Maria-Luise - Ich möchte mich vorstellen

  • Ich habe mich ein wenig bei euch eingelesen. Es geht mir gut. Ich sehe, dass viele hier noch sehr jung sind und die Krankheit annehmen müssen. Nicht leicht. Ich bekam den Brustkrebs triple negativ erst jetzt mit 73. Jahren. Für mich natürlich auch eine neue Situation. Nachdem meine Mutter mit 50 Jahren Krebs hatte, habe ich jetzt Sorge um meine vier erwachsenen Kinder.

    Die ersten vier Chemos, ihr nennt sie EC, habe ich gerade hinter mir. Die Chemo hat mir bisher die Haare gelassen ( Kopfhaare zu früh vorsorglich geschnitten) aber auch den Tumor nicht schrumpfen lassen.

    Mir gings ähnlich wie euch. Die Himmbeere konnte ich von der sauren Gurke nicht mehr unterscheiden. Das bewirkte, dass ich wieder mein jugendliches Gewicht erhielt und sich meine Falten vertieften und verdoppelten. Nicht so schlimm fand ich die Schlaflosigkeit, ich war trotzdem am Tag nicht müde. Ich hatte mehr Zeit für mich.

    Liebe Grüße

    Maria-Luise

  • Hallo Maria-Luise,

    willkommen bei uns im Forum wie ich herauslese hast du einen Teil deiner Chemo hinter dir und die OP noch vor dir, ist das richtig?

    Das du Sorge um deine Kinder hast ist verständlich, von daher wäre ein Gespräch mit dem Onkologen vielleicht ganz hilfreich. Ebenso würde ich mit dieser Hintergrundgeschichte mit den Kindern (auch wenn sie erwachsen sind) sprechen, dass sie bei den Vorsorgeuntersuchungen, wie auch allg. Untersuchungen (hoffe die werden auch wahrgenommen) auf die Familienhäufigkeit hinweisen.


    Marie-Luise, ich wünsche dir hier bei uns einen guten Austausch, hier kannst du all deine Fragen stellen, die dir auf dem Herzen liegen.


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

  • Hallo Marie - Luise,

    erstmal herzlich Willkommen in diesem Forum!

    Das klingt ja nicht so erfreulich, dass die ersten 4 Chemos keine sichtbare Wirkung erzielt haben. Da drücke ich dir ganz feste die Daumen für ein besseres Ansprechen des Tumors auf die kommenden Behandlungen!

    An Schlaflosigkeit habe ich nicht gelitten, eher im Gegenteil. Aber die Geschmacksstörungen kenne ich nur zu gut.

    Wenn du wegen deiner Kinder in Sorge bist, frage deine Ärzte doch mal nach der Möglichkeit einer genetischen Beratung und eventuell auch Testung.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommenden Therapien und freue mich auf weitere Berichte von dir!

    LG Katzi64

  • Liebe Marie-Luise,

    ich habe auch in so hohem Alter einen Krebs bekommen, aber sterben will man ja auch noch nicht, zumal man ja so fit war und so glücklich, Also heißt es: kämpfen! Wenn die EC nicht den Erfolg hatte, wie es sein sollte, dann hilft die nächste Runde. Das habe ich hier schon des Öfteren gehört. Man macht sich immer Sorgen um die Kinder, aber sie sind erwachsen. Jetzt bist du dran. Nimm jede Hilfe an und denke jetzt an dich. Du brauchst die ganze Kraft für dich und den Kampf gegen deinen Krebs. Wir schaffen das.

    Liebe Grüße

    Jonna

  • Liebe Marie-Luise,


    herzlich willkommen in unserem netten Forum!


    Egal, wie alt man ist, Krebs ist für jeden eine große Herausforderung und hier im Forum bekommst du große Unterstützung durch die Erfahrungen und das Mitfühlen und Auffangen unserer Nutzer. Erste Tipps hast du ja auch schon bekommen.

    Ich wünsche dir für die weiteren Therapien alles Gute und fühle dich bei uns wohl!

