Befallene Lymphknoten

  • Hallo Zusammen,


    Ich habe jetzt einiges an Untersuchungen abgeschlossen.


    Es wurden keine Metastasen gefunden.

    Sie hatten einen Lymphknoten biopsiert, dort hatten sie Brustkrebszellen gefunden. Es werden mir dadurch 10 Lymphknoten entfernt.

    erst soll aber die Chemo beginnen, dann op und dann Bestrahlung.


    Genauere Daten habe ich über meinen Tumor gar nicht bekommen. Weiß nur g 2 bis g 3, teilweise Hormonaktiv und agressiv, da er auch schnell gewachsen ist. und mir wird auf jeden Fall die Brust abgenommen, weil sich alles in den Milchgängen verteilt hat. Und noch irgendwas mit her2.


    Nach der ersten Freude das keine Metastasen gefunden wurden, kommen jetzt die Fragen und die Angst.


    Was bedeutet es, das die Lymphknoten befallen sind? Gibt es damit trotzdem eine Heilung?


    und wenn man erst Chemo macht und dann operiert und die Chemo nicht wirkt, kann er in der Zeit nicht doch noch streuen?


    Ich hoffe ihr könnt mir ein wenig weiterhelfen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Threads zusammengeführt.

  • Hallo Ella,


    Lymphknoten Befall bedeutet vorerstmal einfach nur, dass der Krebs sich bis zur Lymphbahn vorgearbeitet hat aber von den Lmyphknoten aufgehalten wurde bzw. sich dort eingenistet hat. Bei BK sind Lymphknoten in den Achseln noch zur Brust gehörig und damit noch ein lokales Geschehen und keine Fern Metastasen. Heilung gibt es damit auch.


    Ob zuerst Chemo oder zuerst OP, scheint hauptsächlich vom ganzen Bild abhängig zu sein. Bei Chemo zuerst wirst Du dann sehen dass der Krebs kleiner wird. Aber eine Garantie hast du niemals. Auch wenn die Chemo wirkt, kann es Jahre später dennoch Probleme geben.


    Das ist leider die traurige Wahrheit mit der alle die jemals Krebs hatten irgendwie zurecht kommen müssen. Er kann ein zweites Mal genauso unvorbereitet zuschlagen wie beim ersten Mal. Aber dennoch, gute 75% -95% ? haben nie wieder ein Problem mit Krebs. ( Je nachdem welche Statistik gerade zur Hand ist und aktuell ist.)

  • Hallo Ella74,


    mir geht es ähnlich wie Dir. Ich weiß zwar nicht ob Lymphknoten befallen sind und zwei Untersuchungen stehen ab morgen noch aus. Aber mir hat auch die Klinik zur Chemotherapie vor der OP geraten und ich habe am Freitag eine Anfrage an den KID gestellt ob die Lymphknoten noch streuen können, warte aber noch auf die Antwort. Letztendlich müssen wir wohl selbst entscheiden welchen Weg wir gehen und hoffen dass alles gut ausgeht. LG Sally11

  • Hallo Ella, Hallo Sally,

    ich reihe mich mal ein. Stecke auch noch in den ganzen Voruntersuchungen und habe die gleichen Fragen und Ängste.

    CT, MRT hab ich schon hinter mir. Diese Woche kommt noch Knochenszintigramm.

    Bei mir sind auch schon Lymphknoten in der Achsel der betroffenen Brust befallen. Glücklicherweise scheint er aber noch nicht darüberhinaus gestreut zu haben. Alle anderen Lymphknoten und Organe scheinen lt. CT ok zu sein.

    "Mein" Untermieter ist auch G3, sehr aggressiv, leider aber auch Triple negativ, spricht also auf nix ausser Chemo an. Ich soll auch zuerst Chemo und dann OP und anschliessend Bestrahlung bekommen.

    Welche Chemo weiß ich noch nicht, habe am Mittwoch mein Aufklärungsgespräch für die Chemo, denke, da erfahre ich mehr.

    Montag in 8 Tagen kriege ich meinen Port gelegt. Und dann solls 3-4 Tage später mit der Chemo losgehen.

