Hallo in die Runde

  • Hallo Wolke65, fühl dich einfach mal gedrückt :hug:!

    Mir tut es gut hier einfach nur zu lesen, zu merken, man ist nicht allein! Aber auch für Fragen, welcher Art auch immer ist immer jemand da. So viele starke Frauen, die trotz eigener Krankheit so viel Kraft haben, um anderen zu helfen, Kraft zu geben. Vielleicht hilft es dir auch den Schock zu überwinden und die kommende Zeit zu überstehen.

    Liebe Grüße, Tara☀️

  • Guten Morgen und danke für die freundliche Aufnahme und Beiträge die mich heute morgen erreicht haben - es tut gut zu wissen, dass man nicht alleine steht - Danke dafür. Fragen hab ich viele ... denke ihr könnt mich da unterstützen für mich klarer zu sehen;

    Diagnose Mammakarzinom links- 2cm- tripple negativ- 30%

    Ich bin ein absoluter Gegner von Chemotherapie und Bestrahlung ... habe 2015 meine beste Freundin und einen Freund durch Krebs verloren und immer meinem Standpunkt der Weigerung vertreten.

    Frage 1: ist jd im Forum, der mir bei dieser Diagnose und meiner inneren Weigerung - Hoffnung geben kann?

    Frage2: bis jetzt weiß nur mein Partner von der Diagnose... wie und wann bringe ich das meinen Kindern bei? Mein Sohn (24) steht kurz vorm

    Master- meine Tochter (22) kurz vorm Bachelor ... die haben beide Prüfungen - ich war alleinerziehend und kann denen das jetzt nicht zumuten ...

    Frage 3: wie viele zweitmeinungen habt ihr euch eingeholt? Auch alternative Medizin? Z.b. Biokrebs

    Vielen Dank fürs lesen und mögliche Antworten schon mal im Voraus :hug:

  • Guten Morgen an alle 😊

    Vielen Dank für die aufbauenden Worte, die mir heute morgen schon geholfen haben. Zu wissen, dass ich nicht alleine bin und es Menschen gibt, die es nachempfinden können wie es in mir aussieht tut gut.

    Ich habe viele Fragen, die mir unter den Nägeln brennen und vielleicht könnt ihr mir da aus eurem Erfahrungen heraus berichten.

    Bei mir wurde Brustkrebs G3 festgestellt - leider tripple N - also wie ich das verstanden habe gibt es Weder Hormone noch anderes, was diesen Krebs aufspürt und an sich bindet.

    Für mich hört sich das nach Heilungschance o-30% an. Hat jd positive Erfahrungen mit CT? Ich stehe sowohl CT als auch Bestrahlung mehr als skeptisch gegenüber... und hab mich immer dagegen ausgesprochen 2 Freunde habe ich 2015 begleitet ... und verloren.

    Wie bringe ich es meinen Kindern bei? Das ist mein größte Angst... stehen beide kurz vor ihrem Abschluss - Sohn 24 macht Master und Tochter 22 Bachelor ... ich kann das denen nicht zumuten - anlügen geht aber auch nicht ☹️

    Wieviel zweite Meinungen habt ihr euch geholt? Auch biokrebs oder alternativmedizin?

    Ich hab das irgendwo anders auch schon geschrieben - kenn mich irgendwie noch nicht aus, wie ich in meine letzte Gruppe hier reinkomme - also vielen Dank fürs lesen und ggf. antworten im Voraus

    :hug:

  • Liebe Wolke65 , warum denkst du, dass deine Heilungschancen bei bis zu 30% liegen?

    Wegen dem KI Wert?

    Das ist nur die Teilungsrate des Tumors.

    Ich habe zwar keine triple negativen Tumore, aber sehr sehr viele Frauen hier haben einen oder mehrere und auch meine Freundin hatte einen G3 triple N.

    Vor 6 Jahren.

    Sie ist heute gesund und glücklich.

    Hast du dich über die genaue Histologie deines Tumors aufklären lassen?

