Angst vor der OP

  • Hallo ihr Lieben,

    heute habe ich nach Chemoende meinen Termin im BZ. Es wird heute um die OP-Planung gehen.

    Nachdem ich in den letzten anderthalb Wochen einfach nur froh war, dass die Chemo vorbei ist, hat sich in den letzten Tagen immer mehr ANGST breit gemacht.

    Ich habe so einen Schiss vor dem heutigen Termin. Was ist, wenn.....

    Wenn die Chemo nicht den erhofften Erfolg hatte? Wenn die Brust wirklich abgenommen werden muss, wie schon angekündigt? Wenn ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Operation mit Vollnarkose haben werde? Wenn ich meiner Familie und meinen Freunden wieder solche schlechten Nachrichten überbringen darf? WEnn, wenn, wenn. Ich steigere mich da ein bisschen rein, ich weiss. Ich war so stark während der letzten Chemo-Monate. Und es geht mir relativ gut, von den tauben Fingern und der kaputten Nasenschleimhaut mal abgesehen.

    Sicher gibt es unter euch auch jemanden, der es ähnlich ging.

    Ich wollte das nur gern mal loswerden.

    Wenn der Termin heute vorbei ist, melde ich mich.

    LG waldfrau

  • Ach liebe Waldfrau,

    dein Tag fängt ja schon bescheiden an.....mit soviel Angst und den vielen WENNS. Erstmal wünsche ich dir, dass die Chemo erfolgreich war. Das ist das Wichtigste. Alles andere wird sich finden - es gibt immer einen Weg, nicht immer den, den man sich erwünscht hat aber es ist ein Weg, der weiterführt. (Ist sehr oberschlau, ich weiß ;)). Sollte es wirklich zu einer OP kommen.......es werden jeden Tag tausende Menschen operiert und es sind erfolgreiche OPs. Die Chirurgen können das!!

    Ich persönlich ziehe immer die Vollnarkose vor - habe ich auch beim Portlegen - damit mein Kopf Ruhe gibt.

    Ich wünsche dir einigermaßen gute Ablenkung bis zu deinem Termin.

    LG

    Ute63

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. (Laotse)

  • Liebe waldfrau

    ich schicke dir mal eine große Portion Gelassenheit von mir rüber. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wär das Leben halb so schwer. Mach dir nicht so viele Gedanken was alles schlechtes passieren könnte. Du must positiv denken, dann ziehst du dich nicht selbst runter. Die Chemo hast du super gemeistert und alles andere schaffst du auch noch.
    So eine Vollnakose ist überhaupt nicht schlimm. Wie du hier im Forum lesen kannst haben das alle super überstanden.


    Alles wird gut!


    Liebe Grüße von Rocky <3

  • Liebe Waldrand,

    wie ist denn dein Termin verlaufen, ich hoffe du konntest dich vorher noch ein bisschen beruhigen.

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)

  • Liebe Waldfrau,

    wir denken an dich,

    haben an dich gedacht,

    wir drücken unsere Daumen für dich,

    halten unsere Daumen gedrückt,

    denken weiter an dich und drücken weiter unsere Daumen

    :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:


    Hoffe, alles ist in Ordnung:/


    Nachtrag,

    ich habe in den letzten Jahren 13 Vollnakosen erleben müssen,

    alles ist gut gegangen.

    Jedoch ist die Erste meistens mit Ängsten,Unsicherheiten verbunden, denn man frau kennt es nicht.

    Ein guter Anästhesist wird dir die Ängste etwas nehmen.....:hug:

  • Hallo ihr Lieben,

    nach meinem Termin gestern war ich erstmal erleichtert.

    Klar, ich hab mich wiedermal in Wenns und Wies reingesteigert...

    Er hat mir alles in Ruhe erklärt und sich viel Zeit genommen. Es kann brusterhaltend operiert werden. Er operiert mich selbst - zu ihm habe ich echt Vertrauen. Und im Klinikum habe ich bisher bei Chemo und stationärem Aufenthalt nur positive Erfahrungen gemacht. Am 4. Januar gehe ich in die Klinik, den Tag darauf ist die OP. Ich habe jetzt ein gutes Gefühl. Nicht dass ich mich darauf freue, aber wenn ich auf dieser Erde bleiben will, muss es sein.

    Danke, dass ihr für mich da seid.

    LG Waldfrau

  • Hallo waldfrau

    Es ist schön zu hören, dass du etwas beruhigter bist und die der Arzt einige Ängste nehmen konnte. Ein einfühlsamer Arzt, bei dem man sich gut aufgebohrt fühlt, ist einfach unbezahlbar.

    Du wirst die OP mit Sicherheit gut überstehen und dann ist der nächste Schritt auch schon geschafft. Ich drück dir die Daumen!!!

  • Liebe waldfrau,

    Das ist gut und wichtig, dass du nun ein gutes Gefühl hast. Das wird. Und wie sind im OP dabei und passen auf dich auf.

    Liebe stine,

    Schön dass ich nicht die einzige bin, die hier wg der automatischen worterkennung für Lacher sorgt: "aufbohren" macht der zahnarzt. Bei krebs wird aufgeschnitten. Wenn wir uns dabei gut aufgehoben fühlen, ist das super:):*

  • Guten Abend ihr Lieben,

    zum Aufbohren oder nur Nachschauen müsste ich vielleicht auch mal. Aber der Zahnarzt kann noch warten. Jetzt ist die OP das nächste Wegziel. Und es tut so gut, dass ihr mit mir seid.

