Kajuscha - Klopf Klopf - Ich bins

  • Liebe Kajuscha , mir ging es mit meiner (Ex-!!!!!) Gyn genauso. Ich hatte lang gar keine Beschwerden, dann leichte Blutungen. Sie hat das auch immer mit meinem Alter u Hormonschwankungen wg Absetzen der Pille abgetan. Aber nie niemals wäre ich auf die Idee gekommen, mich wo anders anschauen zu lassen, dafür hat man erstmal ja gar keine Veranlassung. Letztlich bin ich aber irgendwie noch nicht mal wütend, wenn ich an sie denke, seltsam, aber ich kann die Zeit ja nun mal nicht mehr zurück drehen, was ist ist. Wie gehst du damit um? Manchmal bin ich schon traurig und grüble, was evtl 1 oder ein halbes Jahr früher gewesen wäre, besonders weil ich durch die Totalop keine Kinder bekommen kann. Auf der anderen Seite bin ich dennoch froh, dass der Krebs noch gut zu behandeln war. Zum Glück wurde/werde ich ziemlich von Anfang an von einem super Prof betreut, der auf mit Fragen löchern steht...ich hätte dann lang keinen niedergelassen Gyn mehr, weil ich keinem sonst trauen konnte. Mein Prof hat mir dann aber einen ehemaligen Kollegen mit Praxis, der Onko-Gyn ist, vermittelt. Es ist auf jeden Fall gut, dass du Arzt gewechselt hast. Besonders wenn man auch später an die Nachsorge denkt, das darf man definitiv nicht so einer Pfeife überlassen, da geht es um zu viel! Ich wünsche dir alles Gute für die Behandlung und dass alles nach deinen Wünschen verläuft!

    Alles, was kommen wird, ist noch unklar. Lebe den Augenblick.

  • Kirsche

    Puuuh, da bin ich aber mehr als beruhigt. Dann besteht ja Hoffnung für mich, dass die Ärzte gnädig mit mir sein werden :)



    Katzi64

    Auch dir lieben Dank für die nette Begrüßung :)



    Ilisweetie

    Tut mir leid, dass auch du so schlechte Erfahrungen mit deiner Ärztin gemacht hast ubd schlussendlich diejenige warst, den den Fehler anderer teuer bezalen musste.

    Ja, wie geht man mit sowas um? Gute Frage...

    Ich merke zwei Dinge, wenn ich in der Praxis bin und auf sie treffe: 1. Ihr schlechtes Gewissen und 2. Meine persönliche Abneigung ihr gegenüber.

    Ein paar Beispiele:

    Ich bekomme meine Chemo in einem Einzelzimmer. Bei der ersten Chemo ging plötzlich die Türe auf und sie kam rein, setzte sich hin und quatschte mich zu. Es war das erste mal, dass wir uns nach der Diagnose trafen. Entschuldigt hat sie sich nicht. Mit keinem Wort. Aber mich zugetextet vonwegen dass das ja gut behandelbar wäre und sie auch immer für mich da wäre und blablabla. Und ich saß da nur und dachte mir "Ist jetzt nicht ihr ernst". Sie wusste ganz genau, was sie da macht. Dass ich in dem Moment wegen der Chemo zu aufgeregt wäre und von ihrem Erscheinen zu überrumpelt, als dass ich ihr da ehrlich die Meinung geigen würde. Ich fand das so unfair einfach, dass sie das Gespräch absichtlich in einem Moment sucht, wo ich, angeschlossen an Schläuchen und zugepumpt mit Medikamenten, ganz klar in der schlechteren Position bin. Dass ich ihr zuhören musste, weil ich nocht einfach aufstehen und weggehen konnte Ein ordentliches Gespräch auf Augenhöhe sieht definitiv anders aus. In dem Moment hab ich einfach jeden Respekt vor ihr verloren.

    Wenn sie mich in der Praxis sieht, quatscht sie mich immer wieder an (das hat sie vorher nie getan). Ich bin da aber recht kurz angebunden, weil ich einfach keine Lust auf sie hab.

