, aber ich bin hat ein Typ, der immer vom SChlimmsten ausgeht. Es tut immer so weh jemanden leiden zu wissen...


    Übrigens habe ich nächste Woche einen Termin bei meiner Gynäkologin, da ich definitiv zu den Risikomenschen gehöre (Tante väterlicherseits: Brustkrebs, Tante mütterlicherseits: Brustkrebs, Mutter: Brustkrebs).


    Ich wünsche Euch alles Gute und fühlt Euch gedrückt..:hug:


    von Zora

  • Liebe Zora,

    ich drücke dir die Daumen, dass deine Gyn bei dir nichts findet.:thumbup:

    Ich bin im Nachhinein froh, dass ich als Risikopatientin (Mutter ebenfalls Brustkrebs) so engmaschig bei meiner Gyn zur Kontrolle war, dadurch ist mein Krebs früh entdeckt worden. Ich selber hätte den nämlich nicht gefunden.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Hallo Nordlicht 42,

    Danke für das Daumendrücken.


    Lässt Du bei Dir auch die Ultraschalluntersuchung durchführen?

    Bis jetzt durfte ich jedes Jahr zur Mammo, aber meine Mutter sagt, dass ich jetzt auch Ultraschall machen lassen soll und wenn ich es alleine bezahle...egal..


    Wie früh hat man es denn bei Dir festgestellt?


    LG


    Zora

  • Hallo,


    so es ist jetzt raus...meine Mutter bekommt Chemo ... ich kann nicht mehr... bin total fertig.


    Das einzige positive ist, dass man jetzt weiß, wie es weiter geht. Leider konnte ich noch nicht genau fragen, was sie genau bekommt. Insgesamt 6x oder 8x Chemo., im Februar ist sie fertig und zwar deswegen, da sie alle 3 Wochen eine bekommt und die restlichen werden aufgeteilt. So dass die die Dosen nicht so stark sind.


    DIe Ärzte sind zu dem Ergebnis gekommen, da sie G3 hat.


    Es ist glaube ich, dieses Ungewisse...was kommt auf sie zu, was kommt auf uns zu?...


    Ich hoffe, dass ich bald den Therapieplan genauer von ihr bekomme, im Moment ist alles sche.....


    LG


    Zora

  • Hallo Zora,


    so, der erste Schritt ist jetzt gemacht und ihr wisst, wie es weitergeht.

    Glaube mir bitte, eine Chemo ist nicht schön, aber sie ist zu schaffen. Es gibt heute so gute Medikamente, die die Nebenwirkungen recht

    gut erträglich machen.

    Ich selbst hatte 2016 April - August Chemo. Es war zu ertragen, nicht schön aber zu ertragen. Und heute geht es mir super gut, obwohl ich Metastasen habe und bis an mein Lebensende ( was hoffentlich in gaaaaaaaanz weiter Ferne liegt ) noch alle 3 Wochen Antikörper bekomme.

    Ich gehe wieder arbeiten und kann wieder alles machen.


    Also Kopf hoch, das wird schon. Sei an ihrer Seite und unterstütze sie dort, wo sie Hilfe braucht.


    LG Katinka

  • Liebe Zora,

    das ist natürlich blöd, dass deine Mutter Chemo braucht. Aber lass den Kopf nicht hängen, so viele Leute haben die Chemo geschafft. Es gibt ja hier genug Threads, in denen man sich darüber austauschen kann. Meine Mutter hatte auch Chemo, und die Chemozeit war hart, aber sie geht vorbei. Wenn ich mir meine Mutter heute anschaue, 13 Jahre später, dann merkt man da auf den ersten Blick gar nichts. Sie hat mit den Neuropathien noch zu tun, aber das ist auszuhalten. Und du weißt ja auch wirklich nicht, wie deine Mutter die Chemo verkraftet, das ist ja auch sehr unterschiedlich. Eine Kollegin von mir, schon deutlich über 60, ist während der gesamten Chemozeit arbeiten gegangen, weil es ihr entsprechend gut ging. So kann es auch gehen.

    Natürlich nehmen wir deine Mutter gerne in unsere Daumen-drück-Liste auf. Dort kannst du die Termine reinschreiben, wenn du sie weißt, dann wissen wir, wann wir Daumen drücken müssen.


