Befallene Lymphknoten

  • Liebe Elisa , liebe Anne79 . Das bedenkliche ist wohl nicht die Größe, sondern eher das Aussehen. Er ist ja kreisrund und schwarz auch innen. Das könnte ein Hinweis auf malignität sein. 🤷🏻‍♀️Ich muss wohl den 21.5 abwarten und warten was der Onkologe sagt. In meinem brustzentrum machen sie leider keine nachsorgen. Ich habe mir einen Onkologen gesucht.

    @kruemmelmotte zu meinem Frauenarzt gehe ich nicht mehr, seit der letzten Nachsorge habe ich kein Vertrauen mehr. Ich suche mir jetzt einen neuen.

  • Liebe Filly78 ,

    Wie geht es Dir?Hattest Du den Termin beim Onkologen? Darf ich fragen was er gesagt hat wegen dem Lymphknoten?

    Ich war ja auch bei einer Onkologin wegen den Misteldpritzen.Sie hat dann auch die Achsel mit Ultraschall angesehen und auch einen vergrößerten Lymphknoten mit 7mm gesehen.Sie hat es als harmlos abgetan.ich weiß nicht ob er rund oder schwarz war.

    LG Elisa

  • Hallo zusammen, mir wurde vor zwei Wochen die Brust abgenommen und wiederaufgebaut. Auch der Wächterknoten wurde entnommen, die Ärzte meinten noch nach der OP das der klein und weich war und das sie nicht davon ausgehen, dass da was zu finden ist.

    Was soll ich sagen, dann kam der path. Befund lymphknoten ist befallen.

    Es werden mir alle lymphknoten entfernt. Habe grosse Angst vor weiteren befallenen lymphknoten und die verschlechertung meiner Lebenserwartung. Hat jemand Erfahrungen

  • Liebe Kuj05 ,

    erstmal ruhig Blut! Bei mir sahen die Lymphknoten erst auch gut aus und letztendlich waren doch 4 von 30 entnomme en Lymphknoten befallen. In dem Fall wird Chemotherapie gemacht und zusätzlich werden die Lymphabflusswege mit bestrahlt.

    Zudem ändern bis zu 4 befallene Lymphknoten laut einem renommierten Brustzentrum nichts an der Prognose. Das weiß ich zwar "nur" aus zweiter Hand, jedoch ist die Quelle zuverlässig.

    Das passt zu der Aussage meines Gynäkologen, der sehr erfahren und zusätzlich Onkologe ist, dass meine Prognose gut sei.

    Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig beruhigen.

    LG, Moni13

  • Es werden mir alle lymphknoten entfernt.

    Liebe Kuj05, mir wurden bei der ersten OP 6 LK entfernt. Einer war befallen. Daher Chemo und Bestrahlung der Lymphabflusswege (also aller LK seitlich bis zum Hals). Weitere LK wurden mir aber bei meiner - dann auch empfohlenen Mastektomie - nicht mehr entfernt.

    Meine Ärzte haben mir aber trotzdem das Gefühl gegeben, dass ich sehr gute Chancen habe, ganz geheilt zu werden. Ich glaube kaum, dass man da genaue Prognosen abgeben kann.

    Grob gesehen, ist es sicher etwas besser, wenn keine LK befallen sind. G2 statt G3 zu sein. T1 statt T2 u.s.w. Es kommen viele Faktoren zusammen.


    Schau mal, was die Deutsche Krebsgesellschaft dazu schreibt:

    https://www.krebsgesellschaft.…s/therapie/operation.html

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  • Hallo Elisa . Danke der Nachfrage. Ja mir geht es ganz gut. Mein Onkologe hat den Lymphknoten sofort gefunden. Er meint auch er sieht etwas unnormal aus, aber er denkt nicht das es was zu bedeuten hat. Der Ultraschall bei ihm war drei Wochen nach dem Radiologen. Da war er auch nicht vergrößert, halt nur weiterhin rund und ohne Kern. Er meint wir sollten ihn weiter beobachten, in 3 Monaten habe ich ja wieder einen Termin. Und natürlich wenn mir was auffällt soll ich sofort vorbeikommen.

  • Ich danke euch 😉

    Jetzt habe ich doch gleich noch mal eine Frage🙃


    Ich wurde 17.05 operiert (Brust Abnahme und wieder Aufbau) seitdem habe ich die Drainage und es läuft täglich bis 20 ml Wundflüssigkeit aus.

    Hat jemand Erfahrung wie lange es noch dauern kann?


