Mein "Jakobsweg"

  • Sodala, da bin ich nun in einem neuen Thread,


    den Titel oben habe ich so gewählt, weil ich den Weg der Krankheit wie einen inneren Jakobsweg empfinde, und mir zum Ziel gesetzt habe, dass ich zu meinem 45. Geburtstag - das ist meine persönliche Lebensmitte, den echten Jakobsweg gehen will... und jetzt fange ich schon mit Nordic Walkig Training als Stärkung während der Chemozeit damit an, in kleinen Schritten in kleinen Etappen...
    der Jakobsweg führt an unserer Haustür vorbei, also ich kann ihn täglich gehen... ich habe mir auch schon eine Jakobsmuschel - Pilgermuschel besorgt, die mein Talisman zu der Zeit jetzt ist.


    Aber nun, zu unserem Thema der letzten Wochen... endlich ist die Spannung raus! Mein Mann bekommt vermehrt frei, es helfen noch einpaar andere Leute, und so schaffen wir das, mit der Betreuung für unser behinderte Tochter, während meines Krebsweges.


    Morgen geht es ab ins Krankenhaus, 2. Chemo - ich bin schon gespannt, denn nach der 3. schauen sie was sich getan hat...


    Liebe Grüße
    Elisabeth

  • Liebe Elisabeth,

    Herzlich Willkommen hier.

    Ich drücke dir für deine Therapie ganz doll die Daumen.

    Meine Hochachtung vor deinem Vorhaben. Es ist großartig, was du dir vorgenommen hast. Und dieses Ziel vor Augen wird dich gut durch die Therapie tragen.

    Ich bin vor drei Monaten meinen Port losgeworden und konnte wieder Rucksack tragen.

    Meine Krebsüberstehungsbelohnung;)wa am Montag und Dienstag die Wanderung auf die Zugspitze über das Rheintal. 2000 Höhenmeter und 28km. Manchmal habe ich still gesungen, vor Anstrengung geschnauft und oben vor Freude geweint.

    Du wirst das auch erleben, da bin ich mir sicher :thumbup::thumbup::thumbup:

    Sei lieb umarmt von Tanne :hug:

  • Vielen lieben Dank!


    Mir gibt das GEHEN sehr viel Kraft, aber auch dabei "mein persönlicher spiritueller Weg".


    Ich bin gestern von der 2. Chemotherapie heimgekommen.

    Es geht mir gut.

    Zwar müder als sonst, aber ganz ok für das was Körper dabei leisten muss.


    Ich bin bei einer Heilpraktikein parallel, bekomme Homöopathie und Akupunktur. Ich trinke Aronia Saft und probiere für mich Neues aus.


    Soweit liebe Grüße Elisabeth

  • Hallo alle zusammen,

    nach langer Zeit und Kampf gegen den Krebs, bin ich mal wieder das Schneggle von der Kämpferfront:thumbup:hier bei euch. Ich habs geschafft

    die 6. Chemo hinter mir und fertig. Der Weg war hart und schwer aber die Prognose ist gut und mein Tumormaker im Sturzflug nach unten
    in den Normalbereich.


    Nun für euch: mein Herz, meine Kraft, meine Wünsche an euch, sollen euch Kraft geben zu kämpfen, sollen euch Zuversicht geben. In

    Gedanken an euch allen die gegen die Bestie Krebs kämpfen, wenn ich eine Kerze anzünde werde ich an euch alle denken sie ist für euch,

    Licht und Wärme soll sie euch geben und Hoffnung.


    Während meiner Chemo habe ich auch mal geweint, aber dann bemerkte ich, das das auch Stärke sein kann, so hoffe ich für euch alle

    das ihr es schafft diesen harten, steinigen Weg erfolgreich zu überstehen. Möge auch Gott euch beschützen und begleiten.


    Euer Schneggle von der Kämpferfront :)

  • Guten Morgen Elisabeth8!

    Ich lese gerade auch wieder ein Buch über den Jacobsweg - eher die Geschichte, was er mit einem macht. Danach entscheidet der Weg ....

    ich muss auch gehen gehen gehen. Es gibt meinem Körper und damit mir Sicherheit und die immer neue Erfahrung zu leben. Als ich dann nach meiner ersten Chemo vor 12 Tagen beim Treppensteigen nur noch Blei in den Beinen hatte, musste ich weinen. Aber seit etwa 3 Tagen gehts aufwärts. Vielleicht plane ich für mich und "danach" auch eine schöne Tour.

    Wanderbare Grüße

    Linde

  • Hallo Felicitas,

    Glückwunsch an deine Tochter. Ich weiß, welche Leistung sie vollbracht hat, weil mein Vater vor zwei Jahren auch diese ganze Strecke zurückgelegt hat. Er war damals unterwegs als ich in Behandlung wegen meines Rezidives war und hat mich täglich an seinem Weg teilhaben lassen. Das hat mir sehr gutgetan und war für uns beide eine schöne Erfahrung...


    LG

  • genau das ist auch mein Ziel. Mein Freund und ich hatten geplant den Jakobsweg zu gehen. Dann kam der Krebs(A...) dazwischen. Also zieh wenn alles überstanden dann wird der weg gelaufen. Das mit der Muschel ist ne tolle Idee Elisabet8 wo hast du dir geholt. Darf ich dir das nachmachen? Ich brauche auch irgend was was ein Ziel ist bei dem ganzen sch.....

