Blumenstrauss - seit zwei Tagen Brustkrebsdiagnose

  • Hallo Blumenstrauß,

    Angst haben wir alle ,wissen ja nicht wie es ausgeht.Aber wenn dann die Therapie an geht kämpft man sich so durch, da aufgeben keine Option ist.Ich habe mir die Chemos schlimmer vorgestellt klar hat man Nebenwirkungen die aber gut behandelbar sind.Da müssen wir alle durch.Mir gehts auch nicht immer gut und manchmal hat man auch keine Lust mehr auf das ganze.Aber aufgeben??? Neeee, das Leben ist zu schön

    Liebe Grüße Giecher

  • Hallo Blumenstrauß

    Ich stehe auch noch ganz am Anfang. Ich weiß noch gar nichts ausser was ich hab ist wohl selten und er hat keine Tumor. Dafür aber wohl einige Lymphknoten befallen.

    Ich muss noch durch die Untersuchungen zum Thema Metastasen. Davor hab ich riesengroße Angst.

    Aber ich hab mich bissle gefangen. Bin vom Sofa aufgestanden ( da lag ich zwei Wochen) und versuch mein Alltag zu stemmen. Natürlich geh ich immer am Rand der Verzweiflung und bin hellhörig auf meinen Körper aber der Zuspruch hier und die Tatsache das viele hier diesen Weg geschafft haben haben mir sehr geholfen.

    Du hast jeden Grund zu kämpfen so wie ich und alle anderen.

    Also tun wir es.

    Alles Gute für deinen weiteren Weg:hug:

  • Hallo Blumenstrauß,


    Wir haben hier alle Angst, keiner weiß wie das Ganze ausgeht.

    Nachdem ich meinen Befund bekommen habe, habe ich nur noch geweint. Ich habe mich schon von dieser Welt verabschiedet und geglaubt ich würde das Ende diesen Jahres nicht mehr erleben.

    Manchmal geht es mir immer noch so, aber wie giecher schon sagt...aufgeben ist keine Option. Allein schon wegen der Kinder.

    Die Chemo ist zu schaffen. Aber ich würde mir an deiner Stelle trotzdem Hilfe holen. Von Freunden, Familie oder Bekannten.

    Du schaffst das auch alles. Und dir wird es auch bald wieder besser gehen. Ich hätte das auch nie gedacht.

    Vielleicht kann dir ja eine Psychoonkologin helfen? Frag doch einmal in deinem Brustzentrum nach.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall Mut und Zuversicht. Und wenn es dir schlecht geht, dann versuchen die Mädels aus dem Forum dich wieder aufzubauen.

    Ganz liebe Grüße Anja

  • Liebe Blumenstrauß,

    oh ja das mit dem neidisch auf die anderen schauen kenne ich auch noch. Als ich letztes Jahr nach der OP zum ersten mal in der Stadt ein paar Schritte unterwegs war, ich sah furchtbar aus und habe mich sogar geschämt.

    So ein Quatsch, heute weiß ich das.

    Du bist gerade in diesem dunklen Loch, verzweifelt, angstvoll und weißt nicht wo vorne und hinten, oben oder unten ist.

    Aber glaub uns, das åndert sich. Du wirst zur Kämpferin, wenn es endlich losgehen kann. Du hast einen wunderbaren Mann und 2 wunderbare Kinder, also Kopf hoch, du wirst es diesem Scheiß K. zeigen, ihn niedermachen und besiegen, der beste Grund dafür ist deine Familie, die dich braucht.

    Und so taff wie du denkst, sind wir alle nicht. Wir waren auch an dem Punkt, wo du gerade bist. Das entwickelt sich, mit jedem Schritt den du gehst, wirst auch du an Stårke gewinnen. Und mit der Angst, das eventuell irgendwo und irgendwann etwas wiederkehrt mūssen wir lernen umzugehen. Vor jeder Untersuchung kehrt ein mulmiges Gefühl zurück und sicher auch Angst, da befinde ich mich auch noch in der "Lernphase", aber das wird bestimmt mit der Zeit besser.

    Wenn du die Zeit bis zum Beginn der Therapie nicht alleine überbrückt bekommst, weil deine Angst und Verzweiflung zu groß ist, such dir Hilfe beim Psychologen oder einer Beratungsstelle. Viele von uns brauchten diese Hilfe und nutzen sie über einen wirklich langen Zeitraum.

    LG Sylvi

  • Liebe Blumenstrauss,

    auch ich heiße Dich herzlich Willkommen in unserem schönen Forum.

