Mastektomie, was kommt auf mich zu?

  • Vrau D. , angi65

    Vielen Dank, das ihr an mich denkt.

    Stellt euch vor, jetzt hat das Krankenhaus angerufen und der Professor will mich bzgl meiner Entscheidung zur Mastektomi nochmal sprechen.🙄🤔


    Außerdem bin ich etwas irritiert, weil die Ärztin sagte letzte Woche, Silikon soll über den Brustmuskel und der Krebsinfodienst, den ich fragte, sagt, üblich ist hinter dem Brustmuskel, da dann das Risikio wegen Kapselfibrose nicht so hoch ist.


    Aktuell bin wieder total verwirrt:(:(

  • Hallo Elle,


    "üblich" gibt es bei der Frage, ob auf oder unter dem Brustmuskel m. E. nicht. Der Krebsinformationsdienst sieht außerdem nicht Deinen Einzelfall. Man liest zwar allenthalben, das unter dem Brustmuskel das Risiko für eine Kapselfibrose geringe ist, aber mein Chirurg hat mir Im Juni 2017 erklärt, dass die neueren Erfaahrungen gerade in die andere Richtung wiesen. Außerdem ist die Verlegung unter den Brustmuskel der größere Eingriff. Frag doch in dem Gespräch mit dem Professor nach dem Pro und Contra der Verlegung auf oder unter dem Brustmuskel.

  • Hallo Elle ,

    nach meinem Eindruck hat jeder Chirurg eine bevorzugte Methode. Ich vermute, dass auch Aspekte, wie die gewünschte Größe des I. eine Rolle spielen. Ich würde mich Lavaras Rat anschließen - und lass dir nach Möglichkeit auch noch Fotos zeigen.

    Aber trotzdem ist das für dich jetzt keine schöne Situation. Unklarheit verunsichert immer.

    Good luck, liebe Elle.

  • hallo Elle ,

    jeder Arzt hat da sein Wunsch-Ding ... ob drüber oder drunter, das muss man für sich entscheiden da beides Vor- und Nachteile hat.

    Ich hatte sie nun knapp 1 Jahr unter dem Muskel und kam damit gar nicht zurecht (ausgeprägte Kapselfibrose, Jumping Breast, etc.) Mein Brustmuskel ist einfach auch zu dominant (ausgeprägt) um die Implantate drunter zu haben. Bei jeder Bewegung hat es die Implis verzogen ... ganz abgesehen von den Schmerzen.

    Seit gestern hab ich die Implis nun auf dem Brustmuskel und ich komme damit jetzt schon besser zurecht. Mal sehen was Die Zeit so mit sich bringen wird...

    Informiere dich gut, lass dir alles erklären und Fotos zeigen ... und triff dann für dich deine Entscheidung.

    Alles Gute für dich.

    LG Möhrchen 🥕

  • Nachtrag, liebe Elle ,

    die Lage des Implantat hängt auch von individuellen Voraussetzungen ab: Bei mir z. b. dünne Haut, wenig Fett zum Auspolstern.. . Daher wäre auf dem Muskel ohnehin nicht günstig /möglich gewesen.

    Mir scheint, dass die UBM - Methode bei Mastektomie von den meisten PC bevorzugt wird.

  • Moehrchen   angi65

    Vielen Dank ihr beiden für eure Kommentare🤗..... hat mir auf jeden Fall schon mal weitergeholfen ....am Dienstag ist der Termin bei dem Prof und ich werde alles genau durch sprechen und mir Bilder zeigen lassen...... vielleicht hat er mich auch ein bestellt, um mir zu raten Brust erhaltend operieren zu lassen, aber da war ich ja eigentlich total von abgekommen8oich werde berichten.

    Eine große Brust habe ich im Grunde genommen nicht , wenn ich mich so angucke, weil ich ein Normalgewicht habe Ja gut 2 Kilo zuviel😉aber obenrum bin ich halt mehr knochig als kräftig.

  • Hallo Elle,

    dünne Haut bzw. wenig Unterhautfettgewebe steht einer Verlegung des Implantats auf dem Brustmuskel nicht unbedingt entgegen. Habe ich nämlich auch. Der Chirurg hatte sogar die Befürchtung, meine Haut könnte reißen (hat er mir nach der OP gesagt), ist aber nicht passiert, vielleicht war es auch nur fishing for compliments. Jedenfalls sieht man von dem Implantat durch meine dünne Haut nichts.

