Krankenkasse wechseln

  • Hallo,


    ich hab die Faxen dicke und möchte die Krankenkasse wechseln.

    Hat das schon jemand von Euch gemacht? Was muss ich beachten?

    Formal ist klar, Krankenkasse kündigen (Kündigungsfrist zwei Monate zum Monatsende), Anmeldung bei der neuen, Rententräger informieren.

    Aber wie sieht es aus mit Untersuchungen? Nachuntersuchungen bei Krebs? Medikamente, die man nimmt? Bekommt man die weiter? Wird mir die niederfrequente Therapie gestrichen? Wie lange sind Wartefristen, bis ich etwas beantragen darf? Reha oder Funktionstraining oder Therapie?


    Mir geht es im Moment psychisch sehr schlecht und die Krankenkasse hat meine Hilfe gekündigt, obwohl die bis Anfang Februar laufen sollte. Grund: Die Krankenkasse hat den Fall dem medizinischen Dienst übergeben und die haben nach Aktenlage entschieden, dass es mir nicht schlecht gehen kann. Medizinischer Dienst ist ja ok, aber warum kommen die in so einem Fall nicht vorbei und gucken sich die Lage an? Weiß nicht, wie es jetzt weiter gehen soll.


    Ich hatte auch keine Anschlussheilbehandlung und nur zweieinhalb Wochen Reha. DIe Chemo konnte nicht im Brustzentrung bzw. der Frauenklinik hier am Ort stattfinden, weil die Krankenkasse mit denen nicht zusammenarbeitet. Bei der Genehmigung der Fahrten zur Chemo haben die sich so viel Zeit gelassen, dass wir die erste Chemo selbst organisieren mussten.

    Komme mir vor, wie ein Mensch zweiter Klasse!


    Liebe Grüße, kleiner Vogel

  • Ich habe während meiner Chemo die KK gewechselt und wir haben dies schwer bereut. Die KK haben nicht zusammengearbeitet. Die neue mit einer angeblichen Bewertung von 1,0 hat uns viel zusätzlichen Ärger gemacht. So fehlten ständig unsere kompletten Angabe n zu Erkrankungen usw. Die alte Kasse hat nichts übergeben. Taxifahrten sollten wir plötzlich für jede Fahrt bezahlen. Mit ausgefüllten Formularen wurden wir wieder weggeschickt weil eine Bescheinigung fehlte. Wir durften nichts dort lassen. Pflegeld wurde plötzlich nicht mehr überwiesen......die Psychotherapie musste neu beantragt werden....

    Unsere abschließende Meinung dazu ist, wirklich genau überlegen ob ein Wechsel während einer Krebstherapie nötig ist. Für gesunde Menschen mag das alles unkompliziert sein.


    LG Blume

  • Wunder mich was für eine KK du da hast.

    Ich wusste selbst gar nicht, dass man nach Krebs die Krankenkasse überhaupt wechseln kann.


    Ich war mit meiner gesetzlichen soweit zufrieden, aber ich machte auch sicher, dass ich dort einen Ansprechpartner habe, der mich da betreut, und diesem habe ich jeden Monat persönlich meine Krankenscheine vorbeigebracht. Ich würde versuchen mit der Krankenkasse nochmals zu reden, und wenn du kannst persönlich. Genauso mit dem medizinischen Dienst.


    Bereite dich gut vor auf dieses Gespräch mit Liste was dir fehlt und eigentlich zusteht, aber mach auch einen Termin bei denen, dass auch die sich etwas vorbereiten können. Bring alle deine Akten mit.


    Und wenn das nix fruchtet, dann mach das gleiche bei der Krankenkasse deiner Wahl, bevor du wechselst. Aber versuche es persönlich.

  • Danke Vael,


    im Moment ist es nur ein Wunsch. War gestern total verzweifelt, bin heute immer noch verzweifelt.

    Ob ich überhaupt wechseln darf bei schwerer chronischer Krankheit, weiß ich nicht.

    Denke, das Gespräch mit denen zu suchen, ist eine gute Idee. Habe auch meine Ärztin und Psychologin hinter mir.

