Befallene Lymphknoten

  • Hallo Tina73, gut, dass Du gleich zum Radiologen gegangen bist. Dass die Nacht schrecklich war, kann ich mir denken. Ich habe auch Angst davor nochmal in die gleiche Situation zu kommen wie bei der Diagnose. Die war bei mir auch im Juni, die Untersuchungen haben sich dann ewig hingezogen und bis es dann mit Port und Chemotherapie losging konnte ich kaum erwarten. Das alles möchte man nicht nochmal durchstehen. Leider bin ich noch nicht soweit wie Du und habe noch 8 Paclis vor mir. Wurde die Chemotherapie bei Dir dosisdicht gemacht, da das so schnell ging? LG Sally11

  • Tina73, wie groß war denn dein Tumor, wenn so viele Lymphknoten befallen sind. Hab im Moment auch so paar blöde Gedanken. Hatte Ende Mai meine beidseitige Mastektomie, ohne Chemo bei Ki67 von 2% und 4 mm Tumor. Sentinel und 2 weitere Lymphknoten waren frei. Jetzt hatte ich auf der betroffenen Seit 2 vergrößerte Lymphknoten, die allerdings von der Struktur her unauffällig waren. Aber das KopfKino ist leider nicht zu stoppen.🙈😥

  • Liebe Tina73,


    Das ist schwer nachvollziehbar. Ich versteh das gar nicht. Für meinen Geschmack müssten jetzt die Bestrahlung und die AHT greifen. Aber es waren schon wirklich einige Lymphknoten befallen, das macht es nicht einfacher.


    Ich drück dir die Daumen, dass da nur noch die hormonabhängigen Tumorzellen aktiv sind. Und die kriegen von der AHT eins auf die Mütze. Sind bei dir auch 10 Jahre vorgesehen?


    Ich seh das auch so, dass du mit der AHT wieder ganz gesund werden kannst.


    LG Sonnenglanz

  • Sonnenglanz

    Die Bestrahlung und die AHT folgt ja noch, die Studie soll wahrscheinlich dazukommen damit ich komplett abgesichert bin.

    Wie lange die AHT angesetzt wird, erfahre ich nächste Woche nach der Tumorkonferenz. Die ist noch nicht gelaufen.

    Luzine

    Wie hast Du das Medikament vertragen und wie lange hast du es genommen? Warst Du vor Beginn der Studie auch krebsfrei und hast die Studie nur zur Vorsicht bekommen?

  • Liebe Tina73, das mit der Studie erscheint mir gut. Die ist genau für so bekloppte Fälle wie bei dir und mir, wo man nicht weiß, ob die Chemo etwas bringt. Meine Ärzte haben mir nichts davon erzählt, vielleicht weil mein KI höher war.


    Also, falls das alles so stimmen würde, wie ich es verstanden habe oder meine verstanden zu haben, dann sollten bei dir jetzt eigentlich nur noch hormonabhängige Tumorzellen aktiv sein. Die kriegst du mit der AHT in den Griff. Ich soll die AHT 10 Jahre durch ziehen und versteh jetzt grade besser, warum. Ich glaube, sie werden dir auch 10 Jahre empfehlen. Meiner Zweitmeinung hab ich gesagt ich muss die 10 Jahre durch halten, egal wie furchtbar die NWs werden (bisher geht es).


    Ich glaube auch, solange man mit derart hormonabhängigen Tumorzellen zu tun hat, ist man für die Dauer der AHT ziemlich sicher, dass keine Rezidive oder Fernmetatastasen auftreten.


    Die Bestrahlung reduziert das Rezidivrisiko stark. Dir wird man meiner Meinung nach bestimmt empfehlen, die Lymphabflusswege mit zu bestrahlen. Das ist nicht sonderlich schön, aber die kruemelmotte hat es auch durch gehalten.


    Nach den 10 Jahren AHT wird es spannend. Aber bei allem Mist ist die Erfolgsquote trotzdem hoch. Ich hoffe sehr, dass es auch nach Absetzen der Antihormontherapie gut geht. Und meiner Meinung nach darfst du auch hoffen.


    Und absolute Sicherheit hat man nie. :hug:


    LG Sonnenglanz

  • Tina73 in der Studie hieß es 13 Monate Medikamenten Einnahme begleitend mit AHT ( Tamoxifen und Zoladex) und 5 Jahre nach Betreuung. Ja ich war nach Chemo und 2 OP's Krebsfrei. Die Medikamenten Einnahme habe ich in voller Dosis komplett durchgezogen auch wenn es mit Arbeiten gehen, manchmal ganz schön anstrengend war. Lass es einfach auf dich zukommen was passiert an Nebenwirkungen. Bei mir hat es die AHT Nebenwirkungen verstärkt aber alles gut zum aushalten. Für mich ist wichtig zu wissen, dass ich alles gemacht habe was möglich ist uns so mein Rückfall Risiko zu minimieren.

