Belastung in der Partnerschaft nach Diagnose

  • Liebe Blume,

    wenn dein Mann Einzelgänger ist musst du das akzeptieren, daran wird sich nichts ändern. War er schon immer Einzelgänger oder ist etwas vorgefallen ? Das er eifersüchtig auf dein Umfeld ist für dich bestimmt schwer, aber da einen Mittelweg zu finden wird nicht einfach sein. Du könntest einen Psychologen fragen was du machen könntest.

    LG Petra

  • Ich lese hier mit, bin single aber mich treffen eure Beziehungskrisen sehr. Wahrscheinlich weil man sich als single eigentlich eine wunderbare Beziehung vorstellt, die aber ja oft nicht so wunderbar sind. Wo ich dann auch wieder denke, ich bin froh single zu sein.


    Liebe Blume, wenn dein Mann Einzelgänger ist, ist das eigentlich ok, aber wenn er dich quasi besitzen will und eifersüchtig ist auf alles was du machst, das ohne ihn ist, finde ich das nicht ok.


    Falls du nicht mehr da wärest, müsste er auch eine neue 'Beschäftigung' finden. Warum nicht damit anfangen während du noch da bist? Allerdings das wie anfangen ist sicher schwer, du wirst ihn in irgendeiner Weise zwingen müssen, wenn er nicht freiwillig Änderungen möchte. Psychoonkologin ist sicher gut, vielleicht braucht er eine allgemeine Therapie. Warum ist er eifersüchtig? Weil du etwas tust ( und er nicht), oder weil du etwas mit anderen tust (ohne ihn?), oder will er dich kontrollieren? Das sind glaube ich 3 wichtige Fragen, die geklärt werden müssten um überhaupt an das Problem zu kommen.


    Vielleicht buche ihm eine Reise für ihn alleine, zb Ski fahren, Städtereise, was auch immer eventuell in sein Interessenbereich fallen würde. So würde er etwas machen ohne dich. Erfrage seine Interessen, lass ihn denken was er machen kann, vielleicht fehlen ihm auch die Interessen weil er so fixiert ist auf dich. Vielleicht auch nur eine Schwimmbad oder Sauna Karte, glaube es gibt sogar auch Männer Saunas. Vielleicht mit solchen Kleinigkeiten anfangen. Und ihn aber auch immer bestärken, dass du ihm nicht wegläufst :)

  • Ich hatte gerade ein Gespräch mit meinem Partner.. Das war ziemlich heftig.

    Ich hab ihm gesagt, dass er es in der Hand hat und daran arbeiten muss, nicht immer aus Mäusen Elefanten zu machen.

    Er sagt, dass er merkt, dass er mir nicht gut tut und er glaubt, dass ich ohne ihn besser dran bin. Ich hab ihn dann gefragt, ob das heißt, dass er aufgeben will. Aber nein, das will er nicht.


    Ich glaube, wir wissen beide, dass es keine Zukunft mehr gibt und wollen aber beide nicht derjenige sein, der es ausspricht und beendet. Mir fehlt die Kraft dazu, diese Beziehung jetzt nach all den Jahren zu beenden... Und er wird es nicht tun, da er nicht schuld sein will und mich nicht in der Situation hängen lassen will. ;(

  • Liebe Stine86 ,

    vielleicht will er auch nur von dir hören ... schön das du bei mir bist ... danke das du mir hilfst .... ich freue mich, dass du mich auf dem schwierigen Weg begleitest. Sobald er etwas zu dir sagt, bewertest du es als negatives, aber vielleicht meint er es gar nicht so.


    Das soll keine Kritik sein, nur eine Anregung vielleicht sein Verhalten mal anders zu interpretieren.


    LG

    Elfriede

  • Liebe Stine,


    "Er sagt, dass er merkt, dass er mir nicht gut tut und er glaubt, dass ich ohne ihn besser dran bin. Ich hab ihn dann gefragt, ob das heißt, dass er aufgeben will. Aber nein, das will er nicht."



    das trifft es genau - so ist es auch bei uns.


    LG

  • Liebe Mädels,


    darf man sich hier eigentlich selbst zitieren?


    Am 7.12. hab ich einen Post an Dorchen geschrieben der hier sehr gut reinpassen würde. Aber kopieren und einfügen wollte ich jetzt auch nicht.