    Ich verstehe deine Skepsis gegenüber der Chemo, aber mMn ist sie die einzige Möglichkeit, diese Krankheit zu besiegen.


    Ich bin alternativen Heilungsmethoden gegenüber nicht abgeneigt, aber der Preis dafür, es mal zu versuchen, wäre mir persönlich zu hoch.

    Das würde ich bei nicht lebensbedrohlichen Krankheiten anders sehen.

    Aber um dir ein wenig mehr Sicherheit für deinen Weg zu geben, kannst du dich auch noch mal beim Kid informieren.

    Ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest und gut durch die Therapie kommst. 🍀

    Liebe Grüße

    Cookie

  • Liebe Cookie,

    Danke für deine Antwort und Mut machen ...

    ich hab einfach nur Angst. Mental geht’s mir Sch... - aber körperlich fühl ich mich noch fit 💪- das wird sich wahrscheinlich mit der erst CT ändern ... das ist das große Gespenst - einmal mit der Maschinerie klinikbehandlung angefangen komme ich dann nicht mehr aus dem Sog ...

    Bin gerade dabei nochmal im kid zu lesen - Danke für den Hinweis 😊

    Lg Wolke65

  • Liebe Wolke65

    deine Angst ist vollkommen normal und wirklich jede hier hat das durchgemacht oder macht es noch durch.

    Allein die Tatsache, dass der Tumor triple negativ ist, bedeutet nicht, dass du an Brustkrebs sterben wirst.

    Auch mit diesen Tumoren wird man geheilt. Eine Garantie gibt es niemals, auch bei den besten Prognosen nicht.

    Dennoch vertraue ich den Ärzten und weiß, dass sie wollen, dass ich weiterlebe.


    Du hast IMMER und JEDERZEIT die Möglichkeit auszusteigen.

    Du kannst die Therapie immer abbrechen, kein Mensch zwingt dich.

    Sie werden dir natürlich sagen, was ein Abbruch der Therapie bedeuten könnte.

    Und dennoch ist es deine Entscheidung.

    Deine Angst vor der Chemo ist doch vollkommen normal.

    Stöbere mal im Forum, wir haben oder hatten alle Angst.

    Aber es wird dir auch fast jede sagen, dass man das schafft.

    Es wird auch gegen die Nebenwirkungen so viel gemacht, deine Ärzte lassen dich da nicht hängen.

    Deine Angst kann dir vielleicht eine Onko-Psychologin etwas nehmen.

    Sie sind erfahren und kennen die Ängste der Krebspatientinnen, dem im Grunde sind die Ängste vermutlich immer die gleichen.

    Informiere dich, aber schließe die Chemo bitte nicht direkt aus.

    Es wäre, als würdest du ohne Rüstung ist die Schlacht ziehen...mal etwas überspitzt ausgedrückt.

    Die Chemo ist deine Waffe. Sie zerstört den Krebs.

    Das ist das Wichtigste!!!

    Alles Liebe

    Cookie

  • Hallo Wolke,

    ich hatte vor JEDER Untersuchung Angst, weil alles so fremd war und ich muss sagen, keine der Untersuchungen war schlimm. Vor der Stanzbiopsie hatte ich den größten Schiß, aber auch das war gut auszuhalten. Heute hatte ich die letzte Untersuchung MRT Brust. Bis auf diese Geräuschkulisse war alles ok und die Zeit vergeht wirklich im Fluge.

    Für Montag habe ich nun meine Einweisung ins Krankenhaus und Dienstag wird operiert. Klar habe ich davor Bammel, ich hatte noch nie eine Vollnarkose....

    Nun freue ich mich darauf, dass ich 2 Tage Ruhe hab und ausschlafen kann. Mein Hund hatte schon immer blöde geguckt, dass ich morgens im Dunkeln mit ihm Gassi gehen mußte ;-) Alles Gute für dich!

  • Hallo liebe Wolke65 , herzlich willkommen auch wenn der Anlass ein scheusslicher ist.


    Ich habe auch TN, mein Tumor war an die 4cm groß. Meine Chemo habe ich hinter mir, zwei brusterhaltende OPs und die Bestrahlung vor mir.


