Tamoxifen

  • Liebe Kalinchen,


    Die Warterei ist das Blödste. Und Geduld schwierig. Aber es hilft nicht... Da müssen wir durch. Versuch dich mit was Schönem abzulenken. ... Vielleicht hilft das ein wenig.

    Nehme gefühlt momentan auch alles mit: von Eierstockzyste über Myom bis hin zu einem Pap- 3D2 Ergebnis. Alles nix wirklich Schlimmes aber nix was man wirklich braucht.

    Ich hoffe mit dem Umbau geht alles glatt und du wirst aus der Ungewissheit erlöst.

    Fühl dich lieb gedrückt 🌼

  • Hallo zusammen,


    hat jemand von Euch schon etwas von der Abwägung TAM oder Aromatasehemmer gehört?


    Das Brustzentrum hat eine Behandlung mit Aromatasehemmern empfohlen.

    Der Gynokologe gab mir ein Rezept über TAM. Als ich darüber nochmal nachdachte, vereinbarte ich einen weiteren Termin. Dort gab es dann die sehr persönliche Erklärung: Tam sei besser verträglich, daher blieben die Patienten eher dabei. Der minimale Vorteile von 1% spiele dabei dann die geringere Rolle.


    Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie hin- und hergerissen ich bin.


    Bisher habe ich von verschiedenen Nebenwirkungen bei beidem gelesen. Aber: alles kann, muss aber nicht. Zumindest ausprobieren wäre mein Grundsatz bei Beidem.

    Ich weiß, dass die 1% nicht den Infos vom KID (ATAC Studie entsprechen), dass TAM wesentlich preiswerter ist...


    Eine weitere Meinung wäre mir wichtig, ein Arztwechsel auf die Schnelle ist aber nicht so einfach. Und ich wollte auch nicht 3 Monate abwarten, bevor ich mit der Antihormontherapie anfange.


    Für eine guten Tip wäre ich dankbar.

    Birgit

  • Vielen Dank für den Zuspruch.

    Vor der ausschabung direkt habe ich keine Angst, ich hatte schon einige. Die letzte 2006 war ambulant, da war ich um 2 wieder zu Hause. Ist nur nervig das nach 9 Monaten Tamoxifen Einnahme die Nebenwirkungen nicht aufhören.


    Liebe Birgit,


    welche Nebenwirkungen man bekommt weiss leider niemand vorher. Wir haben nur die Wahl zwischen Pest und Cholera 😁( bitte nicht zu ernst nehmen)


    LG

    Kalinchen

  • Liebe Birgit,

    ich stehe nicht vor der Wahl, weil ich 1. Tam aufgrund einer früheren Lungenembolie nicht nehmen darf und 2. mit meiner OP am 24.8. nach den Wechseljahren bin. Ich habe irgendwo auch was davon gelesen, dass Frauen vor den Wechseljahren von Aromatasehemmern profitieren können, müssen dann aber zusätzlich ein Medikament nehmen, welches die Eierstöcke lahm legt. Das Brustzentrum wird sich schon was gedacht haben, wenn sie Dir Aromatasehemmer empfehlen. Frag doch da nochmal nach.


    Aber: warum ist ein Arztwechsel auf die Schnelle nicht so einfach? Ich habe mich auch lange gescheut während der Therapie zu wechseln, aber neulich doch entschieden meinen Gyn zu wechseln. War überhaupt kein Problem. Habe bei der Ärztin meiner Schwester angerufen, die Situation geschildert und zeitnah einen Termin bekommen, bin dann zum Hausarzt, hab dem auch die Situation erklärt und habe eine 2. Überweisung in diesem Quartal zum Gyn bekommen. Zwischen den Terminen bei meinem Ex-Gyn und meiner zukünftigen Gyn liegen keine 3 Wochen. Ich soll alle Unterlagen mitbringen, sie scannen dann ein, was sie brauchen. Klingt momentan so, als ob ich diesmal Glück haben könnte.

    Bevor Du eines von beiden nimmst, informiere Dich, bis Du sicher bist, dass Du die richtige Entscheidung getroffen hast. Du hast immer das Recht auf eine zweitmeinung..

    LG

    Heideblüte

  • Liebe Birgit,

    du brauchst keine Überweisung für einen Facharztwechsel, ausser zu einer Spezialambulanz o. ganz speziellen Untersuchungen. Krankenversicherungskarte reicht.

    Und bei ernsthaften Erkrankungen hast du sowieso das Recht auf eine Zweitmeinung, auch wenn es "nur" um die Medikation geht.

    Aber ich würde auch/parallel tatsächlich zuerst das Brustzentrum aufsuchen und in der Sprechstunde ausführlich das Für und Wider erklären lassen.

    LG Katzi64

  • Liebe Birgit,

    ich habe die Info bekommen, dass bei Frauen vor den Wechseljahren Tam empfohlen wird und bei Frauen nach den Wechseljahren Aromatasehemmer. Warum das so ist, weiß ich aber nicht mehr. Frag bei deinen Ärzten nach, die müssen das ja erklären können.

    Und bei den Nebenwirkungen ist es ja so: alles kann, nichts muss. Ich selbst nehme Tam seit Anfang Mai und die Nebenwirkungen halten sich sehr in Grenzen. Hitzewallungen, ja, aber das lässt sich wohl kaum vermeiden, wenn die Östrogenwirkung unterdrückt wird. Insofern betrachte ich das als normal. Und sonst habe ich bisher keine Nebenwirkungen. Vorher weiß man das sowieso nicht.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • @Luzi: auch ich habe Verklebungen der Faszien im Bauch und dadurch immer wieder Probleme mit Rücken und Hüfte. Bei mir fing es während der Chemo an und ich dachte es kommt davon, auf Tam als Auslöser bin ich gar nicht gekommen. Bei mir löst die Verklebungen einmal im Monat der Physiotherapeut und ich mache viel Sport somit komme ich ganz gut damit klar. Sobald ich weniger Sport mache ist es schlimmer.


    birgit : ich hab eigentlich keine großartigen Nebenwirkungen von Tam ab und zu Hitzewallungen aber nicht schlimm, freu mich schon auf den Winter den ich werde nicht mehr so frieren:) Ein größeres Hungergefühl, das hab ich aber auch ganz gut im Griff hole mir immer wenn der Hunger kommt ein Radieschen Gurke oder Tomate anstelle von Schoki und Gummibären, somit auch keine Gewichtszunahme-

  • Hallo Ihr Lieben,


    tausend Dank für die schnellen Antworten.


    Der Arztwechsel ist nicht so einfach, weil ich auf der Suche nach einem Gyn war, der sich mit Onkologie auskennt. Da gab es einen Termin im November und das ist mir eigentlich zu spät. Ich suche also noch.


    Ich habe die Wechseljahre schon hinter mir, habe mich gegen eine Chemo entschieden, da ich ganz hart an der Grenze war und deshalb war die Empfehlung des Brustzentrums der Aromatasehemmer, der wirksamer sein soll. Das war für mich grundsätzlich ganz plausibel.

    Nun hat mich leider der Gyn völlig verunsichert. Natürlich hat er die Erfahrung, wie sich Patienten mit der Antihormontherapie fühlen und wie gut sie die 5 Jahre durchhalten. Daher war seine Empfehlung TAM. Hier wären die Nebenwirkungen geringer. Auch das ist für mich plausibel.

    Und ich wäre fast bei ihm. Wenn... ja wenn... ich dem Brustzentrum nicht mehr vertrauen würde...

    Da werde ich wohl nochmals um einen Termin im Brustzentrum bitten. Oder, falls das nicht so schnell klappt, vielleicht hat ja auch der Arzt in der reha, die ich demnächst antrete eine gute Idee.


    puh

    warum müssen wir uns eigentlich schlauer machen als die sogenannten Fachärzte ?


    Vielen Dank an Euch alle für die Infos


    Liebe Grüße

    Birgit

  • Luzine

    Bei mir sind die Verklebungen am Rippenbogen, auf der operierten Seite ist es heftiger. Am Anfang hatte ich große Sorge das es sich um Metastasen handelt und war natürlich bei meinem Doc. Der hat ein Ultraschall gemacht und nichts weiter festgestellt.