    LG Tanja

  • Liebe Ella74

    Mein Tumor ist in der ganzen linken Brust und bisher hat noch niemand gesagt die Brust muss weg. Vier lymphknoten waren außerdem befallen. Sie haben gesagt sie gehen nicht davon aus das noch mehr befallen sind. Darauf muss ich jetzt vertrauen. Die Chemo läuft nach ETC Schema bei mir ab und mittendrin wird geguckt ob die Chemo auch was bringt. Das ist zum einen gut um zu sehen ob sich der Tumor verkleinert oder auch in Luft auflöst, gibt es tatsächlich. Danach wird in der Regel Brust erhaltend operiert. Selbst wenn das ganze Gewebe befallen ist wird meist mit Silikon aufgebaut. Und danach gibt so dann Bestrahlung. In so fern muss Mann einfach vertrauen. Vertrauen das die Chemo das Dinge kaputt mach gleich und falls nochmal etwas rumstrolchen will auch gleich mit zerstört 💪

  • Hallo liebe Tanjal


    Ich hatte letztes Jahr auch einen TN und sehr aggressiv. Bei mir hat die Chemo den Tumor komplett verschwinden lassen und ich bin heute froh, dass ich keine weiteren Medikamente nehmen muss. Bei TN Tumoren wirkt die Chemo meistens super und man kann schon während der Chemo Zeit kontrollieren wie der Tumor immer weiter verschwindet.

    Und es gibt soviele TN Frauen, die schon viele Jahre gesund geblieben sind.


    Ich drücke dir die Daumen, dass du auch während der Chemo siehst wie der Tumor immer kleiner wird und du siehst wie toll die Chemo wirkt. Das ist ein sehr beruhigendes Gefühl.


    LG 🌞

  • Ich habe ja auch einen TN mit KI 90%. Nach der zweiten von 8 Chemos war er schon zur Hälfte weg. Bin sehr auf der nächste Kontroll-Sono gespannt8|

  • Hallo Ronda, ich kann dich so gut verstehen, ich war auch immer super gespannt und dann so erleichtert wenn der Tumor immer kleiner wurde👍


    Drück dir die Daumen für den nächsten Ultraschall 😁

  • Hallo an Alle . Schreibe jetzt erst seit kurzem hier. Was mich zur Zeit beschäftigt ist, ob die Prognose sehr viel schlechter ist wenn nach BET noch eine 1mm große Mikrometase im Wächterlympfknoten gefunden wurde. Ich bin Tripple negativ . 4 weitere Lymphknoten waren aber frei

  • Liebe Star,


    in der Bewertung des Lymphknotenstatus ändert sich momentan durch die Forschung sehr viel. Und da haben wir als Laien nicht immer ganz konkret den Überblick. Deshalb ist es wahrscheinlich besser, wenn Du diese Frage Deinen behandelnden Ärzten stellst - oder Dich an den Krebsinformationsdienst wendest, wo Du kostenfrei Antworten bekommst.


    Die Kontaktdaten zum Krebsinformationsdienst findest Du unter https://www.krebsinformationsdienst.de/kontakt.php .


    Viele Grüssles


    Saphira

  • Liebe Star, meine Ärzte sagen, eine Micrometastase wird wie kein Befall gerechnet. Ob sie auf dem Neuesten Stand der Wissenschaft sind, weiß ich nicht, aber von dem einen Prof weiß ich, dass er an den Leitlinien mit arbeitet.

    Ansonsten ist der Rest der Tumorbiologie ja auch relevant. Aber so eine Micrometastase im Wächter bei hormonabhängigem Tumor ist eher eine ganz geringe Ausbreitung. Triple negative Tumor können wohl die Wächterlymphknoten überspringen. Da kannst du ja nochmal nachfragen, wie das so andere sehen (deine Ärzte / KID).

