Heilung triple negativ ??

  • Hallo,

    Ich bin nach meiner Diagnose triple negativ, ki 30 und Recherche nun auch hier gelandet. Ich bin 47 und relativ psychisch gefasst, allerdings mache mir natürlich Gedanken . 😉 Was glaube sehr wichtig ist.

    Vielleicht hat jemand eine Ahnung zum Thema chemo:


    Bei mir ist er ca 2.5 cm, sonst alle Untersuchungen ohne Befund. Habe mir die tumor marker selber im Labor bestimmen lassen, die Brust spezifischen, welche aus dem Blut bestimmbar sind, sind nicht erhöht. Auch die blutsenkung ist nur bei 2.


    Anscheinend schlägt die chemo bei ca 60 Prozent der Fälle triple negativ sehr gut an. Anderseits finde ich kein datenmaterial zu den ki Werten.


    bei 30%, wie ich, schlägt die chemo mit platinhaltigen Mitteln, anscheinend weniger gut an. Wahrscheinlich habe den gen Fehler wie angeli Jolie, das ist noch in test. Bei der gen Mutation wurde die chemo wieder besser anspringen.


    Es werden oder sind bei mir die Unterarten nicht untersucht. Da gibt es wohl Unterschiede. Hat jemand nähere Infos?


    Ich überlege hin und her, ob ich mich der chemo unterziehen soll. Wenn sie nicht anspringt, dann ist das Immunsystem platt. 😐und es bilden sich evtl dadurch rezidive.


    Für eine Info bin Ich dankbar.

  • jardin47

    Erst einmal herzlich willkommen hier in diesem Forum. Es tut mir leid, dass es dich nun auch erwischt hat.

    Aber ich möchte dir Hoffnung machen.

    Ein Triple negativer Tumor ist nicht hoffnungslos. Vergiss am besten das googeln danach. Im Netz stehen teilweise veraltete Sachen. Wenn du Fragen hast, dann wende dich am besten an deine Ärzte, den KID oder an das BRCA-Netzwerk (falls du ein positives Ergebnis bekommst). Oder natürlich der Austausch hier im Forum😉. Wir machen hier alle das gleiche durch und können nachvollziehen wie sich die andere evtl. fühlt. Gerade während der Therapiezeit ist das Forum eine große Stütze.


    Ich habe auch einen TN mit einem KI 33. Mein Tumor war bei der Erstdiagnose 28x27x20mm. Im Juni startete ich mit der Chemotherapie und werde sie nun am 14.11. beenden. Ich habe 4xAC und 12xPacli/Carbo erhalten. Gerade das Carboplatin ist bei TN die "Geheimwaffe" schlechthin. Mein Tumor ist darunter gehörig geschrumpft.

    Klar eine Chemotherapie ist sicherlich kein Spaziergang, dass will ich gar nicht verheimlichen. Es gibt in dieser Zeit Höhen und Tiefen, gute und schlechte Tage. Aber die Chemo ist gut zu schaffen, denn die guten Tage überwiegen😃👍🏻.

    Während der Chemo habe ich auch den Gentest gemacht. Hier werden meistens die häufigsten Mutationen BRCA1+2, sowie PALB untersucht. Bei mir wurde BRCA1 festgestellt. Der Test verändert zwar vieles, aber er bringt auch die Sicherheit alles mögliche zu tun um das Rückfallrisiko zu senken.


    Ich wünsche dir für deine bevorstehende Therapiezeit alles alles Gute🍀🍀🍀, viel Kraft💪🏻, Mut und auch Zuversicht🤗👍🏻.

    Du schaffst das!!!👍🏻

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • jardin47 Habe meine Diagnose im März erhalten - sie gleicht Deiner fast. Auch die Tumorgrösse und der KI 30.

    Im Mai habe ich mit der Chemo begonnen - unter 12xPacli ist der Tumor gut geschrumpft, nach den darauffolgenden 4EC laut Mammografie aber trotzdem noch nicht ganz weg....Das erfahre ich in einigen Tagen - da habe ich die OP.

    Ich habe an einer Studie teilgenommen - GeparDouze. Dabei wird auch 4xCarboplatin verabreicht und ein Prüfmedikament.


    Alles Gute - Flanke <3

  • Hallo zusammen!


    Ich hab jetzt hier überall mal reingelesen und bin beeindruckt, wieviel Wissen hier zum Teil vorhanden ist. So genau könnte ich vieles gar nicht erklären.

    Ich hatte ja meinen Tumor dies Jahr zu Ostern entdeckt (das Ei...) und dann ist die Diagnostik gelaufen. Es war - oder ist - ein sog. medullärer Tumor, das heißt, er war weich, glatt und rund und konnte sich deshalb auch unbemerkt bis auf fast 4 cm Größe entwickeln. Die Histo ergab TN KI 60%. Im Juni fing die Chemo an, 4 x EC alle 14 Tage, dann 12 x Taxol und Carboplatin jede Woche. Übermorgen muss ich zum letzten Mal ran.

    Ich bin eigentlich sehr gut durch die Zeit gekommen, erst jetzt in den letzten Wochen summieren sich die kleinen Problemchen so, dass sie insgesamt doch einschränken. So die Schmerzen in den Füßen, oder dieses Gefühl, dass alles geschwollen ist. Übel war mir zum Glück nie, das ist jetzt erst der Fall, wo ich wegen schlechter Blutwerte (Leucos, Neutros) jede Woche Neupo… spritzen muss. Vergeht aber auch nach 2 - 3 Tagen.

