Genetik - was wird da gemacht?

  • Genetik: Gespräch. Wer hatte in deiner Familie welche Erkrankungen? Wenn Test gemacht wird (normalerweise gibt es eine Bedenkzeit. Nachdem ich erkrankt war und von vorn herein gesagt habe dass ich den Test will haben sie ihn gleich gemacht) Ergebnisse dauern einige Wochen.


    Knochendings: es werden Aufnahmen gemacht . Du liegst auf ner Pritsche znd das gerät fährt um dich rum. Dann bekommst du ein kontrastmittel hast ein paar Stunden Zeit (in manchen Praxen musst du dann viel trinken. Ich bräuchte das nicht) und dann werden nochmal Aufnahmen gemacht. Tut nicht weh dauert nur einige Zeit. Ich hab vom Arzt ein vorläufiges o.b. bekommen. Das war sehr erleichternd.

    Wünsche für morgen alles gute

    LG

    Heideblüte

  • Hallo Kati,


    man vermutet bei Dir wohl, dass eine Genmutation für das Auftreten Deines Brustkrebs verantwortlich sein könnte. Es gibt bestimmte Gene, die dafür verantwortlich gemacht werden (z.B. BRCA1, BRCA2).


    Wenn Du mehr darüber lesen möchtest, so kannst Du mal auf die Seiten des BRCA-Netzwerks schauen. Dort gibt es einige Erklärungen, s.

    https://www.brca-netzwerk.de/familiaerer-brustkrebs/ .


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Liebe Kati,

    bei der genetischen Beratung wird eine ausführliche Familiengeschichte erhoben bezüglich Krebs und insbesondere Brustkrebs. Daher frage die älteren Familienangehörigen vorher danach aus.

    Der Test selbst besteht aus einer einfachen Blutabnahme.

    Das Ergebnis, ob du einen erblichen Brustkrebs - Typ hast, bekommst du allerdings erst mehrere Wochen danach.

    LG Katzi64

  • Hallo Ihr Lieben, ich habe ja nun seit fast 20 Jahren immer wieder mit irgendeiner Form und Auswirkung mit Krebs zu tun und habe noch immer nicht den Mut gefunden einen Test zu machen. Irgendwie möchte ich mich nicht mit dieser Endgültigkeit einlassen auch wenn miR klar ist , dass man damit dem Ergebnis nicht ausweichen kann. Bereits meine Geossmutter und meine Mutter hatten Krebs, die Oma ist daran gestorben und meine Mutter lebt noch immer? Ich habe nur Angst um meine Tochter, die familiär auch von der Seite meines Mannes belastet ist, die Tante hatte ebenfalls Krebs. Aber weil ich von Beginn meiner jung Frauenzeit immer auf der Lauer war, ich hatte den ersten Eingriff mit 21, damals noch gutartig, und mich immer engmaschig überwachen lassen, offensichtlich immer Frühgenug erkannt und gebannt worden😓. Ich habe meiner Tochter freigestellt einen Test zu beantragen, zuMal ihr Professor ihr dazu geraten hat.Aber kann man mit dem garantierten Wissen besser leben? Eure fragende Survivor

  • hi survivor

    Diese Frage muss jede für sich beantworten. Ich wusste dass Ich das gen mit 50% wahrscheinlichkeit hatte. Ich habe mich ursprünglich gegen den Test entschieden da ich mir eine prophylaktische amputation nicht vorstellen konnte und egal ob positiv oder nicht getestet in die intensivierte Vorsorge gegangen bin. Ich hatte Angst dass ich bei jeder Kleinigkeit die ich fühlte oder nicht gleich panisch an Krebs dachte. Nachdem ich erkrankt war wollte ich umgehend den Test machen. Mir war jetzt wichtig alles zu tun damit der krebs nicht zurückkommt und dann eben bei positivem ergebnis beide brüste und eierstöcke herzugeben. Jetzt kann ich gut damit leben. Früher hätte es mich wohl eher belastet.

    LG

    Heideblüte

  • Liebe Survivor,

    ich habe zwar einen hormonell bedingen Bk, aber auch so meine Geschichte, erste Mammo mit 15 und genau genommen waren die Anfänge gut 13 Jahre vor meinem BK, damals noch als gutartiges DCIS. Die Entwarnung war allerdings trügerisch. Und auch ich habe eine Tochter (22) , die vieles mit mir gemein hat, was Brust angeht....

    Ich glaube, letztendlich muss jede das für sich entscheiden - auch deine Tochter. Wie alt ist sie?

    Mit eurer Geschichte würde ich sagen, das Damoklesschwert hängt so oder so ... und damit, je nach Persönlichkeit, die Reaktion. Von außen betrachtet würde ich sagen: Wissen ist besser als Ungewissheit. Warum? Entweder gibt es Entwarnung - oder aber sehr engmaschige Kontrollen oder noch weitere Möglichkeiten, eine Erkrankung zu verhindern oder zumindest sehr frühzeitig zu erkennen. Meines Wissens gibt es diese Untersuchungen im sehr jungen Alter aber nur (über die Kasse), wenn es dazu konkreten Anlass gibt.... Manche können aber auch gut verdrängen und somit die Ungewissheit ertragen bzw. gar nicht durchleben.

