Heilung triple negativ ??

  • Hallo Zusammen.

    Heute eine Frage an euch die mich immer und immer wieder beschäftigt.

    Habe ich mit dem Befund triple negativ eine schlechtere Heilungsaussicht als die anderen z. B. Hormonabhängigen Tumore? Mir ist durchaus bewusst das bei triple negativ keine Medikation zur Verfügung steht.

    Mein Untermieter ist während der Chemo

    Vollständig ausgezogen und auch die Phatalogie könnte nach der erfolgten OP nichts mehr ""böses" finden. Hat jemand einen ähnlichen Befund? Danke euch

  • Hallo Johanna Maria,


    auch mein Befund ist triple negativ und ich hoffe, dass die Chemo, bald bin ich damit fertig, den Mistkerl klein gekriegt und die restlichen eventuell in meinem Körper rumschschwirrenden Anfänge der Schalentierchen richtig erledigt haben.

    Die OP holt das restliche Gewebe raus, die Bestrahlung tut noch mal ein Übriges.


    Ich glaube fest daran, dass damit der Krebs erst einmal besiegt ist.

    Und ich freue mich wirklich sehr, dass ich keinen hormonabhängigen Krebs habe, mit den dann folgenden jahrelangen Medikationen. Die sind ja leider auch nicht ohne Nebenwirkungen! Aber meine Nebenwirkungen werden nachlassen und ich leide nicht noch jahrelang unter ihnen. Na gut, von der Fatigue mal abgesehen.


    Insgesamt bin ich eher froh, einen triple negativ erwischt zu haben. Alle anderen wären für mich - meine Gedanken, meine Seele? - schlimmer gewesen.


    Du siehst, so unterschiedlich ist auch hier wieder das Empfingen oder die Sichtweise.

    Der triple negativ ist zwar sehr aggressiv, aber es gibt die Medikament, die ihn in die Knie zwingen können.

    Ich habe eine "Strickschwester". Gerade gestern haben wir uns über "unseren" Krebs unterhalten sind beide der gleichen Meinung.

    Ich hoffe sehr, dass auch Du Dir nicht zu viel weitere Gedanken darüber machst und Deinen Frieden mit dieser Krankheit finden kannst.

    ist nicht sooooo einfach, denn die Kontrolluntersuchungen erinnern uns ja dann doch immer wieder daran.


    LG Wally

  • Hallo und guten Morgen,


    ich habe sehr ähnliche Gedanken mit meinem TN Schalentier. Zum einen bin ich total froh - ich hatte so üble Wechseljahrbeschwerden vor der Diagnose (hatte Hormonersatztherapie), dass ich nicht weiss, wie ich die Antihormone - und das über Jahre - hätte verkraften können. Meine Ärztin hat das auch so gesagt - ja der TN Tumor ist agressiver, aber dafür wirkt die Chemo gut denn die zielt genau auf solche schnell teilenden Zellen. Das ist für mich total logisch.

    Aber die Realität ist auch dass bei TN Rezidive eher wahrscheinlich sind, zumal in den ersten Jahren. Und ich frage mich - was bleibt da eigentlich als second oder third line für uns, wenn dann Rezidive kommen? Aussderdem soll TN wohl auch eher neuronale Metastasen machen, das macht mir viel Angst. Und dann noch- TN sind oftmals BRCA positiv, das heisst da kommt ggfs. noch mehr nach. Das sind so meine Gedanken. Die größte Sorge macht mir, dass ich nicht wissen kann, ob die Chemo anschlägt, weil ich ja vor Chemo operiert wurde, leider nicht erfolgreich. Da bei dir, Johanna-Maria das Schalentier bei der OP verschwunden war, ist das doch eine tolle Nachricht. Da kommt dann auch bestimmt (hoffentlich) nichts mehr nach.


    Alles Liebe vom Busenwunder (hab den Namen gewählt weil ich auf ein Wunder hoffe)

  • Mein Motto ist nach wie vor:

    Zuerst einmal positiv denken


    und nicht schon vorher verrückt machen lassen. Vielleicht werden wir von einem Blitz erschlagen, bevor sich ein Rezidiv bilden kann? Oder ein wildgewordenen Autofahren fährt uns über den Haufen?


    Es kann sooooo viel passieren, was uns vom Leben zum Tode befördert, da werde ich mir doch jetzt nicht den Kopf schwer machen!