    Ich konnte mein Brust, nach der Diagnose, auch erstmal nicht anfassen. Als der Therapieplan dann fest stand, habe ich sie gestreichelt und gesagt "dumm gelaufen, aber wir kriegen das wieder hin". Danach habe ich sie nicht mehr als Feind gesehen, nur noch das A....Loch, dem ich den Gaaus gemacht habe.

    Wir fangen dich hier auf und du wirst es auch schaffen.

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Leben ist zu kurz um sich zu ärgern, also kämpfe und lache wieder:)

  • Liebe Blumenstrauß,

    Ich heiße Dich auch ganz herzlich willkommen.

    Du kannst natürlich auch ein eigenes Thema aufmachen. Aber im Prinzip hast Du Dich hier jetzt vorgestellt und dann findest Du viele Themen, die in dem jeweiligen Zeitraum einer Therapie eine Rolle spielen. Für Dich wird sicher das Thema bei Brustkrebs :4x EC und 12x paclitaxel wichtig sein. Da ist viel zu der Therapie geschrieben. Wenn Du nicht alles durchlesen willst, dann stelle einfach Deine Fragen.

    Die Tumor Konferenz wird deinen Therapieplan ja schon festgelegt haben.

    Bei der EC fallen vielen schon nach zwei Wochen die Haare aus. Da gibt es aber tolle Tücher und Mützen. Du kannst aber auch eine Perücke tragen. Die sind heutzutage schon so, dass der Unterschied nicht zu sehen ist.

    Es gibt auch Beratungen, wie man Kindern den Krebs erklären kann.

    Und eine Haushaltshilfe ist eine gute Sache. Da bist du etwas entlastet.

    Wenn möglich, nimm zu den Beratungsterminen eine Person deines vertrauens mit. Dann merkt sich alles leichter.

    Bevor ich dich jetzt völlig zutexte ;) warte ich mal auf deine weiteren Fragen

    Liebe Grüße von Tanne

    Gib jedem Tag die Chance, der Schönste deines Lebens zu sein ( Mark Twain)

  • Hallo Blumenstrauß,


    ich will mal das unterstreichen, was Sylvi sagt. So taff sind wir alle nicht......immer!

    Die Angst ist ein ständiger, ungebetener Begleiter. Ich ertappe mich öfter bei diesen angstmachenden Gedanken und wenn es manchmal auch nur einer dieser flüchtigen Momente ist, in denen man dann denkt..... erlebe ich das nächstes Jahr noch?

    Als ich meine Diagnose erhielt war mein erster Gedanke „Ich will nicht jetzt schon sterben müssen.“ Und in der Nacht war ich bei dem Gedanken, was zu erledigen wäre!

    Dann kam die Angst vor den einzelnen Untersuchungen, was ergeben sie, wie steht es um mich. Das große Aufatmen kam erst mit den metastasenfreien Befunden.

    Dann ein angeschwollener Lymphknoten und wieder die Angst, streut „er“? Dabei war der Grund harmlos. Angst vor der ersten Chemo, wie wird es mir ergehen, Angst vor der Kontrollsono......

    KEINER IST HIER OHNE ANGST!

    Die große Frage ist wirklich, wie gehen wir mit ihr um. Wie viel Luft lassen wir ihr und darf sie unser Leben beherrschen oder setzen wir ihr etwas entgegen. Und oft genug, erkämpft sie sich auch ihren Platz und ist einfach da. So ist es und dann muss ich auch das zulassen können.

    Aber es gibt viele hier und um dich, die deine Ängste von Grund auf verstehen und noch mehr nachvollziehen können! Und das ist das tröstliche hier. Gegenseitige Stütze ist eine ganz wichtige Kompomente in deiner Heilungsgeschichte. Und du darfst sie nutzen, so wie du es brauchst. Und du kannst sicher sein, dass du immer jemanden findest, der dich mitträgt!


    Zebralilly

    🌻 It doesn't matter where you go in life, it's who you have beside you! :hug:


  • Vielen Dank für eure mitfühlenden Worte. Ich komme momentan nicht raus aus meinem Loch. Ich finde es morgens beim Aufwachen besonders schlimm. Jeden Morgen erkenne ich wieder, dass es doch kein schlimmer Traum war und komme kaum aus dem Bett. Gleich habe ich den Kardiologen Termin, bei dem geklärt wird, ob mein Herz die Chemo überhaupt schafft... Das ist doch furchtbar...

  • Hallo Blumenstrauss

    Ich kann dich gut verstehen. Auch für mich sind die Morgenstunden am schlimmsten. Ich öffne die Augen und stelle fest. ..nein es ist kein böser Traum.