    Insgesamt ist der Tumor von fast 14 cm³ auf knapp 1cm³ geschrumpft, am 3.12 soll eine brusterhaltende Op durchgeführt werden (nur ein Segment entfernt werden).

    Tja, und dann? Hier wird immer so selbstverständlich und fast wie nebenbei über die Bestrahlung gesprochen.

    Da weiß ich gar nicht, was auf mich zukommt. Wie oft das ist, welche NW da auftreten. Es macht mir Angst. Irgendwie war für mich innerlich die Op der Abschluss, und jetzt merke ich, dass da noch Sachen ausstehen, die ich nicht im Griff habe. Statt mich über die letzte Chemo zu freuen, schlafe ich wieder schlecht, grüble, fragt mich auch, was ist, wenn jetzt nicht alles weg ist... Ich hatte beschlossen, Weihnachten gesund zu sein, einen Plan B hatte ich nicht.

    Hier sind ja offenbar einige, die diesen Weg schon hinter sich haben, vielleicht könnt Ihr meine Ängste ein bisschen zerstreuen. Über Bestrahlung speziell hab ich hier gar nichts gefunden, oder hab ich das bloß übersehen? Ich hoffe auf Antworten von Euch...


    Liebe Grüße von der Tulpe.

  • Oh Danke, Tempi ! Da kann man mal sehen, wie kopflos ich zur Zeit bin - ich hab in der Themenübersicht einfach nicht bis nach ganz unten gescrollt...

    Nein, ich habe keinen schriftlichen Gesamtbehandlungsplan bekommen, die Ärztin hat nur mit mir geredet, nachdem mein Fall in der Tumorkonferenz besprochen worden ist, und mir den Vorgesprächs- und Op.-Termin mitgeteilt. Ich hab langsam den leisen Verdacht, dass sie einfach vergessen hat, mir den Plan auszuhändigen. Muss ich Dienstag unbedingt nochmal nachhaken.

  • Tiane , das ging und geht vielen so mit der Kopflosigkeit. Fragen, wenn man etwas sucht und nicht fündig wird, ist doch genau richtig. :)

    Bitte am besten die Ärztin um Kopien aller Unterlagen, Befunde, Behandlungsplan usw. Du hast ein Anrecht darauf.


    Auch wenn das für Dich jetzt wahrscheinlich nicht schön klingt: Sollte bei Dir Bestrahlung geplant sein, musst Du davon ausgehen, dass zwischen OP und Bestrahlung 4-6 Wochen liegen und dann käme eben die Bestrahlung mit rund 6 Wochen, je nach Anzahl der Bestrahlungen.


    Bei einer Therapie mit Chemo, OP und Bestrahlung kann man insgesamt von 9-12 Monaten ausgehen.


    :hug:

  • Auch wenn das für Dich jetzt wahrscheinlich nicht schön klingt: …

    Nee, schön klingt das nicht. Ich muss mich wohl damit abfinden, dass mein "Weihnachten bin ich gesund" zu blauäugig war. Und das vor allem auch meinem Mann beibringen - der hat das nur zu gern wörtlich genommen.


    Immerhin hab ich jetzt durch das Lesen im Thread "Bestrahlungen" ein klein wenig mehr Durchblick. Es ist möglich, diese ohne wesentliche Nebenwirkungen zu überstehen. Und das hoffe ich dann auch. Immerhin konnte ich bei der Chemo ja auch fast immer sagen, mir geht es gut.


    Jetzt könnte sich diese weinerliche Stimmung mal langsam wieder davonmachen...

  • Tiane Ich habe meinen Tumor auch kurz vor Ostern entdeckt. Zuerst bin ich auch von etwas 8-9 Monaten krankenstand ausgegangen. Ich war fest davon überzeugt spätestens im März wieder im Job zu sein. Daraus wird jetzt leider aber auch nichts. Wahrscheinlich muss ich auch noch zur Bestrahlung, danach evtl. nochmals eine OP. Und irgendwann steht ja dann auch noch die REHA an. So muss ich damit rechnen, dass es Frühsommer wird bis ich wieder zum normalen Alltag zurück kehren kann. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden. Denn mein oberstes Ziel ist es gesund zu werden. Dafür möchte ich alles tun, was nötig ist oder anders gesagt: "Gut Ding will Weile haben;)". Also Kopf hoch - du schaffst das auch:thumbup:.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Tiane

    Auch ich fand die Bestrahlung nicht schlimm. Ab und an war ich etwas müde. Ansonsten fand ich nur die Fahrerei für die paar Minuten Strahlentherapie nervig. Habe mich dann anschließend häufig mit Freundinnen zum Frühstücken verabredet!

    LG und alles Gute für Dich. Mit der Bestrahlung wartet der vermutlich "angenehmste" Teil der Therapie auf dich. S-

  • Hallo ihr Lieben,

    ich melde mich auch mal wieder. Ich befinde mich nun auch in der Strahlentherapie und irgendwie will mich das Kopfkino gerade nicht loslassen. Ich habe nun schon so oft gehört und gelesen, dass man bei TN und Pcr gute Prognosen hat. Dennoch erwischt es scheinbar doch wiederum viele mit Rezidiven oder gar Metastasen. Gibt es denn hier auch diejenigen, die nun schon lange ohne Negativbefunde glücklich sind? LG T.