    Es ist einfach notwendig, wenn ich leben will. So einfach ist das.

    Ich umarme euch und wünsche euch ein gutes neues Jahr 2018.

    LG waldfrau

  • Hallo!

    Als ich wusste, dass ich Brustkrebs habe, hatte ich Angst davor, dass ich dann mal ohne Brust rumlaufen muss. Ich war erleichtert, als ich gelesen habe, dass mittlerweile oft brusterhaltend operiert werden kann. Nach dem 2. Chemozyklus sollte der Tumor markiert werden. Die Chemo war aber schon so fleißig gewesen, dass der Doc den Tumor nicht mehr abgrenzen konnte und deshalb keine Markierung gesetzt hat (bevor die irgendwo landet). Man könne auch entsprechend der Mammographiebilder operieren meinte er. Ich war dann etwas verunsichert, hatte Angst, dass dann am Ende eine größere Stelle operiert wird, als unbedingt nötig, hoffte aber das Beste.


    Dann kam das Ergebnis vom Gentest: Brca1. Und deshalb Empfehlung zur beidseitigen Mastektomie. Nun, so spielt die fehlende Markierung keine Rolle, aber ich will immernoch nicht ohne Busen herumlaufen. So hat es mich beruhigt, dass ich von Sofortaufbau gelesen habe. Brustdrüsengewebe raus, Silikon rein, fertig. Klang unkompliziert. Gestern nun hatte ich die Vorbesprechung und mein Schock: Nein, wir machen immer zwei OPs und weil bei Ihnen noch nicht feststeht, ob nicht zumindest die Achsel bestrahlt wird, geht Silikon eh nicht. :(


    Richtig aufnahmefähig war ich gestern nicht, hatte vorher die letzte Chemo und die Vormedikation macht mich müde. Ich habe auch noch ein Gespräch mit dem plastischen Chirurgen, der mir das alles noch mal genauer erklären soll. Hängengeblieben ist mir nur: 2 OPs, Zwischenlösung mit Expander oder Platzhalter, wenn bestrahlt wird, besser Aufbau aus Eigengewebe. Mich macht das gerade völlig fertig. Warum soll ich mich zweimal unters Messer legen, zweimal Schmerzen aushalten und abwarten bis alles verheilt ist. Und Aufbau aus Eigengewebe bedeutet ja noch eine Stelle, an der an mir rumgeschnippelt wird. Ich möchte aber so wenig Schnitte/Narben wie möglich.


    Bis jetzt habe ich alles seit ich den Knoten getastet habe gut weggesteckt und verkraftet. Aber dieses Überlegen, wie ich das mit der OP machen soll und die Enttäuschung, dass das womit ich mich anfreunden konnte, nicht geht, macht mich fertig und ich musste zum ersten Mal heulen. Am liebsten würde ich mich gar nicht operieren lassen (weiß selber, dass das keine so gute Idee ist, aber meine Gefühle sind grad so). Ich habe Angst vor Schmerzen, Komplikationen, hässlichen Narben. Und selbst, wenn alles gut verläuft, wird die Brust eben nicht wie vorher sein. Ach man, hätte nicht gedacht, dass mich das gerade so fertig macht.;(

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  • Bei mir ist es nun auch so weit. Am 25.03. wird meine Gebärmutter entfernt. Und damit kommen dann wieder die typischen Ängste...


    Abgesehen vor dem typischen OP-Bammel, habe ich Angst, dass sie bei der OP doch noch etwas finden könnten (Metas bzw befallene Lynphknoten). Hatte Ende Jänner ein MRT, wobei die Abdominalorgane, Eierstöcke und Lymphknoten oB waren. Am Montag hatte ich dann erneut ein Ganzkörper CT, wobei wieder alle Organe (samt Leber und Lunge) oB waren. Klingt ja eig ganz gut, aber ich hab trotzdem eben Angst, dass bei der OP etwas entdeckt wird...;(

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  • Liebe Lyrix ,


    ja, der typische OP-Bammel ist verständlich, hatte ich auch (und wie ;)) und dass du Angst vor weiteren Entdeckungen hast, können wir auch gut nachvollziehen. Aber ein gutes Januar-MRT und nun auch noch ein Befund freies Gesamtkörper-CT sind die besten Voraussetzungen, dass da nix Neues bei der OP auftaucht. Das geht alles gut, ganz bestimmt! Wir drücken dir die Daumen :thumbup: und denken am 25.3. ganz fest an dich :hug:.


    Liebe Grüße

    Wölfin

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Liebe Lyrix , der OP Bammel ist verständlich und auch deine Angst, dass dich noch was gefunden wird. Aber wie Wölfin schon schreibt, dank deiner guten Vorbefunde ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass doch noch was gefunden wird. Und sollte es so sein, dann sei dankbar, denn dann hat der Chirurg gut aufgepasst. Aber gehe mal nicht davon aus, das was gefunden wird. Wird bei dir denn auch ein großer Bauchschnitt gemacht? Wünsche dir für die OP alles Gute! Und Daumen werden gedrückt!!!

    LG Jojo