In eigener Sache-Buchprojekt

  • Hallo Milli,

    habe gerade von deiner Buchidee gelesen, finde ich auch - wie die anderen Foris - sehr sehr gut. Ich weiche von der Krebsart her ein bischen von den meisten im Forum ab, bei ihnen geht es vorwiegend um Brustkrebs oder Krebs im Unterleibsbereich mit Metastasen. Bei mir handelt es sich um ein Bronchialkarzinom, bis jetzt noch ohne Metastasen. Ich muss heute ins Krankenhaus, werde nächste Woche operiert, habe wahnsinnige Angst vor allem, was jetzt auf mich zukommt, begleitet von starken Schlafstörungen.

    Habe selbst Probleme, mich mit meiner Erkrankung "anzufreunden", denke oft, ich hab das doch bestimmt gar nicht, wird sich noch als Irrtum erweisen. Dann überfällt es mich wieder in aller beängstigenden Deutlichkeit. Auch der Umgang mit meinem Umfeld bereitet mir Probleme, man bekommt das Gefühl, keiner will so richtig darüber reden, bzw. so deutlich darüber reden, manche sind verlegen, manche überschwenglich mitleidvoll, manche versuchen sogar, mir etwas aus dem Weg zu gehen. In Gesprächen werden manchmal bestimmte Worte vermieden durch Umschreibungen. Eine Krebserkrankung ist wohl immer noch ein Tabu-Thema, weil auch gleich der Tod dahintersteht. So negativ sich das anhört, aber es ist trotzdem wahr, der Tod steht nicht weit weg.

    Solltest du etwas wissen wollen, wende dich gerne an mich.

    Alles Gute, auch für die anderen lieben Foris!

    Lupine

  • Liebe Milli, auch auf meine Unterstützung kannst du zählen, melde dich einfach. Ich finde des ganz wichtig, darüber zu sprechen oder ein Buch zu schreiben, auch mein Umfeld reagierte komisch. Manchmal habe ich das Gefühl sie lassen mich bei manchen Dingen komplett außen vor. Grüße aus Thüringen 🌻

  • Hi Milli :thumbup:Klasse Idee. Wir haben hier ja schon von den unmöglichsten Kommentaren und Geschichten berichtet, die uns so oft passieren, mal zum schmunzeln mal zum heulen. Und ja, ich denke unser Umfeld braucht Hilfe im Umgang mit uns. Ich z. B. kann offen darüber reden, was ich habe/hatte und wie es mir geht, aber meine Mama kann das Wort Krebs mir gegenüber nicht mal aussprechen, hat sie noch nie getan und winkt nur ab. Wir mussten auf krasse Weise ganz schnell damit lernen umzugehen und unsere Mitmenschen schütteln darüber den Kopf. Das führt oft zu Unverständnis und eben auch zu vielen Missverständnissen.

    Mach Schluss damit ;) öffne ihnen die Augen :!:Uns hast du mit an Bord ( Buch).

  • Ihr Lieben,


    nur ganz schnell, weil ich bei der Arbeit bin:


    Ich bin total überwältigt von der Resonanz, das bestätigt mich total und macht Mut, das Richtige zu tun.

    Mein Mann und ich werden uns am Wochenende hinsetzen und ein Expose verfassen, das schicken wir dann zu seiner Agentin und die wird es dann Buchverlagen vorstellen. Das wird noch etwas dauern, aber dann können wir loslegen.

    Tulip: Ja, es soll kein Buch mit dem moralischen Zeigenfinger werden, ich möchte einfach aufzeigen, wie das ist, und das wird an einigen Stellen auch mit Humor gespickt werden.


    Wenn es dann soweit ist, dann werde ich euch Fragen stellen, Löcher in den Bauch fragen. ;-)

    Ihr werdet interviewt bis es brummt. 8o


    Ich freue mich soooooo sehr über euer Interesse und eure Unterstützung und das Vertrauen.


    Danke!


    :hug:

  • Hallo liebe Milli,


    ich finde Deine Buchidee ebenfalls total klasse!

    Uns Betroffenen passiert eh schon so viel und auf Manches haben wir einfach keinen Einfluß!

    Ich komme aus der Nähe von Hamburg...

    und ich bin auch für jedwede Frage /Recherche offen-

    "Löcher im Bauch" und "Interview-Brummen" nehme ich gerne in Kauf-

    ist im Vergleich zur Krebstherapie mal was anderes ;)


    Liebe Grüße und eine erfolgreiche Vorarbeit

    Trinchen

    Gibt Dir das Leben Zitronen- mach Limonade draus... oder frag´ nach Salz und Tequila 8)

  • Ja wunderbare Idee, ich bin noch neu hier, aber ich unterstütze gerne. Ich denke unsere Krankheit kann Nichtbetroffenen zumindest helfen ihre Jammerei über Kleinigkeiten einzustellen und etwas Dankbarkeit für das Leben als solches zu entwickeln. Ich bin übrigens von je her schon ein dankbarer Mensch gewesen und jetzt natürlich für jeden halbwegs guten Tag umso mehr.