    Ich versuche jeden Tag Schritt für Schritt anzugehen

    Es ist schwer.

    Aber alle hier sagen es wird besser wenn es los geht mit der Behandlung. Also durchhalten und dann kämpfen.

    Ich hoffe das du die Kraft hast deinen Weg zu gehen.

    Ich drücke dich :hug:

  • Hallo Blumenstrauss, herzlich willkommen bei uns auch wenn der Anlass leider schrecklich ist.


    Wau, da hat man dir ein ganz schönes Tempo vorgelegt. Du hast ja innerhalb von kürzester Zeit deine Krebsdiagnose erhalten. Du fühlst dich wahrscheinlich wie vom D-Zug überrollt. Bei mir ging das viel langsamer - vom Ertasten des Knoten zur Mammographie eine Woche, die Stanzbiobsie nach weiteren 2 Wochen und der Befund der Histologie weitere 2 Wochen. Dann die OP und weitere Staginguntersuchungen 2 Wochen danach. So blöd es sich anhört, sei froh dass du so schnell Gewissheit bekommen konntest denn die Unsicherheit ist grauenvoll. Natürlich aber hinkt deine Seele nun den Ereignissen nach.


    Das Herz-Echo (Herzauswurffrequenz) wird meiner Kenntnis nach standardmäßig gemacht, damit man einen Baseline Wert vor der Chemo hat. Die Chemo kann - aber muss nicht auf die Herzfunktion gehen.


    Sei mit dir gnädig, es ist nicht einfach all das zu bewältigen.


    Es drückt dich das Busenwunder

  • Ne kurze Frage:bekomme am Freitag den Port gelegt. Wie ist das? Vor der OP an sich habe ich gar nicht so viel Bedenken. Aber wie ist es denn,mit so nem Schlauch dauerhaft rumzulaufen?? Merkt man den? Tut es nach der OP weh? Sieht man den? Und solche "Ringe",die den Tumor markieren, sollen auch in die Brut gesetzt werden. Ist das schlimm? Tut das weh? Ist da nicht die Wahrscheinlichkeit, dass das Mistvieh streut noch höher??=O

  • Hallo Blumenstrauss,

    der Port wurde mir während der Entfernung des Tumors gleich mit eingesetzt. Es ist ein komisches Gefühl, die Stelle anzufassen, wo er sich befindet. Nur wer es weiß sieht das dort der Port ist. Schmerzen wegen dem Port habe ich nicht. Die Markierung in der Brust war unangenehm aber auszuhalten. Es wird ja die Brust betäubt. Die Markierung für die Brust mit dem Draht wurde kurz vor der OP bei mir eingesetzt. Ich war nur insgesamt 3 Tage im Krankenhaus und konnte wieder nach Hause. Da bei mir brusterhaltend operiert wurde muß ich 6 Wochen einen Kompressions-BH in der Nacht tragen, damit alles gut ausheilen kann.

  • du läufst mit keinem Schlauch rum. Der Port sitzt komplett unter der Haut. Meistens kann man ihn von aussen erkennen. Er steht etwas vor. Hast halt so ne Beule, üblicherweise unter dem Schlüsselbein. Wenn du die Chemo bekommst wird die Nadel durch die Haut in den Port gepiekst. Schmerzen ist unterschiedlich. Manche haben gar keine andere etwas mehr. Wenn du Probleme oder Schmerzen hast melde dich bei den Ärzten. Bei mir fühlte es sich nach dem Aufwachen aus der Narkose an als ob etwas sehr schweres auf meiner Schulter liegt. Hab dann von der Schwester Windbeutel bekommen die haben gut geholfen.

    Die Clips mit denen der Tumor markiert wird spürst du vermutlich gar nicht. Mir wurde meiner direkt bei der biopsie gesetzt. Und ich fand die ganze stanzbiopsie harmlos.

  • Hallo Blumenstrauß,

    Am Anfang hat mein Port mich geärgert, irgendwie tat es etwas weh. Aber mittlerweile merke ich ihn nicht mehr und er ist meine große Hilfe. Denn ich brauche ihn ja noch über ein Jahr wegen des Herceptin. Also alles nicht so schlimm. Ich drücke dir für die OP ganz fest die Daumen. Melde dich wie es dir ergangen ist.

