Mein "Jakobsweg"

  • Liebe Elisabeth,

    Da kommt einiges zusammen und schwupps, sitzt man im Loch ;(

    Es ist nicht ungewöhnlich, dass du dich nach taxotere erstmal schlapp fühlst, erst recht, wenn du noch erkältet bist.

    Geh einfach Schritt für Schritt auf deinem Jacobsweg.... Kleine Schritte, anhalten, durchatmen, wieder kleine Schritte.... Ich gehe in Gedanken ein Stück mit dir, höre deine Muschel klappern und bewundere deine Stärke :hug::hug::hug:

    Und morgen stehst du auf, schaust in den Himmel und gehst ein Stück :hug::hug:

    Liebe Grüße von Tanne

  • Liebe Elisabeth,

    ich sehe gerade zwei meiner Freundinnen im Geiste vor mir, die regelmäßig Abschnitte des Jakobsweges bewandern.

    Einmal hat es tagelang gegossen und so haben die Beiden viele graue, verregnete Fotos, auf denen sie trübsinnig drein schauen. Sie wollten schon aufgeben, weil es keinen Spaß mehr machte, den Weg weiter zu gehen.

    Allerdings haben die Regencapes bis zum Schluss durchgehalten und als die Beiden gerade vom Weg weg und wieder nach Hause wollten, hörte es auf zu regnen und nach einer Weile kam sogar die Sonne raus.


    Geh Deinen Weg bis zum Ende - die trüben Tage dauern nicht ewig an!

    Ich sende Dir Sonnenschein, und Zuversicht. :*

    LG Kirsche

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Liebe Elisabeth8 ,

    Du hast lange nichts mehr von Dir hören lassen :hug:

    Ich hoffe sehr, dass die Therapie anschlägt und es Dir besser geht.

    Dann rückt dein Traum vom Jakobsweg näher. Wie kommst Du mit dem nordic walken zurecht? Das ist eine tolle Sache, vor allem, weil die Pumpbewegung fast die Lymphdrainage spart ;).


    Meine Wanderung auf dem Jakobsweg von Frankfurt (Oder) bis Berlin über 150 km beginnt in 2 Wochen. Heute hat sich unsere 12-köpfige Pilfergruppe zu einer Probewanderung über 12 km mit vollem Gepäck getroffen. Jetzt wissen wir so etwa, wie die Gruppe aufgestellt ist und wie wir uns aufeinander einstellen.

    Es ist von 23 bis 67 Jahren alles dabei. Es wird eine große Herausforderung werden, den Weg gemeinsam zu gehen und gemeinsam Kraft dabei zu erlangen.

    Wenn ihr mögt, dann schreibe ich euch von meinem Weg und meiner Erfahrung dabei. Bin schon sehr gespannt und aufgeregt.

    Ich trage meinen lila Hut und nehme euch so in Gedanken alle mit :hug:

    Seid alle lieb gegrüßt von Tanne

  • Liebe Tanne,

    auch ich freue mich auf deine Berichte. Auf jedenfall werde ich an deinem Start dabei sein.

    ups...

    und alle Forumsmitglieder, die es möchten, vertreten.

  • Liebe Tanne,

    bs 2 Tage vor meiner Diagnose im Juni bin ich in Wales im Wanderurlaub gewesen. 100km mit 12kg Rucksack. Mein Freund ist 10 Tage vorher gestartet und sogar 300km (!) mit Gepäck gewandert.

    Ich weiss also, was dir da für eine körperliche Belastung bevorsteht. Aber ich weiss auch, wie gut so ein Urlaub tun kann.


    Ich wünsche dir tolle Erfahrungen, super Aussichten und ganz viel Spaß. Vergiss die Blasenpflaster nicht und trage deinen lila Hut mit Freude, Stolz und Zuversicht.

  • Liebe Tanne , ich wünsche dir alles Gute für deine Wanderung auf dem Jakobsweg:thumbup::).

    Hoffentlich hast du eine tolle Zeit, gute Gedanken und gute Gespräche......und kannst vor allem lange Zeit von diesem Erlebnis zehren......;)

    Ich hab wirklich Respekt vor deinem Mut 150km zurückzulegen. TOLL. Es ist auch ein Traum von mir in naher Zukunft ein Stück des Jakobsweges zu gehen.


    LG LEO

  • Liebe Mädels,

    In unsere Pilgertruppe steigt die Aufregung. Übermorgen ist es soweit. Die Rucksäcke sind gepackt, gewogen, umgepackt, nochmal gewogen. Wir liegen so zwischen 5,5 und 7 kg. Das ist zu schaffen ;)

    Ich gebe zu, dass ich auch aufgeregt bin.