    Meine Psychologin hat mir erzählt, dass meine Ärztin stocksauer war.

    Hoffe, das nächste Mal oder auch dieses noch, begutachtet der medizinische Dienst mich und nicht meine Akte.


    LG, kleiner Vogel

  • Lieber kleiner Vogel,


    wechseln darfst Du trotz chronischer Erkrankung, jeder, ob krank oder gesund, hat freie Krankenkassenwahl.


    Es gibt nur öfter das Problem, dass beim Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse bei Vorliegen einer chronischen Erkrankung ein Informationsdefizit besteht.


    Welche Krankenkasse bei chronischer Krankheit gute Leistungen bietet, kann man am ehesten im Gespräch mit dem Arzt oder auch hier mal fragen.

    Ich bin mit meiner Krankenkasse sehr zufrieden, falls Du möchtest, dann schicke ich Dir den Namen per PN.


    Liebe Grüße

    Milli


  • Die haben keinen Vertrag mit dem Krankenhaus.

    Aber ihr kennt das ja mit der Chemo. Eine Fahrt hin und eine zurück ist schon eine weitere Tortur.

    Ich bin noch dabei mich zu informieren. Bin schon nicht mehr so sauer.

    Ich habe ein tolles soziales Netz und werde prima aufgefangen. Meine Ärztin ist stocksauer! Wir schreiben erst mal den Widerspruch, aber der Krankenkassenwechsel ist noch nicht vom Tisch.

  • Hallo zusammen,


    Ich habe eine Frage:

    Hat jemand während der Krankheit und Bezug von Krankengeld die Krankenkasse gewechselt?

    Ich habe so die Nase voll von meiner KK....das ich über eine Woche auf das Geld warten muss ist ja schon eine Geduldsprobe. Aber wenn ich am Telefon gesagt bekomme, dass letzte Woche ein Feiertag war und bis heute meine Krankmeldung noch nicht eingelesen würde dann platzt auch bei mir der Geduldsfaden. Und der ist vorhin nicht geplatzt sondern richtig gehend explodiert. Ich habe die nette Frau gefragt, ob ich meinem Kind erklären soll,dass wir nichts mehr essen können weil letzte Woche Feiertag war? Oder wie erklärt sich dass,dass ich verpflichtet bin meine Krankmeldung ordnungsgemäß zu verlängern und zu schicken und ich wirklich alles mache und sie sind nicht in der Lage ihrer Pflicht nachzukommen? Sie gab mir in allen Punkten Recht, ABER....es war halt Feiertag. Und Krankengeld wird nur rückwirkend bezahlt....🤔habe ich was falsch verstanden??? Meine Krankmeldung ging bis zum 30.09. wir haben jetzt den 10.10. und ich habe wegen einem Feiertag noch kein Geld. Und werde es wohl auch diese Woche nicht bekommen weil meine Krankmeldung noch gar nicht eingelesen ist. Und der Clou...am Montag kommt die nächste Krankmeldung.

    Irgendwie dreht sich meine Welt gerade in die andere Richtung.

    Ach und die Frage nach dem Wechsel kommt jetzt nicht nur wegen dem Krankengeld. Das war nur der Punkt der das Fass zum überlaufen gebracht hat. 🤗

    Sorry fürs ausheulen und danke fürs lesen ☺️


    LG das Chaos

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  • Liebe Chaosmama , ich würde das kündigen der Krankenkasse auf keinen Fall machen. Mit unser krankheit glaube ich kaum das dich eine andere Krankenkasse auf nimmt. Da sind die Kosten zu hoch.

    Trotzdem tut es mir sehr leid was da mit deiner KK abläuft.. Ich drücke dir die Daumen das sich das wieder einpendelt und du dein Krankengeld pünktlich bekommst.

