brustkrebs HER2 positiv

  • Hallo zusammen,


    ich habe gestern meinen Befund mit BK HER2 positiv erhalten.

    Wenn die Voruntersuchungen abgeschlossen sind, will das Ärzteteam beraten, ob man erst Chemos verabreicht u. dann operiert.

    (neonadju.....)


    Hat einer von Euch damit Erfahrung gehabt?


    Wenn die Lymphknoten nicht (noch nicht) befallen sind, muss man dann Angst haben, dass die beim Knochenszintigramm oder

    in Lunge, Leben was finden?


    Liebe Grüße,


    Lenchen

    ,

  • Liebe Lenchen,

    Herzlich willkommen hier.

    Zu Deinem Befund gibt es sicher noch andere Werte. Ki 67 sagt in %die Wachstumsgeschwindigkeit aus und es gibt noch Hormonwerte.

    Wir sind hier fast alle medizinische Laien und können keine Prognose geben. Kann bei Krebs sowieso niemand....

    Ich kann dir sagen, wie es bei mir war:G3, also ziemlich weit von einer normalen Zelle entfernt, her2neu 3+,Ki 67war 70% und Hormone negativ. Der Wächter war in der Stanze positiv und ich hatte nirgends sonst Nachweis von Tumorzellen. Neoadjuvante Chemotherapie und bei der anschließenden OP waren von 17 Lymphknoten 9mit Auffälligkeiten.

    Du siehst, trotz hoher Wachstumsgeschwindigkeit nichts im restlichen Körper <3:thumbup::thumbup::thumbup:

    Wenn du deine Befunde erklärt haben möchtest, dann frage am besten per Email beim Krebsinformationsdienst nach. Die sind dort kompetent und schnell und freundlich.

    Ich drücke dich ganz lieb und wünsche dir viel Erfolg bei der Therapie. Wird nicht leicht. Ist aber zu schaffen. Wir helfen dir gerne dabei :hug:

    Liebe Grüße von der Tanne

    Noch als Zusatz :

    Die neoadjuvante Chemotherapie wird meist gemacht, um später brusterhaltend zu operieren. Unter der Chemotherapie schmilzt der Tumor meist komplett zusammen ;)

    :thumbup: und wenn nicht, kann evtl. ein anderes Mittel genommen werden.

    Ich war erst völlig fertig, weil ich das Ding noch so lange drin behalten sollte. Aber es ist wirklich nach vier Chemoserien weg gewesen.

    :hug::hug:

  • Liebe Lenchen,

    herzlich willkommen in diesem schönen Forum!
    Hier gibt es zu fast allen Themen einen Thread, in den Du dich einlesen kannst und der Dir sicherlich viele Fragen schon beantwortet.

    Aber selbstverständlich kannst Du uns auch einfach mit Fragen löchern. Irgendwer ist immer online und kann eine Antwort geben.


    Ich hatte auf Grund der Agressivität und der Auffälligkeit meiner Lyphen eine neoadjuvante Chemo. Diese hat den Vorteil, dass frau sehen kann, ob die Chemo überhaupt wirkt. Wenn der unliebsame Untermieter immer mehr in sich zusammenfällt, hält frau die Nebenwirkungen besser aus...und vielleicht kann dann brusterhaltend operiert werden.


    Meines Wissens nach besteht kein Zusammenhang zwischen befallenen Lymphknoten und Metastaten in Knochen, Leber oder anders wo.

    Ich würde aber mal davon ausgehen, dass bei allen weiteren Untersuchungen nichts gefunden wird!


    Alles Gute, viel Kraft, Zuversicht und Durchhaltevermögen wünscht

    Kirsche

  • Hallo Lenchen,


    herzlich Willkommen in unserem Forum. Schön, dass du uns gefunden hast.


    Für deine Voruntersuchungen sind meine Daumen :thumbup::thumbup::thumbup:ganz fest für viele o.B.`s gedrückt!

    Jetzt eine Prognose zu stellen ist nicht möglich. Nur soviel, wenn die Lymphe frei sind ist die Wahrscheinlichkeit recht gering, dass Metas gefunden werden.


