BK heilbar ? Oder doch nicht?

  • Hallo Zusammen

    Ich habe /hatte ja einen BK TN und nach Chemo und OP eine path. Komplettr.

    Zur Zeit kommen mir immer einige Berichte i d Finger, wo geschrieben steht das TN Tumore bzw. Metas oft nach erfolgreicher Behandlung zurückkommen bzw. kommen und man innerhalb kurzer Zeit stirbt =O

    Das zieht runter ... Auch einige Foris hier hatten diese Tumorbiologie und haben es nicht geschafft ... Das zieht noch mehr runter.

    Ich kenne zwar sehr viele aus meinem Ort, die BK hatten, und schon Jahre lang danach gesund und munter leben, aber hatten die auch einen TN Tumor?:/

    Das sind so meine Gedanken, meine Angst

    LG

  • Liebe Johanna Marie,


    einen Cousine von mir ist 2006 an einem TN-BK erkrankt, Akut-Behandlung endete Juli/Aug. 2007 und ist bis jetzt frei von Rückschlägen.
    Wir bekommen häufig von denen zu hören, wo es nicht gut geht, durch Erzählungen von anderen, oder durch die Presse und bei solchen Beichten bin ich persönlich immer ganz vorsichtig!!!

    Meine Cousine ist in keinem Forum, Selbsthilfegruppe und outet sich auch nicht jeden gegenüber....und schon fallen die positiven Beispiele durchs Raster.


    BK ist eines der am besten therapierbaren Krebsarten und hat auch die höchste Überlebensrate!


    Grüßle :) ika :)

  • Hallo Johanna Maria , wie ika-ulm und Busenwunder schon geschrieben haben: für "unseren" Krebs gibt es die besten Therapien. Mich hat die Krankheit jedoch auch gelehrt, wie fragil der menschliche Körper einerseits ist und wie unglaublich stark andererseits. Irgendwie ist es ein Wunder, dass bei millionen Zellteilungen täglich fast immer alles gut geht. Einen Freifahrtschein hat von uns aber niemand in der Tasche. Als ich in der Gen-Beratung gefragt habe, wie es möglich ist, zeitgleich drei verschiedene Tumore zu bekommen, sagte der Arzt: Pech gehabt - manchmal geht es halt schief. Und das war in gar keiner Weise unpasend von ihm formuliert. Mir hat es eher Mut gemacht. Und: ja, ich selbst kenne sehr viele Frauen, die teils vor 10, 20 Jahren Brustkrebs hatten, und die immer noch fröhlich leben :-)

    Und so machen wir es auch :)


    LG
    Linde

  • Hallo

    Danke für eure Antworten.

    Stimmt . Vielleicht sollte ich mich wirklich nur an die positiven Rückmeldungen festhalten und Hororgeschichten ignorieren

    Meine Mum hat mir zwanzig Beispiele von Nachbarn, Bekannten verschiedener Altersgruppen. berichtet. Unter ihnen auch zwei ihrer Ärztinnen.

    Alle leben noch und das seid vielen Jahren.

    Aber ihr wisst ja.... man würde am liebsten von den Ärzten hören... Alles geschafft und da kommt nichts nach ..


    LG

  • Liebe Johanna Maria,


    deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen! Auch ich würde nur zu gerne hören: Sie sind auf Dauer geheilt-Herzlichen Glückwunsch. Aber leider können auch die Ärzte, genauso wenig wie wir, in die Zukunft blicken.

    In meinem Bekanntenkreis habe ich drei Menschen, welche an BK bzw. Lymphdrüsenkrebs erkrankt waren. Zwei von ihnen sind seit 40 Jahren krebsfrei, und die andere seit 8 Jahren!! Wenn meine Gedanken zu sehr kreisen und ins Negative abdriften, versuche ich immer, mir dies ins Gedächtnis zu rufen. Alle in meinem Umfeld haben den Krebs überlebt und führen glückliche, vom Krebs verschonte Leben!


    LG

    Pschureika

  • Liebe Johanna Maria,

    leider werden wir darauf nie eine Antwort erhalten, denn Niemand weiss was wird.

    Mit den Sorgen..."was bringt die Zukunft.."müssen wir lernen einen Weg zu finden.

    Wielange das dauert? Auch das können wir nicht wissen.


    Nicht nur im Internet, sondern auch im wirklichen Leben, werden uns überwiegend nur negative Fälle angezeigt.

