Tamoxifen

  • Liebe Alle!

    Seit drei Monaten nehme ich Tamoxifen, die ersten Wochen waren völlig problemlos, dann kamen massive Wallungen, die wurden wieder besser, dafür habe ich jetzt seit einigen Wochen ständig Herzrasen bzw. starkes Herzklopfen - das macht mich wahnsinnig. Kennt das jemand von euch bzw. gibt es Abhilfe? Und noch eine zweite Frage: Ich habe seit meiner Rezidiv-Diagnose eine Angststörung mit Panikattacken, jetzt rät mir meine Psychoonkologin zu einem Antidepressivum (Seratonin-Wiederaufnahmehemmer). Ich bin sehr unsicher, weil ich meinen Körper nicht zusätzlich belasten will. Hat von euch jemand Erfahrungen mit der Kombination Tamoxifen und Antidepressiva?

    Liebe Grüße!!

  • Liebe Rosa25 , ich habe leider keine persönliche Erfahrung mit Antidepressiva. Aber es gab doch eine bestimmte Sorte, die sich mit Tamoxifen nicht "versteht". Das steht, glaube ich, sogar im Beipackzettel.

    Anderen Herzrhythmus habe ich nicht. Hattest du deine Chemo? Auch wenn nicht, würde ich meinen Arzt darauf ansprechen.

  • Magen-Darm-Probleme ist ja noch mal ein anderer Schnack, das spürst Du ja auch mit Übelkeit und so.

    es nervt einfach, weil ich die Beschwerden vor allem beim Sitzen merke. Und das tue ich ja nun wieder reichlich im Büro. Wenn das nicht wäre, wäre ich echt nah an "ziemlich fit und agil". Und so ein Zwicken und Druck unter den Rippen wirft ja auch wieder das Kopfkino an. So wird's zum Kreislauf. Weil ich auch im letzten Jahr der Behandlung gemerkt habe, dass Stress mir richtig auf den Magen schlägt. Naja, jetzt hoffe ich erstmal auf andere Gedanken und ein anderes Körpergefühl zu kommen, wenn es nächste Woche nach KRETA geht 8)

  • Liebe Rosa25 ,

    Ich bin so jemand mit Tamoxifen und Serotonin-Wiederaufnamehemmer. Lange hab ich mich dagegen gewehrt, aber weißt du, diese Panikattacken stressen den Körper schon sehr. Mich hat das unheimlich viel Kraft gekostet, so dass ich mir dann doch ein Rezept geholt habe. Mittlerweile bin ich gut eingestellt. Es geht mir auch gut. Mein Onkologe befürwortet es sogar. Wechselwirkungen mit Tamoxifen habe ich nicht. Hoffentlich konnte ich dir jetzt ein wenig von deinen Bedenken nehmen. Alles Liebe und gute Besserung:*

  • Hallo,

    meine Frage ist vielleicht ein bißchen speziell,aber vielleicht schlägt sich ja noch jemand mit einem ähnlichen Problem herum...:/

    Demnächst geht meine Bestrahlung los und im Anschluß soll ich 5,evtl.10 Jahre Tamoxifen nehmen.

    Jetzt habe ich aber eine nachgewiesene Lipoprotein(a)-Erhöhung,die mir bei meiner ersten Schwangerschaft eine Frühgeburt beschert hat.Ein Zuviel an Lipoprotein(a) geht ja einher mit erhohtem Risiko für kardiovaskulärenEreignissen wie Schlaganfall und Atheroskletose...ich habe leider schon diskrete Plaque an der Bauchschlagader:( Kann ich da Tamoxifen überhaupt bekommen?

    Im Netzt finde ich nur eine amerikanische Studie, die behauptet,daß Tamoxifen den Ldl und den Lipoprotein(a)-Spiegel sogar senkt.??? Hat sich schonmal einer von euch damit beschäftigt?:hot:


    Im Gegensatz dazu erhöhen Aromatasehemmer den Cholresterinspiegel?

  • liebe Rosa 25 .Ich nehme auch schon jahrelang Antidepressiva,du musst es mit den Ärzten besprechen oder Psychologen.Vorallen eine Zeit nehmen,die Wirkung setzt nicht gleich ein.Es gibt soviele Medikamente inzwischen,aber nicht alles wirkt bei jeden gleich und hilft. Ich hatte bis vor kurzem Opi......l hat bei mir dann nicht so geholfen.Seit vorige Woche ,habe ich Prega......n verschrieben bekommen,soll ja auch gegen Polyneuropatien helfen .Werde ich sehen lg Lissy

  • Katastrophenschutz ,guten Morgen. Ich kann Dir nur sagen das ich nach meinem Schlaganfall kein Tamoxifen nehmen darf. Nehme stattdessen Aromatasehemmer.