  • Hallo, ich reihe mich auch mal ein. Meine Mastektomie mit Aufbau ist nun 10 Monate her. Ich bin sehr schmal und habe auch wenig Unterhautfettgewebe und dünne Haut. Meine Implis sind trotzdem auf dem Brustmuskel und man sieht die Implantate nicht von außen, sie sind auch tropfenförmig, ich denke, das macht auch etwas aus. Allerdings kann ich die Implantataußenseiten schon tasten, mein Man meint zwar er kann das nicht, aber ich merke sie. Es stört mich aber nicht!

  • Lavara18   Anne79

    Hallo ihr beiden, super dies von euch zu hören. Das hilft mir ungemein.😍😍

    Ich hätte noch ein paar Fragen, falls es euch nichts ausmacht:

    Wie lange wart ihr im Krankenhaus? Wie ging es euch nach der OP?

    Wurden auch Wächterknoten entfernt?

    Und ab wann wart ihr nach dem Krankenhaus zu Hause, bis ihr in die Reha seid.

    🙄Sorry, so viele Fragen🤗

  • Hallo Elle ,


    Ich bin damals am 27.4 operiert worden und durfte das Krankenhaus am 2.5. verlassen. An der Seite wurden mir 7 Lymphknoten entfernt. Eigentlich ging es mir nach der OP besser als vorher, aber da hatte ich noch mit den NW der Chemo zu kämpfen.

    Ich bin ohne Drainage entlassen worden und mit jeder Entfernung wurde es besser. Am Tag nach der OP kam eine Physiotherapeutin und hat mir Übungen gezeigt. Konnte ziemlich schnell die Arme wieder hoch heben.

    Ich bin beidseitig operiert worden. Rechts Mastektomie mit Sofortaufbau und links BET.


    LG Mar K

  • Hallo Elle,

    meine OP war auch 2017. Bei mir wurde der Wächterlymphknoten entfernt. Für die Markierung musste ich am Tag vor der OP ins Krankenhaus. Das war am Dienstag. Am Mittwoch dann die OP. Entlassen wurde ich am Mittwoch der nächsten Woche. Der hiesige Chefarzt entlässt erst, wenn die Drainagen (in meinem Fall 2) nicht mehr fördern und gezogen werden können. Das ist nicht überall so. Andere Kliniken entlassen auch mit Drainagen. Es konnten auch die Pflaster bei der Entlassung entfernt werden. Mir ging es nach der OP sehr gut. Keinerlei Schmerzen, alles taub, was allerdings auch gewöhnungsbedürftig ist. Diese Taubheit blieb monatelang. Ich habe jeden Tag eine Antibiotika-Infusion bekommen und in einem dick gepolsterten (Wärme-)Verband gesteckt, der am Sonntag nach der OP gegen den Kompressions-BH mit Stuttgarter Gürtel getauscht wurde. Hatte keine Probleme, mich anzuziehen, auch Pulli über den Kopf. Ich habe keine Reha gemacht, weil ich während der 12 Wochen, die ich den Spezial-BH tragen musste, keinen Sport machen durfte, nur Spaziergänge waren erlaubt. Krank geschrieben war ich vier Wochen nach der OP. Weil ich noch in demselben Jahr vorzeitig in Ruhestand gegangen bin, gab es keine Reha mehr für mich. Leider entwickelte sich in der Brust ein Lymph-Ödem. Zu diesem Thema gibt es hier eine separate Konversation. Daher gehe ich hier nicht darauf ein. Außerdem hat sich das Implantat auf der Brustinnenseite eingefaltet. Das spüre ich, wenn ich über die Brust streiche und wenn ich liege, kann man es auch sehen (kleine Delle), aber sonst sieht man es nicht. Außerdem ist die Silikonbrust trotz der Tropfenform praller und fällt nicht so weit runter wie die Naturbrust. Aber das sieht man nur ohne BH.

    LG Lavara18

  • Lavara18

    Guten Morgen, danke für deinen ausführlichen Bericht Lavara.

    Ich hatte mal ein bisschen in deinen äteren beiträgen gestöbert. Im Prinzip ist es bei mir sehr ähnlich wie bei dir.

    Ich bin auch 60 Jahre, seit 30 Jahren verheiratet, keine Kinder und wollte am 1.7. diesen Jahres in Altersteilzeit (1.5 Jahre aktiv + 1,5 Jahre passiv) gehen. Der Vertrag liegt schon bei mir zu Hause.

    Wenn ich natürlich nach der OP noch 4 Wochen krankgeschrieben bin und nicht in die Reha kann, dann lasse ich das gegebenenfalls mit der Reha, weil ich will am 27.05 in unseren gebuchten Urlaub fahren. Wir haben einen kleinen Hund und wollen dann gerne zusammen die Altersteilzeit genießen.. mein Mann ist 7 Jahre älter als ich.