    Viele Grüße von
    Charis


    Mitglied des Moderatoren-Teams


  • Liebe Maria-Luise,

    auch von mir ein herzliches Willkommen. Da meine Mutter an Eierstockkrebs erkrankt war, wurde mir gleich nach meiner Brustkrebs Diagnose ein Gentest empfohlen, der dann ergab, dass ich kein Genträger bin und sich meine Kinder nicht testen lassen brauchten. Bei deiner Familiengeschichten kann Ich dir das nur empfehlen.

    Ich wünsche dir einen schönen Austausch bei uns. Wie sieht denn dein weiterer TherapiePlan aus?

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Leben ist zu kurz um sich zu ärgern, also kämpfe und lache wieder:)

  • Danke euch für die liebe Begrüßung. Ja, ika-ulm, du hast es richtig verstanden. Ich bin noch nicht operiert.

    Stupsi und Katzi 64: Wegen der genetischen Beratung habe ich mich gekümmert. Dort meinte man, dass ein Gentest in meinen Fall nicht notwendig wäre. Wahrscheinlich weil meine Mutter trotz der frühen Erkrankung noch 70 Jahre alt wurde und ich auch nicht mehr jung bin. Eine genaue Antwort bekam ich nicht. Vielleicht können meine Kind etwas erreichen.

    Stupsi wie es bei mir weiter geht weiß ich noch nicht. Der Arzt meinte, wenn die zweite Chemoserie nicht bald etwas bringt operieren sie.

    Janna du hast recht , sterben will man nicht.

  • Deine Kinder werden vermutlich eher nichts erreichen können. Man testet die "älteste" Generation zuerst. Ich kenne das "Problem" aus meiner Familie. Wenn sie Dich nicht testen wollen, werden sie auch Deine Kinder nicht testen. Auch gilt Deine Mutter nicht als "jung erkrankt" im Sinne der Genetik. Das ist man "unter 50", sie liegt also gerade so drüber. Versuchen würde ich es an ihrer Stelle aber schon und wenn es nur dazu dient, dass der Gynäkologe im Rahmen seines Handlungsspielraums zusätzliche Vorsorge ermöglicht.

    LG

    Heideblüte

  • Liebe Marie-Luise,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier. Den wohl anstrengenstens Teil der Chemo, die EC hast du hinter dir, das ist schon toll. Da wird der Rest meistens nicht so schlimm. Du wirst hier in den unterschiedlichen Themen einige Hinweise und Hilfe finden. Und wenn nicht, dann einfach fragen;)

    Ich hatte auch diesen Gentest. Oma mit ca. 40 Jahren erkrankt, Cousine mit 30 Jahren (lebt jetzt als 60 jährige noch:thumbup:). Für die Zulassung zum Test gibt es klare Regeln, wieviele Familienmitglieder erkrankt sein müssen, dann zahlt ihn die Kasse. Aber mich hat die Ärztin gleich beruhigt. Mit über 50 Jahren bei der Diagnose war ich zu alt, um das Gen in mir zu haben. Und so war es auch. Meistens erkranken Genträger in jungen Jahren. Wobei es evt. auch Ausnahmen geben kann. Im Inetresse deiner Kinder würde ich mich aber schon um den Test bemühen.

    Ansonsten wünsche ich dir eine gute Therapie.

    Liebe Grüße von Tanne

    Gib jedem Tag die Chance, der Schönste deines Lebens zu sein ( Mark Twain)

  • Mir wurde der Gentest empfohlen, da meine Mutter erkrankt ist (im Alter von 57 Jahren) und nun ich. Aber meine Mutter ist nicht getestet worden, also nichts mit "älteste Generation zuerst". Allerdings weiß ich nicht, ob die Krankenkasse das bezahlt oder nicht, das werde ich wohl beim ersten Gespräch erfahren.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Du bist unter 50, bist erkrankt und nicht die erste in Deiner Familie. Das dürfte bei Dir reichen. Meine Cousine will sich nicht testen lassen und ihre Tochter kriegt den Test nur bei positivem Ergebnis ihrer Mutter. Obwohl klar ist, dass in unserer Familie BRCA existiert.