    Bis das geklärt war, hatte ich 5 Wochen Tamoxifen genommen, musste mir aber zusätzlich jeden Tag Heparin Spritzen.

    Da bei Dir ja die Gefahr auch erhöht ist....bitteunbedingt nachhaken...

    Liebe Grüße Annett 🙏🙏🤗

  • Katastrophenschutz bin zwar kein Arzt, aber dann sehe ich eher einen Aromatasehemmer bei Dir Und nicht Tamoxifen.

    Zumal Du Dich ja dann 5 Jahre mindestens mit Heparin Spritzen müsstest...

    Ich war dann nochmal direkt zur Blutgerinnungssprechstunde,da wurde mein Blut genetisch in alle Bestandteile zerlegt und von dort kam dann die Info ich brauche auch unter Letrozol nicht weiterspritzen.

    Ach siehste, da muss ich auch nochmal hin🙈...fast vergessen

    Bin echt gespannt, was bei Dir rauskommt.

    Drückerchen und liebe Grüße 🤗

  • Liebe Annett1972 , welche Ursache wurde denn für deinen Schlaganfall verantwortlich gemacht? Gibt es bei dir eine Gerinnungsstörung,oder ist das Tamoxifen "schuld"?

    Nachdem,was ich gelesen habe, erhöht Tam zwar das Schlaganfallrisiko, hat aber, obwohl es auf den Tumor antiöstrogen wirkt, eine östrogenartige Wirkung auf Knochen und Fettstoffwechsel. Wenn das so stimmt,wäre das in meinem Fall ja gar nicht so schlecht. Aromatasehemmer hingegen beeinflußen den Fettstoffwechsel negativ,daher auch die erhöhten Cholesterinspiegel...und auch erhöhte Lip(a) Werte.....

    Aber ja, man braucht einen Arzt, der einem das erklärt,...das ist alles so komplex,daß man als Normalmensch nix verstehen kann...Ich berichte,wenn ich bescheid weiß!:thumbup: Auch liebe Grüße! :hug:

  • Liebe Katastrophenschutz ,es gab bei mir keine erkennbare Ursache für den Schlaganfall. Auch eine Gerinnungsstörung nicht, habe ich alles testen lassen.

    Ich hätte den gar nicht kriegen dürfen 🤔🙈

    Aber es ist wie es ist....

    Es ist immer nur schlimm, das letztendlich wir die Entscheidung tragen müssen, wenn wir uns für ein Mittel entscheiden.

    Hab einen schönen Abend

    Liebe Grüße Annett

  • Ich hatte heute mal Glück und habe im Brustzentrum gleich Antworten auf meine Fragen bekommen.In meinem Fall sei das Risiko eines Schlaganfalls kleiner als der Nutzen der Behandlung mit Tamoxifen. Trotz Lip(a)-Erhöhung. Nach Rücksprache mit einem Internisten wird mir die Behandlung dringend empfohlen. Von einer evtl. günstigen Beeinflussung von Tam auf die Cholesterine wußte sie leider nichts....Der Plazentainfarkt wärend meiner ersten Schwangerschaft sei nicht zu vergleichen mit einem Ereignis außerhalb einer Schwangerschaft.

    Jetzt hoffe ich mal,daß ich es gut vertrage und auch meine Gefäße gut mitmachen. Ein bißchen Schonfrist habe ich ja noch, erst kommt die Bestrahlung.

    Annett1972 Irgendwo habe ich mal gelesen,daß Tumore auch Auslöser für Thrombosen sein können. Irgendwelche Botenstoffe die vom Tumor ins Blut gelangen? Ich weiß leider nicht mehr wo ich es gelesen hab und wie glaubhaft das ist,ich fand das in dem Zusammenhang nur spannend.Es gab wohl Fälle in denen die Thrombose ein ersten Anzeichen einer Krebserkrankung war....Ich bin kein Mediziner,deswegen sind diese Aussagen mit Vorsicht zu genießen.

    Liebe Grüße!<3