    Darf ich dich fragen warum du keine Chemo und Bestrahlung machen möchtest?


    Lass dich in diesem Schock mal ganz feste drücken!


    Alles Liebe vom Busenwunder

  • Liebe starke Frauen,

    Danke Danke für eure Unterstützung 😊 und Informationen... so langsam bröckelt die Bockigkeit, die auf Angst begründet ist. Ich sehe wahrscheinlich die Strahlen und chemoopfer der ersten Liga um 1980 ... der Krebs meiner Freundin war inoperabel.. da ist wohl Heilung auch eher unwahrscheinlicher ...

    ich hab jetzt gerade meine Termine für nächste Woche bekommen Dienstag - knochenszintigram und Mittwoch mrt und Arztgespräch. Seid alle erstmal umarmt - ich hol jetzt meine Überweisungen und melde mich nochmal :hug:Danke - ihr seid spitze ❤️ Lg Wolke65

  • Liebe Wolke65

    Ich bin jetzt vielleicht etwas ruppig! Aber......

    Mit Alternativmedizin kannst du ein schnupfen heilen aber krebs? Nein wirklich nicht! Das wird voll in die Hose gehen. ..als Unterstützung oder später in der Rekonvaleszenz ..okay.

    Aber jetzt müssen schwere Geschütze her. Kämpfen ist angesagt, jammern, heulen, schreien alles erlaubt solange man danach wieder aufrecht steht und weiter macht.

    Du schaffst das:hug:

  • Hallo liebe Wolke65


    Lass dich erstmal ganz fest drücken :hug:.


    Vor genau einem Jahr ging es mir genau wie dir Diagnose Brusttumor TN 2,5cm, Ki67 >90%, meine Kinder waren da 23 u 21 Jahre alt. Sie waren von Anfang an voll involviert und haben mich unterstützt.

    Die CT Untersuchungen sind sehr wichtig und geben Auskunft darüber ob andere Organe betroffen sind. Da seh ich keinen anderen Weg.

    Es ist sinnvoll den genauen Stand der Erkrankung festzustellen.

    Meiner Meinung nach hat man auch als TN Betroffene keine andere Wahl als eine Chemotherapie anzutreten, denn wie du schon geschrieben hast gibt' s wirklich keine andere Behandlungsmöglichkeit.


    Die Chemo Zeit war nicht leicht aber durchaus zu schaffen.
    Während der Therapie habe ich noch zwei weitere Frauen mit einem TN Tumor kennengelernt gelernt. Das alles ist bei uns jetzt 1 Jahr her wir treffen uns regelmäßig und uns dreien geht's wirklich gut.

    Ich habe gelernt, dass die Schulmedizin viel besser ist als ihr Ruf und man in vielen Situationen auch einfach mal vertrauen muss.
    Meine Kinder haben mich immer ermuntert, draußen zu Fuß oder mit dem Rad eine Runde zudrehen. Sie haben mir was leckeres gekocht, mich zur Perückenauswahl begleitet oder mal einen Kuss auf die Glatze gegeben.

    Manchmal hat man keine andere Wahl und muss nach dem Motto "Augen zu und durch" den Kampf annehmen.

    Wenn du Fragen hast melde dich jederzeit

    liebe Grüsse Birgit

  • Liebe Wolke65 ,


    Ich kann Kaffeemaus nur zustimmen. Ich habe wirklich nichts gegen Alternative Medizin und Hausmittelchen, im Gegenteil! Bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit renne ich eher ins Reformhaus und Gemüsehändler als in die Apotheke und zum Arzt.

    Aber das ist in deiner, in unser aller Situation, nicht das Richtige. Es müssen schwere Geschütze her. Du kannst die Chemotherapie nicht mit der von vor 20 Jahren vergleichen. Das ist mittlerweile ganz anders.

    Die Forschung ist, was das Thema Brustkrebs angeht, so weit, viel weiter als bei allen anderen Krebsarten.

    Versuche es doch wenigstens. Abbrechen kannst du dann immer noch.