    LG Wally

  • genau so sehe ich das auch. Mein Mantra: "Probleme werden dann angegangen, wenn sie vor einem liegen". Alles andere ist verschwendete Energie. (ich weiß aber auch wie schwer es ist, die dunklen Gedanken im Keim zu ersticken)

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Laotse)

  • Ja, man hört immer, das Triple negativ so schlimm ist. Mir macht das auch Angst. Ich habe nur eine Bestrahlung bekommen, weil der Tumor so klein war.

    Aber trotzdem bleibt bei Triple negativ die Angst. Ich habe aber, um Mut zu machen, eine junge Frau kennengelernt, die einen 8cm großen Triple negativ Tumor hatte und seit 8 Jahren krebsfrei ist. Das macht mir sehr viel Mut!!! Ich versuche nicht zu viel zu Google, klappt aber auch nicht immer. Also am besten immer nur d guten Beispiele betrachten. Wir schaffen das!!!

  • Hallo,

    Ich heiße nicole, bin 37 Jahre alt und habe zwei Jungs im Alter von 2 und 5 Jahren.

    Gestern bekam ich die schocknachricht...bösartig und sehr wahrscheinlich tripleX negativ... Mein Glück meint der Arzt...es sind zwei tumore in der linken brust..Sie sind 'nur' 3mm und 4mm

    Ich bin gerade total am ende und hab solche Angst meine Kinder nicht aufwachsen zu sehen.

    Wie stehen denn die Chancen? Ist es wirklich gut dass sie noch so klein sind...obwohl triple negativ?

    Der Arzt meinte ein Vorteil von triple ist, dass die Rückfall wahrscheinlich weniger ist.

    Ich bin noch ganz durcheinander.

    Vielleicht könnt ihr mir etwas helfen.

    Danke

  • Hallo Nelke

    Herzlich willkommen hier bei uns im Forum. Schön dass Du uns gefunden hast. Zwar ist der Grund nicht schön , aber Du bist mit Deinen Ängsten nicht allein. Brustkrebs ist heute gut behandelbar, auch ein triple nehativer Brustkrebs . Bei Dir ist er zum Glück noch sehr klein , da denke ich dass er noch nicht zu viel angestellt hat. Triple negativer Brustkrebs ist mit Chemo gut behandelbar. Meistens wirkt die Chemo bei dieser Krebsart sehr gut. Deine Ärzte werden Dir sicher alles erklären.Auf Chancen und Überlebensstatistiken sollte man nicht bauen. Es sind nur Durchschnittswerte, jeder Mensch ist anders und somit verläuft auch bei jedem die Krankheit anders . Die Ärzte geben heute zum Teil keine Prognosen, da bekommst Du wahrscheinlich keine vernünftige Antwort von denen. Habe das meine Ärzte auch gefragt und habe nie eine vernünftige Antwort bekommen. Ich denke ist auch besser so , sonst hätte man noch mehr Angst und würde sich Gedanken machen.

    Heutzutage kann man auch mit triple negativem BK gut und sehr lange überleben. Ich kann gut verstehen dass Du Angst hast Deine Kinder nicht mehr aufwachsen zu sehen .

    Aber wie gesagt , zum Glück ist Krebs heute nicht das Ende der Fahnenstange. Eine gute Informationsquelle ist auch der Krebsinformationsdienst

    www.krebsinformationsdienst. de

    Dort kann man auch anrufen, wenn man Fragen hat. Auch hier im Forum kannst Du Deine Fragen stellen oder Dir etwas von der Seele schreiben.

    Ich selber bin vor 11Jahren an doppelseitigem Brustkrebs mit Lymphknotenbefall erkrankt , wurde auch erfolgreich behandelt. Doch leider erwischte der Krebs mich vor 1,5 Jahren nochmal in Form von triple negativ Lymphknotenmetastasen. Ich bekomme eine Tabletten Chemo, die ich schon über ein halbes Jahr nehme und sie gut vertrage . Mir geht es gut damit und ich bin nur wenig eingeschränkt , aber das nur wegen meiner Beine. Hoffe ich konnte Dir ein bisschen Mut machen.

    Sei ganz lieb gegrüßt und umarmt :hug:

    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hallo Nelke,


    Deinen Schock kann ich gut verstehen, denn Anfang des Jahres traf es mich auch. Und in Deinen jungen Jahren mit den kleinen Kindern ist die Angst sicher noch größer.


