Bin auch wieder hier !

  • Hallo ihr Lieben!

    Nachdem bei mir aus beiden Brüsten die Michkanäle entfernt wurden im Oktober und ich danach Entzündungen hatte, war ich einfach neben der Spur! Auch meine Krankenkasse weigert sich immer noch die Genehmigung für die prophylaktische Mastektomie beider Brüste. Befunde die es auch als notwendig ansehen, interessieren nicht. Ich habe die ganze Angelegenheit einem Sozialverband übergeben! Die Klage kann bis zu einem Jahr dauern. Da aber auch das Krankenhaus wo ich operiert wurde sich nun zurückhaltend verhält, und mir immer wieder nur anbietet ich solle die OP privat bezahlen habe ich da auch kein Vertrauen mehr. Denn was ist wichtiger der Mensch oder das Geld? Da ich wieder seit drei Wochen blutigen Sekret aus beiden Brüsten habe,und man im Brustzentrum drumherum geredet hat, solange die Klage läuft ist es schwierig mich zu behandeln, falls die Kasse sich da auch querstellt, wieder ging es nur ums Geld. Ich habe mich dann mit einer Überweisung in einem anderen Brustzentrum vorgestellt mit allen Befunden die ich hatte z.b. Gentest positiv , BRCA2,Patientin mit einem hohen Brustkrebsrisiko, 1996 Total Op Borderline Tumor grenzwertig, oktober Papilome entfernt und Milchkanäle. Jetzt wieder Sekrete aus der Brust. Die Ärztin selber an Brustkrebs erkrankt, hat mich nur kopfsschütteln angeschaut, und meinte: Warum spielt man mit ihren Ängsten!!!! Nach einer ordentlichen Untersuchung mit allem was dazu gehört, meinte sie, die OP muss gemacht werden, in beiden Brüsten sind in den Bustwarzen minikleine Auffälligkeiten die wohl übersehen wurden. Die stationäre Aufnahme ist am 5 Februar und am 6. Februar werden die Brüste entfernt. So wie es aussieht brauche ich keine Chemo! Ich war so fertig, bin immer noch nervlich angeschlagen, das ich eine Ärztin gefunden habe die mich ernst genommen hat. Zu den Kosten meinte sie,die Kosten stehen nicht an erster Stelle, mit der richtigen Diagnose die sie haben, wird die Krankenkasse abrechnen müssen, und wenn nicht bezahlt das Krankenhaus die OP aus einem hauseigenen Topf. Ich bin immer noch geflasht. Ich habe daraus gelernt nicht nur einem Arzt zuvertrauen, sondern wirklich die Nerven behalten und sich noch andere Meinungen einholen. Zur Zeit sagt der Kopf mir alles wird gut, die Entscheidung ist richtig, der Bauch sagt....Ich habe einen großen Bammel vor der OP. Es wird auch kein Aufbau gemacht, da ich allergisch auf Kunststoff reagiere, und die Brustwarzen nicht mehr zu retten sind. Ist mir auch egal, es gibt ja auch Prothesen die man kaum bemerkt. Aber ich habe ordentlich Bange vor der OP!

    So ich musste euch das mal schreiben, weil ich richtig Fracksausen habe! :(

  • Hallo Twingo,


    Also erst mal...GANZ DICKES DRÜCKEN und GANZ FESTE UMARMUNG ❤️❤️❤️


    Du bist echt eine TAFFE FRAU, was du bis jetzt erlebt hast, das ist echt eine Horror und wenn du Fracksausen hast ( wie du so lieb geschrieben hast) dann vollstes Verständnis. Ich hätte die Hosen voll...


    Gut dass du die Ärztin gefunde hast, die dir jetzt geholfen hat und weiter hilft und zu dir stehr. Und toll dass du so hartnäckig geblieben bist 👏👏👏👏 und so die Nerven behalten hast


    Wünsche Dir für den 5./6. Februar alles Gute und bis dahin KOPF HOCH..


    Ganz feste Umarmung und bitte halte mich/uns auf dem Laufenden


    🌸🌸🌸🌸

    Blumen für dich, weil du so taff bist... 😍

  • Hallo Twingo,

    meine Güte, da hast du ja schon ordentlich was durch gemacht. Lass dich mal :hug: Gut dass du dir die Zweitmeinung eingeholt hast und die Ärztin so taff ist.

    Natürlich wird die OP kein Spaziergang aber du bist dort gut aufgehoben. Alles wird gut. Ich drücke dir ganz doll die Daumen.


    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)

  • Liebe Twingo,


    ich freue mich sehr für Dich: Du klingst, als fühltest Du Dich in dem neuen Brustzentrum bestens aufgehoben.

