Miriam - Muss mich euch anschließen

  • Tränen wegwischen und wieder lächeln.

    Leider geht das heute nicht.

    Ich heiße Miriam, 40 Jahre, vh und 2 Kinder (6 u 9).

    Am 21.12 erhielt ich bei einer Routine Kontrolle meine Diagnose Brustkrebs. Die Welt brach für mich und mein Umfeld zusammen. Mit meinem Mann habe ich beschlossen mich in einem größeren brustzentrum operieren zu lassen.

    Am Anfang gingen wir davon aus, brusterhaltend mit Implantat. Lymphen sahen gut aus, Wert G2 und kid 23%. Frauenärztin meinte am 21.12 je jünger umso schlechter Chance zu Überleben. Weihnachten, Silvester und mein runder Geburtstag war alles hinfällig.

    Op fand dann am 15.1 statt, leider nicht brusterhaltend. Der Krebs hat es sich etwas zu bequem gemacht und sich in meiner ohnehin kleinen Brust ausgebreitet. Alle Lymphen frei, keine Metastasen. Wenigstens etwas erfreuliches. Bestrahlung wurde gleich ausgeschlossen und Chemo wurde extra ausgetestet. Heute dann die niederschmetternde Diagnose. Leider doch Chemo. Verdammt, mir ging's die letzten Tage gut, war Arbeiten, hatte Spass und dann heute das.

    Morgen wird im brustzentrum alles weitere besprochen.

    Ich weiß nicht was auf mich zukommt, daher fließen heute nur Tränen.

  • Miriam

    Laß deinen Tränen freien Lauf, es hilft. Mein Kopf brauchte auch einige Zeit alles zu verarbeiten. Häppchenweise wurde mir mein Chemoweg verabreicht. Ich brauchte aber auch die Zeit, das alles zu begreifen. Ich drücke dir für morgen die Daumen. :thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:


    LG

    Elfriede

  • Liebe Miriam, erst mal herzlich Willkommen hier im Forum.

    Jetzt hattest du dich mit der Diagnose schon auseinander gesetzt und bekommst dennoch einen Dämpfer. Ich verstehe sehr gut, dass dich das runterzieht.

    Jede von uns hätte sich das gerne erspart.

    😐

    Wenn du dir sicher sein willst, ob andere Experten auch die Chemo für sinnvoll halten, kannst du dir noch eine zweite oder dritte Meinung einholen.

    Sollten die Empfehlungen überein stimmen, wirst du auch diese Therapie meistern.

    Du bist hier nicht alleine!

    Liebe Grüße

    Cookie 🍀 🍀 🍀

  • Liebe Miriam,


    herzlich willkommen in unserem Forum. Ja, diese Diagnose samt Therapieempfehlung ist nicht leicht zu verarbeiten. Hier bei uns darfst Du weinen, schimpfen und lachen - alles tun, was Dir gerade gut tut. Wir begleiten Dich gerne dabei, da wir die Situation kennen. Ich drücke Dir für morgen alle Daumen und wünsche Dir viel Kraft. Nimm am besten jemanden mit, vier Ohren hören immer besser als zwei. Fühle Dich hier verstanden und gut aufgehoben.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des

    Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Hallo Miriam,


    gut das du Dich hier angemeldet hast. Sei herzlich wilkommen. Wir alle hier verstehen Deine Ängste und Sorgen, denn wir haben diese Situation so oder so ähnlich auch erlebt. Wir unterstützen dich!

    Ungewissheit ist das Schlimmste. Ich drücke dir für morgen alle :thumbup::thumbup:. Wenn du weisst welche Therapie Du bekommst kannst du Dich drauf einstellen. Nimm dir zum Gespräch UNterstützung mit. Zwei hören mehr als Einer. Stelle alle Fragen:!:die Die einfallen.

    Es werden sich bestimmt noch mehr Foris melden. Es fast immer ist einer da der mit liest, Fragen beantwortet, tröstet.

    Lass dich nicht entmutigen:!:

    Unser Motto ist Kampf dem ungebetenen Untermieter:!:


    LG Ruth

  • Wie sagte meine frsuenärztin, bei diesem Wert würde bei mir im Ort keine Chemo gemacht werden.

    Die Ärzte im Brustzentrum schlossen sich generell der Meinung an, wollten es aber mit diesem Gen Test quasi bestätigt haben.

    Leider sagt nun der Test, dass mein Körper auf Chemo ansprechen würde.

    So, da ich jung bin und kids usw. raten sie mir zur Chemo.

    Quasi hab ich keine andere Möglichkeit.

  • Hallo Miriam,


    es gibt einfach Ärzte, die ihren Beruf verfehlt haben 😠 wie kann man zu dir nur sagen, je jünger desto schlechter die Prognose. Ja, Dankeschön! Ich finde das taktlos.