    Aber Du solltest versuchen, Dich von der Angst nicht ganz vereinnahmen zu lassen. Ich war / bin letztlich eigentlich froh, dass "mein" Krebs triple negativ ist. Die Chemo ist zwar eine anstrengende Angelegenheit, OP und Bestrahlungen fordern den Körper auch ganz schön, aber wenn das alles überstanden ist, ist vermutlich auch erst einmal Ruhe.

    Ganz sieht es beim hormonbedingten Krebs aus. Da entfällt zwar meistens die Chemo, aber dafür darf frau dann noch jahrelange weitere Medikamente schlucken.

    Für mich war das der Grund, mich sehr schnell mit dem triple negativ auszusöhnen. Und jetzt habe ich die Chemo auch schon geschafft und erwarte eigentlich, dass bis zum Jahresende alles gut verläuft und ich in 2018 mein altes Leben zum größten Teil wieder aufnehmen kann.


    Du hast hier zudem ein sehr gutes Forum gefunden, in dem alle allen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hier kannst Du Deine Fragen los werden, Deine Ängste mitteilen, aber auch frohe Momente teilen. Hier wissen alle, was es bedeutet, mit dieser Diagnose leben zu müssen. Und es macht Mut zu sehen, wie jede mit ihrer Krankheit umgeht und den Weg zur Genesung beschreitet.


    Die Zeit, die jetzt vor Dir liegt wird nicht einfach sein, aber sie ist zu schaffen!!! Auch von Dir! Ganz wichtig finde ich, dass man nicht die Augen verschließt, sondern sich dieser Herausforderung ganz bewußt stellt.


    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier und Familie und Freunde zu Hause, die Dich jetzt auffangen können.


    Alles wird gut - ganz bestimmt!!! Es dauert leider etwas.


    LG Wally

  • Liebe Nicole,


    Bitte

    Mach nicht den gleichen Fehler wie ich.

    Nach der Diagnose habe ich ziemlich panisch versucht alles zu regeln: Patientenverfügung und Testament geschrieben.


    Erst einige Tage später, nicht zuletzt auch durch den Austausch in diesem Forum, wurde mir bewusst: eine Krebsdiagnose ist kein Todesurteil.

    Es gibt unendlich viele Behandlungsmöglichkeiten.

    Du wirst bestimmt Deine Kinder aufwachsen sehen!


    Nimm Dir die Zeit Dich gut zu informieren. Dieses Forum ist ganz toll. Du wirst immer Tips bekommen und vor allem auch den Mut alle Ärzte solange mit Fragen zu löchern bis Du nicht mehr durcheinander bist. Das geht natürlich nicht in den ersten Tagen nach der Diagnose, wie ich heute weiß.


    Ich wünsch Dir alles Gute und viele hilfreiche Antworten


    Liebe Grüße aus der Reha

    Birgit

  • vielen lieben Dank für eure Worte! Momentan fühle ich mich noch wie im schlechten Film. Es ist ein ganz schönes Gefühlscaos! Aber ich sage dem Mist dem Kampf an...nicht mit mir!

    Habt ihr an eurer Ernährung etwas umgestellt? Ich werde wenn möglich auf Zucker...verzichten, der soll sich bloß nicht weiter ernähren können.

    Mein Arzt meinte zu triple negativ auch...er ist vielleicht etwas schwieriger zu behandeln...Aber man bekommt ihn nicht so schnell wieder. Ich hoffe so, das er recht hat.

    Irgendwie war es vielleicht auch Schicksal dass er so früh erkannt worden ist...

    Am meisten angst habe ich, dass noch mehr negative Dinge dazu kommen.

  • Liebe Nelke,

    Triple negative Tumore sind aggressiv und der Nachteil ist, dass nach Chemo keine weitere zielgerichtete Therapie mehr zur Verfügung stehen.

    TN Tumore kommen gern in den ersten drei jahren zurück. Im Gegensatz zu den hormonabhängigen Tumoren, die ein lebenslanges Rückfallrisiko tragen, gibt es keine Rückfälle mehr nach 8 Jahren, selten auch nach nur 5 Jahren. Ich finde das sehr beruhigend.