    Als mein Doc einmal nicht da war und ich mir meine monatliche Decapeptyl-Spritze abholen sollte, stand sie plötzlich vor mir. Das hat sonst IMMER meine Schwestee gemacht, nie mein Arzt. Aber kaum war er weg hat sie das verboten - nur damit sie wieder Kontakt zu mir haben kann. Ich war so wütend. Ich hasse Spritzen, hatte als Kind regelrecht Panik davor. Nadeln stressen mich ungemein, da hatte sie mir noch grad gefehlt. Jedenfalls hab ich ihr nur kurz gesagt, wo die Spritze inmer hinkommt (Hüftspeck, dann seh ichs nicht) und wie wir das immer machen. Aber natürlich hat sie das nicht interessiert und sie meinte, die Spritze müsse in den Bauch. Es hat dann nicht funktioniert, angeblich weil sie versehentlich eine zu dünne Nadel genommen hat, sodass sie mich schlussendlich mehrfach gestochen hat, bis das Zeug drin war.

    Am liebsten hätte ich sie geohrfeigt, ehrlich.


    Ich weiss nicht, was das für eine komische Beziehung zwischen uns ist. Manchmal frage ich mich, ob sie mich unbewusst hasst und mich absichtlich so nervt. Nicht, weil ich was böses gemacht habe. Sondern weil sie im Grunde böse auf sich selbst ist, weil sie es so verbockt hat, sich das aber nicht eingestehen will. Oder weil ihr schlechtes Gewissen sie so quält.

    Ich für meinen Teil empfinde einfach nur eine undefinierbare Abneigung und möchte nichts mehr mit ihr zutun haben. Ihr seltsames Benehmen ändert daran nix, sondern macht es nur schlimmer. Sie soll mich einfach in Ruhe lassen und gut ist.

  • Liebe Kajuscha,

    ich kann Dir so nachfühlen. Ich hatte vor einigen Jahren auch sehr unerfreuliche Erfahrungen mit Ärzten gemacht, die mich fast das Leben gekostet haben. Ich hatte eine unbändige Wut in mir und wusste nicht damit umzugehen. Am liebsten wär ich zum Kickboxen gegangen oder mit nem Panzer in die ein oder andere Praxis eingefahren. Aber dazu war ich körperlich nicht in der Lage. In der Reha war ich dann bei einer ganz tollen Psychotherapeutin, die mir empfohlen hat, den Ärzten Briefe zu schreiben und ihnen zu schildern wie es mir geht und wie ich fühle. Ich habe das getan, sie aber nicht abgeschickt, weil mir diese Leute dann einfach das Porto nicht mehr wert waren, aber es hat zu meiner Verarbeitung der Ereignisse beigetragen, denn ich hatte meine Chance, Ihnen die "Meinung zu geigen" und mich bewusst dagegen entschieden (wenn auch nur aus monetären Gründen). Ich bin dann umgezogen um denen nie wieder zu begegnen.

    Nun hatte ich letztes Jahr während der chemo eine sehr unschöne Erfahrung mit der Psychoonkologin meines Brustzentrums. Ich bin dann nicht wieder hin. Mich hat das aber immer noch extrem bewegt und mich aufgewühlt. Diesmal habe ich es getan: ich habe der Dame an Silvester eine Email geschrieben und ihr geschildert, wie sehr sie mich verletzt hat und habe für mich beschlossen, damit das letzte Jahr und diese Person adacta zu legen. Das ist bei Dir zwar nicht so einfach, aber einen Brief schreiben kannst Du und - wenn Du das möchtest - darum bitten, dass sie dich nicht weiter "Belastigt" und ihre Probleme allein lösen soll, Du hast genug eigene. und vielleicht kannst Du auch mit Deinem behandelnden Gyn besprechen, dass Du die Spritze bei seiner Abwesenheit evtl. definitiv von einer Schwester bekommst oder fragen, ob das dein Hausarzt dann machen kann. Er sollte auch nachvollziehen können, dass Du keinerlei Kontakt zu seiner Kollegin haben möchtest.

    By the way: so wie du es schilderst, hat sie ein sehr schlechtes Gewissen, das Problem ist, dass Ärzte nicht zugeben dürfen, dass sie einen Fehler gemacht haben, sonst kriegen sie Probleme mit ihrer Haftpflichtversicherung. Dabei ging es mir damals nicht darum eine Klage anzustrengen, denn mit den Folgen muss ich so oder so leben, aber es hätte mir sehr gut getan, wenn einfach mal einer zugegeben hätte, dass er einen Fehler gemacht hätte oder mir zumindest sein Bedauern darüber ausgedrückt hätte, dass mein Problem so spät erkannt wurde.

