Endometriumkarzinom (Krebs des Gebärmutterkörpers)

  • Hallo serafina ,


    mir ging es ähnlich, mal kurz zur Vorsorgeuntersuchung zum Frauenarzt und dann sofort in KH und CT, am nächsten Tag die Diagnose Krebs. Das haut einen um und man denkt es betrifft einen nicht, die reden alle von einer anderen Frau. Die schockstarre ist glaub ich auch normal.


    Nun musst du auf die Befunde warten, das sind nochmals elend lange Tage. Aber versuch dich abzulenken und fange nicht an wie wild zu googeln. Den Fehler hab ich gemacht ud war dann noch kopfloser als vorher.


    LG

    Manuela63

  • Ja, wie auch schon die andern sagen, so ging es mir auch: Ich dachte auch, die reden von jemand anderem, die können doch nicht mich meinen. Ich bin im falschen Film. Bzw. überhaupt in einem Film, es ist nicht real. Aber nach ein paar Tagen, wenn es sich gesetzt hat ist es schon ganz real. Leider. Aber was sie bis jetzt bei Dir herausgefunden haben, hört sich mal noch recht neutral an, also es gibt noch große Hoffnung, dass noch gar nichts gestreut oder metastasiert hat. Und dann kann man mit so einer OP völlig geheilt werden und der Krebs kommt nie mehr. Eine Verwandte von mir hatte mit Mitte 30 oder so Gebärmutter- oder Gebärmutterhalskrebs (sorry, weis es nicht genau) und sie ist jetzt um die 60, kam nie mehr was! Also, mach' Dich nicht verrückt. Aber lass Dich auch gut trösten, dafür sind Freunde und Familie doch da.

  • Diese anfänglichen Tage der Ungewissheit sind am schlimmsten. Da darf und soll man ruhig weinen, schreien, mit dem Schicksal hadern.


    Du wirst sehen, es wird besser, sobald du eine genaue Diagnose und einen Behandlungsplan hast. Dann gehst du den Weg in kleinen, gefassten, Etappen, einen Schritt nach dem anderen. Und das wichtigste: Du gehst ihn nicht alleine.


    Daumen gedrückt für dich. LG, Chinchie

  • Hallo,

    Eigentlich gehöre ich zu der Lympfom Gruppe. Ich hatte einige Fragen die mir hier bestimmt gut beantwortet werden können. Seit meiner Chemo Therapie vor zwei Jahren habe ich einige Probleme, mir wurde zwei Cysten entfernt, einmal im April 2018 dann wieder November 2018. Ich hatte weiterhin Schmerzen nun habe ich ein Mynom und wieder eine cyste und somit wurde die Entscheidung getroffen das die Gebärmutter entfernt wird, nicht aber der Gebärmutterhals und ein Eierstock soll entfernt werden. Kein Gebärmutter Krebs. Mit meiner Grunderkrankung Lympfom will ich einfach nicht alle 4 Monate OP's haben. Sollte ich irgend etwas beachten nach der OP, mit was muss ich nach der OP rechnen, irgendwelche Tips?

    Ich bin mir sicher das viele von Euch diese OP hatten oder bevor steht, deshalb dachte ich ich Frage Mal in dieser Gruppe.

    Danke im voraus :)

  • Hallo zusammen!


    Ich bin zurzeit ziemlich besorgt, da bei meiner Mama letzte Woche ein Endometriumkarzinom diagnostiziert wurde.

    Sie ist 58 Jahre alt und im Aug. 2018 setzte bei ihr plötzlich eine postmenopausale Blutung ein. Sie hat sich dabei nichts gedacht und ging nicht zum Arzt. Im März dieses Jahr wurde dann eine verdickte Gebärmutterschleimhaut im Ultraschall festgestellt und es folgte eine Curettage. Ergebnis: Endometriumkarzinom

    Sie hatte auch schon ein CT vom Bauchraum und Brustkorb. Metastasen sind Gott sei Dank nicht vorhanden, wohl aber freie Flüssigkeit im Bauchraum.


    Die Total-OP findet erst in vier Wochen statt. Nun hab ich große Sorgen, dass der Tumor innerhalb dieser 4 Wochen streuen kann. Auch die freie Flüssigkeit im Bauchraum bereitet mir große Sorgen.


    Kann mich irgendwer etwas beruhigen? Oder sind meine Sorgen berechtigt?


    Danke schon mal für jede Antwort!

  • Liebe Taler ,

    Etstmal herzlich willkommen hier im Forum. Ich habe eine andere Diagnose bekommen, als deine Mutter, aber auch hierbei kommt die Frage der zeitlichen Dringlichkeit immer wieder auf.