    ABER: Deine Tumore sind unter 5mm, d.h. es ist unter Umständen nicht mal zwingend eine Chemo nötig, wenn die Lymphknoten frei sind. Du hast allerbeste Heilungschancen, da Du sie so früh gefunden hast. Bei TN Tumoren ab 10mm wird def. eine Chemo angeraten, davor muss man genau Risiken und Nutzen abwägen.

    Es gibt einen tollen Artikel von Eric P. Winer:

    stage trumps biology for small triple-negative breast cancers


    Die Biologie des TN ist zwar aggressiv, aber das Stadium spielt auch hier eine große Rolle. Und wenn deine Lymphknoten frei sind und der Tumor T1a ist, bist Du wahrscheinlich auch ohne Chemo nach OP ein gesunder Mensch, der seine Kinder aufwachsen sehen wird.


    Und für Johanna Maria: wenn nach der Chemo keine aktiven Tumorzellen mehr gefunden worden sind, dann hast Du das absolute Bestergebnis erreicht. Eine sog. pathologische Komplettremission (pcr) bei TN Tumoren bedeutet die Freifahrtkarte ins Leben. Es gibt eine Studie von Prof. U. aus Berlin, ein TN Spezialist, der bei 12.000 Patientinnen mit pcr keine Rückfälle beobachtet hat. Klingt doch gut oder?

    Life's journey is not to arrive at the grave safely in a well preserved
    body, but rather to skid in sideways,
    totally worn out shouting "holy
    crap....what a ride".

  • Liebe Nelke

    Ich verzichte auch wie Du schreibst auf Zucker zu verzichten, vor allem auf den direkten Zucker( Süsswaren , Gebäck.) Ab und zu gönne ich mir jetzt im Sommer ein Eis . Also so ganz komplett verzichten kann ich nicht , aber wenn Du den Zuckerkonsum reduzierst und bisschen auf Deine Ernährung achtest, dann hast Du schon viel getan. Ich habe meine Ernährung nicht viel umgestellt, habe vorher schon Gemüse und Obst gegessen. Jetzt trinke ich mehr direkt gepresste Säfte , aber nicht pur sondern mische sie mit Wasser. Aber das andere esse ich wie immer. Ab und zu mal Fleisch , Geflügel, Fisch .

    Dass Zucker das Krebswachstum fördert wird zwar immer wieder behauptet, doch richtig bewiesen ist es nicht. Aber ich sage etwas weniger Zucker kann nicht schaden.

    LG alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • desir77 ...ich hoffe dass mein tumor so eingestuft wird. Das endgültige Gespräch hab ich leider erst am Montag. Diese Wartezeit macht einen wirklich verrückt. Man liest soviel Sachen und weiß nicht mehr was los ist.

    Wird das irgendwann besser? Ich hoffe es!

  • Hallo,


    bei mir wurde auch triple negativ diagnostiziert. Ich bin jetzt seit zwei Wochen mit der Chemo fertig und vom Tumor ist beim Ultraschall nix mehr zu sehen. Am Montag habe ich Besprechung, wie und wann es mit der OP weitergeht.


    Falls ich eine PCR schaffe, was ich ganz doll hoffe, ist dann noch eine Bestrahlung notwenig? Wird die immer gemacht? Wirkt sich die Bestrahlung auch auf die Blutwerte aus?


    Ich habe sofort im Januar angefangen mich ketogen zu ernähren. Habe dann aber Probleme mit der Galle bekommen, sodass ich jetzt umgeschwenkt bin auf weniger, aber gesunde Kohlenhydrate und den Zucker versuche ich ganz wegzulassen. Mein Tumor ist innerhalb von Oktober bis Dezember letzten Jahres gewachsen und ich weiß noch, dass ich in dieser Zeit extremen Zuckerhunger hatte. TN soll sich ja sehr gern von Zucker ernähren. Bewiesen ist das wirklich nicht, aber schaden kann es nicht und wir essen wirklich viel zu viel Zucker ohne uns Gedanken darüber zu machen.


    LG

    umbrella

  • desir77 ...ich hoffe dass mein tumor so eingestuft wird. Das endgültige Gespräch hab ich leider erst am Montag. Diese Wartezeit macht einen wirklich verrückt. Man liest soviel Sachen und weiß nicht mehr was los ist.

    Wird das irgendwann besser? Ich hoffe es!


    Nee, die Warterei wird immer nervig bleiben und begleitet uns während der ganzen Krankheitsgeschichte.

    Das Gute ist, dass wir uns dann allmählich an die Warterei gewöhnen ^^.


