Tamoxifen

  • Liebe Ronda ,


    bei mir war es hauptsächlich, weil man weiss, wie man ihn behandeln kann. Hormonabhängig ist erst einmal gut. Und Her2neu negativ auch. Der hohe KI macht ihn durch die Chemo gut angreifbar. NST bedeutet duktal und das ist besser als lobulär.


    Trotzdem nicht schön, aber in gewissem Sinne hat sie recht.


    Ich habe mal Her2neu negativ als 6er im Lotto bezeichnet. Auch die Hormonabhängigkeit. Trotzdem sind wir damit nur relativ aus dem Schneider. Nicht umsonst habe ich mich dann doch für das volle Programm entschieden, allen NWs zum Trotz.


    6er im Lotto wäre locker 90 werden und einfach friedlich einschlafen. Man darf ja mal träumen.


    LG


    Sonnenglanz

  • Sonnenglanz ah jetzt ja, ich habs gelesen! Hatte ich das doch richtig im Kopf, dass du wegen dem Test eine Chemo gemacht hast. Mir wurde der Test gar nicht angeboten. Ich glaub das lag auch an meinem KI von nur 2%. Da wäre ne Chemo wohl wie eine Gießkanne über einem Waldbrand, wenn ich Cookie zu dem Thema zitieren darf. Aber auf die AHT wollte ich nicht verzichten. Das Stückchen Sicherheit nehm ich mit.

  • Liebe Anne79 , ja, 2% sind echt wenig und damit für eine Chemo wohl zu niedrig. Aber auch die anderen Werte, zB. kein Lymphknoten befall. Du hast echt richtig Glück im Unglück gehabt und das möge sich dann jetzt auch weiter bestätigen.


    Dieser Test ist mir sehr suspekt, der für Patientinnen ohne LymphknotenBefall ist wesentlich besser aufgestellt. Aber das ist das Beste, was es zur Zeit gibt. Also bleibt mir nichts andres übrig, als zu hoffen, dass es den ca 30 Prozent Rückfallrisiko nochmal so 10 % nimmt. Angeblich sei das so.


    Naja ich höre jetzt auf mit diesen Statistiken, besser ist es, gut zu leben wie immer das auch aussehen mag. Und ganz fest zu hoffen, dass es gut geht.


    LG


    Sonnenglanz

  • Hallo an alle


    Ich wohne ebenfalls in der CH und möchte nun das ins Diskussionsfeld werfen, was MIR erklärt wurde, als ich vor 4 Jahren an hormonabhängigem BK erkrankt bin. Der Onkologe bezog sich auf die SOFT und TEXT Studien und hat gesagt, dass alle von TAM umgestellt werden auf einen Aromatasehemmer gemeinsam mit einer Spritze, die die Aktivität der Eierstöcke unterdrückt.


    Ich war damals mit 46 Jahren weit entfernt von einer Menopause und wurde genau so behandelt, d.h. Spritze in den Bauch, um die Eierstöcke lahmzulegen und Aromatashemmer, mit dem ich gut klar komme. Ich kenne noch zwei weitere Frauen hier, die vorher TAM nahmen aber nach Erscheinen der Ergebnisse der SOFT und TEXT Studie umgestellt wurden auf Aromatasehemmer. Deshalb ist mir überhaupt nicht klar, warum immer noch sooo viele (über 40) mit TAM behandelt werden? Mittlerweile habe ich mir die Eierstöcke entfernen lassen, um mir die Spritze zu ersparen. Er hat auch mehrmals betont, dass - falls man schlimme Nebenwirkungen hätte - unbedingt probieren sollte, den Hersteller des Medikaments zu wechseln, bevor man aufhört mit dem Mediakament.


    Ticino

    Anche io ho vissuto 5 anni in Ticino, salutoni!


    LG,

    Viviane

    Wir verpassen so viel Schönes, weil wir in den richtigen Momenten mit den falschen Gedanken beschäftigt sind.