    Da muss er durch der Lurch, wenn er ein Frosch werden will....gesunder Frosch!

    Wir schaffen das😘

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  • Hallo ihr Lieben, ich wandere auch sehr gerne und finde eure Vorhaben super. Für mich ist es einfach zu weit in der Ferne. (Spanien).

    Ich habe bei der Berliner krebsgesellschaft von einem Vorhaben gelesen, das im nächsten Mai stattfinden soll.

    Ein junges Mädchen (Studentin) hat den Vater zeitig durch Krebs verloren und mit der Mutter deren Krebserkrankung durchgestanden. Sie war in diesem Jahr auch auf dem Jacobsweg unterwegs.

    Im nächsten Mai wandert sie 150km in 7Tagen von Frankfurt (Oder) nach Berlin zum Brandenburger Tor. Ich versuche mal, den Termin rauszubekommen. Wenn es passt, wandere ich mit. Sie sammelt bei dieser Aktion für Kinder krebskranker Eltern. Hat die bei der Wanderung auf dem Jacobsweg auch schon gemacht. Wer Interesse hat, einfach bei der Berliner krebsgesellschaft nachfragen.

    Ich hoffe, ich habe jetzt hier keine Regeln verletzt :/

    Liebe Grüße von der Tanne

  • Nein, dir ganzen 7Tage. Ich bin ja aus der Gegend und vor Jahren mit dem Pferd viel unterwegs gewesen. Mal sehen, welche Wege ich wieder betrete

    :P

    Ich muss nur am 20.5. Pünktlich zum avonlauf in Berlin sein.

    Im vorigen Jahr war alesi noch mit bei. ;(

    Im nächsten Jahr werde ich sie im Herzen mitnehmen :*

  • Wahnsiinn8| aber natürlich positiver Wahnsinn :thumbup::). Ich bin schon sichtlich neidisch auf euch Sportskannonen, mein Schweinehund ist da leider sehr groß, so dass es nicht mehr als einmal pro Woche Rehasport und dem tåglichen Gassi gehen mit Hund wird. Aber der Wille wåchst und die Gutscheine für ein richtig tolles Rad liegen schon bereit. Jetzt habe ich ja noch 4 Wochen Zwangspause wegen der Bein OP aber dann gehts los für das kommende Frühjahr ein gutes Rad kaufen.

    Alesi nimmst du in deinem Herz mit und sie wird dich anfeuern <3.

  • Dann schau mal bei der Berliner krebsgesellschaft unter spenden/spendenaktionen /gemeinsam pilgern nach. Da ist das Projekt. Wenn du dran teilnehmen willst, einfach eine Email an die krebsgesellschaft. Sie wird dann an Annelie weitergeleitet und du bekommst von Ohr Antwort. Es geht am 28.4.in Frankfurt Oder los. Jeden Tag so zwischen 18und 23km und am Freitag danach sind wir am Brandenburger Tor in Berlin. Ich stelle mir das machbar vor. Liebe Grüße von Tanne

  • Hallo zusammen,

    Ich träume ja von einer Alpenüberquerung. Da gibt es zwei tolle Projekte in Freiburg und Bochum oder Essen(?), gemeinsames Training und Planung mit sportmedizinischer Begleitung, für Krebserkrankte nach Behandlungszeit, und zusammen übern Berg!

    Für mich als Nordlicht und schon wieder berufstätig zu weit weg. Da könnte die Frankfurt-Berlintour doch erstmal ein guter Einstieg sein.

    Leider macht mir auch mein Arthrose- und Skiunfallknie gerade wieder Probleme, dass ich mich gar nicht so viel bewegen kann, wie ich eigentlich möchte.

    Aber bis zum Mai ist ja noch ne Weile, ich werd auf jeden Fall Infos einholen, wäre schön gerne bei so ner Tour dabei.

    Gruß von Annabelle

  • Liebe Tanne,

    das ist ja bei mir im Ort. Schick mir mal den Treffpunkt in Ffo, dann sage ich euch hallo;)

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)

  • Hallo in die Runde,


    ich war nun lange nicht mehr hier...
    ja, der Jakobsweg hat auch seine beschwerlichen Wegabschnitte, und die gehe ich seit einpaar Wochen.
    Die ersten 4. EC haben nicht so angeschlagen wie gewünscht, der Tumor ist "nur" einen halben cm geschrumpft, von 2,8 auf 2,3 cm.
    Seit einpaar Wochen, bin ich überhaput nicht mehr zuversichtlich gestimmt, ich konnte mich immer selber so gut über Wasser halten, aber momentan scheint dies weg zu sein.
    Mich hat die Angst irgendwie im Griff.
    Ich hätte ja so gute Aussichten laut Ärzten... keine Lymphknotenbefall, kein Hinweis auf Fernmetastasen...
    "nur" das aggressive Verhalten des Tumors in der Brust.
    Nun habe ich die erste Runde Taxotere hinter mir... eine Woche lang, lag ich flach...
    jetzt bin ich wieder auf, aber ich habe seit Wochen Husten, hatte Angina, und fange mich nur schwer...

    die Ärzte sind stets sehr zuversichtlich, nur ich nich mehr - wo ist mein starkes ICH hin?