    Bei mir lief die Vorsorge so, dass ich alle 6 Monate bei der Gynäkologin war. Sie hat immer die Brust abgetastet und jedes zweite Mal einen Ultraschall gemacht. Den hat auch die Krankenkasse bezahlt. Zur Mammographie war ich in der Vorsorge nicht. Beim Abtasten hat sie dann bei dem Kontrolltermin Ende Februar den Tumor getastet, ein halbes Jahr vorher war da noch nichts zu tasten. Im Ultraschall hat man dann auch den Tumor gesehen. Ich selber hätte den nicht ertastet, ich habe ihn nicht mal richtig erspürt, als ich wusste, wo er ist. Sie hat mich dann direkt zur Mammographie geschickt, aber da hat man den nicht so gut gesehen wie im Ultraschall. Der Tumor war noch unter 2 cm groß und die Lymphknoten nicht befallen.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Hallo Ihr Lieben,


    möchte mich auch mal wieder melden und etwas schreiben. Lese aber täglich mit und bewundere Euch alle, da ihr soooo tapfer seid.


    Es ist jetzt endlich die Zeit gekommen, wo man mit der Brustkrbsdiagnose meiner Mutter gut umgehen kann, denn ich sehe, wie sie es alles so schafft; denn als ihr mir geschrieben hat, dass ist alles zu schaffen, wollte ich es natürlich nicht so glauben. Aber im Moment klappt es wirklich gut. Meine Mutter hat zwar erst die zweite EC, aber sie ist so gut drauf und zuversichtlich.


    Ihr habt recht, wenn man merkt, wie alles abläuft, kann man besser damit umgehen und die große Angst schwindet.


    Sie ist am Anfang täglich mit meinem Vater walken gegangen und geht jeden morgen spazieren.

    Allerdings ist sie nach der zweiten EC etwas geschwächter gewesen und hatte 4 Tage Übelkeit und wollte nur fruchtiges essen. Auch damit konnte ich umgehen, denn ich habe ja gelesen, dass es einigen von euch auch so ergangen ist.


    14 Tage nach der ersten fingen an ihre Haare auszugehen, Dann ist zum Friseur (ich habe mir echt GEdanken gemacht, dass es ihr wohl total schlecht geht und sie nur weint) und hat sich die Haare abrasieren lassen. Sie rief mich einen TAg später an und sagte, dass es gar nicht sooo schlimm war und sie sich toll fühlt mit der Beanie und ihrem supersitzenden Turban. FÜr sie war es total schlimm immer die Haare rumfliegen zu sehen, also ab....

    Jetzt sagt sie, dass ihr der Kopf so schmerzt. Ist es richtig, dass es daran liegt, dass sich jetzt die Haarwurzeln vom Acker machen?


    Am 17.10.2017 hat sie die 3. EC, ich hoffe, dass sie diese auch gut wegsteckt und sie Kräfte hat, um walken zu gehen oder sonstiges, oder wird der Körper immer geschwächter?


    Jedenfalls möchte ich euch danken, dass ihr so viel über euch berichtet, es hilft mir sehr, denn mit einer SElbsthilfegruppe oder einem Gespräch hat es bis jetzt noch nicht geklappt. Habe eine eMail am 17. August verschickt und bist heute keine Antwort.


    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und hoffe, dass keiner zu Schaden kommt oder gekommen ist bei dem Sturm...


    Liebe Grüße


    Zora

  • Hallo Zora,


    ich hatte die Haare auf Stoppellänge wegrasiert und da haben mir dann irgendwann die verbliebenen Stoppeln weg getan, hab sie dann auch noch abrasiert.


    Man wird nicht immer schwächer während der Chemos. Die 4 EC's sind zwar heftig, aber mit Spazierengehen und viel Trinken kann man das gut überstehen. Ich hatte dann noch die 12 x Paclitaxel, da hab ich dann versucht mich so oft wie möglich auf mein Spinningrad zu setzen und bin dann wirklich durchgehend 3-5 mal pro Woche ca. 60 Minuten geradelt und hab auch den Puls immer mit Pausen nach oben gebracht. Außerdem war ich bei meinen Pferden, auch bestimmt 4 mal die Woche und bin geritten, alles kein Problem. Ich denke das hat mir sehr sehr gut getan und geholfen die Paclitaxels ohne Neuropathien zu überstehen. Man kann wirklich alles tun, was irgendwie gut geht. Es ist wirklich gut zu schaffen.