    Die "positven Fälle" fallen durch das Raster, werden nicht groß kommuniziert.


    Ich habe Patienten mit TN die sogar noch mal Mama geworden sind,

    eine Freundin deren Erkrankung bereits 11 Jahre her ist

    oder auch eine sehr gute Bekannte,

    die nach einer Non Hodgkin Erkrankung in jungen Jahren mit Chemo usw.

    und später nach ihrer ersten Brustkrebserkrankung zweimal ein lokales Rezidiv behandeln lassen musste und

    nun wieder fast 8 Jahre rezidivfrei ist und keinerlei Einschränkungen oder Probleme hat.

    Ich könnte diese Auflistung noch ewig weiterführen.


    Wir bereits erwähnt wurde ist Brustkrebs heutzutage gut zu behandeln.

    Die Medizin hat heute Möglichkeiten bereits Tumore in einer Größenordnung von 3mm zu erkennen.

    Wer hätte vor 15 -20 Jahren daran gedacht........


    Aber unsere Gedanken werden immer mal wieder in diese Richtung gehen, Ängste auslösen, uns Fragen bringen,

    wichtig ist jedoch uns nicht zu verlieren, sondern nach 1,2 oder 3 Tagen aus dem Tal herauszukommen, alleine oder mit Hilfe.

    Das ist unser aller Los.


    Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin toi toi toi.

  • Liebe Johanna,


    ich selbst weiß von meinem "Mitbewohner" seit Anfang Dezember 17,hab die erste Chemo hinter mir und bin über mich selbst erstaunt wie positiv und optimistisch ich dem ganzem entgegen schaue.Ein einziges Mal kam mir kurz der Gedanke was ist wenn ich das nicht schaffe und alles nicht gut ausgeht... Den hab ich aber ganz geschwind wieder verscheucht! Ich hab mir für mich selbst und vorallem für meine Kinder nur eine Option gesetzt und die ist "Augen zu und durch"!!! Meine Mama ist vor 20 Jahren an Brustkrebs gestorben,wenn ich rückblickend an ihre Chemozeit denke und dies mit den Therapieformen von heute nur ansatzweise vergleiche bin ich überzeugt davon,dass alles gut wird, für jeden von uns!


    Liebe Grüße ❤

  • Liebe Johanna Maria ,

    eine sehr gute Freundin hatte ein TN Tumor von über 4 cm Größe.

    Sie hat das volle Programm mitgenommen, ist gesund und wieder glücklich und lebt seit 7 Jahren ein uneingeschränktes Leben.

    Und sie hat mir von unzähligen Frauen aus dieser Zeit berichtet, die ebenfalls wieder gesund wurden.

    So wie wir in ein paar Monaten 🍀

    Liebe Grüße

    Cookie

  • Liebe Johanna Maria,


    Deine Ängste kann ich gut nachvollziehen. Und ich glaube, die plagen viele von uns, egal welche Art von Brustkrebs sie hatten. Auch ich habe mich damit herumgeschlagen.


    Wenn Du ein Positiv-Beispiel für eine sog. Langzeitüberlebende nach einem TN-Tumor brauchst, dann kann ich dafür herhalten :). Nach nicht besonders guten Voraussetzungen (Tumor über 5 cm groß, G 3, befallene Lymphknoten, drei Lokalrezidive) lebe ich über ein Jahrzehnt nach der Erstdiagnose immer noch - und bin (soweit mir bekannt ist) krebsfrei.


    Viele Grüße von Flora


    P.S.: Dass man viele Berichte über Rückfälle oder Metastasierung liest, liegt u.a. auch daran, dass Frauen, die über lange Zeit krebsfrei sind, nichts zu berichten haben. Denn wer (außer z.B. mir oder ein paar wenigen anderen ;)) schreibt schon "mir geht es nach xx-Jahren immer noch gut."?. ;)

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • manchmal wird mir auch Angst und Bange, wenn ich davon lese wer es nicht geschafft hat oder ein Rezidiv bekommen hat...

    aber so geht's ja nicht jeder von uns!

    ich glaub man muss die Krankheit so annehmen wie sie kommt... egal wie...

    Kontrollen, Vorsorgen etc sind gut und wichtig, aber wenn es so kommen soll, dann muss man eben wieder den Ar... zusammen kneifen und kämpfen ;)


    mein Onkologe sagte am Donnerstag zu mir:

    "es würde mich nicht wundern, wenn Sie mit 98 Jahren, dement in irgendeinem Altersheim sterben"

    :Dsehr charmant der Gute

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Kraftausdruck entnommen.