    Hier bei uns gibt es eine ganze Reihe von Foris die eine Neoadjuvant Chemo bekommen haben. Ich denke die werden sich im Laufe der nächsten Zeit melden. Tanne hat dir schon von ihren Erfahrungen berichtet.


    Liebe Lenchen, hier kannst du alles Fragen was dir auf dem Herzen liegt. Tanne hat die ja schon vom KID geschrieben, ich füge dir mal den Link

    ein: http://www.krebsinformationsdienst.de


    Auch kannst du bei uns all deine Sorgen und Ängste ein stückweit hierlassen, es ist immer jemand da....


    Grüßle :) ika :)

  • Hallo Lenchen,

    auch ich möchte dich ganz herzlich in diesem Forum begrüßen und willkommen heißen!

    Wie Ika schon schreibt, wenn die Lymphknoten frei sind, ist die Wahrscheinlichkeit für Organmetas sehr gering.

    Eine neoadjuvante Chemo habe ich bei meiner Erstdiagnose Brustkrebs auch bekommen, das wird sehr oft so gemacht. Der große Tumor schmolz förmlich während der Behandlung.

    In diesem Forum kannst du jederzeit Fragen stellen oder über deinen Kummer schreiben oder dich einfach mal ausheulen! Es ist fast immer jemand online und kann dir zumindest virtuell beistehen oder vielleicht auch deine Fragen beantworten. Der Krebsinformationsdienst für fachliche Beratung wurde schon erwähnt.

    Ich wünsche dir für die kommenden Therapien viel Kraft!

    LG Katzi64

  • Hallo Lenchen,


    wegen des positiven HER2/neu wirst du vom Tumorboard wohl die Empfehlung für Chemo und Antikörper bekommen. Wie schon geschrieben, wird die Chemo bei Agressiven Tumoren (zu denen der mit pos HER-Status gehört) entsprechend den Leitlinien bevorzugt neoadjuvant gemacht. Das hat den absoluten Vorteil, dass man die Wirkung der Chemo daran sehen kann, dass der Tumor schrumpft. Und dass man reagieren kann, sollte er nicht schrumpfen.


    Bei den Lymphknoten geht man davon aus, dass eine Streuung nahezu ausgeschlossen werden kann, wenn die Wächter nicht befallen sind. Das nahezu deshalb, weil es einfach keine Garantien gibt.


    Das sogenannte Staging, also auch das Durchführen von Untersuchungen zum Ausschluß/Nachweis von Metastasen gehört auch zu den Leitlinien-Standards. Beim weitaus größten Teil der betroffenen Frauen werden keine Metas gefunden. Aber die Angst wirst du trotzdem haben. Egal, wie unwahrscheinlich es ist. Du bekommst die Untersuchung, mußt das Ergebnis abwarten und das Gedankenkarussell setzt sich in Gang. Erst, wenn du ein O.B. bekommst, fällt die Anspannung wieder von dir ab.


    Das ist ein Sch***gefühl, das wir alle kennen und immer wieder aushalten müssen. Und man gewöhnt sich nicht dran.

    Aber... du bist hier nicht allein. Das ganze Forum drückt Daumen, denkt an dich und freut sich mit dir über gute Ergebnisse. Das macht es leichter.

  • Herzlich willkommen, Lenchen!


    Bis alle Befunde da sind, kann man verrückt werde. Vor Kurzem selbst erst erlebt. Aber so wie Lunaiko es schreibt, es geht einem dann besser, wenn dieses "o.B." erstmal da ist.


    ika-ulm : Ich lese zu gern von Dir, alleine Dein Avatar vermittelt mir viel Freude und Deine Geschichte Mut und Sicherheit. So, das MUSSTE JETZT raus!

  • Hi lenchenhamburg2017


    erstmal,willkommen in diesem so wichtigen Forum. Du bist hier gut aufgehoben mit allen Fragen, Sorgen und Ängsten.


    Ich kann dir antworten, denn ich bin genau so ein Fall.


    Her2neu positiv, Score 3 und ki 67: 70%!

    Das erschreckt einen erstmal. Mir ging es so, dass ich dachte: Sch.... jetzt ist es schon Krebs und der hat nochmal eins draufgesetzt mit einer der Hardcorevarianten!

    Die Ärztin hat mir aber auch erklärt, dass das nicht ganz so schlecht sei, weil man eine gute Angriffsmöglichkeit über die Behandlung mit den Antikörpern hat.


    Ich bekam meine Diagnose am 24. Juli, also schon fast unglaubliche 3 Monate her. Mein Tumor wurde durch meinen gewissenhaften Gyn entdeckt, der ihn in der Sono bei der Vorsorge gesehen hat. Bei einem Screening im November vorher war ich unauffällig. Allerdings sage ich, wenn ich die beiden Mammos vergleiche, sehe ich im November schon an der Stelle, an der jetzt der Tumor sitzt eine Verdichtung von Gewebe. Entweder konnte man es zu der Zeit noch nicht interpretieren oder aber man hat es übersehen!

    Nach der Sono ging alles sehr schnell. Nächster Tag Mammo, übernächster Tag Stanze, am Montag war das Ergebnis da: bösartig. Ich habe geweint und mein erster Gedanke war: ich will noch nicht sterben! Man weiß ja sonst noch nichts. Und in genau der Situation befindest du dich jetzt! Zwischen Befund und genauer Abklärung.

    Bei mir ging es dann weiter mit der erstmal niederschmetternden Tumorbiologie, die eben einen aggressiv wachsenden Tumor hervorbrachte und mein Gyn sagte mir da schon, dass eine Chemo sein wird. Ende Juli (eine Woche nach dem Befund) hatte ich dann den Beginn der Staginguntersuchungen. Das war dann alles etwas chaotisch bei mir, so dass ich die Klinik noch gewechselt habe, aber jetzt mit meiner Entscheidung sowas von zufrieden bin. Alle Staginguntersuchungen habe ich an einer Uniklinik machen lassen (dann aber gewechselt!). Am 18.08. hatte ich noch die letzte mit dem Szintigramm.

    Bei mir wurden keinerlei Metas irgendwo gefunden, alle Voruntersuchungen waren ohne Befund. Der Wächter kommt bei mir erst mit der OP raus, aber in allen bildgebenden Verfahren sieht man keine Auffälligkeiten an den Lymphknoten. Ich bin auch mit N 0 und mittlerweile M 0 in der Tumorformel eingestuft. Ich hatte vorher ein MX, aber das war mir hinterher dann klar. Die Untersuchungen waren noch nicht abgeschlossen und ein M 0 war ja noch nicht zuverlässig erwiesen.

    Rechtzeitig zur Port OP hatte ich dann das Krankenhaus schon gewechselt, gut so!

    Ich erhalte seit 05.09. eine neoadjuvante Therapie in einer onkologischen Tagespraxis, die mit dem Krankenhaus kooperiert. Auch da weiß ich mich bestens aufgehoben. Die Praxis macht dann auch die Kontrolltermine mit dem Krankenhaus aus.


    Eine neoadjuvante Therapie kommt aus drei wichtigen Gründen in Betracht:

    1. unter Umständen kann man brusterhaltend operieren, weil der Tumor verkleinert werden kann. Ist jetzt bei meinen Ausmaßen nicht so das Problem ;-), da könnten sie noch genug wegschneiden.


    2. Man sieht natürlich, ob die Chemo überhaupt wirkt. Und bei mir tut sie das auch. Der Tumor verkleinert sich und verändert sich vor allem in der Struktur, zerbröselt so ein wenig. Mein Gyn am Krankenhaus hatte Probleme, ihn richtig gut darzustellen. Mit Hilfe des Chips, den er bei der Port OP eingestzt hat, wusste er, dass er an der richtigen Stelle sein muss.


    3. Und das ist mitentscheidend ! Bei einer neoadjuvanten Therapie dürfen zur Behandlung des Her2neu Tumors zwei Antikörper eingesetzt werden. Das heißt, es wird doppelt angegriffen. Die Antikörper müssen gut verträglich sein (hab ich gelesen, kann noch nicht aus Erfahrung sprechen!) und eben sehr wirksam sein, da sie das weitere Wachstum des Tumors einschränken oder stoppen können.

    Bei einer Chemo nach der OP wird nur noch einer eingesetzt, so erklärte es mir mein Gyn. Da geht es dann um Kosten..... Irgendwie auch logisch... der Tumor wäre weg und warum dann zwei Antikörper.... Aber das ist genau einer der wichtigsten Vorteile, die ich in der neoadjuvanten Therapie sehe. Mein Gyn sagte: Wir werfen ALLES in die Waagschale, um den Tumor zur Strecke zu bringen. Und wenn man dann weiß, dass so eine Antikörpertherapie rund 50.000 € kostet, dann heißen zwei Antikörper wirklich ALLES!


    Meine Angst war auch groß, dass die Chemo nicht wirkt und ich dann Zeit verloren habe, ist jetzt aber nicht so. Und ich begegne immer wieder Frauen, die mit dem Her2neu auch gut überlebt haben. Vor 10 - 15 Jahren hätten wir keine Chance gehabt, sagte mir eine Betroffene neulich. Und sie sprach mich einfach an, weil sie meine Chemomütze sah.


    Liebes Lenchen, jetzt habe ich dir hoffentlich erstmal eine Menge Fragen beantworten können. Lass dich nicht unterkriegen und schau zuversichtlich voraus. Das ist so wichtig! Ich stelle mir immer vor, dass sich mein Tumor auch von meinen Ängsten nähren will und das tut er immer wieder mal, bis ich dreinschlage und sage: So nicht! oder... es andere für mich tun.

    An manchen Tagen ist es ganz einfach und an anderen Tagen mehr als schwer. Da wird einem bewusst, wie zerbrechlich Leben ist. Aber das ist es auch bei Gesunden in jedem Augenblick, wir sind uns dessen nur nicht bewusst. Aber die Grundausrichtung darf man nicht verlieren. Ich denke immer, wenn das Licht erstmal zur Neige geht, wird es duster, also lass dir dieses Hoffnungslicht nicht nehmen, was immer auch geschehen mag! Und bau auf deine Familie, deine Freunde, wenn du es kannst. Das sind für mich unglaublich starke Stützen gerade!

    Du darfst mich gerne fragen, wenn ich dir weiterhelfen kann. Ich habe jetzt die 3. EC hinter mir und nach der 4. bekomme ich dann Pacli plus Antikörper, also 4 mal EC im Dreiwochenrhythmus und 12 mal Pacli plus Antikörper wöchentlich.


    Kopf hoch, Lenchen, wir schaffen das!


    Alles Liebe auf deinem Weg,


    Zebralilly

  • Liebe lenchenhamburg2017,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Wie Du sehen kannst, sprudeln nur so die Antworten und Tipps zu Deinen Fragen. Wenn Du etwas Spezielles suchst: Oben rechts gibt es unter der Lupe eine Suchfunktion, da kannst Du den Begriff eingeben. Ich wünsche Dir weiterhin einen guten Austausch und viel Kraft auf Deinem Weg.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Liebe Lenchen,

    ich heiße dich auch herzlich Willkommen in unserem schönen Forum. Auch meine neoadjuvante Therapie war erfolgreich, schon nach der 2. EC war das A....Loch nur noch erahnbar. Obwohl von vornherein feststand das es zur total Mastektomie kommt, konnte die Aussenhülle samt Brustwarz erhalten werden. Frau war überglücklich^^. Jetzt habe ich ein Silikonimplantat als Platzhalter bis zur Aufbau OP im Februar 18.

    Ich wünsche dir eine erfolgreiche Therapie, viel Kraft und trotzdem auch gesunden Humor.

  • Hallo Lenchen,

    ich bin auch Her 2 3+Positiv sowie ER 85% und PR 80% Positiv habe einen KI-67 von 24% und G3.

    Mein Scheißerle war 8 mm groß und wurde vor der Chemo im Gesunden entfernt.

    Danach 4xEC , 4x Taxotere/Herceptin, bekomme am Donnerstag meine 2te Taxotere. Danach noch Bestrahlungen , 1Jahr Herceptin

    und 5 Jahre Tamofixen .

    Meine 2 entnommenen Wächter-Lymphknoten waren nicht befallen und die Organe und Knochen auch nicht.

    Also keine Angst liebes Lenchen.

    Liebe Grüße Giecher

  • Liebe Zebralilly & liebe Mitkämpferinnen,


    ganz lieben Dank für die herzliche Aufnahme in Euerem Mut-Forum.,


    Und lieben Dank für die ausführlichen Berichte. Ich bin überwältigt!


    Gestatte mir zu Deinem o.g. Text noch einige Fragen: Du bekamst die Diagnose am 24.07. u. hattest die 1. Chemo am 05.09.

    Das ist mega lange. Hattest Du keine "Panik", dass "das Ding" sich vergrößert?


    Meinen Recherchen zufolge und nach meinem Ratio meine ich mich pro neoadjuvanter Therapie entscheiden zu sollen!

    Inwieweit diese dann greift oder sich "das Ding" ggf. verkleinert, sieht man sicher nach der 2. Sitzung oder dem 2. ten Zyklus??


    Hierzu noch eine Frage:

    Wie lang ist ein Chemozyklus: 1ne Woche oder 2 Wochen? Danach 2 Wo. Pause?

    Alles in allem gehen dann wahrscheinlich ca. 4 Monate ins Land, bis die OP angesetzt wird........

    Wann ist Deine OP?


    Was heißt bitte:

    Pacli und EC? Sind das die Antikörper, die mit Herceptin gemixt werden?

    Mein Gyn., hat mir erklärt, dass die Chemo wahrscheinlich mit HERCEPTIN ausgeführt wird und das Zeug sehr teuer aber nützlich ist.

    (HERCEPTIN + Antikörper).


    Hast Du bezüglich Krankenkasse Ärger?

    Mein Gyn hat mich sofort 6 Wo. krank geschrieben u. empfahl mir nicht zur Arbeit zu gehen; die Kasse zahlt ab 43. Tag Krankengeld..


    Wahrscheinlich muss man auch nach der 1. Chemositzung eine Perrücke kaufen u. 1 Turban?


    Wie ist das hier im Forum? Bekommen jetzt ALLE Mitkämpfer meine Mail oder nur Du?


    Auf alle Fälle bedanke ich mich bei Allen für die lieben Wünsche u. Euer Mitgefühl.


    LG Lenchen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Name der Krankenkasse entnommen.

  • Liebe Lenchen,


    ich verstehe gut, dass Dir momentan 1.000.000 Fragen durch den Kopf schwirren. Das Warten auf die endgültigen Ergebnisse und den endgültigen Fahrplan fällt sehr schwer (das haben die meisten von uns so erlebt). Oft ist es trotzdem besser, den Vorschlag der Ärzte abzuwarten, weil Du erst dann ganz konkrete Fragen stellen kannst ... :)


    Natürlich hast Du hier schon viel gelesen. Da Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs ist, auch wenn für uns als Laien die Werte ganz ähnlich aussehen, gibt es auch unterschiedliche Therapien. Es ist deshalb nicht gesagt, dass Du nun auch das Schema mit den Chemowirkstoffen EC (=Epirubicin / Cyclophosphamid) und Pacli (=Paclitaxel) erhältst. Das Herceptin ist ein Antikörper, der dann verordnet wird, wenn in der Histologie bei HER2-neu "3+" steht. Das bedeutet, dass Deine Brustkrebszellen zu viele sog. HER2-Rezeptoren aufweisen, die dafür sorgen, dass sich die Krebszellen recht schnell vermehren können.


    Und noch zum Schluss: Brustkrebs ist zumeist kein Notfall. Deshalb muss die Therapie auch nicht von heute auf morgen beginnen, sondern wir haben ausreichend Zeit, uns über die uns vorgeschlagene Therapie zu informieren. Eine gute Anlaufstelle für medizinische Infos ist übrigens auch Homepage und/oder die kostenfreie Hotline des Krebsinformationsdienstes (Kontaktdaten s. https://www.krebsinformationsdienst.de/ ).