    Überlass die Entscheidung am besten deiner Tochter, so schwer es dir fällt - anders geht es eh nicht. Sie sollte sich über beide Möglichkeiten und mögliche Konsequenzen klar sein - und ihre Entscheidung danach treffen. Das gilt naürlich auch für dich ;)

    LG

    ***********************************************************************************

    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

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  • Hallo Heideblüte und Sonnenblümchdn danke für eure Antwort. Ich bin mit 37 Jahren so erkrankt, dass es Ernsthaft und ansTrengend wurde und gerade zu einem Zeitpunkt, als ich gern mein drittes Kind haben wollte. Nach der Chemo keine Option mehr für mich und Von daher habe ich mich von allem getrennt, Brust, Eierstöcke, Eileiter und Gebärmütter . Ich habe sehr daran geknabbert und eine Tiefe Traurigkeit ist über mich gekommen, die lange angehalten hat. Heute ist alles ok und ich sage oft ein drittes Kind hätte ich gar nicht erziehen können, die Kräfte hatte ich nicht mehr.ich wollte, wie du auch, nur nix mehr mit dem Krebs zu tun haben und fand alles andere zum durchstehen, obwohl so in die Wechseljahre mit 37 von heute auf morgen, das war nicht ohne.

    Meine Tochter ist Mitte zwanzig und eine taffe Junge Frau sie ist mir oft so ähnlich, dass mir Angst wIrd. Sie ist in der ÜBerwachung mit Untersuchungen in der Uniklinik u bei ihrer Ärztin ! Raucht nicht und trinkt wenig und ist Vegetarierin! Also gute Voraussetzungen das Immunsystem zu stärken. Mein Sohn ist eher unser Sensibelchen und macht mir Sorgen, zumal ja diese sch..... Auch Mäner betreffeN kann, er ist eher im Schneckenhaus und redet mit mir nicht über die Krankheit, auch er ist unser ganzer Stolz, weil er in jungen Jahren eine super Karriere macht, schon Haus u Frau hat, aber leider seine Grenze noch nicht Wahrnimmt, aber auch er raucht nicht , trinkt wenig und ist sehr sportlich, mehr könnte die Erziehung nicht bewirken und heute weiß ich, dass ich mein Bestes gegeben habe! Das beruhigt mich sehr. Seid gedrückt Survivor

  • Hallo alle,


    ich hatte gestern meine Blutabnahme für den BRCA Test und nun ist Warten angesagt. Die Genetikerin hat mir alles toll erklärt.


    Was ich wichtig finde: Wenn ich positiv bin, dann muss man die Verwandtschaftslinie weiter verfolgen (erst zu den Eltern und dann abhängig vom Ergebnis) und das schließt ja auch die Männer mit ein. Daran hatte ich nicht gedacht. Ich finde es wichtig dass man die Gelegenheit hat, seine Kinder, Geschwister und Kusinen/Cousins zu warnen.


    Ist man negativ, ist das ja auch eine wichtige Info (wie Sonnenblümchen schon sagte), besonders dann für alle Verwandte 1. Grades.


    Ob bei einem positivem Ergebnis bei mir, diese dann einen Test machen wollen, ist deren eigene Entscheidung.


    Alles Liebe an alle vom Busenwunder

  • Ich hatte die Blutabnahme für den Gentest am 12.9. Der Professor meinte, es dauert so 2 bis 3 Monate, bis das Ergebnis kommt. Er hat das sehr ausführlich erklärt, und zwei Tage später bekam ich alles noch mal schriftlich auch so ausführlich.

    Und wenn das Ergebnis kommt, wird er bestimmt wieder ausführlich erklären. Ihm war ganz wichtig, dass ich wirklich alles richtig verstanden habe. Es gibt doch noch Ärzte, die sich wirklich Zeit nehmen, das war eine sehr gute Erfahrung.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Moin moin DerKnuppimussweg,

    wenn du in einem Brustzentrum behandelt wirst, wo ein Doc die Zusatzausbildung zur genetischen Beratung erlangt hat, wirst du dort bezüglich der Testung aufgeklärt(sonst in einem der entsprechenden Institute): welche Gene getestet werden sollen,was die Mutationen bedeuten können(falls du sie hast) vor allem aber musst du die Datenschutzsachen freigeben oder einschränken.Dann werden ein paar Röhrchen Blut abgezapft.

    Du bekommst aber auch alles an Info schriftlich mit und kannst das in Ruhe durchlesen. Also insgesamt nix Wildes:)

    Liebe Grüsslis

    Windfarbene

  • Hallo 😉 Bei mir wurden, zusätzlich zur Aufklärung und Blutabnahme, noch Daten zu eventuellen Krebsfällen in der Familie aufgenommen (Geburtsdatum, Erkrankungsalter, Krebsart, ggfs Todesalter) und daraus ein Stammbaum erstellt.

    LG

  • Hallo DerKnuppimussweg,


    bei mir wurde auch der Stammbaum der erkrankten Familienseite - in meinem Fall also der mütterliche Seite - erstellt. Das ging zurück bis Geburtsjahr, Todesjahr, Erkrankungsalter und Todesursache meiner Großmutter. Weiterhin natürlich die selben Daten zur Mutter, ggf. zu deren Geschwistern, zu deren Kindern usw. Wenn man diese Daten nicht alle im Kopf hat, ist es sinnvoll, diese bis zum Termin zusammenzutragen.


    Ansonsten sind es drei kleine Ampullen Blut die abgenommen werden und eben die Aufklärung zu Datenschutz, Einwilligungserklärung zum Test usw.


    Viele Grüße


    Eirene

  • Wenn möglich solltest du auch einen Stammbaum dabei haben welche Krebserkrankungen in der Familie waren, bei einigen Krebserkrankungen kann man erkennen ob sie miteinander zu tun haben! Ansonsten nur Blutabnahme, ist wirklich nicht schlimm;)