Endometriumkarzinom (Krebs des Gebärmutterkörpers)

  • Gestern war ein schöner, besonderer Tag, weil ich meine letzte Brachy-Bestrahlung wegen Gebärmutterkrebs bekommen habe. Damit geht eine Krankheitsphase mit OP (Gebärmutter, Eierstöcke, 2Wächterlymphknoten entfernt), AHB und 5x Brac OPhy-Bestrahlungen dem Ende zu, die im Juni von heute auf morgen in mein Leben getreten ist, mich aus der Bahn geworfen hat und mich beherrscht. Jetzt ist die Zeit da gesund zu werden, zu verarbeiten, Kraft zu tanken und wieder fit zu werden, damit ich bald wieder meinen Alltag normal leben kann. Ich hoffe nur, dass die "Bombe" nicht in Gestalt von Hautkrebs (gehöre zur Risikogruppe) oder an anderer Stelle wieder kommt. Angst davor habe ich...

    Hallo Gaby27


    das freut mich zu hören. Wünsche Dir Glück, dass es nicht zurückkommt.

  • Gestern war ein schöner, besonderer Tag, weil ich meine letzte Brachy-Bestrahlung wegen Gebärmutterkrebs bekommen habe. Damit geht eine Krankheitsphase mit OP (Gebärmutter, Eierstöcke, 2Wächterlymphknoten entfernt), AHB und 5x Brac OPhy-Bestrahlungen dem Ende zu, die im Juni von heute auf morgen in mein Leben getreten ist, mich aus der Bahn geworfen hat und mich beherrscht. Jetzt ist die Zeit da gesund zu werden, zu verarbeiten, Kraft zu tanken und wieder fit zu werden, damit ich bald wieder meinen Alltag normal leben kann. Ich hoffe nur, dass die "Bombe" nicht in Gestalt von Hautkrebs (gehöre zur Risikogruppe) oder an anderer Stelle wieder kommt. Angst davor habe ich...

    Liebe Gaby27 , ich freu mich sehr, das zu lesen! Da kommt keine Bombe mehr, bestimmt nicht. Jeder zweite in Deutschland bekommt im Laufe seines Lebens Krebs, von zwei Mal in einem Leben stand da nichts :). alles, alles Liebe!

  • Hallo an alle,

    ich bin neu hier, sehr verunsichert, brauche einpaar Info,s und hoffe ihr habt für mich welche.


    Ich bin 54 Jahre jung, mit den Wechseljahren durch. Hatte seit 2014 keine Regelblutung mehr. Gehe regelmässig zum Gyn.

    Nun hatte ich im März diesen Jahres plötzlich wieder Schmierblutungen. Bin dann auch sofort zum Arzt und sie meinte die Gebärmutterschleimhaut hat sich aufgebaut und wir sollten eine Ausschabung machen. Was dann auch gemacht wude und 14 Tage später kontrolle nach dem Eingriff mit Befund war alles ok.

    Nun hatte ich Ende September wieder leichte wirklich minimale spuren beim abutzen nach dem Wasserlassen.

    Bin wieder sofort zum Gyn, die Vertretungsärztin ( sehr nett und gründlich) stellte beim Ultraschall fest das an dieser Stelle wo die Ausschabung war wieder was ist, was aber im Gewebe drin ist. Sie sprrach immer vom Endometrium. Sie denkt nicht das es bösartig ist weil man sagt es sei erst ab 20mm verdächtig und dieses sei jetzt 10 mm. Es könnte auch ne Venarbung sein von der Ausschabung.

    sie hat einen kebsabstrich gemacht und sagte ich solle in 3 Wochen wieder kommen zur Befundbesprechung.

    Und sie legte mir nahe die Gebärmutter entfernen zu lassen. Da ich übergewichtig bin ist die Gefahr auch hoch.


    Was ich jetzt in meiner Angst gern wissen würde, ist, wie schnell wächst denn ein Endometriumkarzinom? Im März nach Auschabung war alles gut und nun schon wieder was da.


    Ich habe erst nächsten Freitag einen Termin zur Befundbesprechung und weiteres.


    sorrx, für den langen Text, aber ich bin echt ein Angsthase seit meiner Krebserkrankung 2004 an der Schilddrüse.

  • Liebe nette66 , herzlich willkommen hier!

    Soweit ich weiß, sind hier keine Mediziner, ich zumindest bin keine, ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten. Ich hatte ein Endometriumkarzinom.

