Krankenkasse wechseln

  • Ich fühle mich von meiner Krankenkasse drangsaliert und zwar von Anfang an.


    Musste auf mein erstes Krankengeld mehrere Wochen/Monate warten. Ich konnte keinerlei Rechnungen mehr bezahlen. (generell erhalte ich das Geld oftmals erst nach 14 Tagen oder später nach dem letztem Krankmeldungstag, oder nur nach Anruf, weil mal wieder angeblich etwas mit der EDV nicht funktioniert hat)


    Einmal wurde Geld abgezogen, obwohl ich alle Bescheide persönlich in den Briefkasten geworfen habe. Sie behaupteten sie hätten keine Krankmeldung bekommen.Ich wurde mehrfach schlecht und vor allem falsch zu ihrem Gunsten beraten. z.B. ich solle doch Urlaub nehmen usw. Sie setzen mich permanent unter Druck und drängen zu Arbeiten, obwohl ich (damals) definitiv nicht arbeiten gehen konnte. Es wir ständig angerufen und „kontrolliert“, ich habe gefühlt jedes mal einen anderen Sachbearbeiter, die null Ahnung haben. Zu meiner Diagnose sagte ein junger Herr: “Mit Frauengeschichten kennt er sich nicht aus.. was denn jetzt mein Problem wäre..“ Keinerlei Einfühlungsvermögen! Man muss sich jedes mal rechtfertigen..


    Sie gehen soweit und kontaktieren Ärzte und gehen sogar ihnen penetrant auf die Nerven. Diese schütteln auch nur noch den Kopf und sagen mir ich solle es nicht persönlich nehmen.. und dass sie das Verhalten von denen schon krass finden und auch schon vieles erlebt haben.


    Mein aktuelles Problem Wiedereingliederung. Meine Arbeitsstelle sieht alles sehr entspannt. Machen überhaupt keinen Druck oder so und haben viel Verständnis. Total super.


    Ich bin jetzt in der 5ten Woche und möchte nun mit meinen Stunden auch hoch. Nun ruft die Krankenkasse wieder an.

    Mir wurde nun am Telefon gesagt, dass das so nicht weitergehen könne und mein Arbeitgeber sich ja freut eine billige Arbeitskraft zu haben. Die Wiedereingliederung hätte nach 2-3 Wochen abgeschlossen sein müssen. Der aktuelle Plan wäre nicht bei ihnen angekommen, obwohl ich diesen selbst eingeworfen hatte. Sie können mir jetzt nichts auszahlen (Kopie bekommen sie gleich morgen eingereicht) und sie meinten es wäre doch kein Problem für mich 1-2 Stunden mehr zu arbeiten damit ich endlich damit fertig wäre. Ich solle es mir überlegen, denn sie könnten mich auch überprüfen, ob es tatsächlich alles so stimmt. Hä? Laut der Dame von der Krankenkasse bräuchte ich eine extra Genehmigung, wenn die Wiedereingliederung länger dauert als ihre vorgegebenen 2-3 Wochen.


    Ich arbeite im pädagogischen Bereich und habe dort eine hohe Verantwortung.

    ( → 60 % sind mein Ziel)


    Ich war immer freundlich und hab alles über mich ergehen lassen.. aber heute ist mir dann der Kragen geplatzt.. Ein Schnupfen wäre mir auch lieber gewesen


    Nach den Telefonaten bin ich immer völlig durch den Wind und fertig. Manchmal möchte ich auch gerne wechseln.. aber den gefallen tu ich denen nicht ^^

  • Chaosmama

    Pschureika und Silly 75 haben Recht, von einer gesetzlichen oder Ersatzkasse zu einer anderen darf jederzeit gewechselt werden, eine gesetzliche oder Ersatzkrankenkasse darf auch z.B. chronisch Kranke nicht ablehnen, und einen Zusatzbeitrag darf die Kasse nur erheben, wenn sie sie von allen ihren Versicherten erhebt.

    PRIVATE Krankenkassen dagegen dürfen jeden ablehnen.

    Ich würde mir einen Wechsel während der Behandlung trotzdem sehr sorgfältig überlegen, es könnte sein, dass manche Leistungen, die Deine jetzige KK übernimmt, wenn sie nicht im gesetzlichen Leistungskatalog aufgeführt sind, von einer anderen Kasse nicht übernommen werden; manche Leistungen wie Physiotherapie, Reha usw müssen neu beantragt werden, und es könnte sogar sein, dass das Krankengeld anders berechnet wird.


    Und mit zusätzlichen Verzögerungen müsstest Du sicher auch rechnen.


    Ich wünsche Dir alles Gute !

    LG, Tina :hug:

  • Liebe BodenseeKirsche ,


    das Verhalten deiner Krankenkasse ist absolut inakzeptabel.