    Es ist nicht der leichteste Weg, aber er ist zu schaffen. Ich habe ihn schon hinter mir und weiß dass es geht.


    Liebe Grüße

    Anja

  • An alle ❤️ Dank .... ich fühl den Rückenwind durch Euch, der mich vorantreibt in ein unbekanntes Terrain- ich werd nicht nach rechts oder links fallen denn ihr seid da ... ich kenn euch alle nicht und fühl mich trotzdem mit jedem einzelnen von euch verbunden 😘 schönen Abend

  • Liebe Wolke65 ,

    ich bin auch erst seit ein paar Tagen hier im Forum angemeldet- aber habe OP, Chemo und Bestrahlung schon hinter mir.


    Vor der Chemo hatte ich schreckliche Angst. Allein als ich „Chemo „ gehört habe, sind bei mir nur Horrorgedanken aufgetaucht. Auch wenn es nicht immer einfach war, ich hatte nach einer Weile meinen Rhythmus gefunden, mir die Chemotage so schön wie möglich gemacht. Natürlich habe ich eine ganze Reihe von Medikamenten gegen die Nebenwirkungen bekommen.

    Was mir aber wirklich weiter geholfen hat:

    1. Die Psychoonkologin in der Klinik hat sich sehr gut um mich gekümmert- hat auch mal mit den Ärzten gesprochen, wenn ich nicht weiterkam. Hat mich getröstet und mir ab und zu auch „in den Hintern getreten“. Außerdem hat sie mich noch an weitere Stellen vermittelt. Zum Beispiel an eine niedergelassene Psychlogin oder auch eine Homöopathin, zu der ich immer noch gehe. Diese Unterstützung war echt Gold wert.


    2. Sportprogramm für Krebspatienten. Über eine andere Klinik war ich in einem Sportprogramm für Krebspatienten. Man kann sich das wie „Personal Training“ im kleinen Fitnessstudio vorstellen. 2-3 x pro Woche bin ich da hin. Die Kasse hat das bezahlt. Das hat mir geholfen, schneller wieder auf die Beine zu kommen- und ich habe auch nette Leute (viele Frauen mit BK -auch jüngere)


    3. Ernährungsberatung und Beratung zu Naturheilkunde und Komplementärmedizin.

    Beides gab es von den Unikliniken. Es geht immer darum, die Schulmedizin zu ergänzen, Nebenwirkungen zu reduzieren, aber auch nicht gegen die Chemo oder Bestrahlung zu arbeiten. Das war auch gut!


    4. Gegen Ängste, Schlafstörungen und Co. habe ich mir Hörbücher aufs Handy geladen. Kopfhörer rein, auf automatisches Ausschalten gestellt und nebenbei eingeschlafen. Das mache ich immer noch so.


    Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass jetzt alles nur schrecklich scheint. Aber im Nachhinein kommt es mir vor wie eine sehr intensive und besondere Zeit- im schlechten, wie auch im Guten. Ich habe sehr viel positives in dieser Zeit erfahren. Von Freunden, meiner Familie, aber auch von Ärzten, Pflegepersonal und von vielen anderen Menschen.

    Wenn man sich mal mit diesem „Mikrokosmos“ abgefunden hat, dann erwartet einen auch viel Gutes.


    Ich wünsche dir alles gute. Lass dir etwas Zeit anzukommen und überstürze nichts. Lass dir erstmal erklären, was die Ärzte vorhaben.


    Ganz herzliche Grüße :*

  • Hallo Unicorn ... und alle anderen, die mir die Chemo näherbringen... Danke für die klaren Worte - so gaaaanz langsam kommt es bei mir in dem Gedanken mal an ... dass mir kein anderer weg bleibt und ich mein Vertrauen in die Chemie oder Behandlung setzen sollte - sonst hieße es kampflos das Feld räumen ... und das geht gar nicht ... ich werde den Kampf aufnehmen- mit Rüstung !!! Vielen Dank für alle Beiträge die mich zum Umdenken bewegt haben :) ich drücke euch alle ... wir hören uns