Auch ich bin „neu“ hier

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich habe mich gerade registriert und weiss gar nicht, ob ich das mit der Vorstellung richtig mache, wenn ich ein neues Thema eröffne. Ihr werdet es mir sagen! Ich bin 57 Jahre alt und habe seit 03.01. die Diagnose Eierstock Krebs. Meine OP ist erst am 02.02. Ich bin in ein zertifiziertes Krebszentrum und dort zu einem Chirurgen gegangen, der mir von vielen Seiten empfohlen wurde. Prinzipiell fühle ich mich gut aufgehoben, allerdings zermürbt mich diese schier endlose Wartezeit, in der ich das Gefühl habe, der Krebs wütet ungehindert weiter. Mein Bauch ist stark angeschwollen (habe allerdings kein Bauchwasser) , die Ärzte meinen es könnten Darmgase sein, die nicht mehr entweichen können, mir tut der ganze Unterleib weh und jetzt beginnen auch noch starke Rückenschmerzen, und das Kopfkino dreht sich immer weiter. Man hat mir glaubhaft versichert, dass sich meine Situation nicht verschlechtert, aber ich habe noch so wenig Erfahrung mit dieser Diagnose, dass ich manchmal denke, ich falle uins Uferlose. Kämpfe rapfer dagegen an, aber es ist sehr schwer!

  • Hallo Loewenzahn60,


    ich heiße Dich herzlich willkommen hier in unserem schönen Forum. Schön dass wir dich begleiten dürfen.

    Ja, die Warterei und unsere Ungeduld, davon können wir alle ein Liedchen singen. Wenn die Therapie losgeht ist es nicht mehr ganz so schlimm. Ich wünsche dir einen regen Austausch und alles gute für deine OP.

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)

  • Hallo Loewenzahn60,

    wir alle können uns vorstellen, wie dir gerade zumute ist. Es ist super, dass du dieses Forum gefunden hast. Deine Diagnose ist noch ganz frisch und du hast Angst. Was wirklich los ist, wird man erst bei der OP sehen. Dass du keine freie Flüssigkeit im Bauch hast, ist gut. Versuch jetzt, dich nicht verrückt zu machen. Ich weiß, leicht gesagt. Meine OP ist im April drei Jahre her. Damals war ich verzweifelt. Ich habe dann Stück für Stück alles abgearbeitet. OP, Port und Chemo. Danach AHB und nun arbeite ich seit März 2016 wieder. Habe zwar die volle Erwerbsminderungsrente , aber bislang noch 18 Stunden gearbeitet. Du siehst, das Leben geht weiter. Ich habe damals auch schwarz gesehen und bin heute sehr froh, alles Leitliniengerecht durchgestanden zu haben. Wenn du Fragen hast, melde dich einfach. Übrigens, meine Nachsorge am vergangenen Dienstag war ohne Befund. Diese Chance hast du auch!

    Liebe Grüße Silvi

  • Hallo Löwenzahn,


    Schön dass du dich hier angemeldet hast! Ist zwar kein guter Anlass, aber es hilft ungeheim unter seinesgleichen zu sein und Antworten auf viele Fragen zu bekommen. Mir hat es sehr geholfen, weil ich ganz einfach gesehen habe, dass ich nicht alleine bin...


    Auch ich habe Eierstockkrebs, Diagnose 8/2017 dann 6 x Chemo, dann OP 11/2017 und jetzt wieder Chemo. Nächste und voraussichtlich letzte Chemo habe ich ab 7.2.


    Toll, dass du gleich in ein Krebszentrum gegangen bist und dich auch dort gut aufgehoben fühlst. Jetzt ist für dich die schlimmste Zeit, das Warten auf die OP und die grosse Ungewissheit. Gut ist auch, dass du kein Bauchwasser hast (ich habs gehabt ) und dass es nur Gase sind, aber in deiner jetzigen Situation horcht man in seinen Körper hinein und interpretiert viele Dinge nicht ganz richtig. Ich nehm an, du hast jetzt grosses Kopfkino und dir gehen alle möglichen und unmöglichen Dinge durch den Kopf. Lass den Kopf nicht hängen, du bist in ausgezeichneten Händen und die Profis wissen was sie tun müssen und werden auch nach der OP einen für dich passenden Therapieplan erstellen.