    Zum Thema Wiedereingliederung hat mir meine Krankasse gesagt, dass Krankschreibung und Wiedereingliederung zusammen bis zu 78 Wochen dauern können. Es gibt keine Vorschrift, dass eine Wiedereingliederung in 2-4 Wochen geschehen muss. Wie die Wiedereingliederung läuft Ende scheidest du, zusammen mit deinem Arzt, dann stimmt der AG zu. Die Krankenkasse erhält dann das Schreiben zur Information.

    Evtl holst du dir Unterstützung durch einen der Sozialverbände??


    Alles Gute und liebe Grüße, Annette

  • Chaosmama Bei mir lief die erste Zahlung des Krankengeldes auch sehr schleppend. Ich habe mich damals dann auch beschwert, da ich davon ausgegangen bin, dass der letzte Tag der Krankmeldung auch der Überweisungstag ist. Dem war aber nicht so🙄. Mir wurde dann erklärt, dass sie zur Auszahlung in der Regel 4-5 Werktage brauchen, Wochenende und Feiertag zählen nicht mit! 🙈

    Ich schilderte dem MA meinen finanziellen Engpass und schwupps die wupp hatte ich 2 Tage später so eine Art Vorschuss (KG für etwa 2 Wochen). Er hat mir erklärt, dass so ein Express-Vorschuss jederzeit möglich wäre wenn ein Engpass Eintritt (Auto kaputt, Waschmaschine...etc.).


    Mittlerweile weiss ich ja wie die KK tickt. Deshalb lasse ich mich "nur" immer für 3 Wochen krankschreiben. Ist zwar blöd für meinen AG, aber dass ist mir egal. Zudem lasse ich mir den Empfang immer bestätigen.


    Ich an deiner Stelle würde beim Vorgesetzten der Krankengeldabteilung vorsprechen und die Lage schildern.


    Aber kündigen würde ich als letztes.


    Zudem bin ich am überlegen in den VDK einzutreten. Die setzen sich für solche Belange u.a. auch ein.

    Wenn dein Leben kein Ponyhof ist, mach nen Zirkus draus!;)


    Eines Tages werde ich sagen: Es war nicht einfach, aber ich habe es GESCHAFFT!:thumbup:

  • Hallo BodenseeKirsche ,

    ja da hast du völlig Recht, den Stress braucht keiner. Da du sicher im öffentlichen Dienst arbeitest, bzw. angestellt bist, solltest du beim Landesverwaltungsamt die Beauftragte für schwerbeschädigte Mitarbeiter, oder die Gleichstellungsbeauftragte zu deinen Problemen kontaktieren. Dich so unter Druck zu setzen in der Wiedereingliederungsphase finde ich schon echt abartig von deiner Krankenkasse, also wehre dich, fahre die Krallen aus und lasse dich nicht runterziehen.

  • Ihr Lieben, wenn jemand wechseln möchte, dann teile ich gerne per PN meine KK mit.

    Interessanterweise hatten auch viele in Reha von Problemen mit ihrer KK erzählt, nur eine Frau und ich hatten nie Probleme, immer nur Unterstützung.

    Und dann kam raus, dass sie in derselben Kasse wie ich war.

    Also ich biete das hier mal an, kann doch nicht sein, dass man so behandelt wird!

    LG

    Milli

  • Guten Morgen,


    Habe eben noch einmal mit der KK telefoniert.... hätte ich vielleicht besser bleiben lassen,dann hätte ich nicht so sehr geweint danach. Der Eingangsstempel auf meiner Krankmeldung ist vom 2. Oktober. Als ich diese Woche Mittwoch (9.10.) angerufen habe war sie nicht eingelesen. Ich habe ja dann noch einmal eine Kopie geschickt per E-Mail und was erfahre ich nun heute morgen? Meine Krankmeldung würde heute morgen eingelesen und das Geld überwiesen. Das heißt am Montag ist das Geld mit viel Glück auf dem Konto. Es tut ihr Leid dass das passiert ist sie kann sich da nicht rausreden dass war ein Fehler. Nun davon kann ich leider nichts kaufen. Jetzt werde ich mich an die oberste Stelle wenden und da meinen Frust ablassen. Da kann ich dann auch gleich rein schreiben dass sie mich nicht monatlich auf Reha schicken müssen. Oh Mann die kosten mich den letzten Nerv. Dann sagt die nette auch noch am Telefon, na mit ihrer Krankheit brauchen sie das ganze Theater ja nicht, da haben sie ja andere Sorgen. Hätte ich da nicht schon geheult hätte ich ja echt beinahe gelacht. Witzig geht anders.


    In diesem Sinne,

    Liebe Grüße und euch allen ein schönes Wochenende. Es soll ja warm werden 🌄