    LG ANNIE

  • Chaosmama

    Leider kann ich dir wegen dem Wechsel nicht wirklich helfen, aber das es so lange dauert bis die überweisen ist ja wohl unglaublich,

    ich war auch genau wie du bis 30.09 krank geschrieben, habe mir am 1.10 die Verlängerung geholt und diese über meine KK App direkt dahin gesendet und am 2.10 war mein Geld da, da sollte man echt mal ne Stufe höher gehen und Beschwerde einreichen, kann ja nicht wahr sein das es bei der einen Kasse funktioniert und bei einer anderen nicht. Könnt mich gerade richtig aufregen:cursing::cursing:und kann dich gut verstehen


    LG Manuela

  • So blöd das ist, Chaosmama , aber wechseln würde ich auch nicht.


    Auch ich war bis zum 30.9. krank geschrieben, habe per Mail die neue Krankmeldung eingeschickt und hatte am 2.10. das Geld.

    Bringe ich die Krankmeldung aber persönlich hin, dauert es auch länger, weil sie die erst einlesen und die zuständige Stelle schicken müssen. Aber stimmt schon sowas Eingelesenes zu versenden dauert schon mal ein paar Tage, bis der Bote zu Fuß und ganz außer Atem den Kram an den anderen Computer übergibt... 😩


    Wobei ich mich auch immer wieder ernsthaft frage, wieso die mit der Überweisung auf die neue Krankmeldung warten, wenn sie doch rückwirkend zahlen. Da müsste doch eigentlich automatisch am letzten Krankheitstag die Überweisung rausgehen. Oder nicht?

    Die Logik dahinter verschließt sich mir leider.


    Leider sind wir - die Menschen - hinter den Zahlen vielen KK-Mitarbeitern reichlich egal.


    An deiner Stelle würde ich mich zum Filialleiter durchfragen. Und wenn das keine Verbesserung der Situation gibt, dessen Vorgesetzten und so weiter. Im Zweifelsfall mit der Presse drohen. Das funktioniert in der Regel ganz gut.


    Schade, dass wir immer wieder zu solchen Mitteln greifen müssen. 😖


    Ich drücke dir die Daumen, dass es fünfzig besser klappt bei dir und deine Kleine nicht noch mehr als eh schon unter dem Sch... leiden muss.

  • BirgitDoT

    Man glaubt es nicht, aber ich war vor einigen Jahren auch schon mal länger krank wegen eines Arbeitsunfalls, als ich dann wieder angefangen bin hab ich ja keine Krankmeldung mehr abgegeben, hab dann ein paar Wochen später mal nachgefragt da ich noch Geld von KK bekam, da sagt die zu mir ich hätte ja keine Krankmeldung abgegeben, ich sag nein, ich arbeite ja auch wieder, ja dann hätte ich Bescheid sagen müssen sonst bekäme ich nichts, heißt also, selbst wenn du wieder gesund bist musst du dich bei denen abmelden=O:cursing:

  • hallo Chaosmama ,


    Schliesse mich den Vorschreiberinnen an, dass du besser nicht kündigst.

    Ich glaub ablehnen darf die gesetzliche Krankenkasse wohl nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass ein Zusatzbeitrag erhoben wird.


    Ich habe mich immer für 4 Wochen arbeitsunfähig schreiben lassen.

    Und konnte das per App hochladen.

    Die Zahlungen erfolgten innerhalb von 2 bis 3 Tagen.

    Stressig empfand ich das ganze trotzdem. Meine Gyn ist 35 km weit weg. ... postweg war mir zeitlich zu unsicher und auch musste ich immer vorausschauen ob die Praxis dann gerade Urlaub hat usw.


    Vielleicht fragst du wirklich nach dem abteilungs bzw filialleiter.....

    Um wenigstens ab jetzt pünktlich versorgt zu werden.

    Das Krankengeld ist ja eh schon ein finanzieller Einschnitt.

    Ich bin ab jetzt ALG1 Bezieher. Mal sehn wie pünktlich da die Zahlung erfolgt.


    Lass dich nicht zu sehr stressen von dem Mist. Versuche die Tage irgendwie finanziell mit einzuplanen.

    Dein Gesundwerden verträgt wenig Stress. Ich finde die Behandlungen schon stressig genug.

    Seit ich daheim bin, hab ich erstmal gecheckt wie gestresst ich vorher über Jahrzehnte war.


    Auf das wir gesund werden.


