Befallene Lymphknoten

  • Meine Brust wurde entfernt und 2 von drei entfernten Lymphknoten waren befallen.

    Danach sollten noch mehr Lymphe entfernt werden.

    Dieses dient aber nur zur Klarheit, wie die weitere Therapie sich gestaltet.

    Ich hatte schon nach der Sentinel Entfernung permanent Schmerzen im Arm und das ist jetzt, 7 Wochen danach kaum anders.

    Deshalb habe ich mich gegen weitere Lymphknotenentfernung entschieden.

    Es kam dazu, dass die Ärztin sagte, dass es keinen Vorteil in Hinsicht Lebensverlängerung bringen würde.


    Wie seid ihr, wenn ihr dann auch befallene Lymphknoten hattet, damit umgegangen ?

  • Liebe Ghetta,

    meine Lymphen waren von Anfang an auffällig. Vor der Chemo ca 8-9 Stück.

    Nach der Chemo sind bei der OP dann 12 Lymphknoten entnommen worden, von denen noch 2 auffällig waren.


    Ich hatte und habe keine Probleme mit dem Arm, weder Schmerzen noch ein Ödem.

    Gefragt hat mich niemand, wieviele Lymphknoten ich opfern möchte, aber mit dem Ergebnis 2 von 12 bin ich mit meinem Gefühl auf der sicheren Seite.

    Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es keinen Unterschied für die Lebenserwartung macht, ob noch befallene Lymphen im Körper sind oder nicht, aber da fragst Du am besten beim Krebsinformationsdienst nach.


    Auf jeden Fall solltest Du Dich mit Deiner Entscheidung wohlfühlen, damit sie Dir nicht fortwährend im Kopf herumspukt.

    Hol Dir vielleicht noch eine zweite Meinung ein...


    Jetzt lass Dich erst einmal ganz lieb :hug:

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Zuversicht für alle bevorstehenden Behandlungen!
    LG Kirsche

  • Hallo Ghetta,


    ich hatte auch befallene Lymphknoten. Nach den Leitlinien hätte ich nachoperiert werden müssen und mindestens 15 Lymphknoten hätten entfernt werden müssen. Meine Ärzte haben mir dazu geraten es nicht zu machen. Man kommt davon weg, so die Aussage. Ich war ehrlich gesagt etwas verunsichert. Im Nachhinein war es aber die richtige Entscheidung, da ich sicherlich Probleme mit dem Lymphabfluss bekommen hätte. Mir macht schon die "kleine" OP an den Lymphknoten schon zu schaffen. Ich habe mich dann dazu entschlossen die Lymphabflusswege bestrahlen zu lassen. Bei der Strahlentherapie habe ich den Arzt darauf angeprochen. Angeboten wurde mir das nicht. Er hielt die Bestrahlung für sinnvoll, auch weil man damals davon ausging, dass es das Gesamtüberleben positiv beeinflussen würde. Es liefen damals noch Studien dazu.


    Durch die Bestrahlung habe ich keine Probleme. Auch die Bestrahlung war nicht schlimm und ich habe Sicherheit, dass da nichts kommt. Bei bestrahlten Lymphablusswegen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass hier Metastasen sich bilden, im Promille-Bereich.


    Lg Paula

  • Hallo Ghetta,


    bei mir wurde der vergrößerte Lymphknoten in der Achsel schon bei der allerersten Untersuchung, einer Sonographie der Brust und der Achsel, entdeckt. Der wurde auch, wie der Brusttumor, gestanzt und ich wurde drei Tage lang komplett durchgecheckt, ob sich irgendwo vielleicht noch Metastasen gebildet hätten.

    Bei der OP wurden dann 11 Lymphknoten entfernt, davon waren 4 befallen. An sich bin ich jetzt laut histologischem Befund tumorfrei, bekomme aber trotzdem eine Chemotherapie (es waren mehr als drei befallene LK vorhanden), damit noch nicht sichtbare Tumore im Körper von vornherein vernichten wollen, die eventuell vom Lymphsystem schon verbreitet wurden.

    Das klingt für mich logisch, und ich habe diese Vorgehensweise nicht in Frage gestellt.