    Die Empfehlung zur Chemo wollte auch ich nicht wahrhaben. Alles, nur nicht Chemo. Ich habe es dann im Endeffekt für meinen Sohn getan und du musst das auch so sehen. Zieh es für deine Kinder durch. Ein gutes Brustzentrum hätte allerdings diese Frage vor der OP geklärt.


    Den individuellen Nutzen einer Chemotherapie kann dir niemand belegen. Auf welcher Seite du stehst, kann dir keiner sagen. Aber alles probiert zu haben, wird dir ein besseres Gefühl geben.


    Wie ist deine Tumorbiologe? Hast du Hormonrezeptoren?

  • Hallo liebe Miriam ,


    ich möchte Dir auch erst einmal "Hallo" sagen.

    Auch ich bin Mutter von zwei Kindern und daher weiß ich, welche Gedanken einen durch den Kopf gehen.

    Ich habe die ersten Wochen aucg fast nur geweint. Das ist völlig in Ordnung so. Mittlerweile weine ich nicht mehr so oft. Ich habe aber auch schon viel geschafft. OP war im Juni, meine Chemo habe ich schon hinter mir und nun bin ich mitten in der Bestrahlung.

    Du wirst sehen, wenn die Therapie anfängt, dann wird man ruhiger.

    Nur MUT, alles wird gut.

    Ganz liebe Grüße Anja

  • Hallo ihr Lieben,

    Danke für's Mut machen.

    Ich habe wohl einen Hormon abhängigen Tumor. Soll nach der Chemo auch Hormon Tabletten nehmen. Östrogen 100% , her 2, status 1+, ki67 23%.

    Alles für mich unverständliche Werte.

    Die Untersuchung haben sie doch quasi erst mit meinem Material machen können.

    Ach, alles sch..... heute.

  • Hallo liebe Miriam, ich drück dich erstmal ganz doll!:hug:

    Der Schock ist normal, kotz dich aus, heul dich aus! Bloß keine Gefühle unterdrücken! Es wird besser, wenn der Weg der Behandlung feststeht und beginnt. Und immer Fragen stellen, hier, beim Arzt...aber nicht googeln!!! Hier sind so viele starke Frauen, die dir Infos und Tipps geben können, die aus eigener Erfahrung sprechen. Und einige die hier noch schreiben haben den Krebs schon hinter sich gelassen, sind geheilt! Das zeigt uns „Neuen“ dass es zu schaffen ist, dass diese schlimme Zeit vorbeigeht.

    Meine Diagnose stand am 02.01.18 fest, OP habe ich vor drei Wochen geschafft, Bestrahlung kommt noch. Auch ich muss dann eine Antihormontherapie machen. Wenn der Tumor auf Hormone reagiert, ist das eigentlich ein gutes Zeichen, denn dann kann er gezielt angegriffen werden! Dies macht man, indem man die Hormone entzieht, d.h. eine Antihormontherapie macht, 5 - 10 Jahre, meist in Tablettenform.

    Ich schicke dir ganz viel heilende Kraft, Zuversicht, du bist nicht allein, du kannst das schaffen!

    Liebe Grüße, Tara☀️

  • Hallo Miriam,


    auch ich möchte Dich hier im Forum ganz herzlich willkommen heißen.

    Eigentlich schreibe ich hier kaum noch, aber lese noch häufig die Beiträge.

    Deine haben mich nun so angesprochen, daß ich Dir doch mal schreiben möchte.

    Meine Diagnose bekam ich vor knapp 9 Jahren im Mai 2009. Damals war ich auch 40.

    Gut, ich hatte das Glück, meinen 40. im Januar noch unbeschwert zu feiern.

    Aber auch für mich brach dann alles zusammen...

    Hab alles mitgemacht: OP, Chemo, Bestrahlung, 1 Jahr lang Herceptin und im Rahmen einer Studie Tabletten, auch ein Jahr lang .
    Mein Sohn war damals 8 Jahre alt. Er hat mir die Kraft gegeben, alles zu überstehen.

    Besonders bei den Tabletten für die Studie war ich sehr am überlegen, ob ich nicht doch abbreche.

    Irgend etwas lies mich aber durchhalten, und ich war schon stolz darauf, es geschafft zu haben.

    Nun bin ich im neunten Jahr mit Tamoxifen, die mir auch immer noch mal mehr, mal weniger Nebenwirkungen bescheren. Mit den Jahren ( kann es selbst kaum glauben, daß es schon so lange her ist ) hab ich gelernt, mich damit zu arangieren.

    Ich hoffe, ich kann Dir mit meiner Geschichte etwas Mut machen.

    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft für Deine weitere Therapie sowie möglichst wenig Nebenwirkungen

    und hier im Forum einen guten Austausch.