    Tina73 das schlimmste an der Bestrahlung ist die tägliche Fahrt dort hin.

    Bei mir wurden auch die Lymphabflusswege mitbestrahlt und das ganze Prozedere hat nur 7 Minuten gedauert.

  • Luzine

    Vielen lieben Dank für Deine Nachricht.

    Die Fahrten zur Bestrahlung stelle ich mir wie die tägliche Fährt zur Arbeit vor.

    Wie lange ist Deine Chemo und Op her? Bist Du weiterhin krebsfrei? Lg

  • Meine Diagnose erhielt ich 08/2016

    dann folgte das volle Programm und von 09/2017 bis 10/2018 die Penelope Studie mit Medikamenten Einnahme. Ja ich bin Krebsfrei und mein Tumormarker ist bei 2,56

  • <3Hallo Tina,

    du hast Alles richtig gemacht. Ich habe auch einen hormonpositiven Tumor, allerdings war nur ein Lymphknoten befallen, habe die Chemotherapie abgelehnt. In meinem Fall hatte der molekulargenetische Test nur 3 Prozent Vorteil durch eine Chemo gebracht, die Bestrahlung und die AHT aber wesentlich mehr. Ich habe mich für die letzteren Therapien entschieden und lebe seit einem Jahr mein Leben. Natürlich hatte das Brustzentrum das komplette Programm empfohlen. Ich genieße jeden Tag und versuche die Zeit zwischen den vierteljährlichen Terminen zur Tumornachsorge mit den Dingen zu füllen, die ich schon seit Jahren machen wollte. Wir können doch alle an unserer Erkrankung nichts ändern, den Umgang damit aber schon, oder?;)

    Einmal editiert, zuletzt von Papillon () aus folgendem Grund: PS... leide momentan leider unter seniler Bettflucht, deshalb die späte Antwort...

  • Hallo Tina,


    bei dir ist wohl eines der Beispiele nachdem viele Leute fragen, kleiner(er) Tumor aber hohe Anzahl von befallenen Lymphknoten. Wie kam es, dass du ETC bekommen hattest, wurde vorher schon vermutet, dass so viele Lymphknoten befallen waren?


    Ich finde es prima, dass du diese Studie angeboten bekommen hast. Ich selbst bin irgendwie recht neidisch über die Damen in Studien, alleine die bessere Nachsorge ist Gold wert.

  • Hallo zusammen,

    ich hatte auch einen hormonabhängigen Tumor ( G2,ER:IRS 12,PR:IRS 12,HER-2 :0,

    KI-67 5% ).Ich wurde im September brusterhaltend operiert.Wächterlymphknoten war befallen,kapselüberschreitend.Deshalb vier Wochen später Axilladisektion.Nun soll ich auch Chemo bekommen danach Bestrahlung und Antihormontherapie.Freitag wurde mir der Port gelegt und morgen hab ich das Aufklärungsgespräch wegen der Chemo.Ich hab Angst das die Chemo bei meiner Tumorbiologie nicht richtig hilft.Ich bin sehr verunsichert was ich machen soll.

  • Liebe Biglolly ,ich bin mir nicht sicher, aber wäre ein Gentest vielleicht hilfreich? Bei mir hat er blöderweise zur Chemo geraten aber damit hatte ich wenigstens das Ergebnis als Stütze. Leider sind die relativ teuer und die Kassen sträuben sich wohl öfters, bei mir war die Bezahlung allerdings relativ unproblematisch. LG Sonnenglanz

  • Liebe Biglolly ich sehe es wie Sonnenglanz, hast Du eventuell die Chance auf eine Studie?


    Bei mir war es ähnlich, hormonabhängiger Tumor, nur der Sentinel befallen und eigentlich war auch nur Bestrahlung und AHt angedacht. Allerdings ist bei meinem Oncotype Test herausgekommen, dass eine Chemo auch Sinn machen würde (ich bin erst Mitte 40 und noch vor der Menopause, sowas spielt da ja auch immer mit rein) und hatte am 8. meine 4. EC und starte Ende des Monats mit den Paclis.


    Auch bei mir kann man durch die Chemo keinen Erfolg sehen, da ich ja krebsfrei bin. Ich habe mich aber entschieden, sollte sich irgendwo im Körper noch eine Krebszelle versteckt haben, dann wird ihr der Gar ausgemacht.