    Normalerweise würde ich da den Ärzten vertrauen, aber vielleicht holt ihr euch eine 2 Meinung ein oder ruft mal beim Krebsinformationsdienst an?

    Das ist kostenlos, unverbindlich und man bekommt schnell eine Antwort per Telefon oder Mail.

    Ich wünsche deiner Mama alles Gute und eine erfolgreiche Therapie 🍀

    Liebe Grüße

    Cookie

  • Liebe Taler ,


    herzlich willkommen im Forum der FSH und ich kann sehr gut verstehen, dass Du Dir um Deine Mutter Sorgen machst. Am schlimmsten ist wirklich die Wartezeit am Anfang der Erkrankung, der Diagnose und bis der Behandlungsplan steht. Wie aber Cookie schon schrieb, wissen die Ärzte in der Regel schon, welcher Zeitablauf notwendig ist. Ihr habt aber auch das Recht zu einer Zweitmeinung. Vielleicht könnt Ihr auch nochmal die behandelnden Ärzte befragen, hier kommt es natürlich darauf an, dass man jemanden erwischt der nachvollziehen kann, welche Ängste Ihr aussteht. Der Krebsinformationsdienst in Heidelberg ist ebenso ein guter Tipp und die Ärzte/Innen dort geben rasch kostenfreie Antwort: krebsinformationsdienst@dkfz und/oder Tel.Nr. 0800-4203040, Vorwahl Deutschland natürlich!

    Alles Gute für Deine Mama und für Dich und ich schicke ein großes Paket mit Geduld, Mut und Kraft und wünsche einen guten Austausch.

  • Hallo,


    so ähnlich ist es bei mir auch abgelaufen. Ich hatte seit Oktober 2018 Blutungen und habe mir nichts dabei gedacht, da ich noch keine Menopause hatte. Im Februar 2019 hatte ich einen normalen Vorsorgetermin, bei dem per Ultraschall eine verdickte Gebärmutterschleimhaut entdeckt wurde. Daraufhin hatte ich eine Ausschabung bei der ein Endometriumkarzinom diagnostiziert wurde. Eine Woche später war ich

    im CT. Meine Op war zwei Wochen danach. Ich habe meinen Gyn auch gefragt, ob man denn nicht gleich operieren sollte. Er hat mir gesagt, da

    beim CT weder auffällige Lymphknoten noch Metastasen in Lunge, Becken oder Leber gefunden wurden, wäre der Krebs noch auf die Gebärmutter beschränkt. Vielleicht könnt ihr auch das Grading schon erfahren, das wird bei der Ausschabung festgestellt, die genaue Einstufung leider erst nach der OP. Allerdings spricht sehr viel dafür, dass deine Mama sich noch in Stadium I oder II befindet, da im CT nichts gefunden wurde. Bitte bleibt beide optimistisch, dieser Krebs wird häufig im Frühstadium aufgrund von Blutungen erkannt und ist auch sehr gut behandelbar. In den Anfangsstadien ist sogar häufig "nur" die OP nötig, evtl. noch Bestrahlung. Ich hatte die Blutungen auch schon ein halbes Jahr meine Einstufung war Figo I t1a G1 n0 m0 keine Bestrahlung nötig. Du siehst also, es gibt allen Grund positiv zu denken.

    Ich drücke alle Daumen, schicke euch die allerbesten Wünsche, viel Kraft und alles Liebe:thumbup::thumbup:<3<3

    Liebe Grüsse

    Serafina

    Wird's besser? Wird’s schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich! ;)

  • Hallo Taler ,


    Herzlich willkommen und es ist traurig und beängstigend wenn man mit so einer Diagnose umgehen muss. Für dich als Angehörige bestimmt auch genauso wie für deine Mutter als Betroffene weil Ihr Angst habt was da jetzt alles passiert und wie es das Leben verändert.


    Ich habe einen Gebärmutterhalskrebs und von der Diagnose bis zu meiner op waren 3 Monate. Und bei mir waren bereits metastasen und fernmetastasen in der Bildgebung klar zu erkennen. Und ich hatte wie serafina bereits monatelang Blutungen und Krämpfe die ich mir mit den nahenden Wechseljahren erklärte. Mein Arzt sagte damals das das Biest bereits Jahre in mir verbracht hat und sich langsam ausgebreitet hat.


    Vertrau den Ärzten, die machen das nicht damit du und deine Mutter Angst habt sondern weil es auch vernünftig geplant und vorbereitet werden muss.


    Die jetzige Zeit war im Rückblick auch meine schwerste Zeit da ich und mein Mann nicht wussten was da alles auf uns zukommt. Und ich denke das ist bei euch genauso.