  • Oma Kati, das ist ne nette Aussage von deinem Onkologen!


    Johanna Maria, nicht so viel Negatives an dich heranlassen bestimmt ist (nicht nur ) BK heilbar! Und was der Rest des Lebens bringt ist wie eine Wundertüte und da sind nur gute Sachen drin :-) nicht immer brauchbar aber gut! *festdranglaubheute*


    LG

    myrielle

  • ....... Oma Kati. Was für einen tollen Onkologen hast du denn? 😁



    Danke euch allen für euer Feedback


    Ich bin auch ein Jahr nach Diagnose noch lernfähig und Google nicht mehr 🙃

  • Hallo , ich stecke noch im letzten Viertel der Chemo , nach erfolgreicher OP, und keinem Befall von Lympfknoten und Blutgefäßen. Auch Fernmetastasen waren keine.

    Auch habe es nach dem ersten Schock ganz gut geschafft , positiv zu denken und zu händeln. Ich bin davon ausgegangen , dass alles gut wird. Auch mein Arzt sagt , dass ich mir objektiv gesehen keine Sorgen machen müsste, aber seit Weihnachten mit immer mehr Ängsten bezüglich meiner Genesung kämpfe. Tagsüber gelingt es mir durch viel Sport und die Beschäftigung mit verschiedenen Dingen diese bösen Gedanken zu verscheuchen, aber nachts im Bett läuft das Kopfkino auf 180. Ich habe 2 Kinder und möchte sie unbedingt noch selbst in ihr Erwachsenenleben begleiten. Doch nachts überlege alle möglichen Varianten meines Krankheitsverlaufes inklusive sterben und Beerdigung. Das macht mich total fertig , weil ich eigentlich positiv eingestellt bin.

  • Hallo an alle, die sich gerade große Sorgen machen:

    Mir hat es gut getan eine Langfrist-Studie zu finden, in der die Rezidivwahrscheinlichkeit in den 24 Jahren nach der Ersterkrankung aufgeführt ist. Seitdem denke ich nicht mehr in "lebenslangem Risiko" sondern nur noch in "aktuellem Risiko", und das ist deutlich überschaubarer.
    Die Studie ist von M. Colleoni und es wurden 4105 Patientinnen mit frühem Brustkrebs 24 Jahre nachbeobachtet. Dabei hat er noch zwischen hormonpositivem (ER+) und hormonnegativem (ER-) Brustkrebs unterschieden. Zur leichteren Lesbarkeit schreibe ich ER+ und ER- getrennt auf.

    Das Risiko pro fünf Jahre bei hormonpositivem BK (ER+):
    Die Wahrscheinlichkeit, dass in den ersten 5 Jahren wieder was ist: 9,9%
    Die Wahrscheinlichkeit, dass in den Jahren 5-10 wieder was ist: 5,4%
    Die Wahrscheinlichkeit, dass in den Jahren 10-15 wieder was ist: 2,9%
    Die Wahrscheinlichkeit, dass in den Jahren 15-20 wieder was ist: 2,8%
    Die Wahrscheinlichkeit, dass in den Jahren 20-25 wieder was ist: 1,3%

    Diese Zahlen zeigen einerseits, dass wir zu keiner Zeit mit einer vollständigen Entwarnung rechnen dürfen, dass also die Nachsorge dauerhaft wichtig bleibt, sie zeigen aber auch, dass das Risiko auf die jeweils nahe Zukunft bezogen schon tragbar ist.

    Das Risiko für den hormonnegativen Brustkrebs (ER-) ist - in seiner Gesamtheit betrachtet - sogar noch geringer als beim hormonpositiven Brustkrebs, nur in den ersten fünf Jahren ist es um 1,6 Prozent höher als beim ER+.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass in den ersten 5 Jahren wieder was ist: 11,5%
    Die Wahrscheinlichkeit, dass in den Jahren 5-10 wieder was ist: 3,3%
    Die Wahrscheinlichkeit, dass in den Jahren 10-15 wieder was ist: 1,3%
    Die Wahrscheinlichkeit, dass in den Jahren 15-20 wieder was ist: 1,2%
    Die Wahrscheinlichkeit, dass in den Jahren 20-25 wieder was ist: 1,4%

    Ich hoffe Ihr findet diese Zahlen ebenfalls ermutigend.

    Liebe Grüße, Schneeglöckchen