    Ich bin genauso alt wie Du und hatte im April Blutungen, auch mehrere Jahre nach der letzten Mens. Bei mir zeigte die Ausschabung schon den Tumor, ich glaube, das ist in fast allen Fällen so. Er war übrigens sehr klein (0,7x0,2x0,6, also Höhe/Breite/Tiefe unter einem Zentimeter), daher wundert mich die Aussage Deiner Gynäkologin.

    Gebärmuttertumoren wachsen je nach Aggressivitätsgrad unterschiedlich schnell, aber so weit ich gehört habe, im Vergleich doch eher langsam.

    Versuch, Dich nicht allzu verrückt zu machen. ich verstehe das total gut: einmal Krebs, immer Angsthase. Es ist ja auch gut, vorsichtig zu sein. Aber die Idee mit dem Narbengewebe klingt auch recht überzeugend, finde ich.

  • Liebe nette66 , auch von mir ein herzliches Willkommen, auch wenn der Anlass sich kennenzulernen kein schöner ist.

    Ich bin 64 Jahre alt, immer gesund gewesen, regelmäßig zur Kontrolle. Am 1. Oktober wurde mein Gebärmutterkrebs operiert. Es fing mit ganz leichtem Ausfluß und Schmierblutung im letzten Jahr an, gleich nach der letzten Krebskontrolle. Ich dachte auch, daß das wohl nicht schlimm sein kann, bis ich im Juli eine starke Blutung bekam und gleich am nächsten Tag bei meiner Gyn war. Wegen Urlaubszeit wurde erst 4 Wochen später eine Ausschabung gemacht. Das war dann schon Krebs. Mein Tumor war 2,5cm im Durchmesser, 0,6 cm ins Gewebe eingewachsen. Der Tumor ist leider sehr aggressiv, Trotzdem war er in den gut 2 Monaten nach der ersten Untersuchung noch nicht wesentlich gewachsen. Ich hatte auch keinen Befall von Lymphknoten und anderen Geweben. Bei der OP wurde Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter und Bauchnetz entfernt, ebenso 65 Lymphknoten.

    Über das Wachstum an sich kann ich dir auch nichts sagen, ich denke aber, das mußt du auf jeden Fall kontrollieren lassen. Wenn der Krebs noch im Anfangsstadium ist, kann man nach der Entfernung der Gebärmutter sehr beruhigt sein, dann braucht man keine Therapie mehr. In meinem Fall wird bestrahlt und ich werde mich wohl auch für eine Chemotherapie entscheiden.

    Ich wünsche dir alles Gute für deinen Termin und viel Kraft für den weiteren Weg.


    Endometrium heißt übrigens Gebärmutterkörper.

  • Hallo ihr lieben starken Frauen,

    es tut einfach gut zu wissen, dass man nicht die einzige auf der Welt ist, deren Leben von jetzt auf gleich auf den Kopf gestellt wurde.

    Meine Noteinlieferung ins KH ist nun 5 und die große Bauch-OP 4 Wochen her. Meine Narbe ist relativ gut verheilt (bis auf eine kleine Stelle, die nicht so ganz wollte wie ich) und letzten Freitag wurde der Port gelegt. Heute hatte ich das Vorgespräch in dr Onkologie und Mittwoch geht schon die Chemo (6x Carboplatin/Pacli) los....😳...ich hatte eigentlich noch auf eine Woche Zeit gehofft - aber andererseits...was weg ist, ist weg. Heute dann noch schnell gegen Grippe und Pneumokokken impfen lassen und Kühlpacks für Hände und Füße besorgt. Morgen werde wahrscheinlich den ganzen Tag wie Falschgeld rumlaufen. Ich hoffe, dass ich es einigermaßen vertrage.

    Wünsche euch allen einen schönen Abend!

  • Liebe Daria ,


    vielen lieben Dank für deine Wünsche 🤗

    Die erste Chemo war gestern und bis jetzt geht es mir gut...etwas matschig, aber keine Übelkeit...mal schauen, wie es die nächsten Tage geht.

    Wann hat es bei dir mit der PNP angefangen? Hast du während der Pacli-Infusion gekühlt? Und hattest du sonst viele Nebenwirkungen?