    Ich drücke euch beiden die Daumen das ihr die Zeit bis zur Op vielleicht noch mit ein paar schönen Stunden verbringen könnt. Wir haben da viel unternommen schon allein um nicht immer 24 Stunden daran zu denken. So ist es dann meistens auch für 1-2 Stunden gut gelungen.


    Liebe Grüße

    Biggi

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Bei mir waren die Blutungen über ein Jahr bis zur Diagnose unregelmäßig da. Da ich aber auch in den Wechseljahren war dachte ich mir nichts böses dabei. Dann hatte ich Schmerzen in der Brust und eine Verhärtung ertastet die mich dann zum Gynäkologen führte.

    Dabei fand er nebenbei die sehr hoch aufgebaute Schleimhaut und schickte mich zur Ausschabung.

    Nebenbei noch Mammografie und zum Brustzentrum.

    Für die Ausschabung hätte er eine Einweisung machen müssen. Das ging nicht mit dem selben Ü-Schein wie zum Brustzentrum.

    Da war ich froh und drückte mich.

    Brüste sind voll mit gutartigen Tumoren und werden redelmäßig gecheckt.

    Ein 3/4 Jahr später wurden die Blutungen extrem stark und die Schmerzen unerträglich. Da ich ohnehin einen Ü-Schein zur Kontrolle im Brustzentrum brauchte ging ich wieder hin.

    Diesmal gab es dann die Einweisung zur Ausschabung und ich konnte mich nicht drücken. Am 6.12.2017 war die Auschabung.

    Eine Woche vor Weihnachten rief mich die Ärztin an und machte Druck ich solle unbedingt noch vor Weihnachten ins Krankenhaus kommen zur Besprechung weil die was gefunden hätten. Das ging bei mir logistisch nicht da meine Betreuerin bereits in Urlaub war.

    Die Ärztin machte ziemlichen Druck so dass ich meine Betreuerin sogar im Urlaub kontaktierte. Sie bekam es hin, dass wir erst in der ersten Januarwoche hinmussten. Da sagte die Ärztin dass sie bereits einen OP-Termin gemacht hätte damit es nicht noch länger dauert.

    Dieser war für den 19.01.2018.

    Sie sagte mir aber auch, dass diese Art von Krebs erst sehr spät metastasiert.

    Es zeigt sich also sehr früh mit Blutungen und metastasiert spät. Ideale Voraussetzungen für eine komplikationslose, schnelle Genesung.
    Obwohl ich so lange gewartet hatte war mein Tumor problemlos zu operieren. Ich durfte sogar alle Lymphknoten behalten.


    Lange Rede, kurzer Sinn. Mach Dir keine Gedanken. Die Wahrscheinlichkeit, dass es gut ausgeht, ist extrem hoch :)

  • Vielen Dank allen für die Antworten!


    Liebe serafina , liebe Ginome

    Danke für eure Erfahrungsberichte, bin jetzt auch schon etwas beruhigter.

    Das Grading hat und der Arzt leider nicht gesagt, nur dass das genaue Stadium erst nach der OP bekannt sein wird.

    Bei meiner Mama werden auch die Beckenlymphknoten entfernt, obwohl er nicht gesagt hat, dass im CT diesbezüglich etwas auffällig sei.

    Ist das Standardprozedur?


    Liebe Grüße

  • Hallo zusammen!


    bei der OP am 09.05. werden auch die Beckenlymphknoten entfernt. Nun lese ich aber im Internet, dass das wohl nicht immer notwendig sei und abhängig vom Stadium ist. Das Stadium des Tumors kann man aber doch erst nach der OP feststellen?

    Bin jetzt etwas verwirrt, kann mir das wer erklären? Soll ich den Arzt nochmal fragen?


    Liebe Grüße

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Beitrag in dieses Thema verschoben.

  • Hallo ,

    Habe mal eine Frage .

    Bei einem Ultraschall wurde die dicke der Gebärmutter Schleimhaut mit 5 cm angegeben.

    Wie sind eure Erfahrungen ?