  • Sonnenglanz

    Zitat:

    6er im Lotto wäre locker 90 werden und einfach friedlich einschlafen. Man darf ja mal träumen.

    ....

    Es nützt aber auch nix 100 Jahre zu Leben ohne Inhalt.

    Wichtig ist nicht, wie dick dein Lebensbuch ist, sondern die Intensität des Inhaltes.

    Ein kurzer spannender Krimi liest sich wertvoller, als ne dicke Schwarte, ohne Spannung.

    Also wichtig: Leben, jetzt.


    Es gibt Statistiken, aber die sind nur Zahlen. Es gibt bei Krebs keine Wahrscheinlichkeiten und keine Garantien.

    Man kann L0 sein, Herr2 negativ und keine Genmutationen und steht dann doch mit nem Rezidiv da, 10 Wochen nach der Bestrahlung.

    Wichtig ist: Kampfgeist, Siegen muss immer die Lebenskraft, der Mut und die Lust auf das Leben. Das geht natürlich viel Leichter mit Euch und eurer Erfahrung als Unterstützung.


    Alle Forschungen haben zu den derzeit gültigen Leitlinien geführt, die Basis ist für die Empfehlungen der Brustkrebszentren.

    Die Entgültige Entscheidungen trefft immer ihr.


    Ticino Wenn du Zweifel hast, kannst du nicht eine Weitere Experten Meinung einholen? Das hat viele von uns schon weitergebracht. Das nächste BKZ im Umkreis raussuchen, anrufen, Fall schildern und hinfahren, evt. Auch nur für ein Gespräch?


    Was die ARomatasehemmer letztendlich noch so alles in Schach halten wissen wir nicht.

    Ab und an Knochenschmerzen und Hitzewellen sind Nebenwirkungen mit denen ich leben kann, wenn dafür etwaige bis dato noch unbekannte Metas dann nicht wachsen !

    Hoffnung Liebe Grüße Eli.

  • Hallo an Alle!


    Ich hab da mal eine Frage ... bin jetzt 60, hormonabhängiger Brustkrebs im Dezember 2015.
    Nach Ablauf der Therapien (intraoperative Bestrahlung, Chemo, Bestrahlung) habe ich, wie alle nach der Menopause Anastrozol bekommen, was wirklich sehr starke Beschwerden im Kniegelenk hervorgerufen hat. Sport ging nicht richtig, Spazierengehen und Wandern eigentlich gar nicht, Arbeiten na ja ..

    In einer onkologischen Sprechstunde hat mir dann ein Arzt gesagt, ich solle doch auf Tam wechseln. Neuere Studien ergäben, dass die Wirkung sich kaum von Anastrozol unterscheidet. Gesagt, getan - 6 Wochen Pause, dann Tam. Und tatsächlich kaum noch Beschwerden im Knie, ein bisschen Morgensteifigkeit und Hitzewallungen (was im Sommer nicht sehr nett war) und Beschwerden im Schultergelenk, aber nicht so schlimm. Es geht mir also besser ...

    Wenn ich mich nur nicht fragen würde, ob es auch wirkt ... Hat jemand von euch einen ähnlichen Rat bekommen? Oder irgendetwas diesbezüglich gelesen/erfahren?

    Würde mich sehr freuen, etwas zu hören!


    Liebe Grüße,
    Eowyn

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Klinikname entnommen.

  • Ich habe gelesen, dass Anastrozol oder Letrozol oder wie das alles heißt bei Frauen nach den Wechseljahre etwas besser wirken soll. Etwas besser überzeugt aber nur dann, wenn die Lebensqualität nicht zu sehr darunter leidet. Wenn du kaum laufen konntest ist das ja wirklich nicht gerade prickelnd. Alles gute wünsch ich dir.

    Lg

  • Hi Alice, ja Anostrozol und Letrozol haben ein breiteres Wirkungsband, als Tam. Macht aber unfruchtbar, daher die Gabe nur bei Frauen, die das Thema definitiv abgeschlossen haben. Also in oder nach den Wechseljahren. Ebenso führt es zu stärkeren Knochenschmerzen, als Tam.