    LG und schönen Sonntag🤗

  • Hallo Elle,

    das sind ja Zufälle! Mein Mann ist auch 7 Jahre älter als ich und nach Altersteilzeit schon mit 63 in Rente gegangen. Ich wollte mit 64 statt mit 65 + 10 Monate in Pension gehen. Dank der Schwerbehinderung bin ich dann zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit 60 Jahren und 10 Monaten in Pension gegangen. Die Abzüge sind ja gedeckelt und ich hätte auch bei dem geplanten Ausscheiden welche gehabt. An die 63 Jahre und die dann abschlagsfreie Pension wäre ich mit meiner Schwerbehinderung nicht gekommen, weil sie bei DCIS nur für 2 und nicht für 5 Jahre gewährt wird. Im Saarland gab es die Altersteilzeit für Beamte nie. Der vorzeitige Ruhestand war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Noch im Dienst hätte ich keine Zeit für Sport und auch keinen Nerv dafür, denn ich bin eigentlich ein unsportlicher Mensch. An Deiner Stelle würde ich die Reha nicht gleich aufgeben, sondern mit dem sozialmedizinischen Dienst im Krankenhaus erörtern. Die kümmern sich um Beihilfeberechtigte und Privatversicherte eher nicht. Da sind die Bestimmungen ja auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und auch die Tarife der PKV. Für mich war Reha wegen der Zwangsruhe von 8 Wochen auch noch nach den vier Wochen Krankschreibung uninteressant. Das meiste von dem, was üblicherweise in der Reha gemacht wird, hätte ich nicht gedurft. Allerdings scheint das auch jeder Arzt anders zu sehen, denn andere Foris mit Implantaten mussten nicht so lange Ruhe halten.

    Dir auch einen schönen Sonntag

    Lavara18

  • Hallo, also ich bin Mittwochs in die Klinik, da wurden die Sentinel markiert, Donnerstags dann operiert. Dienstags bin ich nach Hause. Mein Gyn war auch von der Sorte, mit Drainage gibt's Antibiotika i. V. Und erst wenn die raus sind geht's heim. Hatte 3 Drainagen und wollte auch nicht drängen. Wie ging's mir, körperlich soweit gut. Mit den Armen war ich allerdings noch sehr eingeschränkt, 3 Wochen nach der OP bin ich das erste Mal wieder Auto gefahren und das war echt ne Herausforderung. Reha habe ich keine gemacht, wir waren 4 Wochen nach OP für 2 Wochen auf die Kanaren All inklusive geflogen, das war super. Ich lag den ganzen Tag im Liegestuhl, mein Mann rückte mir den Sonnenschirm immer schön zurecht und ich musste mich um nix kümmern. Schwimmen, in der Sonne braten war natürlich tabu. Da war ich schon vernünftig, aber es war zu diesem Zeitpunkt von außen alles gut verheilt, mein Doc hat mich auch ermutigt und das ok gegeben. Er wusste auch, dass ich keinen Quatsch mache dort. Als wir da heimkamen, ca 6 Wochen nach OP merkte ich, dass es jede Woche besser wurde. Habe dann in der 8. Woche mit Physiotherapie begonnen, 2x die Woche, das mache ich auch jetzt noch. Wenn du noch was wissen willst, melde dich einfach!

    Ach so, Schmerzmittel habe ich die ersten 3 Tage in der Klinik bekommen, aber davon auch nicht alle genommen. Danach nix mehr.

  • Guten Morgen zusammen. Ich habe hier schon viel gelesen und gehöre auch zu diejenige die eine Mastektomie über sich ergehen lassen muss. Kommenden Donnerstag ist es so weit und ich habe schreckliche Angst. Kann mir jemand erzählen, was genau auf mich zu kommt?

  • Liebe Tulpe63 ,

    Du brauchst vor der Mastektomie überhaupt keine Angst haben. Hatte meine am Ablatio am 27.11.19, die OP dauerte insgesamt keine Stunde, der Schlauch wurde am 29.11.19 gezogen und am 30.11.19 war ich schon wieder zuhause. Auch hielten sich die Schmerzen in Grenzen, brauchte keine Schmerztabletten. Und meinen Arm konnte ich nach knapp 3 Wochen wieder uneingeschränkt bewegen.

    Meine Daumen für die OP am Donnerstag sind auf jeden Fall gedrückt und wünsche dir alles Gute :hug:<3

    LG

    Frusti:*