    Was ihr hier schreibt, kenne ich auch. Auch mein Mann ist ein eher Einzelgänger. Zumindest was enge Freunde angeht. Natürlich hat er Bekannte und den einen oder anderen Kollegen. Aber kaum jemanden zum richtig reden. Sonst bin ich ja eher diejenige.

    Kurz nach meiner Diagnose sagte eine Freundin die uns beide sehr gut kennt, ich sei in unserer Beziehung die stärkere. Im ersten Moment musste ich lachen. Dann aber war ich erstaunt. Denn eigentlich hatte sie recht.

    Das ließ mich meinen Mann später oft anders sehen. Ich hatte mehr Verständnis für sein Verhalten mir gegenüber. Es war nicht immer richtig oder so wie ich es mir erwünscht hätte, aber ich wusste nun die Ursache.

    Angst und Hilflosigkeit.

    Ich, und die meisten von uns würden in umgekehrter Situation den Partner hegen und pflegen. Liebe und Zuneigung, Fürsorge und Mitgefühl. Das alles eben aus einer großen Angst heraus. Die einen können das. Die anderen erstarren in dieser Angst. Und wie jedes Gefühl ist auch Angst nicht rational.

    Durch Gespräche immer und immer wieder konnten wir ein wenig dieser Angst abbauen. Längst nicht genug, aber immerhin so viel, dass diese Erstarrung sich langsam abbaut. Seit dem haben wir Stück für Stück diesen Distanz zwischen uns verringert.

    Nun ist seit zwei Wochen meine Chemo rum und ich merke täglich wie wir wieder zu dem Team werden, welches wir vor dem Krebs waren.

    Reden. So oft ihr wollt und könnt. Wir alle, auch die Ehemänner sind in einer neuen Situation. Keiner kann erraten, welche neuen Gefühle und Ängst gerade in einem toben. Das muss man leider erst aussprechen.


    Ich drück uns allen die Daumen für mehr Verständnis


    Liebe Grüße zweisein

  • Liebe Elfriede,


    das tue ich. Ich sage ihm, dass er mir unglaublich hilft, wenn er mich einfach nur in den Arm nimmt, mich tröstet, für mich da ist und mich aufbaut.


    Er ist kurz davor alles hinzuschmeißen. Ich hab ihm jetzt noch mal deutlich gemacht, dass wir das schaffen können und nicht dem Kopf in den Sand stecken dürfen. Ich hoffe, er lässt sich darauf ein..

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  • @ Unicorn "grrh Männer halt" - das finde ich zu einfach.


    Ich habe einen Bekannten, der nach seinem Prostatakrebs von seiner Frau verlassen wurde ...


    Ich denke, dass hat viele Ursachen, denn so eine Erkrankung belastet die Beziehung schwer. Man selber verändert sich, das weiß ich von mir, während der akuten Zeit war ich zeitweise unausstehlich und ließ damit meinen Mann hilflos dastehen. Wir haben auch gezofft, aber ich habe das Glück, dass unsere Beziehung auch vorher schon sehr gefestigt war. Manchmal dachte ich, es ist für meinen Mann schwerer als für mich, denn ich war ja in der Behandlungsmühle drin, er stand hilflos daneben, auch mit der Angst, mich zu verlieren, zumal er schon zwei gute Freunde durch den Krebs verloren hatte.

    Diese Angst wollte er mir nicht mitteilen, um mir widerum keine Angst zu machen, das war dann der Punkt, an dem wir uns gegenseitig angegiftet haben, solange, bis wir geredet haben. Mir war aber immer klar, dass ich bei ihm bleiben will, und ihm war es umgekehrt auch klar.


    Allerdings denke ich, dass so eine Erkrankung vieles neu definiert, und wenn eine Beziehung schon Risse hat, dann kann es sein, dass sie daran eben gänzlich zerbricht. Eine Frau in der REHA erzählte mir, dass die Krankheit für sie auch was Gutes hatte, sie hat gemerkt, dass sie ihren Mann eigentlcih nicht mehr liebt, und einfach nur noch aus Gewohnheit bei ihm bei war. Sie hatte durch die Krankheit den Mut zu gehen, weil sie dachte, ich will jetzt mein Leben leben. Und sie sagte, sie sei jetzt glücklicher als vorher. (Natürlich auch mit den normalen Ängtsen, die unsere Krankheit mit sich bringt).