    Du hast kommenden Freitag, d.h. heute in einer Woche den OP—Termin, ich werde dir an diesem Tag ganz fest die Daumen halten.


    Betrachte dich als ganz fest gedrückt und denk dran, DU BIST NICHT ALLEINE und Du schaffst das. Bitte halte mich/uns auf dem Laufenden


    🌺🌺🌺🌺🌺🌺

  • Hallo Loewenzahn60,


    auch ich möchte Dich hier im Forum herzlich begrüßen.

    Ja, diese Warterei ist am Schlimmsten. Versuche trotzdem mit Dingen, die Dir gut tun, diese blöde Zeit zu überbrücken.

    Auch wenn es nur kleine Momente sind.

    Wie schwierig das ist, kann ich mich noch sehr gut erinnern, auch wenn es bei mir schon einige Jahre her ist.

    Für Deine OP und die weitere Therapie wünsche ich Dir alles Gute und hier im Forum einen guten Austausch.

  • ich wurde im Mai an Eierstockkrebs operiert. Eierstöcke, Gebährmutter, Bauchnetz und viele Lymphe wurden entfernt. Ich war sehr geschwächt und war im Juli in Reha. Danach ging es mir viel besser. Am schlimmsten waren die Ängste. Das wurde aber schon viel besser. Körperlich geht es mir sehr gut. Vor der OP ging es mir monatelang sehr schlecht und keiner wusste warum. Ich hatte Glück, dass der Tumor 8x12 cm noch verkapselt war und der Krebs Figo 1a keine Chemo benötigte. Ich muss alle 3 Monate zu Vorsorge Untersuchungen gegen. Der Schock dieser Diagnose, zieht einem den Boden unter den Füssen weg. Ich hoffe, dass auch bei Dir eine OP ausreicht und es Dir anschließend auch viel besser geht.

  • Hallo Ihr Lieben,


    ganz ganz lieben Dank für Eure aufmunternden Worte. Ihr habt alle schon so viel hinter Euch und seid so stark, das macht Mut. Ich komme mir gerade we der größte Winselhund vor. Ich fürchte mich wahnsinnig vor dieser OP, vor dem Staging-Ergebnis und überhaupt vor allem. Habe eine schreckliche Nacht hinter mir, mein Bauch ist aufgequollen, der Unterleib schmerzt wie irre und anscheinend erzeugt das jetzt massive Rückenprobleme, ich finde kaum mehr eine Stellung zum Schlafen, Habe mich jetzt entschlossen Novalgin zu nehmen, wollte eigentlich von Schmerzmitteln vor der OP die Finger lassen, aber irendwie schaffe ich das nicht. Keine von Euch erwähnt irgendwie besonders die Situation vor der OP. War das bei Euch vergleichbar oder bin ich jetzt tatsächlich der sprichwörtliche Jammerlappen? Bin ganz arg dankbar für jede Ermutigung:)

  • Liebe Löwenzahn,

    auch ich möchte dich herzlich in unserem familiären Forum begrüßen, allerdings gehöre ich zu den Brustkrebs-Mädels und kann wahrscheinlich bei deinem Krankheitsbild weniger mitreden, aber ich kann dir, wie wir alle hier, zuhören und allgemein unterstützen - wenn du magst.

    Ein Jammerlappen bist du bestimmt nicht, auch ich hatte Angst vor der OP, mir wurde die rechte Brust abgenommen und die linke brusterhaltend operiert, aber davor hatte ich bereits Chemo und mich so wahrscheinlich schon an die Angst gewöhnen können. Eine OP ist immer schlimm, egal warum die gemacht wird. Man gibt die Hoheit über sich in fremde Hände. Da hilft es, wenn man Ärzte hat, denen man vertrauen kann. Du schreibst, du fühlst dich gut aufgehoben und so versuche, den Ärzten glauben zu schenken.