  • Ach ja: seither nerve ich die Ärzte auch extrem und frage immer wieder nach.

    Allerdings sage ich Ihnen schon im Vorfeld, dass ich extrem schlechte Erfahrungen gemacht habe und Ihnen deswegen nur schwer mein Vertrauen schenken kann. Einige Ärzte haben dafür Verständnis und hören mir zu und nach einiger Zeit läuft es dann "normal" zwischen uns.

    Im Krankenhaus erwähne ich zusätzlich, dass seit diesem Erlebnis meine Erben und mein Anwalt die Anweisung haben (und das haben die auch wirklich, meine Family muss nur bei er Anwältin anrufen), bei unerwartetem Ableben meinerseits, prophylaktisch das Krankenhaus zu verklagen. Da lässt Dich keiner länger in Narkose als notwendig:P

  • Kajuscha du bist da echt tapfer und stark, ich könnte es nicht aushalten meiner ehemaligen Gyn regelmäßig zu begegnen. Ich habe nur direkt nach der Diagnose noch einmal Kontakt zu ihr gehabt, aber auch da von Entschuldigung keine Spur. Nur überfreundlicher Überaktionismus, wg Termin im Uni-Klinikum etc hat sie sich dann schon recht bemüht, war aber halt leider zu spät. Ich denke schon, dass sie ein schlechtes Gewissen hat, hat sich aber nur in allerlei Ausreden geflüchtet, warum/weshalb etc "man" (also sie...) DAS nicht sehen konnte...schon klar. Einen nach außen wachsenden mehrere cm großen massiv blutenden Tumor sieht man bei ner Gyn-Untersuchung aber auch echt schlecht....zum Kotzen...zumal ich eigentlich eine intensivere Vorsorge alle 6 Monate hatte, da meine Mutter recht jung schon an Eierstockkrebs verstorben ist. Danach wollte ich keinerlei Kontakt mehr, mein neuer Gyn und mein Prof haben dann alles telefonisch direkt mit ihr geklärt u sich alle Unterlagen u meine Akte schicken lassen. Da war ich echt froh drum.

    Alles, was kommen wird, ist noch unklar. Lebe den Augenblick.

  • Danke für deine lieben Worte Heideblüte.

    Ich muss so oder so am Ende der Chemo mit meinem Doc mal hinsichtlich der Nachsorge noch ein paar "Verhandlungen" führen hinsichtlich der Nachsorge bzw Vorsorge (im BZ gabs nur das Standardprogramm zum Staging: Lungenröntgen, Oberbauch-Sono, Knochenszinti, ich möchte aber gerne, dass man einmal mein Köpfchen anschaut und vllt ein Ganzkörper-MRT). Da will ich ihm auch gleich eröffnen, dass ich komplett zu im wechseln mag. Für ihn ist die Situation auch doof, immerhin teilen sich die zwei eine Praxis. Ich hab ihn beim ersten Treffen mal gefragt wie das sein kann, dass seine Kollegin 9 Monate nen Tumor tastet, der z.T. sogar Schmerzen bereitet hat, das aber munter als "harmloses Jungspund-Wehwehchen" abtut und man am Ende mit nem reisen Krebsgeschwür konfrontiert ist. Er hat etwas drumrum gedruckst (was soll er auch anderes machen in seiner Position) aber zwischen den Zeilen konnte man lesen, dass er da auch wenig erfreut drüber war. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es anders gelaufen wäre, wäre er mein Gyn gewesen.


    Verklagen möchte ich auch niemanden. Denn am Krebs selbst trägt auch die gute Frau keine Schuld. Aber der Tumor wäre sicherlich kleiner gewesen, ggf die Lymphknoten (die man im Übrigen nie tasten konnte, da kaum vergrößert, und die nie auffällige Schmerzen verursacht haben) nicht betroffen. Meine Prognose wäre einfach besser gewesen, hätte sie früher was unternommen. Dad vor Gericht zu beweisen, wäre aber fast unmöglich. Ausserdem kostet das viel Zeit, Kraft und Geld - alles Dinge, die ich momentan nicht dafür aufwenden kan und möchte.