    Daher kommt es vor, das einige Frauen trotz abgeschlossener Menopause dennoch Tam bekommen, weil ihnen diese Knochenschmerzen nicht mehr zumutbar sind, oder wie meine Gyn es klar gesagt hat, die Abbruchquote ist dann zu hoch.


    Bevor Frau abbricht, dann doch lieber Tam probieren , besser als weglassen.

    Liebe Grüße Eli

  • Alice_im_Wunderland

    Oh je mit 28 Jahren sich schon mit einem G3 Tumor herum schlagen zu müssen, ist echt ne Herausforderung. Tut mir so leid.

    Aber Chemo und Bestrahlung sind geschafft. Die 5 Jahre Tam schaffst du auch.


    Die AHB wird dich enorm nach vorne bringen. Mit jeder Woche wirst du neue Energie und Kraft schöpfen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch; und voller Lebenslust und Energie zurück kommen. Lass es einfach auf dich zukommen.


    Bei mir war es im Juli und ich bin total begeistert und motiviert zurück gekommen. Die Fortschritte, die man dort macht und der Zusammenhalt mit den anderen Frauen ist super.

    Wünsch dir eine ganz tolle Zeit. LG Eli

  • Ich weiß nun nicht, woher die Information kommt, dass Aromatasehemmer bzw. Tamoxifen unfruchtbar machen sollen.


    Denn beide Medikamente beeinflussen nicht direkt die Ovarien! Es werden entweder die „Andockstellen“ auf den Rezeptoren blockiert (Tamoxifen) bzw. die körpereigene Produktion von Östrogen durch Hemmung des sog. Aromatase-Enzyms heruntergefahren (Aromatasehemmer wie Anastrazol. Letrozol, Femara).


    Und gerade Frauen vor der Menopause wird ausdrücklich empfohlen, trotz Antihormontherapie mit ihren behandelnden Gynäkologen über Verhütungsmöglichkeiten zu sprechen.


    Dass Aromatasehemmer überwiegend Frauen nach der Menopause empfohlen wird, hat andere Gründe. Dazu könnt Ihr gerne Eure Ärzte befragen. Oder Ihr schaut mal auf die Seite der sächsischen Krebsgesellschaft. Dort gibt es recht gute Erklärungen https://www.krebsportal-sachse…iakmentoese_therapie.html


    Viele Grüssles


    Saphira

    Mitglied des Moderatoren-Teams

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Link ergänzt.

  • Ein Punkt war mir bis dato nicht bekannt, den find ich aber wichtig.

    Die Antihormon Therapie wirkt erst 10 bis 12 Wochen nach Einnahme.

    Wär mir das vorher bewußt gewesen, hätte ich nicht so lange mit der Einnahme gewartet.


    Richtig Saphira Das Tam unfruchtbar macht, glaub ich definitiv nicht, denn es wurde bei Kinderwunsch Patientinnen eingesetzt.


    Letrozol gibt es erst während bzw. nach der Menopause.

    Grüße Eli

  • Hallo Ihr Lieben,

    bin derzeit zur Reha und schon der Anfang gestaltete sich schwierig. Ich habe bereits seit längerem immer mal wieder Wadenkrämpfe und auch sonst verhärtete Muskeln. Hier, nach den Sporttherapien wird alles schlimmer. Aber der Arzt riet mir zur Einnahme von Magnesium, das wars. Tamoxifen wäre halt ein notwendiges Übel, wenn ich mögliche Nebenwirkungen hinterfrage.

    Dazu kommen wieder depressive Stimmungen und Appetitverlust. Heute war mir den ganzen Tag schwindlig.

    Ich hoffe ja nur, es bleibt kein Dauerzustand. Wenn man so seiner Arbeit nachgehen soll, dann ist man ja bald ein Wrack, wie lange geht das gut?

    Na dann, tolle Reha, die letzte war besser.

    Consi