    Jetzt stehst du noch unter dem Eindruck der Diagnose. Versuche zu entspannen und dich abzulenken. Hab Mut und Vertrauen - wir sind in Gedanken bei dir.

    LG Christina


    Wenn es ein Löwenzahl durch den Asphalt schafft, dann wirst du doch sicher auch einen Weg finden.

  • Hallo Loewenzahn60

    Du bist doch kein Jammerlappen! Ich möchte mich nicht sehen, wenn bei mir die OP ansteht! Stecke noch mitten in der Chemo. Die OP kommt erst danach. Noch ist das weit weg, aber ich warne dich und alle anderen schon mal, dass ich dann wahrscheinlich hier im Stundentakt schriftlich meine Angst offenbare. Und es hilft mir echt immer, wenn jemand antwortet und mir Mut zuspricht. Dafür ist dieses Forums doch da!

    Also, raus mit der Angst! Du bist kein Jammerlappen!

  • Hallo Löwenzahn,


    Ich kann dich beruhigen, so wie dir, so,ist es sicher der Mehrheit von uns ergangen. Bei mir zumindest war es so....Panikattacken,Angstzustände und in Tränen aufgelöst. Aber auch diese Phase geht vorbei und dann siehst du der OP ruhig und gefasst entgegen.


    Probier ruhig zu bleiben und nicht hör nicht zuviel in deine Körper hinein...ich weiss, einfacher gesagt als getan.🤔🤔🤔. Die Wartezeit ist ein Horror, aber auch die wird vorbeigehen, du hast den OP Termin ja schon kommende Woche und musst sicher noch Unterlagen beibringen.


    Du bist kein Feigling und du bist keine Heulsuse! Du hast Angst und auch Angst vor der OP mit allem Drumherum. Glaub mir, es ist machbar und es ist die einzige Möglichkeit gesund zu werden um weiter das Leben geniessen zu können.


    Hab Mut und Vertrauen in die Ärzte!

    Dicke Umarmung und denk dran...du bist nicht allein!


    LG pupi

  • Liebe Loewenzahn60,

    ich bin damals zur Gynäkologin gegangen, weil ich plötzlich wieder Blutungen hatte. Schmerzen hatte ich nur wenig. Mein Bauch war dick durch das Wasser. Das war mir auch schon einige Zeit vorher aufgefallen. Dachte aber, dass es vom Essen kommt. Als meine Ärztin den stark vergrößertenrechten Eierstock sah und die Flüssigkeit im Bauch, sagte sie gleich, dass sie von Krebs ausgeht. Mir wurde Blut abgenommen und dann hab ich mich wie betäubt auf dem Heimweg gemacht. Ich hatte meinen 55.Geburtstag und wollte eigentlich einen Kuchen backen. Die Zutaten hatte ich vorher schon zurechtgelegt. Die hab ich dann wieder weggeräumt. Die ganze Nacht dann nicht geschlafen und am nächsten Morgen zur Arbeit gefahren, immer noch wie betäubt.

    Wollte noch Protokolle fertig schreiben. Hab meinen beiden Kollegen gesagt, dass ich wahrscheinlich Krebs habe. Mein Chef fing an zu weinen und mein anderer Kollegen sorgte dafür, dass ich heimgefahren wurde. Dann am selben Tag noch Untersuchung im Krankenhaus, wo der Tumor auch gesehen wurde. Wurde aber beruhigt, dass es ebenso gut auch gutartigsein kann. Bin dann mit OP-Termin nach Hause gekommen und wurde von meiner Ärztin angerufen. Ihr sagte ich, dass es nicht unbedingt bösartigsein muss. Sie meinte aber,dass sie davon ausgeht, weil mein TM bei 270 ist. Es war für mich eine richtige Achterbahn der Gefühle. Ich sagte ihr dann, dass ich schon einen Termin in diesem Krankenhaus habe und sie sagte, dass ich da nicht hingehe, sondern nach Erlangen. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Klar, vorher die ganzen Untersuchungen, aber die habe ich relativ gut weggesteckt.