    Es wäre mir persönlich einfach wichtig, dass ihr das NIE WIEDER passiert. Dass anderen jungen Frauen so eventuell ganz viel Leid erspart bleibt. Das wäre mir echt eine Herzensangelegenheit. Ggf schreib ich ihr das eines Tages mal in einem Brief. Aber jetzt momentsn bin ich einfach nur froh, wenn ich mich nicht weiter mit ihr beschäftigen muss.

  • Ilisweetie

    Ich kann gut verstehen, wie du gehandelt hast. Ich kann es in Ermangelung anderer Alternativen nur nicht.

    Mein Brustzentrum ist so klein, die machen nichtmal die Chemotherapie selbst. Das macht die Onko-Ambulanz der Klinik, in dem das Brustzentrum ist. Die hab ich mir damals angesehen. Und mich so unwohl da gefühlt. Die Behandlungsräume im Keller, mit Krankenhausbetten drin. Als ich erwähnt hab, dass ich mich auch bei meinem Onko-Gyn umsehen werde (hatte das BZ so vorgeschlagen), hat die Ärztin in der Klinik mich angesehen als hätte ich vorgeschlagen die Chemo bei Onkel Oswald im Garagenhof machen zu lassen. Und auch kein gutes Haar an der Idee gelassen. Als ich am nächsten Tag anrief, weil ich noch ne Rückfrage hatte, hat sie dss Gespräch mit "ich hab jetzt keine Zekt zum Quatschen" beendet - und nie wieder zurück gerufen. Da dachte ich mir nur "Quatschen? Wenn ich dir eine wichtige Frage stelle, dann "quatsche" ich nicht sondern möchte mit meinen Sorgen ernst genommen werden".

    Die Klinik ist also raus, was die Chemo angeht. Und niedergelassene Onkologen bzw Frauenärzte, die medikamentöse Tumortherapie anbieten, gibt es hier nicht wie Sand am Meer. Es hätte noch ne Praxis gegeben, die Chemos für andere Krebsarteb anbietet. Aber ich wollte mit 26 jetzt auch nicht das Brustkrebs-Versuchskaninchen werden...

    Ich hätte also in eine komplett andere Stadt gemusst, für die Therapie. Oder aber bei meinem Doc bleiben und hin und wiedee die Ärztin sehen. Das war für mich dann am Schluss das kleinere Übel...

  • Oh mein Gott! Mir wird schlecht, ich habe ein Déjà vue! Mir erging es ähnlich! Man wollte mir keine Mammo machen, man VERSPRACH mir, es sei nichts Bösartiges, auf meiner Überweisung stand zum Schluss Karzinomophobie!

    das ist ja wohl der Gipfel an Unverschämtheit... ich hoffe, du hast davon ein Foto/eine Kopie gemacht und vllt sogar an die Ärztekammer geschickt...


    Kajuscha

    ich finde deine Schilderungen hier geradezu gruselig...

    Da wird die Brustkrebsvorsorge mittels Mammo-Screening immer so hoch gelobt, hervorgehoben, dass immer mehr Karzinome im Frühstadium erkannt werden... aber die nachweislich wachsende Grupper der Betroffenen <50 fällt da komplett raus. Und wenn sie dann auch noch in den Praxen nicht ernst genommen werden und somit (aus meiner Nasicht nach fahrlässiger Behandlung) viel zu spät diagnostiziert werden, dann läßt mich das sehr wütend und traurig werden und ich frage mich, wieso das in einem Land mit doch eigentlich guten medizinischen Möglichkeiten so passieren muss.

    Ich finde es trotzdem prima, wie du dich alldem stellst und damit umgehen kannst. Ich gehöre auch zu den eher wissensdurstigen und nachfragenden Patientinnen und habe 2 OPs unbeschadet überstanden. Mein Onki hat mit meinem vorauseilenden Informationsbedarf auch kein Problem und scheint es zu mögen, dass ich schon weiß, was ich wissen will, erfrage, was ich noch nicht verstanden habe und anstehende Entscheidungen mit ihm auf Augenhöhe diskutiere, wobei wir auch dabei meist einer Meinung sind.

    LG, Angi ;)


    Läuft bei mir. Zwar rückwärts und bergab. Aber läuft.

  • Lunaiko - ich hab es abfotografiert. Aber an die Kammer nicht geschickt. Wohl aber daran gedacht. Es hieß, na gut, hier die Überweisung zur Mammo. Aber danach müssen Sie Ruhe geben, nicht wieder anfangen, die Ärzte haben evtl was falsch gemacht, was falsch ausgewertet etc...