    Leider zieht uns unsere Ungeduld nur runter und so versuchen wir eben alle, uns etwas Geduld anzutrainieren um die Warterei besser aushalten zu können. Untersuchungsergebnisse gibt es meistens leider nicht direkt am nächsten Tag.


    Aber sobald Dein "Fahrplan" feststeht, wird es Dir auch etwas besser gehen, denn dann kommt irgendwie eine aktive Zeit und frau weiß wie es weiter geht und sitzt nicht nur und wartet und grübelt.

    Nur noch ein klein wenig Geduld und Du erfährst, was die Ärzte für Dich in den nächsten Wochen geplant haben.

    Und wie schon geschrieben: es ist zu schaffen :!:

  • Liebe Nelke,

    herzlich willkommen in diesem Forum!

    Mir ging es ähnlich wie Dir (auch wenn nicht TN): Ich wusste anfangs nichts über Krebs, außer dass eine gute Freundin der Familie mit Anfang 40 innerhalb von 4 Monaten an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben war. Dementsprechend panisch war ich, als die Radiologin nach Mammographie und Ultraschall der Brust nur zu mir (damals 37 J.) sagte: das sieht nicht gut aus, dass muss mit einer Biopsie abgeklärt werden. Mehr hat sie mir nicht dazu erläutert und ich dachte: wahrscheinlich bin ich in 4 Monaten tot. - Das wahr absolut falsch gedacht!!!!

    Neulich habe ich von einer Ärztin gehört, dass die Menschen in anderen Ländern, wie Italien oder Spanien, in ihrem Alltag viel offener über Krebs reden und dort muss niemand bei einem Verdacht oder bei einer ersten Diagnose in heillose Panik verfallen, weil die Leute einfach schon besser informiert sind.

    Mich haben diese Wartezeiten auf die verschiedensten Untersuchungstermine und -ergebnisse, bis endlich die Chemo beginnen konnte auch verrückt gemacht (Mammo im Dez 13., Chemobeginn im Feb.14). Nachts habe ich oft davon geträumt, das mir oder jemand anderem ein schlimmer Unfall passiert ist, ich wähle 112, aber am anderen Ende geht nicht die Notrufzentrale, sondern irgend jemand anderes ran.

    Sowohl ich, als auch viele- wenn nicht sogar alle! - hier haben die Erfahrung gemacht, dass das alles mit der Zeit besser wird! Denn man bekommt mehr Informationen, kann alles besser einordnen, und irgendwann steht endlich der große Schlachtplan. Nicht zuletzt können wir Menschen uns an erstaunlich viele Dinge (Angst- Gefühle, Nebenwirkungen usw.) gewöhnen.

    Such Dir die Hilfe, die Du brauchst und frag Deine ÄrztInnen, alles was Du wissen möchtest und schreib uns, was auch immer Dir auf dem Herzen liegt.

    Alles Gute!

    Olivia

  • Hallo lebe Nelke,

    Ich möchte dich auch sehr gerne hier im Form begrüßen.


    Ja, die Wartezeit, die Tage ziehen sich wie Kaugummi, aber warte mal ab, wenn du alle deine Fragen beantwortet siehst, dein Behandlungsplan steht, was dann mit dir passiert.

    Unerahnte Kräfte machen sich frei und du wirst deinen "Weg" gehen, immer gerade aus. Klar wirst du auch mal vom Weg abbiegen, aber du wirst zurückkehren und den "Weg" gehen, bis zum Ende des Weges.


    Als ich die Diagnose (Ma-Ca, hormonpositiv) erhalten habe, wurde ich ruhig, sehr ruhig.

    Ich bin nach der Bekanntgabe der Diagnose erst mal Essen gegangen.


    Nervös und sehr aufgedreht war ich vor meiner ersten und letzten Chemo, ansonsten die Ruhe in Person.

    Aber das große "Heulen" kam dann letzte Woche, u.a, Krankenhausaufenthalt wegen einer allergischen Reaktion.

    Da habe ich hier im Form um "Hilfe" gerufen und promt ein so herzliches Feedback erhalten, der Wahnsinn.


    Du siehst, wir sind Menschen mit unterschiedlichen Reaktionen, Umgehensweisen, Empfindungen, aber eines haben wir alle gemeinsam ermittelt:

    Den Kampf des Weges gehn.