    Liebe Grüsse

  • bela63

    Man muss am Ende der Erkrankung ein Schreiben vom Arbeitgeber ausfüllen lassen. Ich habe das schon ewig hier liegen.


    Meine Kasse braucht auch immer ewig bis die zahlt. Ich hab die Krankmeldungen immer vorbeigebracht.
    Wechseln würde ich jetzt allerdings auch nicht.

  • Liebe Chaosmama ,


    Ein Wechsel der KK ist jederzeit problemlos möglich. Der gesetzlichen KK liegt das Solidaritätsprinzip zu Grunde. Das heißt dass dich jede nehmen MUSS, und zwar unabhängig von bestehenden Erkrankungen. Auch zusatzbeiträge dürfen NICHT aufgrund dessen erhoben werden 😉. Wenn eine KK zusatzbeiträge erhebt, dann gelten diese für alle Versicherten.

    Die Wechselfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende. Zuerst muss die aktuelle KK schriftlich gekündigt werden. Danach erhältst du eine KÜndigunGsbestÄtigung. Diese legst du der neuen KK vor, welche dich dann zu diesem Zeitpunkt aufnimmt. Von der alten Kk brauchst du dann noch eine bescheinigung, wie lange und aufgrund welcher Diagnose du bereits Krankengeld beziehst. Das kann aber auch die neue anfordern.

    Allerdings kann es bedingt durch den Wechsel zu weiteren Verzögerungen bei der Zahlung des Krankengeldes kommen. Je eher du (am besten persönlich) die Unterlagen beibringst, umso reibungsloser funktioniert das 😉

    LG

    Pschureika

  • Chaosmama


    1.Da hat Pschureika das vollkommen richtig beschrieben! Wechseln kannst du immer, aber die KK bzw deren Bürokratie tun sich ehrlicherweise nicht viel.

    2. Auch ich musste sehr lange auf mein Krankengeld warten. Da auch ich mich hätte melden müssen, dass ich wieder arbeiten gehe. Fand ich auch unlogisch, aus den schon genannten Gründen.

    3. Schicke meine Meldungen nur noch über die App. Halte das tatsächlich für den kürzesten und auch sichersten Weg (auf dem Postweg ist schon mal was verloren gegangen).


    VG S.

  • Hallo ihr Lieben,


    Vielen lieben Dank für eure schnellen Rückmeldungen. Ich verstehe ja immer noch nicht wieso die KK ständig erklärt dass es nun mal gesetzlich geregelt ist, dass Krankengeld nur rückwirkend bezahlt wird und ich mich eben gedulden muss. Vielleicht haben ja meine Chemotabletten noch größere Auswirkungen an Nebenwirkungen die ich bisher noch nicht bemerkt habe.🤔 Ich meine, die letzte Krankmeldung um die es sich dreht, hat ein Datum vom 14.09-30.09. was bitte ist dann der Grund einer solchen Auskunft? Nun ja liegt wohl wirklich daran dass mein Hirn nachlässt 😅.

    Zumindest werden jetzt Mal mein Mann mit der Tochter die KK wechseln und ich schaue was passiert 😄


    Euch einen schönen Abend und nochmals vielen Dank,


    LG das wandelnde Chaos

  • Also, wenn ich das hier so alles lese, dann kann ich meine KK nur loben.

    Vor drei Jahren hatten sie immer an jedem 25. bezahlt, wie ein Arbeitgeber. Das dürfen sie heute nicht mehr.

    Als ich letztes Jahr wieder erkrankte rief mich meine KK an, erklärte mir, dass sie nach neuen Gesetzen erst zahlen dürfen, nachdem die Anschluss-AU da sei, mir den Tipp gegeben, mich immer nur für zwei Wochen krankschreiben zu lassen, falls mal was schiefgehen sollte, sei es nicht so viel Geld. Und sie machten mich darauf aufmerksam, dass ich eine Endbescheinigung brauchen würde.

    Sie haben mich auch nie mit Anrufen bombardiert, sind aber immer bereit, mich zu beraten.

    Und ich habe auch nie lange auf mein Geld warten müssen.