  • Hallo Ihr Lieben,


    und vor allem, liebe Kajuscha,


    auch ich habe diese Erfahrung mit "seltsamen Ärzten" gemacht. Dabei spielt es für den Patienten letztendlich keine Rolle, ob der Arzt überfordert, unfähig, im Zeitdruck und "geldgeil" ist. Der Leidtragende ist immer der Patient!

    Der Patient kommt in eine Situation, wo er den hoffentlich Fachmann Arzt als Hilfe sieht. Es ist gut, dass dies oft auch so klappt.

    Aber: hier im Forum habe ich oft gehört, dass dies oft auch nicht klappt.

    Wenn der Gedanke im Patienten aufkommt, wechselt man oft nicht so einfach den Arzt. Der Gedanke: finde ich einen besseren? Ist er wirklich so schlecht? Wo finde ich einen besseren? ich glaube das kennen viele.

    Und ich lese hier immer wieder diese Zweifel.


    Ich versuche immer, jeden zu ermutigen, einen neuen Arzt zu suchen, zumindest als Zweitmeinung.

    Es ist verdammt mühsam. Aber ich weiß, man erkennt den "richtigen" Arzt, bei dem die Chemie stimmt, wenn er vor einem steht.

    Gerade für so junge Betroffene, nutze ich gerne das Forum um Mut zu machen.


    Es gibt "die guten Ärzte", bei denen die Chemie stimmt.


    Liebe Grüße

    Birgit

  • Ein guter Arzt, der die richtigen Entscheidungen trifft, ist eines. Ein Arzt, bei dem die Chemie stimmt, ein anderes. Beides zusammen ist eine wirklich optimale Situation.


    Mir ist vor allem ersteres wichtig. Mein Gyn ist nicht gerade der große Symapthieträger. Empathie auch nicht gerade eine seiner nennenswerten Stärken.

    Im seinem Job ist er aber wohl gut. Bei den Untersuchungen gründlich aber dabei auch behutsam. Er kann im US gut von böse unterscheiden und die richtigen Maßnahmen einleiten. Das ist das, was für mich im Moment und vor allem auch in der Zeit der Nachsorge wichtig ist.


    Gefunden hab ich ihn über ein Bewertungsportal im Internet. Angerufen und relativ schnell einen Termin bekommen. Und Glück gehabt. Da hier in der Stadt, wie in den meisten anderen wohl auch, die Praxen bis oben voll sind und keine neuen Patientinnen mehr annehmen. Dementsprechend ist es bei den niedergelassenen Ärzten wohl auch nicht so leicht, dort so lange zu schauen, bis man tatsächlich den „richtigen“ hat. Leider....

    LG, Angi ;)


    Läuft bei mir. Zwar rückwärts und bergab. Aber läuft.

  • Liebe Lunaiko,


    da hast Du mich missverstanden. Ich bin ganz bei Dir.

    Ein Arzt der die richtigen Entscheidungen trifft ist das wichtigste. Doch das muss ich auch sehen/verstehen. Wenn ich das kann, er mir das erklären kann... dann stimmt meine Chemie!

    Ich muss ihn nicht umarmen.


    LG

    Birgit

  • Birgitmaus und Lunaiko

    Ihr habt beide völlig Recht wenn ihr sagt, dass ein Arzt gut sein muss. Also was von seinem Fach versteht und das auch ordentlich rüber bringt. Dass er hochsympathisch ist, ist natürlich erstmal zweitrangig, wobei beides in Kombination natürlich klasse wäre.


    Mein neuer Doc hat beides. Ich mag es, mit ihm lange Gespräche zu führen. Weil er meine Fragen beantwortet, mir Dinge erklärt, mir Lösungen vorschlägt und sich Sachen merkt, die mal Thema waren.


    Allein der Ultraschall den er macht ist ein himmelweiter Unterschied zu dem von Frau Doktor. Beim Kontrollsono bekam ich einen eigenen, zusätzlichen Bildschirm. Ständig hat er erzählt, was er da macht und was man sieht usw. Das war klasse. Schließlich hab ich mich schon lange gefragt, wieso ich ein Sono zur Verlaufskontrolle bekomme, wenn man 9 verdammte Monate nen golfballgroßen Timor damit nicht sehen konnte.