    Liebe Grüße

    Rebecca

  • Liebe Mitstreiterinnen,

    Ich bin nun nach der 3. Gabe Chemotherapie (insgesamt 6) mit Taxol und Carboplatin. Die NW haben wir soweit im Griff. Ich höre in der Klink, vorwiegen Frau mit Brustkrebs, das Wort „Tumormarker“ und ich frage mich, wie wird bei mir der Erfolg der Therapie kontrolliert? Zumal ich eigentl. davon ausgehe, dass der Krebs bei den 2. OP‘s entfernt wurde. Tumormarker finden sich im Blut? Aber es ist eine spezielle Untersuchung. Wird wahrscheinlich erst nach Abschluss der Chemotherapie und der Bestrahlung durchgeführt. Ich könnte ja in der Klink fragen, die nächste Chemo steht aber erst wieder ins 3. Wochen an. Es tauchen immer wieder neue Fragen auf! :/Deshalb stelle ich hier meine Frage, weil ich weiß, von Euch bekomme ich eine schnelle Antwort. 😊 herzlichen Dank dafür. LG Doris

  • Dorca


    Nee, ist wohl etwas "untergegangen"


    Eigentlich werden die Tumormarker vor der Therapie genommen, um einen Referenz- /Normalwert zu haben.

    Wann dann in der Therapie welche genommen werden, weiß ich nicht.

    Mein BZ-Zentrum hält TM für nicht aussagekräftig, nimmt diese aber jeden Monat bei meiner Blutkontrolle.:/

    Ich lasse mir grundsätzlich alle Werte ausdrucken und nehme diese mit.

    So kann ich bei Arztbesuchen verhindern, das andere Praxen Werte nehmen lassen. Unterschiedliche Labore - unterschiedliche Werte.

    Es ist also nicht so einfach...

    Für jede Krebsart, gibt's andere Werte, die relevant sind.

    Für Eierstockkrebs sind die CEA und CA 12-5 Werte relevant, aus diesen wird der Roma Index errechnet. Je nachdem, wie der Wert post- oder prämenopausal ausfällt, ist der errechnet Wert (ROMA-Index) wohl durchaus sehr aussagekräftig.

  • Hallo @Bine_63,

    vielen Dank für deine Antwort! Ich verstehe jetzt auf jeden Fall, dass ich da mit den Onkologen sprechen muss, wie es sich in meinem Situation verhält, stöbere auch mal in meinen Unterlagen, ob ich diesen Wert CEA bzw. CA- ? finde. Darüber hatte ich heute in Wikipedia etwas gefunden, war mir nur nicht sicher, ob die Aussage dort zuverlässig ist.

    Inzwischen habe ich hier einen Post aus 2015 gefunden, dass die Werte nicht wirklich zuverlässig sind. Kann natürlich zwischenzeitlich alles ganz anders sein, sind ja schon einige Jahre her.

    Schwieriges Thema :(

  • Liebe Dorca ,


    ich weiß leider auch aus anderen Foren, dass in vielen Fällen die TM sehr zuverlässig einen Progress angezeigt hatten. Und zwar bevor die Ärzte es bemerkt hatten.

    Wenn man allerdings keinen "Anfangswert" hat, ist das schwierig zu beurteilen. Ich habe z.B. als Raucherin einen zu hohen allgemeinen CEA-Wert. Der ist bei mir damit allerdings normal. Würde ich jetzt z.B. aufhören zu rauchen, sollte man denken, der Wert sinkt - alles bestens...

    Ist aber so halt nicht zu beurteilen. Die CEA sind immer nur mit dem für die jeweilige Krebsart spezifischen Marker zu bewerten.

  • Liebe Dorca ,


    gibt es denn für Deine Krebsart überhaupt einen geeigneten TM? Ich bin EK Kandidaten und mir bringt der CA125, der ja bei uns erhoben wird, nicht viel. Es gibt wohl Frauen oder besser Organismen, da ist der Wert präzise wie ein Uhrwerk und wenn er steigt, dann ist es ein sicheres Indiz für Krebsgeschehen, lange bevor man was sieht. Bei mir ist das sehr verschwommen.

    Also fixiere Dich nicht so sehr auf diese Werte, das ist sehr individuell. Ich denke man hätte bei Dir einen Wert bestimmt, wenn es einen gäbe. Kann mir nicht vorstellen, dass es vergessen worden ist.

  • Liebe Loewenzahn60 ,

    Da muss ich noch recherchieren. Mich interessiert halt wie man bei mir den Erfolg der Chemotherapie und Strahlentherapie überprüfen kann. Hab aber noch Zeit und werde bei der nächsten Chemotherapie nachfrage.

    Liebe Loewenzahn60

    Ich bin hier auch stille Leserin und möchte mich bei dir für deine Anteilnahme und deine hilfreichen Kommentare herzlich bedanken! Ich wünsche dir von Herzen alles Gute, Kraft und Mut. Zumal du schon einiges mitgemacht hast und trotzdem hast du für die Sorgen und Nöte der Frauen hier immer ein offenes Ohr und einen Rat parat. Vielen Dank!

    LG Doris