    Ich mache auch sehr viel Sport sonst würde ich es überhaupt nicht aushalten. Aber irgendwie wird es mehr und heftiger , warum auch immer. :(


    Silky

    Wie es genau funktioniert kann ich dir nicht sagen. Sie geht mit ihren Händen in das verklebte Gewebe und löst es dadurch.

  • Dass Verklebungen im Bindegewebe mit dem Tam. zusammenhängen, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Ich habe solche Verklebungen schon seit zig Jahren, also noch weit, weit, weit vor der Erkrankung. Eine Physiotherapeutin hat mir erklärt, dass dies mit Verspannungen aufgrund psychischer Belastung oder auch mit einseitiger ständiger Belastung ohne Entlastung zusammenhängen würde. In der Hinsicht ist es für mich nachvollziehbar. Psychische Belastungen und einseitige körperliche Belastung verstärken sich ja durch die Erkrankung. Am besten helfen würden Gymnastik und Wechsel von Spannung und Entspannung z.B. durch Autogenes Training, Thai Chi o.ä. Dies hat auch meine Ärztin so bestätigt. Auf einen Versuch käme es schließlich an.

    Liebe Grüße von Sternlein

  • Liebe Ursel,

    ich kenne das nur zu gut. Weiß nicht, was du alles probiert hast. Mir hat ein pflanzliches, hormonfreies und von der Gyn erlaubtes Mittel aus der Apo sehr gut geholfen, nach 10 Tagen wurde es deutlich besser, nach 4 Wochen hatte ich maximal noch 1,2 Wallugen in 24 Stunden und auch die deutlich kürzer und deutlich weniger intensiv.

    Wenn du Interesse hast, schreibe ich dir den Namen per Konversation.

    ***********************************************************************************

    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Hallo zusammen, seit September 2013 nehme ich Tamoxifen, vertrage die ganz gut, nun habe ich seit einiger Zeit extreme Wadenkrämpfe, sodas ich Nachts 5bis 6 mal aufstehen muss..., weil der Kramp nicht weg geht...

    Wer kennt das auch und kann mir ein paar Tipps geben...

    Einen schönen Sonntag und liebe Grüße


    Schokokeks

  • Hallo Schokokeks,


    nehme zwar kein Tam, aber extreme Waden- und Fingerkrämpfe kenne ich auch. ;(

    Habe es mit Magnesium probiert. Die niedrige Doierung half nicht, die höhere löste sofort Durchfall aus...

    Dann las ich irgendwo, dass es auch am fehlenden Calium liegen kann. Seither esse ich täglich eine Banane. Und es hilft mir. Wenn ich sie ein paar Tage weg lasse, ich mag eigentlich Bananen gar nicht ;), dann kommen die Krämpfe gleich wieder.


    Vielleicht hilft es ja bei dir auch?


    Grüsse von Fanti

  • Aufgrund der Tamoxifen Einnahme werden die Wechseljahre ausgelöst. In den Wechseljahren benötigt der Körper mehr Mineralstoffe als davor da er sie nicht mehr so gut selbst herstellen und aus der Nahrung zugeführte verwerten kann. Die Wadenkrämpfe kommen wahrscheinlich von einem Magnesium Mangel. Du solltest dir Magnesium Citrat zur Nahrungsergänzung besorgen als Pulver oder Tabletten. Ob ein Mangel vorliegt kann man nur um eine genaue Aussage zu bekommen im Vollblut messen. Die meisten Ärzte messen aber im Blutserum und da gibt es so gut wie keinen Mangel, da der Körper dafür sorgt, das immer genügend Magnesium vorhanden ist.

  • Ich nehme seit Dezember 2016 Tamoxifen und hatte seit ca. Mai auch sehr oft Wadenkrämpfe. Bei einem Blutbild stellte die Onkologin

    dann einen Magnesiummangel fest. Seitdem nehme ich jeden Tag so eine Brausetablette Magnesium und das hilft super. Keine Krämpfe mehr.


    LG Katinka