    Du solltest dich wegen der neuerlichen Lymphknotenentfernung, wie von Kirsche empfohlen, nochmal gut erkundigen, frau will ja schließlich auch nichts übersehen.


    Meine OP war am 21.09. Mein Arm hatte anfangs einige Probleme mit den durchtrennten Nerven, ich wurde auch 2x punktiert weil sich Serom angesammelt hatte. Mittlerweile hält sich aber alles wieder in Grenzen, wenn ich ordentlicher meine Übungen machen würde, wäre es sicher noch viel besser.

    Die meisten Unannehmlichkeiten machte mir die Naht, aber die Fäden lösen sich auch schon auf, es wird schon.


    Deine Schmerzen im Arm würde ich auf jeden Fall auch nochmal abklären lassen. Nervenprobleme können aber bis zu einem Jahr dauern, das wurde mir auch gesagt.


    Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für deine weiteren Behandlungen:hug: , und dass dein Arm sich bald beruhigt.

  • Dass bei befallenen Sentinels eine Entfernung von Lymphknoten erfolgen soll, entspricht den Leitlinien. Die sind aber nicht in Stein gemeißelt.


    Es ist tatsächlich so, dass nach Ansicht einiger Spezialisten die Ausräumung der Achsel vernachlässigt werden kann, wenn anschließend eine Bestrahlung der Lymphabflußwege durchgeführt wird (oft zusätzlich zu einer Chemotherapie)


    Eine Chemo wird oft spätestens bei befallenen Sentinels empfohlen, eine Bestrahlung ist bei brusterhaltender OP obligat, bei Mastektomie optional.

    Das hängt damit zusammen, dass mit befallenen LK definitiv ein Einbruch von Tumorzellen in die Lymphbahnen nachgewiesen ist und damit auch die Streuungsfähigkeit des Tumors.


    Nachdem meine beiden Sentinels bereits kaspelübergreifend befallen waren (die Tumorzellen haben schon außerhalb der LK Makrometas gebildet), würde mir auch zu einer Ausräumung der Achsel geraten. Ich habe sehr mit mir gehadert, ob ich das machen soll, weil ich mich vor den möglichen Auswirkungen gefürchtet habe. Der path Befund der Wächter hat mir aber noch mehr Angst gemacht. Also hab ich eingewilligt. Es wurden 16 LK entnommen, die allesamt krebsfrei waren.


    In Knochen und Lunge konnten keine Metas nachgewiesen werden, der Leberbefund steht noch aus, da dort zwei Läsionen gesehen wurden, die man noch nicht abschließend beurteilen kann. Nächsten Monat habe ich noch mal ein MRT nach den 4 AC

    Ich gehe aber davon aus, dass da nix ist, bis man mir das Gegenteil vor den Kopf knallt (was nicht passieren wird)

  • Hallo Gettha,


    das war bei mir im Februar 2013.

    Ich war aus dem Forum nie weg. Ich bin seit 2013 dabei und verfolge täglich die Beiträge. Ich logge mich allerdings nicht immer ein, da ich vom Handy aus reingucke.


    Ach ja, Chemo habe ich auch bekommen, neoadjuvant. Da haben sie gesagt, wenn noch etwas in den Lymphknoten wäre, dann wäre das ja dann mit Chemo weg.


    Lg Paula

  • Hallo Gettha,


    vielleicht war mein Beitrag etwas missverständlich. Im Ultraschall und bei der Mamographie waren meine Lymphknoten unauffällig. Daher habe ich nur den Sentinel entfernt bekommen. Dieser war dann allerdings befallen. Nach den Leitlinien hätte ich dann nachoperiert werden müssen, um zu schauen, ob weitere befallen sind. Davon wurde mir abgeraten.


    Es war nicht so, dass ich schon optisch befallene Lymphknoten hatte. Das macht schon einen Unterschied bei der Behandlung.


    Lg Paula

  • Hallo Ghetta,


    ich würde vorschlagen die Schmerzen die du jetzt hast nochmal abklären zu lassen.


    Mir wurden 13 entnommen mit Ablatio, glaube am Anfang hatte ich schon Probleme, eine Art Strang der sich bildete, aber nach Wochen / Monaten habe ich keinerlei Schmerzen am /unter dem Arm, aber die Gefahr von Lymphstau gibt es wohl immer.