    Interessant finde ich allerdings, dass Dein Chemo-Gespräch erst nach der Port-OP stattfindet, bei uns im BZ ist das die Grundlage für das Setzen des Ports (warum sollten die einen Port setzen, wenn man sich noch dagegen entscheidet???)


    Dir alles Gute und ich bin mir sicher, Du schaffst auch die Chemo!!


    LG
    Alltagsheldin

  • Vael

    Guten Morgen!

    Ja, bereits bei der Sonokontrolle wurden mindestens 4 auffällige Lymphknoten diagnostiziert. Deshalb die ETC Chemo.

    Laut meiner Ärztin haben wir auch alles richtig gemacht. Es ist auch wohl bekannt, dass bei hormonpositiv und geringem Ki67 die Chemo nicht so gut wirkt.

    Ich sehe die Studie neben der AHT und der Bestrahlung als Glücksfall.

    Bin gespannt, was die Tumorkonferenz am Donnerstag bringt und die Studie dann in der Uni schnell in Angriff genommen werden kann.

  • Hallo, ich habe auch einen hormonempfindlichen Tumor und Lymphknotenmetastasen bis zum Schlüsselbein.

    Auch mir wurde gesagt, dass es ein langsam wachsender Tumor ist. Aber auch ich bekomme 4 ECs u. 12 Paclis, bin schon bei der 3. EC am Donnerstag. Aber ich hab jetzt schon desöfteren gelesen, dass bei hormonempfindlichen Tumoren die Chemo nicht so gut anschlägt...

    Das verunsichert mich nun ein wenig. Die Chemo wurde nur geraten wegen der Lymphmetastasen, sonst hätte eine Brustentfernung u. Bestrahlung gereicht... muss jetzt auch mal meinen Chemoarzt fragen, wie man überhaupt messen kann, ob die Chemo wirkt, weil mein Tumor war eh kaum messbar da so groß und flächig. Meine Lymphen wurden per Stanzbiopsie untersucht, daher der Befund mit den Lymphmetastasen... bin gespannt, bei meiner 3. EC am Donnerstag soll wohl mal eine Zwischenuntersuchung stattfinden.

  • Hallo zusammen,

    die Chemo wirkt nur auf Zellen, die sich gerade teilen. Dieser Mechanismus wird durch die Chemo gestört, die Teilung bzw. Verdopplung wird verhindert und diese Zellen sterben dann ab, wenn der Vorgang nicht richtig ablaufen kann. Der KI Wert ist ein Maß für die Teilungsfreudigkeit bzw. Die %Zahl der Zellen, die sich gerade in einer Teilungsphase befinden. D.h. bei einem ki von 5% befinden sich 5% der Zellen zeitgleich in Teilung, bei einem ki von 90% sind es 90%, die sich zum gleichen Zeitpunkt in Teilung befinden. Je höher dieser Wert, umso größer ist die Zahl der Zellen, auf die die Chemo in diesem Moment einwirken kann.

    Bei einem hormonpositiven Tumor ist der ki Wert oft kleiner als bei TN Tumoren, daher wirkt die Chemo dort offensichtlicher, es sind ja mehr Ziele da.

    Ich hoffe, ich habe es halbwegs schlüssig erklärt...

    Tschetan

  • Hallo Tschetan ,


    Du hast das richtig toll erklärt! Ich hab einen Ki von 20% und bekomme wegen befallener Lymphknoten 4xEC und 12xPacli. Zwei Mal wurde schon Ultraschall gemacht und der Tumor hat sich beim ersten Mal halbiert und beim zweiten Mal sah es nur noch verwaschen und matschig aus. Mein Arzt fand die Erfolge bisher wirklich gut. Daher denke ich, ab nem Ki von 20% lohnt sich eine Chemo schon.


    Liebe Grüße und habt einen schönen Abend!

  • Hallo Dorfkind1979,

    soweit mir bekannt, wird sogar schon ab ki 15% eine chemo empfohlen, aber das wird ja vom tumorboard nach dem Staging und Grading für jeden Fall separat besprochen. Ja, so hat alles zwei Seiten, die langsamen mit kleinem ki sind nur auf den ersten Blick die "freundlichen"...... Da verschlafen wahrscheinlich viele Zellen die Chemo, die ist ja nach einigen Stunden wieder aus dem Körper ausgeschieden. Deshalb wird auch nicht allen eine Chemo ans Herz gelegt.

    Es freut mich sehr, dass offensichtlich bei dir schon eine Wirkung zu sehen ist. ich hatte ja die OP zuerst, daher kann man da keine Aussage treffen.... Genaueres steht in meinem Profil.

    Alles gute an alle hier!

    Gruß Tschetan


    Gruß Tschetan