    Ich freue mich auf die Wege im Wald, an frisch gepflügten Feldern vorbei und auf die abendlichen Runden in den Pilgerherbergen;).

    Hoffentlich werde ich nicht verhauen ;););) ich schnarche wie ein Waldarbeiter=O=O

    Und wir haben große Zimmer 8)

    Ich werde die nächsten Woche kaum zum Lesen kommen. Aber hier versuche ich, etwas zu schreiben. Wenn man Gedanken gleich festhält, dann sind die unverfälscht.

    Seid alle lieb umarmt von Tanne

  • Liebe Tanne, ich wünsche Dir eine wunderschöne Zeit mit vielen neuen Eindrücken auf tollen Wegen :hug:

    1-2-3-4 diesen Kampf gewinnen wir.
    5-6-7-8 das Schalentier wird platt gemacht!


    Alles wird gut - eine andere Option gibt es nicht!

  • Liebe Tanne , wenn du ordentlich schnarchst, wissen die Herrschaften mal, was die meisten Partner zuhause aushalten müssen 😂

    Ich wünsche dir ein wundervolles, unvergessliches Erlebnis mit traumhaften Momenten und viel Spaß. Keine Blasen an den Füßen, tolles Wetter und einen Schutzengel für eure Wege.

    Ich bin sehr gespannt darauf, was du berichtest.

    Liebe Grüße

    Cookie

  • Liebe Tanne ,

    ich wünsche dir ganz viel Spaß. Das wird ein Abenteuer werden.

    Ich bin den Jakobsweg von Saint-Jean-Pied-de Port bis Compostela verteilt auf 4 Jahre mit je 2 Wochen gegangen und habe Ostern 2012 meine Compostela bekommen. Das hat ganz viel Spaß gemacht und bei schlechtem Wetter und Erschöpftheit habe ich manchmal gesagt "was mach ich hier eigendlich?" Am Ende des Tages, wenn man am Etappenziel angekommen ist und mit den anderen Pilgern zusammen sitzt, dann ist es ein ganz tolles Gefühl.

    Das war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Am liebsten würde sofort mitkommen.

    Buon Camino wünscht dir Rocky<3

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  • Hallo Mädels,

    Hier jetzt ein paar Zeilen über die ersten zwei Tage. Heute haben wir WLAN und die Handys rattern nur so.

    Wir sind jeweils ca 18 km am Tag gegangen, wobei nach dem morgendlichen Pilgersegen und gemeinsamen Singen in der Kirche dann die ersten 30 Minuten des Weges geschwiegen wird.

    Jeder hängt seinen Gedanken nach und selbst danach gibt es zwar vereinzelt Gespräche, aber die meiste Zeit bin ich voller Bewunderung für die Schönheit der Wälder, der Feldwege und alles um mich herum.

    Gestern Abend hatten wir nach dem Abendessen in einem wunderschönen Naturgarten am Lagerfeuer gesessen und über unsere Erwartungen gesprochen. Ich hatte vorher mir keine Gedanken gemacht. Aber da am Feuer wusste ich plötzlich, wo mein Problem liegt.

    Ich möchte gerne an den Punkt kommen, dass ich die Rückschläge, die ich durch die Krankheit erlitten habe, akzeptieren kann. Ich hadere innerlich. Nach außen tue ich so, als ob ich mit allem klar komme. Aber ich bin immer noch wütend und ärgerlich, dass ich so aus der Bahn geworfen wurde. Einen Spruch habe ich hier wieder gehört, der mich früher schon geärgert hat :wer weiß, wozu es gut ist!

    Kann man dem Ganzen denn gutes abgewinnen????

    Ich denke drüber nach und komme zu dem Punkt, dass ich angefangen habe, über meine frühere Hektik, Leben im schnellzutempo, Perfektion..... nachzudenken.

    Mal sehen, wie weit mich der Weg bringt. Wenn ich in den 7 Tagen nicht zu einem Ergebnis komme, habe ich in 8 Wochen ja noch die Überquerung der Alpen zum nachdenken.


    Ich finde Gefallen an dem Wandern. Es war eine super geile Zeit, als ich noch gerannt bin, verschwitzt und glücklich im Ziel mein alkoholfreies Bier getrunken habe....

    Jetzt sehe ich mehr am Wegesrand....

    Und bin glücklich, diese wunderschöne Welt so genießen zu können. Klingt vielleicht etwas pathetisch.... Aber ich bin nicht die einzige, die bei besonderen Schönheiten Tränen in den Augen hat. Und ich habe euch im Herzen dabei.

    Am Mittwoch wird es ein schwieriger Tag werden. Alesis Geburtstag...... Ich trage sie ein Stück mit.....

    Liebe Grüße bis zur nächsten herberge mit WLAN und buen Camino schickt euch Tanne