    LG kuj05

  • Liebe Kuj05

    bei mir im Krankenhaus wurde gesagt, dass die Drainage nicht länger als 10 Tage drinbleiben darf, danach wächst das Infektionsrisiko . Diese Zeit ist bei dir schon überschritten. Frag doch bitte mal die Ärzte, was sie dazu zu sagen haben. Liebe Grüße und gute Genesung

  • Hallo,

    Ich bin am 24.04. operiert worden. Die Drainage ist am 07.05. gezogen worden wegen Infektionsgefahr, allerdings waren täglich noch da. 40 ml darin. Es sammelt sich immer noch Flüssigkeit, bin schon zweimal punktiert worden und hab schon den nächsten Termin. Mir wurde gesagt, dass das völlig normal wäre. Na ja vielleicht stimmt das, aber nervig ist es auf jeden Fall.

  • Hallo Kuj05 ,

    ich wurde kurz nach dir operiert und renne immer noch mit einer von 2 Drainageflaschen rum.

    Von der Klinik habe ich einen Flyer mitbekommen, in dem steht wie auch oben schon erwähnt
    "an zwei aufeiander folgenden Tagen weniger als 30 ml Wundflüssigkeit pro Tag".

    In meinem Entlassungsbrief steht 20 ml.

    Als ich mit 25 ml in 48 h die Drainage in der Klinik ziehen lassen wollte (das war 8 Tage nach der OP), weigerte sich die Ärztin das zu tun. Da war ich erst enttäuscht. Aber tatsächlich stieg die Menge wieder an.
    Deshalb habe ich meine Aktivitäten außer den Schulterübungen wieder annähernd bis zum Nullpunkt abgebremst. Absolute Priorität ist für mich jetzt Drainage loswerden.

    Bei Unsicherheit würde ich auch einen Arzt fragen. Das habe ich dann auch, weil Flüssigkeit am Zugang austrat.

    Mittlerweile bin ich der Meinung, dass es mir lieber ist, die Flasche mit rum zu schleifen, als eine Punktierung und hoffe, dass ich von Infektion oder Festwachsen des Zugangs verschont bleibe.

    Das ist echt ärgerlich, wenn die Drainage aus Infektionsgefahr zu früh gezogen werden muss. Man hat doch schon genug am Hals..

    LG

  • Hallo!

    Ist schon eigenartig welche verschiedenen Werte man immer wieder liest!

    Meine Drainage wurde am 5. Tag gezogen, da kam aber noch 100 - 110 ml pro 24 h. Da wurde nur beraten ob es besser wäre noch einen Tag zu warten wegen weniger Menge oder ob das Infektionsrisiko größer sei. Also Drainage raus. Dann hatte ich 8 Tage überhaupt nihts bemerkt und dann hat sich alles angestaut und wurde punktiert, insgesamt 3 Mal. Es tat aber überhaupt nicht weh.

    Jetzt, 2 Monate nach der OP ist nur mehr die hintere Seite der Achsel ganz leicht angeschwemmt. Allerdings hab ich auch alle Lymphknoten der Seite raus und eine Narbe von 25 cm.

  • Auf der Suche wie und durch was ich einen Flüssigkeitsstau vermeiden kann, bin ich auf eine Lektüre der

    Krebsliga Schweiz Das Lymphödem nach Krebs

    gestoßen. In ihr finden sich auch Tipps wie man das Lymhödemrisiko veringert. Für alle, die wie ich keine Wahl hatten, ob und wie viele Knoten entfernt werden.

  • Hallo Ihr Lieben,


    Ich habe die Chemo nun hinter mir und werde in 3 Wochen operiert.

    Es ist eine beidseitige NSM mit Silikonaufbau geplant.


    Wegen der Lymphknoten bin ich noch unschlüssig.

    Mehrere LK waren vor Chemo im Ultraschall auffällig (rindenverdickt) und der gestanzte LK war tatsächlich befallen.


    Lt. Ärzte gibt es mehrere Optionen:


    A: Klassische Axilladissektion

    B: keine Entfernung der Lymphknoten da nach Chemo keine Auffälligkeit mehr in Sono und MRT und Entfernung lediglich für Prognose interessant wäre

    C: "tailored" Axilladissektion mit selektiver Entfernung des geklippten LKs sowie des Sentinels.


    Ich fürchte ein Lymphödem, nach der Stanze hatte ich grosse Probleme mit der Achsel, deshalb würde ich gern so wenig LK wie möglich entfernen lassen.

    Andererseits habe ich Angst, dass doch was im Körper verbleibt das später Schaden anrichten kann.