    Eine ähnliche Erfahrung habe ich auch gemacht: zunächst hatte ich gezögert, denn wer wechselt schon gerne den Arzt, wenn es ihm schlecht geht. Aber auch ich habe bei der zweiten Anlaufstelle bestens getroffen. Die Chemie stimmte sofort, ich fühlte mich ernst genommen und hatte den Eindruck, dass nicht das Geld im Vordergrund steht.

    Bei mir wurde nur eine Brust abgenommen. Aber die OP lief super, ich hatte keine Schmerzen und war schnell wieder fit.


    Mach Dir keine zu schlimmen Gedanken. Ich glaube, Du kannst jetzt auch sagen: ich vertraue meiner Ärztin!

    Und das ist Solo viel wert.


    Ich drück Dir ganz fest die Daumen.


    Liebe Grüße
    Birgit

  • Solche Ärzte sind so super! Die braucht man! Habe auch mit meinem Prof ähnliche Erfahrungen gemacht. Habe fast ein Jahr nach der OP über Teilkosten gestritten. Die Klinik hat derweil meine Rwchnung auf Eis gelegt u geduldig abgewartet u mein Prof hat sich sogar persönlich mit meinem Sachbearbeiter rumgeärgert. Ein Rest von Ca 400€ blieb am Schluss, um mir Stress zu ersparen hat das KH mir das dann auch "geschenkt".

    Hier gibt es ja auch einen Strang für schlechte Arzterkebnisse, aber ich finde es auch sehr schön, wenn unsere Ärzte auch mal gelobt werden! Ich bin meinem Dok so unendlich dankbar...er hat mir so sehr geholfen, unterstützt mich immernoch, hat viel mehr für mich gemacht wie er gemusst hätte. Würde das gerne irgendwann mal an ihn zurückgeben u mich "richtig" bedanken, weiß aber auch nicht so richtig wie...

  • Hallo Ilisweetie!


    Ist es aber nicht traurig das manche Ärzte ihren Beruf ausüben, damit am Monatsende der Gehaltsscheck verbucht wird, und die Patienten unwichtig sind. Ich weiß garnicht wie oft ich der Ärztin gedankt habe, das sie mich endlich verstanden hat. Zwischen weinen und erzählen hat sie mich immer getröstet und mir Mut gemacht. Das schlimmste war für mich aber als ich im Oktober die Operation hatte, das ein Psychiater 2 Tage nach der OP an meinem Bett stand und mir eine stationären Aufenthalt in psychiatrischen Abteilung anbot, und meinte ich würde mich in etwas reinsteigern, und ich müsste umbedingt medikamentös eingestellt werden. Das man Angst hat, ist doch wohl normal, ich habe genug erlebt, das in meiner Familie, Mutter, Schwestern und Tante an Brustkrebs erkrankt und außer einer Schwester alle mittlerweile verstorben sind. Ich hätte ihm am liebsten die Drainagen an dem Kopf geworfen...ging ja nicht ich hang ja dran!

  • Hallo liebe twingo1706,

    bei deinem Bericht kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln. Alleine dadurch, daß du Genträgerin bist, müsste die Mastektomie doch von der Kasse bezahlt werden. Bei den Problemen, die du schilderst ja doch erstrecht.X(

    Dazu kommt noch deine Erfahrung mit den Ärzten bzw. dem Brustzentrum.........

    Ich freu mich auf jeden Fall mit dir, daß du nun scheinbar gut aufgehoben bist und eine kompetente, verantwortungsvolle Ärztin gefunden hast.

    Für deine OP wünsche ich dir alles Gute und drück ganz fest die Daumen.:thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:

    Ich trage seit zwei Jahren eine Prothese und komme gut damit klar. Ich gehe regelmäßig zum Sport im Sommer viel zum Schwimmen und habe geplant auch die Sauna wieder auszuprobieren. Du wirst das bestimmt auch schaffen.:hug:


    LG LEO

  • Liebe Twingo,

    lass Dich mal ordentlich :hug::hug::hug:

    Deine Ängste sind verständlich, aber unbegründet - denn wir werden bei Dir sein!

    Meine Hängematte liegt bereit und viele andere Foris werden ebenfalls ihr Lager im OP-Saal aufschlagen.

    Hier heißt das Zauberwort mal wieder: Ablenkung :*

  • Liebe @Twingo,

    ich schùttel immer wieder den Kopf, wenn ich solche unfassbare Erlebnisse lese.

    Gut, dass du am Ball geblieben bist.:hug:

    Nun hast du das Vertrauen gefunden, was benòtigt wird um gesund zu werden.

    Auch meine Daumen werden gedrùckt. Ich gehe nicht in den OP mit, wird schon sehr voll werden, ich verteile dafùr erneuten Gesundheitsglitter in deinem Zimmer.

    Die Operation wirst du schaffen, ganz bestimmt.