    LG

    Heideblüte

  • Liebe Maria-Luise, es ist bestimmt nicht einfach, für sich selbst nach einer solchen Diagnose und Behandlung zu sorgen und sich gleichzeitig zu fragen, wie es bei den Kindern werden kann. Auch diese Sorge kannst du sicher hier mit anderen teilen und die Zuversicht, dass so vieles doch gut wird oder bleibt.

    Auch von mir sende ich dir viel Kraft für die Behandlungen, die noch vor dir sind - und dass sie bestimmt den Erfolg bringen !!!

    Liebe Grüße

    Linde

  • Hallo Maria Luise!

    Erst mal Hallo! Bezüglich BRCA-Belastung gibt es offensichtlich verschiedene Erscheinungsbilder. Ich wurde mit 54 Jahren positiv getestet.

    Meine Mutter bekam erst mit 79 Jahren die Diagnose Brustkrebs, und sie ist jetzt 6 Jahre später noch frisch und munter :)

    Sie ist nicht getestet, muss aber in meiner Familie die Trägerin sein, weil auf ihrer Seite der Familie die A-Karten verteilt sind. Eine Cousine wurde letztes Jahr mit 35 Jahren krank und ist Gen-Trägerin.

    Wünsche Dir Alles Gute für den weiteren Verlauf der Therapie! - dass sich die Mühe lohnt und sich sämtliche Tu-Zellen vom Acker machen!

    Liebe Grüße Marie Louise ;)

  • Ich habe mich angemeldet, mitgelesen, mitgefühlt aber nie etwas dazu geschrieben. Die richtigen Worte fand ich einfach nicht und Ratschläge von Alten mag man nicht so gern.


    Ich hatte es einfacher als ihr. Ich hatte keine Kleinkinder zu versorgen, keine vorwurfsvolle Schwiegermutter, keinen überforderten Mann, keine beruflichen Sorgen und hatte schon 73 Jahre erleben können.


    Ich war froh,und bin dankbar, dass ich durch euch soviel erfahren konnte. So kamen die Wehwehchen und Beschwerden nicht unvorbereitet. Dass ich die saure Gurke nicht von der süßen Himbeere unterscheiden konnte, kam nicht überraschend.

    Ich wurde von meiner Großfamilie umsorgt und fand auch noch Kraft mich hin und wieder künstlerisch zu beschäftigen. Manchmal wäre es fast wie Urlaub gewesen (wenn nicht der Krebs gewesen wäre).


    Erschrocken war ich nach der Operation als mein linker Arm gelähmt war. Ein vermuteter Schlaganfall war es dann nicht sondern ein Blutgerinnsel hatte den Nerv verletzt. Es wurde gleich am nächsten Tag durch eine zweite Operation entfernt.


    Große Sorge war für mich die gleichzeitige Krebserkrankung meiner Tochter. Ein Gentest erbrachte, dass ich nicht den vererblichen Krebs hatte. Es war schon ein besonderer Zufall, dass wir am gleichen Tag vor Weihnachten aus den Krankenhäusern entlassen wurden.


    In zwei Wochen beginnt die Reha. Statt Haare habe ich noch Kükenflaum, die tauben Zehen und Fingerspitzen stören noch, der Appetit und die Ausdauer fehlen noch, der Arm lahmt nur noch wenig - sonst geht es mir gut. Auf meiner FB Seite sieht man, dass ich wieder Lust zum kreativen Arbeiten habe.

    Einmal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Link zum Schutz der Privatsphäre entfernt

  • Liebe Marie-Luise,


    schön wieder von dir zu lesen.....

    Gut, dass du alles soweit hinter dir hast, bis auf deinen Arm, aber da bis du auf dem besten Weg wie ich lese.

    Das du gleichzeitig Sorge um deine Tochter hattest und ich hoffe, auch deine Tochter ist auf einem guten Weg.

    Ich wünsche dir eine wunderschöne Reha, gute Therapien und Gesprächen.

    Bald wird aus deinem Kückenflaum wieder eine Haarpracht entstehen :thumbup:


    Habe auf deine FB-Seite geschaut, du bist wirklich sehr kreativ!


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

  • Alecto

    Hat den Titel des Themas von „Ich möchte mich vorstellen“ zu „Maria-Luise - Ich möchte mich vorstellen“ geändert.