    Ich hatte so wenig Zeit, mir große Gedanken zu machen, weil ich jeden Tag Termine hatte. Eine Woche nach der Diagnose starb ganz überraschend mein jüngerer Bruder, dass hat mich so richtig aus der Bahn geworfen und plötzlich war meine Erkrankung für mich Nebensache. Er wurde am 11.April 2015 beigesetzt und zwei Tage später wurde ich operiert.

    Mein TM war 3 Tage vor der OP bei über 1200. Ich wurde tumorfrei operiert und nach insgesamt 12 Tagen Krankenhausaufenthalt entlassen. Das alles habe ich gut verkraftet und habe mich in der Uniklinik gut aufgehoben gefühlt. So, dass soll erst mal genug sein.

    Ich wünsche dir ruhige Tage bis zu deiner OP, nimm Schmerzmittel, wenn du sie brauchst.

    Liebe Grüße Silvi

  • Hallo Loewenzahn60,


    sei herzlich Willkommen in unserem Forum. Schön, dass du uns gefunden hast!

    Für Freitag sind meine Daumen schon in Position und ich werde im OP aufpassen, sitze meist unter dem Tisch, habe meinen Reflex-Hammer dabei und wenn die Operateure nicht so sputen gibt’s einen auf den großen Bockermann ;)


    Die Warterei ist wirklich schrecklich, vielleicht hast du ja schon etwas gefunden was dich ablenkt!

    Gut, dass du kein Wasser im Bauch hast und deine Rückenschmerzen die kommen von deinem aufgeblähten Bauch, denn deine Haltung wird wegen den Schmerzen nicht Rückengerecht sein und wenn du nicht mal eine entspannte Stellung zum Schlafen findest, da wundert mich garnichts!

    Ein Jammerlappen bist du schon 3x nicht:!:


    Liebe Loewenzahn60 :hug: hier bei uns kannst du alles Fragen, all deine Sorgen und Ängste ein stückweit bei uns lassen. Es ist meist jemand von uns online….

    Jetzt kommt noch ein Ballon 🎈 gefüllt mit ganz viel Kraft, Energie und Zuversicht 🎈


    Grüßle:) ika :)

  • ika-ulm , ha die Vorstellung ist echt gut, dass Du unter dem OP Tisch sitzt und aufpasst. Musste schmunzeln, danke für diesen Moment! 🙂 Die Nacht war mal wieder total daneben, ohne Schlaf, dicker Bauch hat geschmerzt. Momentan habe ich das Gefühl, der schwillt stündlich an, das bilde ich mir aber sicher nur ein. Hätte nie gedacht, dass man sich einen Krankenhausaufenthalt herbeisehnt samt OP, aber so langsam bin ich dann soweit


  • Mir wurde bei der Vorbesprechung gestern empfohlen, neben der Vollnarkose einen Rückenmarkkatheter legen zu lassen, dann könnte man nach der OP den Bauchraum lokal betäuben. Das wäre weniger belastend und vor allem werden die Opiate nicht übers Hirn geschleust. Ich habe zugestimmt. Kennt das jemand von Euch?

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  • Liebe Löwenzahn,

    Meine Daumen und guten Wünsche begleiten dich am Freitag :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    Ich selbst hatte keinen Rückenkatheder. Aber ich habe es bei anderen gesehen und die waren sehr entspannt nach der OP. Weniger Schmerzen sind immer gut. Da kommst du danach besser in Schwung.

    Liebe Grüße von Tanne :hug::hug::hug:

  • Liebe Löwenzahn60,


    das ist eine sehr gute Sache und erleichtert dir vieles! Die Pain Nurse werden sich nach OP darum kümmern und die Dosis den Verlauf mit dir besprechen und du kannst dann für dich selbständig dosieren!

    Für deine große Bauch-OP am Freitag drücke ich ganz fest die Daumen und werde mich in den OP mogeln mit meinen Reflex-Hammer und aufpassen das alles so läuft wie es soll und wehe wenn nicht...;)...im schwinden des Reflex-Hammers bin ich gut :thumbup:;):thumbup:


    Grüßle :) ika :)