    LG Sonnenglanz

  • Danke für die Antworten. Es sind bei mir vorsichtshalber noch 4 weitere Lymphknoten entfernt worden, die waren dann alle frei. Das hört sich ja dann eher positiv an:). Ich sage mir ja auch immer die Chemo hat super gewirkt, weil ja auch vom Brusttumor nur noch 3mm übrig war und meine Ärztin sagt das auch. Aber dann dreht sich doch wieder das Gedanken Karussell :(. Ich war unter der Chemo immer guter Dinge und auch nach überstandenener Op aber jetzt überkommt mich öfters die Panik:rolleyes:

  • Star

    Das kann nach durch gestandener Therapie sein. Mir ist es nach all dem in 2013 auch phsyisch schlechter gegangen als während der Therapie.Es steht auch glaub ich auf der Seite vom Kresbsninformationsdienst,das ein kleines Loch kommen kann u auch Zukunftssängste.

    Versuch viel in die Natur zu gehen.Dinge zu tun die dir Spass machen.

    Ich war 2013 u 2017 betroffen.Ich hab auch manchmal Angst vor dem was noch kommen kann o hab Bammel vor den Untersuchungen.

    Aber dann denke ich an meine Arbeitskollegin die vor 25 Jahren einen agress. Bk ,Chemo u alles hatte.Sie ist bis heute gesund u sieht mit 60 Jahren toll aus.


    Alles Liebe

    Mariechen

  • Das zu lesen baut mich immer wieder auf und eigentlich will ich ja auch nicht jammern, da die Therapie bisher wirklich gut verlaufen ist aber es überkommt einen einfach =O. Habe seit Ende der Chemo wieder Probleme mit dem Rücken ( hab einen angeborenen Gleitwirbel), unter der Chemo hatte ich wundersamer Weise keine Probleme damit. Vor der Therapie war mir klar das kommt vom Gleitwirbel aber jetzt denkt man sofort an schlimmeres. Das nervt total;(

  • Liebe Star, du hattest während der Chemo keine Probleme mit dem Gleitwirbel, weil man ja vollgepumpt wurde mit Kortison. So hat man es mir jedenfalls erklärt.

    LG

    Jonna

  • Star

    Ja genau ich kenne das auch.

    Das kann uns auch keiner verübeln das dann Panik hoch kommt.

    Wichtig ist das man sich dann mit etwas wieder runterholen kann,wie z Bsp.Langzeitüberlebende die man kennt oder auch mit der Tatsache das die Medizin immer weiter kommt u immer mehr Menschen helfen kann.


    Das Leben wird nicht mehr wie es vor dem Krebs war, aber man kann trotzdem nochmal ein gutes Leben haben.

    Ich z.Bsp.lebe viel bewusster u dankbarer

    als früher.Ich freue mich wie eine Bockwurst wenn jetzt im Advent meine Led Rentierchen wieder im Garten leuchten.Weisst du was ich meine.Man lebt bewusster.


    Du bist noch jung du wirst bestimmt noch tolle Dinge erleben.Ganz bestimmt.


    Fühl dich:hug:

    Mariechen

  • Danke euch:*. Das mit dem Kortison klingt logisch, hatte ich gar nicht drüber nachgedacht :). Und das man bewusster lebt, das stimmt. So empfinde ich das auch. Eine Krankenschwester von der Station hat mir auch gesagt das es eine Nachwirkung der Chemo ist das einem verschiedene Stellen besonders im Oberkörper schmerzen . Die Organe haben ja schließlich auch viel an Medikamenten abbekommen.

  • Hallo, Ihr Lieben!

    Seid gestern ist irgendwie alles auf einmal anders. Die Angst wie im Juni bei der Diagnosestellung ist wieder da und das Gedankenkreisen ist wieder da.

    Ich bin am 9.11. brusterhaltend links operiert worden. Auch die befallenen Lymphknoten wurden entfernt.

    Bei der vorab laufenden MRT und Mammographie Untersuchung konnte meine behandelnde Ärztin und auch die Chirurgin feststellen, dass sich sowohl der Tumor wie auch die Lymphknoten deutlich verkleinert haben und die Chemo damit gut ihre Dienste geleistet haben. Auch am Tag der Op wurde mir bei der Sonokontrolle bestätigt, dass kaum noch was zu sehen ist.

    Am Montag nach der Op hat mir die Chirurgin auch gesagt, dass sie den Tumor und die Lymphknoten als sehr vernarbt angesehen hat.