    Herzliche Grüße von Flora


    P.S. Wenn Du im Forum in einem Thema schreibst, dann können alle Deinen Beitrag lesen - und so kommt es ja dann zum Erfahrungsaustausch untereinander :)





    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hey lenchenhamburg2017 ,


    Deine Fragen kann jetzt jeder lesen. Ich schreibe dir gerne eine persönliche Nachricht zu deinen Fragen, wenn du das möchtest. Auf einige Dinge antworte ich dir hier schonmal.


    Also:

    Gestatte mir zu Deinem o.g. Text noch einige Fragen: Du bekamst die Diagnose am 24.07. u. hattest die 1. Chemo am 05.09.

    Das ist mega lange. Hattest Du keine "Panik", dass "das Ding" sich vergrößert?


    Doch, lenchen, hatte ich auch. Kein Mensch kann dir sagen, wie lange dein Tumor schon in dir sitzt, kein Arzt dir sagen, wie schnell er wächst. Und man verfällt am Anfang wirklich in Panik und denkt, es kann nicht schnell genug sein! Und du kannst den Satz „Brustkrebs ist keine akute Krankheit!“ nicht glauben. Aber es IST so bei unserem Status!

    Um gegen deinen Tumor vorgehen zu können, muss man erstmal was über ihn rausfinden und sehen, ob er deinen Körper schon weiterbesiedelt hat. Dieses braucht seine Zeit. Ich hatte dann ab 31. Juli meine Untersuchungen. (31.07. Sono Bauch und Thorax, 08.08. ein MRT der Brust, 18.08. Szintigramm). Ich habe aber meine Klinik gewechselt und hatte da am 17.08. ein Gespräch und da auch eine erneute Sonographie. UND: Der Tumor hatte sich in den über 3 Wochen trotz seiner Aggressivität nicht in seinen Ausmaßen verändert. Das hat mich wirklich auf den Teppich gebracht und war so wichtig für das Vertrauen in die neoadjuvante Therapie!!!!


    Ich habe dann in der Folgewoche gleich meinen Port bekommen und hab dann am 05.09. die Chemo begonnen. In der Behandlungsweise vertraue ich vollkommen meinen Ärzten. Natürlich lebt man noch ein Stück mit der Angst, dass sich unter der Chemo nix tun könnte, aber nach der 2. EC hatte ich dann auch die Kontrollsono am Krankenhaus. Und die war positiv für mich. Ich könnte sehen, dass der Tumor sich in seiner Struktur verändert hat und er ist auch geschrumpft.



    Meinen Recherchen zufolge und nach meinem Ratio meine ich mich pro neoadjuvanter Therapie entscheiden zu sollen!

    Inwieweit diese dann greift oder sich "das Ding" ggf. verkleinert, sieht man sicher nach der 2. Sitzung oder dem 2. ten Zyklus??


    Ja, habe ich dir fast beantwortet. Neoadjuvant hat den Vorteil, dass man sehen kann, ob die Chemo wirkt und zum zweiten wird mit zwei Antikörpern behandelt. Wenn man die OP erstmal hat und würde dann eine Chemo machen, dann darf nur noch ein Antikörper eingesetzt werden, so sagte es mir der Gyn an der Klinik.


    Meine Kontrollsono war kurz vor der 3. Chemo.


    Hierzu noch eine Frage:

    Wie lang ist ein Chemozyklus: 1ne Woche oder 2 Wochen? Danach 2 Wo. Pause?

    Alles in allem gehen dann wahrscheinlich ca. 4 Monate ins Land, bis die OP angesetzt wird........

    Wann ist Deine OP?


    Puh, das ist individuell. Meine ist 4 mal EC (Medis hat Flora schon erklärt) im Abstand von 3 Wochen. Dann erhalte ich Paclitaxel plus die Antikörper 12 mal und das wöchentlich.



    Was heißt bitte:

    Pacli und EC? Sind das die Antikörper, die mit Herceptin gemixt werden?

    Hat Flora erklärt.


    Hast Du bezüglich Krankenkasse Ärger?

    Nein, hab ich nicht. Ich habe aber vielleicht auch andere Voraussetzungen als du.