    Vielleicht ist der Krebs vor allem in die Welt geschickt worden um die derzeitigen Gesellschaften etwas von Ihrer Oberflächlichkeit, Ihrer Wahrnehmungsschwäche, der Egomanie und dem Materialismus wegzubringen - das schafft er nämlich wirklich.


    In diesem Sinne noch einen erbaulichen Tag

    Liebe Grüße

    Rosengarten<3<3<3

  • Liebe Milli, super Idee!

    Habe neulich schon an anderer Stelle erzählt, was ich von einer Ärztin erfahren habe: in anderen Ländern, z.B. Italien und Spanien gehen die Leute ganz offen und unverkrampft mit dem Thema Krebs um. Dementsprechend ist die Gesellschaft im Schnitt auch viel besser informiert als bei uns und solche Situationen wie bei Dir auf Arbeit treten gar nicht erst auf.

    Ich würde auch gerne mehr darüber erfahren: Warum (z.B. historisch/ kulturell bedingt) ist Krebs in Deutschland so ein Tabuthema und in den anderen Ländern nicht?

    Sag bescheid, wenn ich Dein Buchprojekt irgendwie unterstützen kann!!!

    Ich habe auch schon gedacht, dass gerade die Posts unter "Dumme Sprüche" und "Eure Erlebnisse bei Arztgesprächen" mal in Buchform aufgearbeitet werden müssten.

    Viel Erfolg und Freude bei Deinem Projekt!

    Olivia

  • Liebe Milli,


    auch ich finde die Idee super klasse.

    Wenn du meine Erfahrungen gebrauchen kannst, darfst du dich gerne melden.:)


    Liebe Grüße


    feenhund

  • Das finde ich sehr spannend , bin auch dabei...

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • Hallo Milli!

    Finde Dein geplantes Projekt auch spannend. Bin selber eine Leseratte, und habe schon oft von den Erfahrungen profitiert. Gebe gerne Erfahrungen weiter .....

    Lg Grüße und schon mal viel Erfolg beim Verfassen des Exposes! :)

    Marie Louise

  • Ich finde, das ist eine gute Idee, ein solches Buch zu schreiben.


    Es gibt Momente, da finde ich den Umgang mit meinen Mitmenschen fast schlimmer als die Erkrankung selbst. Wenn ich andere trösten muss, weil ich krank bin. Wenn Freundinnen vor lauter Sprachlosigkeit den Kontakt unterbrechen. Wenn meine Familie mich mal wieder in Watte packen will...

    LG, Angi ;)


    Man muss die Schuld auch mal bei anderen suchen.

  • Hallo Milli,

    wenn ich irgendetwas zu Deinem Projekt beitragen kann ... gerne! Ich finde, es gibt viel zu wenig Bücher, in dem Erfahrungsberichte von Betroffenen vorkommen - viele sind sehr medizinisch orientiert oder es wird nur aus Sicht der Autorin geschrieben ... ich hoffe, dass ganz viele hier mitmachen, je mehr Vielfalt und Sichtweisen, desto besser.

    LG Iris

  • Ihr Lieben,


    ich bin gerade wenig online, da ich den ganzen Tag im beruflichen Stress stecke und abends entweder totmüde ins Bett falle oder mit meinem Mann an einem Expose feile. :-)

    Bin aber da, lese auch mit, komme aber nicht immer zum Schreiben. Ich freue mich aber, dass so viel Interesse da ist, das gibt mir Kraft!!! :-)


    LG an alle

    Milli

  • Liebe Milli,

    ich habe auch deinen Beitrag mit Interesse gelesen und finde es total super! :thumbup:

    Unsere Umwelt mal ein bisschen für das Thema Krebs zu sensibilisieren und auch zu konfrontieren ist nötig. In unserer Gesellschaft ist es irgendwie immer noch ein Tabuthema > warum eigentlich?? Es kann jeden von uns treffen, von der Putzfrau bis zur Geschäftsführerin (bzw. vom Bauarbeiter bis zum Geschäftsführer).

    Falls ich auch irgendwas dazu beisteuern kann gerne :)
    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben! :hug:

    LG

    Mäusel

    Denke nicht so oft an das, was dir fehlt,
    sondern an das, was du hast!

  • Kurze Rückmeldung:


    Wir haben das Expose soweit erarbeitet, dauerte doch, da es ja auch plausibel und gut rüberkommen soll.

    Jetzt müssen wir es nur noch sozusagen ins reine schreiben ...

    geht ja auch immer nur am Wochenende oder nach Feierabend, aber während der Woche bin ich einfach immer so erschlagen, mich stresst alles viel mehr als vor meiner Krankheit, das wieder nervt mich, und das stresst dann zusätzlich. ;-)

    Ein Kreislauf ...

    Liebe Grüße

    Milli