    Und es gibt sicher auch Geschichte, wosich dann zwei wieder "zusammenraufen".


    @ Stine Blume ich bin natürlich auch kein Psychologe, aber ich höre so raus, dass ihr immer fragt, warum er das sagt, wieso er vielleicht so denkt. Vielleicht müsst ihr euch fragen, was IHR wollt, Ihr als Frau. Wie fühlt ihr euch so?

    Ich glaube, wir wissen beide, dass es keine Zukunft mehr gibt und wollen aber beide nicht derjenige sein, der es ausspricht und beendet. Mir fehlt die Kraft dazu, diese Beziehung jetzt nach all den Jahren zu beenden... Und er wird es nicht tun, da er nicht schuld sein will und mich nicht in der Situation hängen lassen will. ;(

    Ich will hier keinen Rat geben, das kann ich nicht und das wäre auch unangebracht, da ich eure Beziehung nicht kenne, aber ich frage Dich einfach mal so: Wenn Du das schon so denkst, dann frage Dich doch mal, ob es für Dich nicht genauso kraftzehrend ist, wenn Du in der Beziehung verbleibst.

    Und vielleicht stellst Du dann fest, dass Dir diese Beziehung und dieser doch eine Menge bedeuten, oder aber was ganz anderes.


    Liebe grüße

    Milli

  • hallo Milli, hallo ihr 😉lieben,


    eine Paartherapie lehnt mein Mann natürlich auch ab genauso wie bei Stine oben.

    Natürlich hat es bei uns auch vorher schon gekriselt. Meistens ging es dabei aber nicht um uns sondern um die erwachsenen Kinder. Im Laufe der Jahre hat sich das aber zugespitzt. Ein gewaltiger Schock war 2015 die urplötzliche Versetzung meines Mannes in den vorzeitigen Ruhestand wegen Umstrukturierung in der grossen Firma. Ein Platz musste plötzlich noch abgebaut werden und eine junge Kollegin sollte damit gerettet werden. Er war 30 Jahre im Betrieb und deutschlandweit sehr beliebt. Von heute auf morgen also draussen, wegen Depression sehr lange krank geschrieben.....seit dieser Zeit hat er sich sehr verändert. Ich möchte dass hier auch nicht weiter ausführen.

    Für mich ist er ja immer da, aber eben nur für mich. Und ich wollte ihm einfach nur helfen weil es mir so leid tut, dass er immer einsamer wird. Natürlich wird er nicht allein in den Urlaub fahren, so wie das oben jemand vorgeschlagen hat.


    Ein bisschen hilft mir meine Psychologin wenn sie sagt : er ist auch selbst für sein Leben verantwortlich. Ich kann mein bestes tun , wenn dies aber alles nicht das richtige ist , dann ist dass wohl kaum zu ändern für mich.

    Ich fahre nach Weihnachten erstmal in die AHB. Ich bin gerade dabei die ganzen Unterlagen auszufüllen. Grossen Wert lege ich auf die psychologische Betreuung. Das habe ich so angegeben. Auch freue ich mich auf andere Betroffene, Tipps und Ratschläge. Es ist eine Auszeit für uns Beide und das ist gerade richtig günstig. Dann komme ich mit neuer Kraft wieder und dann kämpfen wir gemeinsam weiter. 😉


    Liebe Grüße Blume 🤗🤗

  • Er sagt, dass er merkt, dass er mir nicht gut tut und er glaubt, dass ich ohne ihn besser dran bin. Ich hab ihn dann gefragt, ob das heißt, dass er aufgeben will. Aber nein, das will er nicht.


    Ich glaube dies ist das typische Beispiel, dass Männer anders ticken als Frauen. Eine Frau würde so etwas nur sagen, wenn sie alles probiert hat um IHN glücklich zu machen, und sich dann eingesteht, sie macht ihn unglücklich. Ich glaube ein Mann sagt sowas, einfach so, ohne irgendwas zu meinen, ohne HIntergrund Gedanken, aber auch ohne schon alles getan zu haben.


    Ich weiß aus meiner gescheiterten Ehe, ich hätte direkter Fragen sollen, und um das bitten was ich brauchte. Wenn ich in Tränen bin, hätte ich sagen sollen, ich brauche dich jetzt, umarme mich bitte, halt mich fest etc. Von alleine kommen manche Männer da nicht drauf.


    Einer muss den aktiven Part übernehmen. Und quasi den Weg vorgeben.

    Bei Blume zb, ein minijob für deinen Mann?

    Bei Stine glaube ich, musst du ihn nicht fragen was er leisten kann oder will, sondern ihm einfach vorgeben was Du von ihm brauchst.

  • Da bin ich auch parallel dran.

    Hoffe du besorgst deinem Mann nicht den Minijob :) Sondern dass er eventuell auch Interesse daran hat und sich aktiv bemüht, oder mindestens mit Dir zusammen :)


    Er sagt, er wird es machen und alles wird gut, wir schaffen das. Ich hoffe es sehr...

    Je nachdem was du von ihm verlangst, musst du ihm aber die Zeichen geben, zu dem was du gerade brauchst. Zwar nicht der beste Vergleich aber doch ähnlich einem Hund. Wenn du schmusen möchtest, dann setzt du dich auch auf die Couch und rufst den Hund. Wenn du spielen möchtest nimmst du den Ball in die Hand. Wenn du traurig bist und einfach nur gehalten werden willst, dann geh zu ihm (dem Mann :p) hin und halt dich an ihm fest , auch wenn er in der Garage werkelt, an der X Box spielt oder sonstiges. Wenn er meckert, dann sag du brauchst ihn jetzt. Wenn du dich dann gefangen hast, gib ihm ein Küsschen und sag Danke und geh wieder.


    Versuch das 30 Mal und schau ob das funktioniert :)

  • Hallo ihr lieben Stine86 und Blume 59 , ja diese Krankheit zeigt wie stabil oder instabil eine Beziehung ist. Bei mir war es nicht meine, sondern die von unserem großen Jungen, die zu einer Scheidung geführt hat. Ich habe dadurch erkennen können, dass ich den Vater meiner Kinder gar nicht mehr brauche, ich liebte ihn lange nicht mehr. Wollte nur für die Kinder eine normale Familie haben, die jedoch keine war, weil wir uns nur gestritten haben. Jetzt bin ich wirklich froh im Augenblick keinen Partner zu haben. Ich habe voriges Jahr einen neue Beziehung auch vermasselt, aber wenn ich die posts hier lese, ist es gut so. Bitte denkt zu Zeit mehr an euch selbst da kann ich meinen Vorschreiberin nur anschließen.

    Mili

    "Wenn Du das schon so denkst, dann frage Dich doch mal, ob es für Dich nicht genauso kraftzehrend ist, wenn Du in der Beziehung verbleibst.

    Und vielleicht stellst Du dann fest, dass Dir diese Beziehung und dieser doch eine Menge bedeuten, oder aber was ganz anderes."


    und Vael

    "Je nachdem was du von ihm verlangst, musst du ihm aber die Zeichen geben, zu dem was du gerade brauchst"

    schreiben es sehr passend, die Männer sind eben anders, sie brauchen konkrete Hinweise und wir Frauen sollten uns im klaren sein, was wir möchten, im Moment und auf lange Sicht auch. Ich könnte nur noch sagen, selbst bei den Kindern sollte Frau nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen einerseits und konsequent bleiben anderseits.

    Noch habe ich erst jetzt verstanden, dass ich nicht im aufgebrachten Zustand etwas sagen oder schreiben sollte, erst wenn ich wieder ruhig bin meiner Meinung, wünsche, Angelegenheit und so weiter mitteilen sollte.

    Ich drücke euch die Daumen, dass die Beziehungen keine Kräfte rauben, die für die Bewältigung der Therapie und der damit verbundenen Umstände notwendig sind.

    Ich wünsche allen Foris viel Kraft

    Liebe Grüße

    Nati




  • Versuch das 30 Mal und schau ob das funktioniert :)

    Den Satz finde ich köstlich ;).
    Ich glaub, das ist genau mein Problem. Ich denke immer schon spätestens beim 10. Mal, jetzt müsste er aber von alleine drauf kommen. Nun ihr werdet es ahnen, tut er natürlich nicht :rolleyes:.