    Fragen über Fragen...😉

    Liebe Grüße

    Sanne

  • Liebe Sanne972 ,


    also die PNP kam so nach und nach, ca. 6-8 Wochen nach der letzten Chemo. Während der Chemo habe ich immer gekühlt. Und am ersten Tag nach der Chemo war ich immer regelrecht euphorisch und hätte Bäume ausreißen können. Hab das Haus von oben bis unten geputzt oder Türen gestrichen.... Dann kamen 3-5 Tage, an denen es mir nicht gut ging. Starke, wirklich sehr starke Schmerzen, gegen die keine Schmerztabletten halfen. Und ich fühlte mich schwach und k.o. Die zweite Woche ging es dann wieder bergauf und in der dritten Woche ging es mir wieder richtig gut. Übel war mir nie, schlecht auch nicht. Gegen Übelkeit kriegt man ja im Vorfeld (also vor jeder Chemo) Medikamente und auch danach. Erbrechen und Übelkeit sind heute m.E. kein Thema mehr, weil es wirklich gute Medikamente dagegen gibt. Und mit jeder Chemo war ich natürlich schneller k.o. Vor der ersten Chemo hatte ich unwahrscheinlich viel Angst. Die meiste Zeit habe ich während der Chemo gelesen oder geschlafen. Ich hatte übrigens keinen Port. Am schlimmsten war es, als die Haare ausfielen. Auch wenn man es weiß, darauf vorbereitet ist, wenn sie dann wirklich ausfallen, ist es schrecklich.


    Ich hoffe, ich habe Dir jetzt keine Angst gemacht. Im Nachhinein war das gar nicht so schlimm.


    Alles Liebe und das kriegst Du hin !!!


    Daria

  • Liebe Daria,

    ich danke dir!

    Keine Sorge, du hast mir keine Angst gemacht.

    Ja am Tag der Chemo war ich auch richtig gut drauf. Heute an Tag 3 bin ich schon ziemlich matschig und es zwickt und zwackt hier und da, aber es hält sich in Grenzen.

    Vor dem Verlust der Haare habe ich auch Angst, das wird nochmal hart. Noch fühlt man sich zwar etwas schwach, aber der Blick in den Spiegel ist wie immer. Wenn die Haare dann erst einmal weg sind...- ich lasse sie mir abrasieren, sobald sich der Haarausfall bemerkbar macht und dann werden sicherlich auch ein paar Tränen fließen 😔.

    Liebe Grüße

    Sanne

  • Liebe Sanne972 ,

    Ich kann deine Sorgen sehr gut verstehen. Ich erhielt im Januar 2020 die Diagnose Endometriumkarzinom und fühlte mich damit total überfordert.Bei mir ging dann alles sehr schnell. Im Februar OP, im April Beginn der Chemotherapie. 6x Taxol und 6x Carboplatin jeweils im Doppelpack alle 3 Wochen. Ende Juli war ich fertig. Mir war nie schlecht. Schon nach der 2. Chemotherapie hatte ich fast keine Haare mehr, das war schlimm, weil ich immer sehr dickes volles Haar hatte.

    Meine Perücke habe ich trotzdem nicht oft getragen, sondern eher Tücher und Hauben. Die Perücke war mir im Sommer viel zu warm und da ich nach der Chemotherapie sowieso sehr viel schwitzte, war mir das einfach zu viel.

    Schwitzen ist auch heute noch eine Nebenwirkung, die mir geblieben ist ebenso wie leichte PN.

    Meine Ärzte sagen, das wird mit der Zeit vergehen aber 1 Jahr zum erholen müsste ich meinem Körper schon geben. Also Geduld haben - ist allerdings nicht gerade meine Stärke. 6 Wochen nach Chemoende hatte ich schon wieder kurze Haare am ganzen Kopf.

    Ich hoffe das es bei dir auch so relativ gut vonstatten gehen wird. Drück dir die Daumen.

    Alles Liebe

  • Liebe Heidi1961 ,

    mein Geduldsfaden ist leider auch seeeehr kurz ;), aber die Ärzte haben schon Recht, man muss seinem Körper Zeit lassen. So eine extreme Belastungsszeit geht nicht spurlos an einem vorbei, auch wenn der Kopf meint, jetzt müsste aber so langsam alles wieder gut sein.

    Meine Haare werden mir auch seeeeehr fehlen, ich hoffe mal, dass sie danach noch schöner wiederkommen (wahrscheinlich dann eher grau, aber was soll's).

    Danke für's Daumen drücken - ich wünsche dir auch weiterhin alles Gute! 🙂