    LG Chippendale

  • Liebe Chippendale,

    du hast dich ja wirklich viel bewegt. Wow...Hut ab....

    Ich denke auch, dass Bewegung wirklich hilft. Meine Mutter hat immer Sport gemacht und da ist sie jetzt glücklich drüber.

    Einmal ist meine Mutter bis jetzt Fahrrad gefahren, sie fphlt sich etwas unsicher...weiß nicht warum.


    Ich denke, dass sie sich jetzt bald die letzten Haarstoppeln komplett abrasieren lässt, denn es nervt ja auch, wenn die Mützen sich daran immer festhaken.


    Ich lerne von dir, Bewegung...Bewegung...Bewegung, so gut es der Körper zulässt.


    Liebe Grüße...:)

  • Hallo,

    ich bin hier auch neu. Meine Mutti hat einen "hormonellbedingten Brustkrebs". Er beträgt 6 cm. Sie hat bis jetzt eine Stanze, CT und Herzecho bekommen. Nächste Woche wird ihr der Port eingesetzt. Dann geht die Chemo los. Ich bin so traurig, das ich auch 3oo Km weit weg wohne. Wir telefonieren viel und sie ist auch zum Glück sehr optimistisch. Ich habe angeboten zu meinen Eltern zu fahren um Mutti und auch meinem Papa beizustehen. Aber sie ist der Meinung sie packen das schon, ich soll mich um meine Familie kümmern, die würden mich mehr brauchen. Ich weiß gar nicht was ich machen soll. Meine Männer würden locker mal eine Zeit ohne mich auskommen. Dann sehen sie mal was sie an mir haben !!!! Von der Arbeit kann ich mir frei nehmen wann ich will. Selbst und ständig. Soll ich warten bis sie mich anruft das ich kommem soll? Es soll ja nicht so aussehen als ob die Beiden da nicht alleine mit klar kommen. Ich bin Arzthelferin und weiß das es nicht einfach werden kann. Oder ab welcher Chemo braucht sie mich, zur Hausarbeit, Beistand bei der Chemo?? Was würdet ihr machen?

    Freue mich auf eure Antworten.

  • Liebe Steffi,

    toll das du dich so kümmerst und da sein willst.

    Wenn man so weit entfernt wohnt ist das sicher schwer für dich zu ertragen. Aber deine Mamavist ja nicht allein und wenn dein Papa fit genug ist, schaffen die 2 das auch ganz bestimmt alleine. Nachfragen kannst du natürlich zwischendurch immer ob sie dich wirklich nicht brauchen, aber lass sie erstmal machen. Ist ja nicht gesagt das es deiner Mama sehr schlecht gehen wird. Viele vertragen die Chemos ganz gut, der eine mit mehr, der andere mit wenigen NW. Wir sagen hier immer : Alles kann, nix muss!

    Zu versorgen haben die 2 ja auch sicher nur sich selbst und das schaffen die schon. Wie gesagt immer anrufen, nachfragen, zuhören, das ist schon viel wert, wenn sie wissen da ist jemand der sich kūmmert hilft das auch ungemein. Vielleicht auch mal besuchen, dann kannst du dir dein eigenes Bild machen, aber einziehen musst du bestimmt nicht gleich :hug:

  • hör auf dein herz. Wenn das sagt fahr hin dann mach das. Musst ja nicht ewig bleiben sondern "normale" besuchsdauer. Ich vermute sonst fährst du auch mal für 2 Tage hin. Dann siehst du was Sache ist und fühlst dich wohler. Dann merkst du auch ob sie (oder auch dein dad) deine Unterstützung braucht und will.

  • Liebe Steffilinchen,

    herzlich Willkommenin unserem schönen Forum. Ich kann dich sehr gut verstehen, dass du deine Eltern unterstützen möchtest. Meine Tochter wohnt 500 km von mir entfernt und hatte ständig ein schlechtes Gewissen, dass sie mir nicht so nah sein konnte. Wir haben täglich telefoniert. Ich habe sie immer auf dem Laufendem gehalten, so war sie doch die ganze Zeit dabei und hat mir dadurch geholfen. Ich kann natürlich nur aus meiner Sicht sprechen, aber vielleicht sieht das deine Mutter genauso. Du wirst die richtige Entscheidung treffen.

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)