    Ich würde ansonsten auch zweite Meinungen einholen, allerdings kannst du vielleicht auch deine Ärzte fragen, in welcher Weise es einen Unterschied machen würde..wenn mehr befallene LK..dann Chemo/ Bestrahlung, wenn keine dann was? So kannst du auch ein bisschen die Für und wieder's entscheiden.

  • Liebe Ghetta,
    es ist schon so, wie es Paula nun geschrieben hat.

    Meine BK-OP (brusterhaltend) war Ende März 2013.
    Es wurden 2 Wächterlymphknoten entfernt, von denen einer befallen war, wieviel weiß ich grad nicht, aber es war nicht nur Micro!!
    Nach den Leitlinien hätten nun mindestens 10 Lymphknoten entfernt werden müssen.

    Mein Operateur, der auch an den Leitlinien mitarbeitet, erzählte mir von der schon abgeschlossenen Studie Z0011,
    die aus folgenden Gründen auf mich zutreffen würde:

    ...nur bei klinisch unauffälligen Lymphknoten, also wenn vor der OP keine L. tastbar waren

    oder in der Sono auch keine auffälligen L. gefunden wurden,
    ...bei brusterhaltender OP,
    ...die Lymphabflusswege mit bestrahlt werden,
    ...und ich eine Antihormontherapie über 10 Jahre erhalten würde ,(da ich keine Chemo hatte),
    dann könnte ich auf die weitere Entfernung der Lymphknoten verzichten, wenn ich das möchte!

    Nach einigem Überlegen entschied ich mich gegen eine weitere OP.
    Ein wichtiger Grund für mich war auch: es hätte keine Auswirkung auf den weiteren Verlauf der Krankheit - in meinem Fall.

    Du siehst, bei mir ist alles schon länger her. Ob es jetzt neuere Empfehlungen gibt, weiß ich nicht.
    Daher würde ich dir auch raten, dich beim KID zu informieren!

    Lieben Gruß
    von Mohnblume

  • Hallo Paula!


    Meine ED war 01/2016. MRT, CT, Ultraschall, Röntgen. Das ganze bildgebende Verfahren durchlaufen. Absolut Unauffällige Lymphknoten. OP, weil man von einem recht harmlosen Befund ausging und eine Chemo vermeidbar schien.

    Es waren 10 von 14 Lymphknoten befallen.

    Rückblickend würde ich niemals der Entnahme zustimmen. Es gibt genügend Erfahrungswerte, dass Lymphknoten nicht für die Verbreitung verantwortlich sind. Sind lediglich als Pegelanzeiger interessant.

    Hier würde ich dir die Infos von Krebsregister München empfehlen. Dr. Hö.


    Grüße Meggie

  • Hallo,

    bei mir war vor der neoadjuvanten Chemo 1 Lk sonographisch auffällig. Nach 1. chemo war alles ok und sämtliche Lymphknoten sahen normal aus. Ich habe mich trotzdem entgegen der Empfehlung der Aerzte fuer eine Entfernung der lymphknoten entschieden. Es sind 18 Lk entfernt worden zeitgleich mit meiner subkutanen Mastektomie mit Silikonaufbau. Dies geschah nach den 6 Zyklen neoadjuvanter Chemo. Alle 18 Lymphknoten waren komplett tumorfrei. Ich wollte diesen radikalen Eingriff so, ich persönlich haette mit der Unsicherheit... ist da noch was befallen oder nicht, nicht leben koennen. Ich weiß auch, dass es lt Studien keinen Vorteil in Bezug auf das Langzeitueberleben gibt. Fuer mich war es dennoch die richtige. Entscheidung. Gott sei dank habe ich keine Probleme mit Schmerzen oder lymphoedem. Ich kann alle Alltagstaetigkeiten und auch meinen Sport uneingeschränkt ausüben.