    Wahrscheinlich muss man auch nach der 1. Chemositzung eine Perrücke kaufen u. 1 Turban?

    Das würde ich dir raten. Wenn du eine Perücke möchtest, bekommst du die verschrieben. Bei mir kam das Rezept mit der ersten Chemo. Und zu dem Zeitpunkt hast du noch Chancen, die Perücke deinen Haaren entsprechend auszusuchen. Ich selbst will keine, passt nicht zu mir. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

    Tücher (habe viele Schlauchtücher) und Beanies habe ich mir vorher besorgt. Das war auch gut so, mir sind am 11. Tag nach der ersten Chemo die Haare ausgegangen. Wenn du kannst, dann lass sie zu dem Zeitpunkt abrasieren. Es ist gut zu ertragen und man glaubt es echt vorher nicht. Es ist eine unglaubliche Erleichterung, wenn sie dann ab sind! Und sie wachsen ja wieder!


    Lenchen besorge dir die Patientenleitlinie Brustkrebs des krebsinformationsdienstes. Mir hat sie in all dem Wust an Gedanken und Ängsten sehr gut weitergeholfen. Viele deiner Fragen sind da beantwortet und du hast Möglichkeit, vieles nachzulesen und deine eigenen Fragen zu sammeln. Als Möglichkeit sind da schon evtl. auftretende Fragen gebündelt aufgeführt, an die du vielleicht noch nicht gedacht hast. Kann ich echt nur empfehlen.


    Überhaste nichts, es ist wirklich Zeit!


    Alles Liebe,


    Zebralilly

  • BK HER2 pos.


    Hallo & guten Abend, Ihr Lieben,

    die Befunde habe ich, mein Gyn sage alles ok. Nur der Internist konnte die Leber nicht "richtig" schallen, da ich angeblich einen "Blähbauch" habe.


    Somit muss ich am Mo. zum CT. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?

    Heute war ich noch zum MRT der Brust. Ist das üblich bei einer neoadjuvanten Therapie?

    Dann soll per "kleiner OP" der Wächter (Sentinel) raus, ggf. auch noch mehr Lymphknoten, sofern diese befallen sein sollten.


    Mir kommt das ganz schön lange vor, bei so einem aggressiven Krebs. (HER2 positiv)

    Angeblich bekomme ich dann erst am 15.11.2017 die 1. Chemo. Habt Ihr damit Erfahrung?


    Ich bin in Behandlung an einer UNI Klinik, die das Zertifikat "Brustzentrum" trägt.

    Was würdet Ihr machen, habe ich eine Chance, dass alles schneller geht?

    Die Schwester meinte: "nun ja, Sie tragen den Krebs ja nicht erst 1 Woche mit sich rum; somit müssen Sie sich gedulden".....


    Also vom Ergebnis der Biopsie (17.10.2017) bis zum Chemostart 15.11.2017 sind es 4 Wochen?


    Kann mir jemand helfen?


    LG Lenchen

  • Hallo Lenchen auch ich habe Her2 positiv +++ G3 Tumor, der hormonabhänig ist. Ich werde mit neoadjuvanten Chemotherapie plus Gabe von 2 Antikörpern behandelt, dann erst OP und Bestrahlung. Nach dem Ergebniss der Biopsie wurde 2 Tage später alle Untersuchungen MRT, Herzecho, Knochencinti, Oberbauchsono, Lunge röntgen gemacht, dann in weiteren 2 Tagen der Port gesetzt und nach 14 Tagen mit der Chemo begonnen. Ich bekomme 12x Pacli und 4x EC. Liebe Grüße Carbol

  • Hallo Lenchen,

    ich habe auch den selben BK wie Carbol.

    Habe meinen Ende April selber getastet und wurde Anfang Juni operiert.Seit April

    bekomme ich Chemo, hatte 4 x EC und heute die 2 te von 4x Taxotere.Bekomm danach noch Bestrahlungen, 1 Jahr

    Herceptin und -weiß ich seit heute- doch noch 10 Jahre anstatt 5 Jahre Tamofixen.

    Liebe Grüße Giecher