    Und wenn du irgendwann an einem Brustaufbau denken solltest, da gibt es auch noch Mòglichkeiten, z.B. Aufbau mit Eigengewebe und die Mamillen kònnen tàtowiert

    werden. Solltest du keine Bauchròllchen habn, kann auch das geàndert werden.

    Aber erst einmal step by step.

    Unsere Daumen sind in Stellung gebracht:thumbup::thumbup::thumbup:

    Toi toi toi:hug:

  • Hallo an alle die mir Mut machen!

    Heute war wieder so eine Nacht wo mein Kopfkino nicht mehr aufhörte. Dieses Angstgefühl vor der Op ist da und auch bestimmt normal. Was bei mir aber ganz schlimm ist, der Gedanke ich werde wach und die Brüste sind weg! Ich habe panische Angst vor dem Moment wenn der Verband abgenommen wird und ich sehe NICHTS nur Narben. Ich glaube meine Nerven drehen dann durch. Alles sagt mir im Kopf die Entscheidung muss so, aber vor dem Moment zu merken, die Brüste sind ab hab ich wahnsinnige Angst! Vielleicht könnt ihr mir helfen, wie seit ihr damit umgegangen?

  • Brauche euren Rat 1Ich dreh echt bald durch! Letzte Woche li. Auge entzündet! Ist verheilt !Heute Zahnwurzel entzündet! Wurde auf gebohrt, ein Medikament reingelegt. Jetzt soll ich ein Antibiotika einnehmen, Amoxcicillin 500mg. Kann ich die einfach nehmen vor der OP????

  • Liebe twingo1706,

    bitte klàre die Einnahme mit deinem BZ ab.

    In meinem BZ wàre die OP am 05.02. nicht mòglich,

    jedoch wird auch 'das' unterschiedlich gehandhabt.

    Ich drùcke dir weiterhin die Daumen.:thumbup:

  • Liebe Twingo1706,

    ich denke, Amoxycillin sollte kein Problem sein. Aber die Zahnwurzelentzündung sollte sicher ausgeheilt sein vor der Op.

    Bitte rufe in deiner Klinik an und erkundige dich, wie es dort gehandhabt wird!

    Gute Besserung!

    LG Katzi64

  • Liebe Twingo 1706!

    Es ist ruhig in Deinem Thread. Heißt das, die OP konnte schon gemacht werden?

    Wünsche Dir Alles Gute! - viel Mut mit Deinem neuen Aussehen, und Geduld; das ist noch nicht der letzte Schritt, falls Du an neuen Aufbau der Brüste ... denkst. Vor allem jetzt, dass alles gut verheilt und es keine Komplikationen mehr gibt.

    Vielleicht kommt der Psychiater wieder vorbei, dann knallst Du ihm Deine Drainagebeutel vor den Latz. So was empathieloses! 8o

    Du hast schon viel Unangenehmes wegstecken müssen; wünsche Dir, dass es nur mehr aufwärts geht!


    Alles erdenklich Gute! LG Marie Louise

  • Hallo ihr lieben Mutmacherin!

    Die Op wurde gemacht, beide Brüste mussten entfernt werden! Bin schon zu Hause! Mir geht es gut, kaum Schmerzen! Die Physiotherapeutin kam noch am OP Tag und hat mit mir die ersten Übungen gemacht! Kann die Arme gut bewegen keine Einschränkungen! laut der Oberärztin die mich auch operiert hat, war das ganze Gewebe schon verändert. Die Lymphknoten sind in Ordnung. Nächsten Mittwoch Besprechung, Knochen CT, Befunde u.s.w. Hatte wohl echt Glück im Unglück das die Ärztin so schnell reagiert hat. Zu 90% keine Bestrahlung oder Chemo. An dem Anblick muss ich mich noch gewöhnen, wobei gut operiert wurde und ein ansehnliches Dekolleté vorhanden ist. Ich muss erst damit klar kommen, mein Mann meint ..sieht gut aus! Die Ärztin hat die vorhanden Hautlappen wie zu kleinen Minibrüsten geformt, so das ich nur Angleich Prothesen brauche die gut in den Spezial BHs passen. Zur Zeit habe ich noch einen Kompressionsverband, morgen habe ich einen Termin für die Prothesen. Man was bin ich froh und glücklich nach einem 3/4 Jahr kämpfen es geschafft zu haben. Bin noch etwas schlapp aber alles braucht seine Zeit! Werde jetzt zu Hause erstmal die Lebensakkus wieder aufladen. Danke an alle die mir die Daumen gedrückt und mental auf mich aufgepasst haben! Ihr seit wirklich hier ein tolles Forum:hug: An alle die sich hier anmelden oder angemeldet seit, es ist ein schönes Gefühl hier seine Ängste, Sorgen aber auch positive Erlebnisse mitzuteilen!!!!