    Können weitere Lymphknoten auch in einer 2.OP entfernt werden sofern die Pathologie bei Option C ergeben würde, dass keine PCR erreicht wurde?


    Wie sind Eure Erfahrungen zum Thema Lymphknotenentfernung?


    Liebe Grüsse Coccolina81

  • Hallo Coccolina81 das mit den lymphknoten ist immer wieder eine schwierige und wahrscheinlich sehr individuelle Entscheidung.

    Ich bin auch TN und hatte vor chemo Beginn einen auffälligen LK. Somit wurden vor chemo 3 entfernt. Der Wächter war Befallen. Jetzt in der OP nach chemo wurden quasi exemplarisch einige LK entnommen (wieviel weiß ich noch nicht, Ergebnis steht noch aus 😢😳🙈). Würde wahrscheinlich deiner Varianten c entsprechen.

    Aber, ich bekomme anschließend auf jeden Fall Bestrahlung inkl der Lymphabflusswege. Ich wurde aber BET operiert.

    Laut meiner Ärztin nimmt man nicht mehr so gerne alle LK raus. Ich habe da ehrlich gesagt auch Bauchschmerzen, hoffe aber auf die Bestrahlung. Würdest du auch Bestrahlung bekommen? Ich denke und hoffe auch, wenn keine pcr dann erneute op und alle LK raus. Ich denke nur, dass die Ärztin da nicht mitmacht. Oder eben erst Bestrahlung und dann nochmal op??? Gibt es sowas auch??

    Du siehst, auch bei mir gibt es keine eindeutige Entscheidung. Alles mit für und wieder und Bauchweh.

    Ich drücke dir fest die Daumen, dass du eine Entscheidung für dich findest!

  • Liebe Coccolina81 ,

    bei mir wurden 5 LKs in der Achsel bei der BET entfernt. Die Stanze hatte bei Diagnose ergeben, dass mind 1 LK befallen ist. Auch im MRT waren einige bei Diagnose "bildgebend suspekt" bzw. darstellbar, wobei das nie weiter abgeklärt wurde, da sie z.B. eine normale Form und Größe hatten. Außerdem hätte es nichts am Therapieplan geändert.

    Jedenfalls war nach der Chemo keiner der 5 entnommeen LKs befallen (2x Sentinels, 3 nonSentinel). Auch das MRT 2 Tage vor der OP zeigte keine Auffälligkeiten.

    Es folgte eine Bestrahlung von Brust und Lymphabflusswegen.


    Seit ca. einem Jahr habe ich ein Lymphödem in der Brust. Sie schwillt zum Glück nicht an, ist aber sehr feste, das Gewebe knubbelig. Und es schmerzt, jeden Tag, mal mehr und mal weniger intensiv. Die Achsel tut auch weh und irgendwie ist das alles sehr doof.

    Und das, obwohl 'nur' 5 LKs entnommen wurden.


    Als ich noch einmal für eine Zweitmeinung in einem anderen BZ war, hat mich der Prof. dort zum Thema Lymphknoten ziemlich in Panik versetzt.

    Er las den Patho-Bericht, indem es hieß, dass alle 5 LKs lipomatös vergrößert waren (also quasi verfettet), aber keine Metastasen oder Micro-Metastasen gefunden wurden.


    Es folgte ein Satz, den ich nie vergessen werde: "Naja, aber das sind ja auch nicht die, die vorher befallen waren. Dann hätte der Pathologe ja das Narbengewebe finden müssen. Und davon steht hier nix." Bamm, das hatte gesessen.

    Der gute Mann erklärte mir quasi, dass das alles schön und gut sei, man aber schlichtweg die falschen Lymphknoten entnommen hätte.


    Da ist mir mein eh schon schweres Herz ziemlich tief in die Hose gerutscht.

    Ich hab die Ärzte verflucht, dass nicht mehr LKs entnommen wurden. Es bereut, dass ich den Docs geglaubt habe, die sich total gefreut haben, dass die Chemo zumindest in den LKs alles platt gemacht hat. Das Lymphödem hatte ich so oder so am Hals, hätte ich genau so gut alle LKs entnehmen lassen können.

    Sogar nochmal extra nachgefragt hab ich, ob ich das nachträglich noch machen lassen kann. Wurde aber von allen Seiten abgelehnt.



    Ich würde dir also empfehlen, einfach das zu machen, was dein Bauchgefühl dir sagt. Was viel Entnahme brauchst du, um deine Ängste und Sorgen zu bekämpfen? Ein Lymphödem kann man immer bekommen, davon brauchst du es nicht abhängig machen.