    Liebe Grüße

    nikita

  • Liebe Miriam,

    herzlich willkommen in diesem schönen Forum!

    Gut, dass Du uns gefunden hast. Wir verstehen Deine Ängste und Sorgen!

    Gern begleiten wir Dich auf Deinem weiteren Weg. Lies Dich in die verschiedenen Threatthemen ein oder schreib uns einfach, was Dich bewegt - hier ist immer irgendjemand online und unterstützt Dich mit Rat, Trost oder aufmunternden Worten!

    Die Chemo ist zu schaffen, die Nebenwirkungen sind dank guter Medis meist erträglich und Du wirst Dir nie Gedanken darüber machen müssen, dass Du nicht alle verfügbaren Waffen eingesetzt hast.

    Also: Rüstung an, Visier runter und auf in dem Kampf! Wir sind bei Dir!

    Fühl Dich gut aufgenommen und von mir zur Begrüßung geknuddelt :hug:

    LG Kirsche

  • Hallo ihr Lieben,

    Vielen Dank für die Aufmunterung.

    Mit Tränen eingeschlafen und auch so wieder aufgewacht.

    Egal, wegwischen und weitermachen.

    So leicht lass ich mich nicht unterkriegen.

  • Hallo Miriam, von der KrankheitsGeschichte ist meine so ähnlich wie deine. Ich wollte auch um jeden Preis Chemo vermeiden, bis der GenTest die Notwendigkeit bestätigte. Gestern hatte ich meine erste EC.
    Was ich dir sagen wollte sind zwei Worte, die mir sehr helfen:


    Tränen heilen


    Seit ich das verstanden hab, schäme ich mich für kein Weinen mehr (außer im Kino ;-) )

    Weinen hilft der Seele, keinen Schaden zu nehmen. Nach meiner Mastektomie habe ich 48h durchgeweint. Konnte noch nicht mal alle Gründe benennen! Aber danach war ich durch und es ging mir besser, richtig befreit.

    Leider hab ich grad in meiner Umgebung auch das Gegenteil - jemand der nie weint und auch nicht verarbeitet. Was soll ich sagen, jetzt zeigt die Seele Überlastungs-Reaktionen, sie versucht, sich quasi selbst zu Helfen, und das geht schief.


    Also Weine nur. In Ps. 56 Vers 8 steht “sammle meine Tränen in deinen Krug. Ohne Zweifel, du zählst sie “

    Ist das nicht ein tolles Bild, dass Gott unsre Tränen sammelt?

  • Liebe Cremjo ,


    auch ich kann nicht weinen und möchte es gern zur Entlastung können.Bei mir kamen so viele negative Nachrichten außer der Diagnose , dass ich im wahrsten Sinne des Wortes verstummt bin.

    Ich wünschte, ich hätte so einen starken Glauben wie du..allesGute für deinen Weg

  • Hallo ihr Lieben,

    Heute gab's nun noch persönlich vom Brustzentrum die Bestätigung pro Chemo.

    Da alles bisher gut verlief, op gut überstanden, keine Lymphen betroffen und sonst auch alles ok, hab ich mir immer eingeredet, dass es keine Chemo geben wird. Von daher seit gestern absolutes Tief. Nur noch Tränen.

    Ab März soll's los gehen.

    8 mal alle drei Wochen.

    Heute abend hab ich's meinen Kids erzählt. Für die Grosse ist es ok, wachsen wieder. Die Kleine findet es schrecklich und will mich dann nicht mehr anschauen. Ohne haare, dass wägre eklig.

    Was für ein Tag.

    Wie habt ihr's euren Kids gesagt?

  • Hallo Miriam ,

    Wir haben unseren Kindern die Wahrheit gesagt, wir haben nichts versprochen. Die Chemo war für die beiden auch eine harte Zeit, denn ihre Mama so schlapp zu sehen und eben nicht mehr der Fels in der Branding, war für die beiden ungewohnt.

    Meine Kleine (4) möchte mich ohne Haare nicht sehen, sie hat immer geweint wenn sie die Glatze sah. Ich bin also immer mit Mütze herumgelaufen. Wenn die nachts mal weinte und mich tun ihr musste, erst einmal Mütze auf.


    Mittlerweile sind meine Haare wieder 2cm lang, das ist jetzt wieder ok für sie.


    Ich wünsche dir für die Chemo viel Glück und Kraft.

    Liebe Grüße Anja

  • Liebe Miriam,


    zu dem Thema "wie sage ich es den Kindern" findest Du hier einen eigenen Strang: Betroffene mit minderjährigen Kindern. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, offen mit ihnen umzugehen. Vielleicht hat eine Psycho-Onkologin in Deiner Klinik mal Zeit für Euch.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des

    Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.