  • Hallo an alle,


    ich habe nach langer Überlegung und viel Grübelei entschieden, mich von meinem Partner zu trennen...

    Das war nicht einfach, während der Chemozeit ist es schon sehr hilfreich, jemanden an seiner Seite zu haben. Jedoch musste ich durch meine Krankheit einfach feststellen, dass er häufig nicht in der Lage ist, vernünftige und reife Entscheidungen zu treffen und ihm sein zu großer Stolz permanent im Weg steht. Hinzu kommen teilweise tagelange, unglaublich anstrengende Streitereien mit vielen bösen Worten, Tränen und Geschrei wegen unnötigen Kleinigkeiten, in denen ich ständig versuche zu schlichten und eine Lösung zu finden und er im Gegenzug nur noch mehr Gründe sucht, den Streit weiter hochzukochen.

    Das Schlimmste war dann, dass ich ihn dabei "erwischt" habe, wie er mich angelogen hat (dabei ging es um Geld für meine / unsere Kinderwunschbehandlung), das war dann der entscheidende Moment, der mich wie eine Ohrfeige erwischt hat.


    Ich muss jetzt wirklich an mich denken, ich kann meine Kraft nicht in sinnlose Streitigkeiten stecken. Hinterher sagt er, er hat Mist gebaut, er sagt Dinge, die mich verletzen und die er nicht so meint und er arbeitet daran. Aber es ändert sich rein gar nichts bis wir dann wieder streiten, wegen Schokolade oder einem Spüllappen...


    Mir ist einfach klar geworden, dass es neben den Streitigkeiten wegen Kleinkram um viele Dinge geht, die ich mir in einer gemeinsamen Zukunft (Hauskauf, Familienplanung, Kindererziehung) einfach nicht vorstellen kann. Und wenn man sich keine gemeinsame Zukunft mehr vorstellen kann, was bringt dann diese Beziehung...


    Das Schwierige für mich ist die Tatsache, dass mein Herz etwas anderes verlangt als mein Verstand. Doch jedes Mal, wenn ich kurz davor bin, auf mein Herz zu hören und ihm all die Versprechungen zu glauben, die er mir jeden Tag macht, damit ich zurückkomme, denke ich nochmal über alles nach und ich komme einfach immer wieder zum selben Ergebnis. Es macht einfach keinen Sinn und es war wirklich die richtige Entscheidung.


    Durch die Chemozeit muss ich nun leider ohne Partner an meiner Seite, noch dazu einen Umzug organisieren und ein paar Möbel hierher zu meiner Freundin schaffen (sie hat zum Glück ein 3. Zimmer, so dass wir während unsere gemeinsamen Studenten-Zeit die nächsten 1,5 Jahre eine WG gründen werden). Trotz verlorenem Partner bin ich ich optimistisch, denn ich spüre immer stärker den Beistand meiner Freunde und meiner Mutti, die wirklich immer für mich da sind. Das tut sehr gut und baut mich unheimlich auf.


    Ich wünsche allen, die etwas ähnliches während dieser schweren Krankheitsphase durchmachen müssen, dass die Beziehung es durchsteht und am besten noch daran wachsen kann. Doch das wichtigste ist wirklich die Weisheit, die richtige Entscheidung zu treffen. Denn das ist das Schwierigste an allem...


    Vor allem dir, Blume 59 wünsche ich, dass es sich wieder eingerenkt hat. Vielleicht magst du ja mal berichten, wie es dir die letzten Wochen ergangen ist.


    Einen ganz lieben Gruß in die Runde

  • Liebe Stine86 ,


    vielleicht ist es manchmal einfach notwendig. Ich finde es sehr tapfer von Dir diesen Schritt zu gehen, und bei deiner Freundin bist du sicher gut aufgehoben.


    Wenngleich ich viele Weisheiten habe, wie man / frau am Besten mit den Männern umgeht, so bin ich selbst auch single, eben weil ich es zwar weiß, aber gar nicht kann.


    Man/frau lebt auch single sehr gut, ohne sich dann auf die Bedürfnisse eines anderen einzustellen, und sich selbst quasi zu vergessen.

    Irgendwann bist du dann mal sehr stolz, diese Zeit so hinter dich gebracht zu haben. :)