    Aber wie gesagt, das war meine ganz persönliche Entscheidung und fuer mich die richtige

    Lg Sonnenschein

  • Hallo Ghetta,


    ich hatte sonographisch unauffällige Lymphknoten, während der Brust OP zeigte sich der Sentinell in Schnellschnitt allerdings positiv, woraufhin sie mir während der selben OP 10 LK entnommen hatten, 3 davon waren positiv, zum Teil aus der Kapsel ausgebrochen. Ich hatte demnach kein Mitspracherecht über die Entnahme der LKs. Auch ich hatte die Literatur so verstanden, dass bei der Chemo die Tumorzellen der LKs sowieso platt gemacht werden, es also keinen Vorteil bringt, die LKs zu entnehmen. Ich denke also du kannst dieser Aussage vertrauen. Allerdings habe ich durch den histologischen Befund der entnommenen LKs ein präziseres Staging und ich glaube das ist es wohl, was deine Ärzte meinen.


    Beschwerden hinsichtlich Lymphstau hatte ich in den ersten 2 Monaten (Ödem, Strang) seitdem total beschwerdefrei, es besteht also noch Hoffnung für dich. Ich kann nicht sagen, dass nun ich den betreffenden Arm besonders schone. Der Port stört mich mehr.

  • Ich befinde mich noch ganz am Anfang der Behandlung, habe seit knapp 2 Wochen die Diagnose. Leber, Lunge und Knochen wurden bereits untersucht, alles Gott sei Dank ohne Befund. Nun habe ich noch ein Herzecho, MRT & ein Beratungsgespräch beim Reproduktionsmediziner. Der für mich zuständige Arzt im Brustzentrum untersuchte meine Lymphknoten schon per Ultraschall und meinte sie wären unauffällig. Ich habe aber irgendwie totalen Schiss, dass da doch was is... Er geht davon aus, dass ich eine neoadjuvante Chemotherapie bekomme, das "Planungsgespräch" habe ich aber erst am 21.11., da dann alle Befunde vorliegen.

    Nun zur eigentlichen Frage: Könnt ihr mir sagen, wie generell mit den Lymphknoten verfahren wird? Da ich ja erst nach der Chemo operiert werde, frag ich mich die ganze Zeit, wann und wie die Lymphknoten denn im Vorhinein untersucht werden? Ich stelle mir das so vor, dass sie ja irgendwie vor der Chemo untersucht werden sollten, da der Befund nach der Chemo ja (hoffentlich) ohne Micrometastasen sein wird... :/


    Lieben Dank schonmal an Euch!

  • Hallo Peppi,

    Genau die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Ist bei mir genauso. Ultraschall war unauffällig . Nach der Chemotherapie sollte ja in den Ly.Knoten eigentlich nichts mehr zu finden sein. Vielleicht kann man aber ja durch Anfärbung sehen,ob mal was da war??

  • Hallo ihr, bei mir hat der Radiologe, der das mrt gemacht hat und anschließend Ultraschall, gesagt, die Lymphknoten sähen unauffällig aus, am nächsten Tag im Krankenhaus meinte die Ärztin, der eine wäre minimal geschwollen, sie denke nicht daß da was ist, macht aber sicherheitshalber mal Biopsie. Drei Tage später kam der Anruf, Tumorzellen drin!

    Also wurden mir ne Woche später 14 Lymphknoten entfernt. Erst drei, die direkt zum schnellschnitt gefahren wurden und da die alle befallenen waren, gleich nochmal 11,von denen dann noch einer befallen war. Befallen heißt, es waren überall metas drin mit bis zu 2 cm Größe.

    Der eigentliche Tumor ist noch drin und wird jetzt während der chemo beobachtet.

    Wegen dem Lymphknotenbefall kriege ich die hochdosis chemo ETC.

  • Hallo,

    ich bin noch nicht so lange hier im Forum, habe aber mal eine Frage. In einem Sentinel LK wurden während der OP Micrometastasen bei mir festgestellt. Ich hatte nach op 37 Bestrahlungen und keine Chemotherapie. Jetzt habe ich oft doch ein ungutes Gefühl, ob nicht vielleicht doch noch mehr Tumorzellen im Körper unterwegs sind, da ich ja auch keine Chemotherapie hatte. In der Szintigrafie waren auch 2 Rippen nicht in Ordnung, im CT war aber nichts zu sehen. Der Radiologe sagte aber, dass das ct nicht so genau wie das Szinti sei. Außerdem habe ich jetzt seit ca. 6 Wochen einen Knubbel unter der Haut unterhalb der Rippen, keine Ahnung was das ist, hoffentlich keine Metastase.😕

    LG