    Mit diesem positiven Gefühl bin ich am Montag nach Hause gefahren und musste jetzt auf das Ergebnis der Histologie warten.

    Gestern war ich dann zur Nahtkontrolle.

    Die Ärztin legte mir den histologischen Befund vor und zeigte mit dem Finger auf die Anzahl der noch aktiven Lymphknoten. 17 von 19!!!!!! 😳🥺 Und der Tumor war auch noch aktiv.

    Meine Ärztin war völlig geschockt und gab mir das Gefühl, dass es das jetzt war...

    Sie hat mir im nächsten Atemzug dann eine Studie an Herz gelegt, die sogenannte MonarchE Studie.

    Diese ist speziell für Hormon positiv, langsam wachsende Formen gedacht, die nicht zu 100% auf die Chemo ansprechen.

    Hinzu kam meine plötzliche Angst ob ich es überhaupt schaffen werde, so den Krebs zu besiegen. Und die Frage, ob sich während der Chemo vielleicht doch Metastasen im Körper gebildet haben.

    Gott sei dank habe ich bei einem Bekannten, der Radiologe ist gestern noch einen kurzfristigen Termin bekommen und er bestätigte mir nach bangen 2 Stunden, dass ich komplett KREBSFREI bin! Die Freude war groß!

    Trotzdem...

    Die letzte Nacht war schrecklich, ständig gingen mir die Worte meiner Ärztin durch den Kopf. Ständig hörte ich 17/19 befallene Lymphknoten! Ständig hörte ich die Worte: ich weiß nicht, was in 3 Jahren ist...

    Heute morgen konnte ich meine Ärztin nochmal telefonisch erreichen um ihr zu sagen, dass sich keine Metastasen gebildet haben. Sie sagte, dass es gut sei und ich damit krebsfrei bin und ich mittels dieser Studie und unter Tamoxifen zu 100% gesund werden kann.

    Ich war zwar erleichtert, nochmal diese Worte zu hören, trotzdem bin ich immer noch niedergeschlagen, obwohl es ja eigentlich keinen Grund mehr gibt.

    Ich wollte nie wieder diese Angst verspüren, wie damals im Juni. War immer positiv eingestellt. Dachte, dass ich das schlimmste überstanden habe.

    Wieso kann ich das jetzt nicht genießen und mit positiver Einstellung in die Studie gehen?

    Die Behandlung ist ja auch noch nicht vorbei. Die Bestrahlung kommt ja noch.

    Könnt Ihr mich verstehen? Und vielleicht meine Stimmung nachvollziehen?

  • Tina73 in der Monarch Studie wir zur Anti-Hormon Therapie zusätzlich noch ein CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib gegeben wenn du im Medikamenten Arm bist.

    Wenn dir die Möglichkeit zur Studie gegeben wird Mach es, ich habe gerade meine Medikamenten Einnahme beendet, zwar in einer anderen Studie aber der gleiche Wirkstoff.

    Du hast einen Monatlichen Termin im Brustzentrum, der hat mir gut geholfen mit dem verarbeiten der Diagnose und in Studien sind die Ansprechpartner Top.

    Auch bei mir war nach Chemo noch viel aktives Tumorgewebe vorhanden.

  • Liebe Tina73, da bin ich auch der Meinung, daß du an der Studie teilnehmen solltest, in der Hoffnung, dass es einen Nutzen für dich bringt.


    Mir hat man irgendwie gesagt, dass die hormonabhängigen Zellen eher langsam teilend sind. Da bei dir ja ein sehr hoher %Satz hormonabhängig ist, wirkt gegen den die Chemo auch nicht so gut. Wie hoch war denn dein ki67?


    Theoretisch müsste die AHT die hormonabhängigen Reste unwirksam machen.


    Ich hab grad total Schiss, dass es bei mir auch so sein könnte und ich es nicht weiß, da bei mir der Tumor zuerst raus kam. Allerdings war bei mir das Ausbreitungsverhalten erst ganz am Anfang.


    Ich versteh dich total, das ist ja völlig beängstigend.


    Wenigstens bist du krebsfrei, das ist ja schon mal ein dickes Pfund!


    :hug:


    LG Sonnenglanz