    Dass das Tumorgewebe sich beim Schrumpfen komprimiert und so sichtbar wird und meine Gewebe aufgrund der lahmgelegten Eierstöcke an Dichte verloren hat, wusste ich zuvor nicht. Er hat ne Elastographie gemacht, mir die Bedeutung der Farben erklärt, usw.

    Bei ihr war das so: Konzentriertes Sschweigen, das war es. Bitte wieder anziehen.


    Kurz zur Info: von 5x3x3cm waren beim letzen Mal noch 1,1×0,7×0,6cm übrig, die am Clip lagen. Allerdings ganz klar abgegrenzt und im Inneren ganz weich/flüssig und ohne eigene Blutgefäße. Sollte das noch aktives Tumorgewebe sein, dann stirbt das Mistteil grade hoffentlich.

  • Das hört sich großartig an, Kajuscha

    Bleib bei ihm, er scheint dir gut zu tun, so wie du alles schilderst.


    Allerdings solltest du die Situationen, in die du mit deiner ehemaligen Gyn geraten kannst, im Vorfeld so weit wie möglich reduzieren, am besten ganz verhindern. Das geht aber nur, indem du ihr ganz klar mitteilst, dass du ihr jegliche Kontaktaufnahme zu dir untersagst (schriftlich). Am besten besprichst du mit deinem Gyn auch eine Vertretungssituation.


    Ein Problem könnten auch die medizinischen Angestellten sein. Sollten die beiden Ärzte sich die teilen, dann wäre die ehemalige Gyn Ihnen gegenüber auch weisungsbefugt. Die Verabreichung der Spritze könnte dann auch zukünftig von ihr „erzwungen“ werden (also wieder Vertretungssituation)


    Ich drücke dir fest die Daumen, dass du bei dem Doc in der Praxis bleiben UND den Konakt zur ehemaligen Ärztin meiden kannst :hug:

    LG, Angi ;)


    Läuft bei mir. Zwar rückwärts und bergab. Aber läuft.

  • Lunaiko, ich stimme dir zu. Mir ist bewusst, dass ich das über kurz oder lang klären muss und sollte. Aber weisst du, es war die letzen Monate alles so anstrengend und nervenaufreibend, dass ich mich bisher nicht aufraffen konnte dazu. Konflikte sind einfach nicht meine Stärke. Waren es auch noch nie. Viel zu oft sag ich zu Dingen "ja" obwohl ich eigentlich "nein" meine, nur um des lieben Friedens wegen. Ich weiss, dass das falsch ist. Aber mit Mitte 20 fehlt einem manchmal einfach der Mumm und die Lebenserfahrung für solche Sachen. Ich arbeite aber dran. Und deswegen werd ich mit meinem Doc am Ende der Chemo sprechen und ihm sagen, dass ich und Frau Doktor besser getrennte Wege gehen sollten. Und dann können wir zusammen gucken, wie man das friedlich hinbekommt und wie er mich zukünftig komplett betreuen kann :)

  • Kajuscha ,

    Nicht nur mit Mitte 20 fehlt einem der Mut Konflikte anzugehen.... Mir fehlt der Mut mit 40 immernoch!! Ich bin total konfliktscheu, mag mich nicht streiten, versuche immer es allen recht zu machen und finde, dass du das mit Mitte 20 schon ganz schön gut machst!!

  • Hallo Kajuscha,


    Ich möchte dir auch noch "Hallo" sagen und dich herzlich begrüßen.


    Ich finde du bist für dein Altern schon mächtig taff und sehr aufgeräumt.

    Sehr bewundernswert, ich war das in deinem Alter noch nicht.

    Jetzt musste erst einmal deine Kraft und Nerven für deine Chemo schonen und das Gespräch mit deinem Gym kann dann noch warten, danach gadg Du noch genügend Zeit und Mut dafür.


    Übrigens super, dass dieser Mistkerl schon fast verabschiedet hat. Das jedoch toll!


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft du schaffst das.

    Bleibe so wie du bist.

    Liebe Grüße Anja

  • Hallo Kajuscha,


    ich möchte dich auch noch recht herzlich in unserem Forum begrüßen.
    Hier bei uns kannst du alles Fragen, deine Sorgen und Ängste ein stückweit bei uns abladen und auch schöne Dinge mit uns teilen.


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup: