Möchte mich kurz vorstellen

  • Hallo zusammen,


    bevor ich in den einzelnen Bereiche in irgendwelche Themen poltere, möchte ich mich kurz vorstellen, damit ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt ;)

    Mein Name ist Angi, ich bin 53 Jahre alt, komme aus dem Münsterland und habe vor etwas mehr als einem Monat die Diagnose "Brustkrebs" bekommen.


    Seither wurde ich 2x brusterhaltend operiert. Bei der ersten OP wurden 2 Wächter entnommen, die leider kapselübergreifend befallen waren, zudem war der Tumor nicht weit genug im Gesunden entfernt. Daher also eine 2. OP mit Nachresektion und Entfernung von 16 Lymphknoten aus der Achsel (die zum Glück alle tumorfrei waren).


    Jetzt steht als nächstes die Chemo an, danach dann Bestrahlung und AHT (Aromatasehemmer upfront).


    Mein Tumor ist ein invasiv ductales Mamma-CA, G2, T2

    ER >95% (IRS12), PgR 90% (IRS12)

    HER2/neu neg (nach Fish-Test

    Ki67 = 25%

    p53 = 10%


    Tumorformel nach der OP
    pT2 N1a L1 V0 R0

    Den M-Status hab ich leider noch nicht, da noch eine winzige Läsion in der Leber per MRT abgeklärt werden muss. Die war ein Zufallsbefund eines CT, das nach einer Auffälligkeit im Knochenszinti gemacht wurde... Mal schauen, was am Montag dabei herum kommt.


    Am Mittwoch habe ich das nächste Gespräch mit meinem Onkologen und danach weiß ich dann, wann die Chemo starten wird.


    Die FSH habe ich schon vor der ersten OP ergoogelt und mit der Gruppe hier vor Ort Kontakt aufgenommen. Die ladies sind richtig klasse und haben mich bisher gut durch die zeit begleitet. Ich bin froh, sie an meiner Seite zu wissen :)

    Falls jemand noch Fragen hat oder mehr wissen möchte, dann einfach her damit ;)

    LG,

    Angi

  • Liebe Angi,

    herzlich willkommen in unserem Forum. Hier kannst du dich fast zu jeder Tages- und Nachtzeit austauschen, Fragen stellen, deine Ängste und Sorgen schreiben und auch die schönen Erlebnisse mitteilen. Trost, Aufmunterung und Daumendrücker gibts gratis dazu;)

    Wenn ich deinen Bericht so lese, klingt es sehr gefasst und abgeklärt. Ich finde, das ist eine sehr vorteilhafte Haltung dieser Diagnose gegenüber. Du lässt dich nicht kleinkriegen und gibst der (ganz natürlichen) Panik zwischendurch nicht so viel Raum. Das hilft die Zeit, die dir bevorsteht gut zu überstehen.

    LG

    Ute

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Laotse)

  • Liebe Lunaiko,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Wenn Du schon Kontakt zu einer realen Gruppe hast, weißt Du sicher das Miteinander sehr zu schätzen. Komme in Ruhe hier an und stöber ausgiebig hier herum. Ich wünsche Dir alles Gute und hier in unserem Forum einen guten Austausch.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Hallo Lunaiko,

    auch ich möchte dich ganz herzlich in diesem Forum begrüßen und willkommen heißen!

    Ute hat ja schon einiges geschrieben, was hier im Mittelpunkt steht!

    Ich bin genauso alt wie du, gehöre auch zu den von Brustkrebs Betroffenen, leider mit Hirnmetas seit eineinhalb Jahren.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommende Chemozeit und alle weiteren Therapien. Ausserdem natürlich ein o. B. beim MRT der Leber morgen!

    LG Katzi64

  • Danke für euren lieben Empfang. Den habe ich in der realen Gruppe ebenso erlebt. ;)


    Abgeklärt... ja, irgendwie schon. Ich habe mich in den ersten Wochen mit reichlich Informationen versorgt. Als Krankenschwester bin ich da irgendwie ein Informationsjunkie. Ich hab gesammelt, Fakten sortiert, alles weggeworfen, was mich nicht betrifft und mit dem Rest mein Wissen erweitert und Fragen an die Ärzte formuliert.

    Ich habe also inzwischen mehr über Brustkrebs gelernt als ich je wissen wollte. Aber das geht jeder Betroffenen sicher nicht anders.


    Vor morgen habe ich ein wenig Angst. Mit einer Metastase wäre ich im Moment echt bedient.


    Vor der zweiten OP und der Axilladissektion war die Angst sehr groß. Wegen des kapselübergreifenden Befalls habe ich befürchtet, dass auch die Achsellymphknoten befallen und vielleicht auch schon Metas da sein könnten.


    Vielleicht mal ein paar Worte zu meiner "Vorgeschichte"

    2003 würde bei mir erstmals eine depressive Episode diagnostiziert. Seitdem hat mich diese Erkrankung leider auch nicht wirklich wieder losgelassen, sodass ich inzwischen deshalb berentet bin. Die Einschränkungen, die man durch so eine Depression erlebt, können schon enorm sein. Ich habe mich zB kaum um irgendetwas kümmern können. Mit der Arbeit, essen und schlafen war ich meistens völlig ausgelastet. Alles, was darüber hinaus ging, war eine unheimliche Anstrengung und meist nur mit erheblichem Vorlauf zu schaffen


    Meinen Knoten in der Brust habe ich schon seit über 15 Jahren. Wenn ich es mal zum Gyn geschafft habe (was nicht wirklich oft der Fall war), wurde per Ultraschall geschaut, aber ich mußte nie zur Mammografie, weil es wohl offensichtlich nichts bedenkliches war.

    In den letzten 1,5 - 2 Jahren ist der Knoten größer geworden. Aber mitten im Rentenverfahren und unsicher, wie es weiter gehen wird, hatte ich nicht den Antrieb, mich zu kümmern. Also hab ich mich an dem "gutartig" festgehalten.


    Jetzt, wo meine Rente entfristet wurde, habe ich endlich auch den Drive, mich um mich kümmern zu wollen. Neben anderen Dingen stand also auch ein Besuch beim Gyn auf dem Plan. Der allerdings hielt den Knoten in meiner Brust nicht für unbedenklich und schickte mich zur Mammografie. Und damit nahm es seinen Lauf.


    Das makabre an der Sache ist, so habe ich jedenfalls in der letzten Zeit öfter mal gedacht, vor allem, als ich vor der zweiten OP Angst hatte, dass nun vielleicht doch noch die Depression mich umbrungen wird, nachdem ich sie schon so lange 'überlebt' habe.


    Habt noch einen schönen Abend,

    Angi

  • Hallo liebe Angi,

    Ich bekam vor 3 Wochen die Diagnose brustkrebs, letzte Woche wurden mir 14 Lymphknoten entnommen, von denen einige befallen waren, jetzt bekomme ich eine sehr hoch dosierte chemo, die am Dienstag anfängt. Vor 6 Jahren hatte ich eine Depression, die ich ohne Psychopharmaka und viel Gesprächstherapie nicht so gut überstanden hätte, auch die immer wiederkehrenden depressiven Episoden kenne ich gut... Das gute daran, ich wusste jetzt gleich, was ich tun kann, um nicht in ein riesiges schwarzes Loch zu fallen.

    Habe direkt mit meiner Psychiaterin telefoniert und bin jetzt ganz gut aufgestellt mit meinen Medikamenten, wenn wir schon so kämpfen müssen, dann können wir uns doch diese Unterstützung holen, mir fällt es damit so viel leichter, immer wieder positiv zu denken und ich bin einfach insgesamt stabiler damit. Liebe Grüße, celia

  • Ich wünsche dir schon mal alles Gute für Dienstag, Celia.


    Mit meiner Depression bin ich seit alle den Jahren ununterbrochen in Behandlung und habe aktuell auch noch eine laufende Psychotherapie. Das ist wirklich ein guter Rückhalt ;) Medikamente nehme ich auch. Ich könnte mir ehrlich gesagt ein Leben ohne gar nicht vorstellen. Ich würde ohne diesen stabilisierenden Faktor wohl wahnsinnig.


    Welches Antidepressivum nimmst du? Ich frage, weil meines und das Tamoxifen nicht zusammen gehen. Deshalb werde ich auch direkt die Aromatasehemmer nehmen.

  • Hallo ihr Lieben,


    das MRT und die Befundbesprechung liegen jetzt hinter mir.

    In der Leber wurden ein paar Zysten gesehen, was ja nicht schlimm ist. Zudem wurden aber 2 kleine Herde (ca 6mm) gefunden, die nicht so klar zu beurteilen sind. Mein Onki meint, dass es aber eher gut- als bösartig aussieht. Er wird das auch heute noch mal in der Tumorkonferenz vorstellen.

    Wir haben uns darauf geeinigt, planmäßig jetzt mit der Chemo anzufangen und ein Kontroll-MRT im November zu machen.


    Die Chemo geht also nächste Woche Mittwoch (20.09.) los. Alles zur Mundpflege, gegen NWs, Nahrungsergänzungen (mit Onki abgesprochen) und so hab ich schon zusammen. Morgen gehe ich zur Krankenkasse und lasse mir die Taxiverordnung für 4 Monate genehmigen.


    Dann kann es eigentlich los gehen...

  • Hallo liebe Lunaiko,


    ich möchte dich auch noch ganz ❤-lich in unserem Forum begrüßen.

    Für deinen Chemo-Start wünsche ich dir alles Gute du bist ja schon gut vorbereitet.


    Kontakt zu einer realen Gruppe aufzunehmen finde ich sehr gut, somit haben wir Unterstützung vor Ort und können von den Erfahrungen

    der Gr.-teilnehmern profitieren.


    Liebe Angi, ich wünsche dir einen guten Austausch wie ich sehe und mitbekommen habe bist du ja schon mitten drin :thumbup::):thumbup:


    Grüßle :) ika :)

  • Da ich nächste Woche einen Vorstellungstermin in der Strahlenpraxis habe (wir sollen uns da lt. Onki schon mal beschnuppern), für den ich die CD vom Leber-MRT brauche, habe ich mir heute beim Radiologen auch mal den schriftlichen Befund für meine Unterlagen ausdrucken lassen. Darin steht "zwei nicht zystisch wirkende und nicht metastasentypische Läsionen"


    Scheint mir also erst mal nicht so tragisch.

  • Unter meiner Achsel bildet sich immer mehr so ein blödes Geigensaitensyndrom aus. Inzwischen sind es zwei oder drei sehr harte Stränge, von denen einer fast bis zum Ellenbogen runter reicht.


    Und jetzt fällt auch noch meine Ersatz-Physiotherapeutin für diese Woche aus.


    Also alles selber machen... ich krabbel mit dem Arm an allen Türen und Wänden hoch, dehne den Arm an Schränken und Treppengeländer. Und wenn ich fern sehe, massiere ich den Strang. Hab heute mal einen Massagegerät benutzt. Hab den Eindruck, es hilft. Aber natürlich kann man das nach einem Tag wohl noch nicht wirklich beurteilen.


    Ich hoffe aber mal, dass ich das in ein paar Wochen wieder los bin...

  • Heute war ich beim Strahlendoc zum "Beschnüffeln". Meine Ärztin dort ist eine sehr nette und wir hatten schon ein gutes Gespräch.


    Sie hat mir erklärt, wie es nach der Chemo laufen wird und dass 28 Bestrahlungen geplant sind. Uff... ganz schön viele. Ich verstehe irgendwie auch gar nicht, wer aufgrund welcher Kriterien die Anzahl fest legt...


    Im Brustzentrum war ich heute auch. Punktiert haben wir aber nicht. Mein kleiner See ist nur noch 3,8 x 1,8 cm groß, da ist also nicht mehr viel drin. Mehr stört mich dieses blöde Geigendingens. Ich dehne und massiere fleißig und freue mich, das nächste Woche meine Physio wieder da ist.

  • Hey, diese geigen Fäden unterm Arm hab ich auch, hab das vor lauter chemo Nebenwirkungen total ignoriert, aber jetzt, wo es endlich mal wieder besser wird mit meiner Übelkeit und Schwäche, merk ich es total, voll unangenehm, kann den Arm auch gar nicht strecken, schon gar nicht nach oben..... 😬 wann war deine OP nochmal? Meine am 1.9. Ich fang am Freitag erst mit physio an...

    LG celia

  • Meine OP mit der Axilladissektion war am 28.08.


    Mit der Physio hab ich letzte Woche angefangen. Aber nach dem ersten Termin ist meine Behandlerin im Urlaub und die Ersatzfrau war diese Woche krank.


    Ich arbeite also für mich allein daran, dieses Dingens wieder los zu werden. Dehnen, Massieren, Dehnen, Massieren...

    Auftragen, Polieren, Auftragen, Polieren (Karate Kid 1) 😉

  • Liebe Lunaiko,

    die 28 Bestrahlungen sind wohl auch so eine Art Standardprogramm (so wie 4 EC und 12 Taxol). Ich konnte mir aussuchen, ob die 28 nehme oder weniger - ich glaube 22 und/oder 16 - aber die wären intensiver und hätten auch häufigere Arzttermine mit entsprechenden Befragungen zur Folge. Das habe ich aber abgelehnt.


    gute Besserung für Deinen Arm.

    LG

    Ute

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Laotse)

  • So, die erste Chemo ist durch. Nr 1 von 16. Ein erster Schritt. Hat irgendwas von einem Kreuzweg oder einer Schnitzeljagd. Station für Station abhaken. In 3 Wochen (11.10.) ist die nächste dran. Dazwischen die wöchentlichen Laborkontrollen.