    Liebe Grüße Anja

  • Oh Heideblüte,


    musste gerade so lachen, als ich das mit dem Windbeutel gelesen habe ^^^^. Das wäre ja eine feine Sache, wenn Windbeutel anstatt Eisbeutel auch bei Schmerzen helfen würden ^^^^


    LG

    Pschureika

  • hallo Blumenstrauß! Willkommen im forum! Ich bin selbst relativ neu hier obwohl schon 1 jahr in Therapie.

    ich will dir schreiben, weil ich auch 2 ganz kleine kids (4 und 1) hab! Einen wirklich tollen buchtipp für dein 3jähriges: "Manchmal ist Mama müde"

    ich habe es von meiner Psychookologin empfohlen bekommen und damit mit meinem großen wirklich gut über meine Erkrankung reden und lesen können!


    wünsche dir alles erdenklich Liebe und Gute!

    glg Regina

  • Danke für eure Tipps. Ich habe am Freitag auch einen Psychoonkologen-Termin ausgemacht. Das tut vielleicht ganz gut. Und vielleicht helfen Windbeutel oral verabreicht ja auch gegen die Schmerzen?:S

    Ich glaube, das probiere ich mal aus.

    Halte euch am Freitag auf dem Laufenden.

  • Hallo Liebes Blumenstrauss bin auch noch nicht so lange hier ca 3 Wochen .Vor 3 Wochen auch die Diagnose bekommen .

    Deine Gefühle kenne ich ging mir genauso

    Bin sonst eine sehr starke Frau die alles aber wirklich alles gemacht hat .Es fällt mir sehr schwer das ich jetzt völlig anders bin .Das Lachen ,die Fröhliche ist abhanden .

    Ich sage mir es ist auf Reisen und kommt bald wieder .

    Habe aber das Gefühl das ich das alleine nicht schaffe und doch professionelle Hilfe brauche .

    An dem Diagnose Tag meinte meine Frauenärztin fslls ich irgend etwas brauche etwas leichtes für die Nerven .Habe ich nur gedacht was will sie jetzt von mir war doch vorher kerngesund.

    Es ist ein auf u ab mit den Gefühlen und der heulerei.

    Wünsche dir viel Kraft und Geduld LG grüße aus dem Krankenhaus meine op habe ich jetzt hinter mir Tag 6 ☺

  • Liebe Blumenstrauss,


    herzlich willkommen hier unter uns Gleichgesinnten.


    Der Anfang ist bei jedem das Schlimmste denke ich, soviel Ungewissheit, soviel Nicht-Wissen, und das Rad dreht sich schnell nach Krebsdiagnose, sodass man das alles kaum verarbeiten kann.


    Der Port ist meist recht unkompliziert, aber es ist kein Schlauch, sondern ein festes Teil mit Schlauch, das unter die Haut gepflanzt wird. Der Schlauch sitzt auch unter der Haut und geht in die Vene. Es hat eine kleine Membran, durch die hindurch-gespritzt werden kann. Dadurch musst du Chemo nicht direkt in die Vene bekommen. Ich fühlte mich damit etwas wie Bionic Woman :) Wie oben schon beschrieben, Eisbeutel sobald du kannst. Es ist ein kleiner Schnitt, ca. 3-4 cm,entweder unter Betäubung, oder bei manchen in Vollnarkose.


    Übrigens gibt es kein maximales Schreibvolumen, ich glaube du darfst soviel Schreiben wie du magst, einfach ist es wenn du Fragen auch in 'Deinem' Thread schreibst, so findest du auch die Antworten einfach wieder.


    Mein Rat wäre auch den Kindern zu erzählen was los ist, möglicherweise kannst du bei der Psychoonkologin erfragen wie die beste Möglichkeit ist. Nach Chemo, oder OP, oder dein Allgemeinzustand, werden die Kinder etwas mitbekommen, und es ist besser sie wissen Bescheid, als dass sie ahnen irgendwas ist nicht ok. Eine Haushaltshilfe würde ich auf jeden Fall organisieren, durch die Krankenkasse sollte das kein Problem sein.


    Perücke könntest du bereits vor der Chemo organisieren, oft ist es besser mit Haaren zum Friseur zu gehen für eine Anpassung der Perücke. Da wirst du vielleicht auch merken, ob du der Perücken Typ bist oder nicht, manche haben eine Perücke und haben sie nur 1-2 Mal angehabt. Der Winter steht vor der Tür, da ist ein Mütze ja nicht so auffällig .)


    Hoffe du kommst durch das Screening, Herzecho etc, erstmal gut durch. Sobald die Tumorkonferenz getagt hat, wird der Therapieplan festgelegt, danach kann es recht schnell gehen, aber durch die regelmässige Chemo, kommt auch etwas mehr Ruhe in dein zur Zeit Kopfstehendes Leben.


    Hier kannst du alles erzählen, Angst, jammern, weinen, freuen, schreien alles ist erlaubt :)